Leserstimme zu
Perfect Girlfriend - Du weißt, du liebst mich.

Kurzweiliges Drama über eine extreme Stalkerin

Von: Myrcella
02.09.2018

Meine persönliche Meinung Das Cover: Das Cover finde ich ansprechend und für den Plot ideal geeignet. Man sieht den Träger eines Flugzeuges und im Hintergrund die Augen der stalkenden Exfreundin. Die Handlung: Das Buch ist aus der Ich-Perspektive der Anti-Heldin Juliette geschrieben. Sie ist fast 30, Single und macht eine Ausbildung zur Flugbegleiterin. Da sie noch sehr an ihrem Exfreund Nate hängt und nicht akzeptieren will, dass Schluss ist, lässt sie nichts unversucht, diesen zurückzugewinnen. Die stalkt ihn regelmäßig über Facebook. Hier wird dem Leser nochmal explizit verdeutlicht, wie gefährlich die Social Media werden können. Zum Teil hatte ich Mitleid mit Juliette, jedoch nur ganz am Anfang. Als ihre Besessenheit von Nate dann ins Krankhafte ausuferte, konnte ich teilweise nur noch fassungslos den Kopf schütteln und mich sogar für sie fremdschämen. Vom psychologischen Aspekt gesehen ist dieses Buch durchaus sehr interessant. Es zeit die psychischen Abgründe einer verzweifelten Frau, die einfach nicht loslassen kann. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist sehr flüssig zu lesen. Auch dass manchmal Einblicke in Juliettes Vergangenheit gewährt wurden, fand ich hilfreich, um sie besser verstehen zu können. Das Buch wird als Thriller deklariert, jedoch würde ich persönlich es eher in die Schiene “Drama“ kategorisieren. Für einen Thriller kam einfach zu wenig Spannung auf. Die Protagonistin Juliette ist eine Soziopathin durch und durch, womit sie es mir schon schwer machte, Sympathie für sie zu entwickeln. An manchen Stellen dachte ich: „Mensch Mädchen, wie alt bist du eigentlich? 12?“. Allein die Sache mit der Facebook-Stalkerei machte es mir nicht leicht, mir hier eine Erwachsene vorzustellen. Mein Fazit: Alles in allem finde ich das Buch recht gelungen und es diente zur kurzweiligen Unterhaltung. Dennoch wollte leider der Funke nicht so recht überspringen. Woran lag's? Vermutlich an den doch manchmal recht kindischen Handlungsweisen der Protagonistin. Von mir gibt es hierfür daher auch nur eine mittelmäßige Bewertung mit 3 von 5 möglichen Büchersternchen.