Leserstimme zu
Die Stadt des Affengottes

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Ein toller Mix aus Abenteuer und Wissenschaft

Von: Literaturblogsaarland
05.09.2018

Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston schloss sich kürzlich einer archäologischen Expedition an. Sie fand tatsächlich die eindrucksvollen Ruinen einer untergegangenen Stadt, aber sie zahlte am Ende auch einen hohen Preis. Vita : Der 1956 in Cambridge, Massachusetts, geborene Autor Douglas Preston studierte in Kalifornien u. a. Biologie, Chemie, Physik, Geologie und Englische Literatur. Nach dem Examen arbeitete er am „American Museum of Natural History“ in New York – mit seinem riesigen Dinosaurierskelett in der Eingangshalle die ideale Kulisse für einen Thriller, wie Preston fand. So entstand der Roman „Relic – Museum der Angst“, den er zusammen mit seinem Koautor Lincoln Child schrieb und der 1996 in Hollywood verfilmt wurde. Gemeinsam mit seinem Landsmann schrieb der Amerikaner weitere Bestseller wie „Riptide – Mörderische Flut“, „Thunderhead – Schlucht des Verderbens“ oder „Fever – Schatten der Vergangenheit“. Douglas Preston lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern im US-Bundesstaat Maine. Douglas Preston ist ja normalerweise eher bekannt als ein Teil des Autorenduos Preston-Child. Die Thriller um Special Agent Pendergast sind sehr spannend und ich fiebere jedem neuen Band entgegen. Hier verläßt Preston sein gewohntes Territorium und begibt sich auf eine Expedition in den Dschungel von Honduras, um nach der Stadt des Affengottes, Ciudad Blanca, der weißen Stadt zu suchen. Ich fand das Buch super interessant und viele Fotos runden das Lesevergnügen noch zusätzlich ab. Douglas Preston schildert in diesem Tatsachenbericht detailgetreu, wie man der weissen Stadt mittels modernster Lasertechnik auf die Spur kam, aber auch die Schwierigkeiten blieben nicht unerwähnt. Wir erfahren, wie schwierig es war, Genehmigungen und ähnliches zu erhalten und sich mit den Gefahren des Dschungels auseinanderzusetzen. Dies verursachte mir zeitweise eine regelrechte Gänsehaut. Ich möchte hier vom Inhalt nicht zuviel verraten, wer aber ein Mix zwischen rasantem Abenteuertrip und wissenschaftlicher Arbeit liebt, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Von mir aus hätte Douglas Preston noch viel detaillierter auf die Entdeckung und Erforschung der Stadt des Affengottes eingehen können. Gut gefallen hat mir, dass Douglas Preston uns auch viel über Honduras erklärt hat und auch auf die aktuelle politische Situation eingegangen ist Ich vergebe natürlich 5 Sterne für dieses tolle und informative Buch. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.