Leserstimme zu
Bonfire – Sie gehörte nie dazu

Solider Thriller mit kleinen Abzügen

Von: librovore
22.09.2018

Klappentext „Die schrecklichen Ereignisse ihrer Jugend haben Abby Williams zehn Jahre lang verfolgt. Als Anwältin muss sie nun noch einmal in ihre Heimat zurückkehren, um in einem Umweltskandal zu ermitteln. Kaum hat Abby die Provinzstadt in Indiana betreten, wird sie von der Clique empfangen, die sie damals tyrannisiert hat. Der Einfluss der drei Frauen scheint mit den Jahren noch größer geworden zu sein. Aber Abby lässt sich heute nicht mehr einschüchtern. Bald erkennt sie, dass das verstörende Ritual der Clique namens Das Spiel noch immer existiert. Laufen die Fäden tatsächlich in einem Netzwerk der Grausamkeit und Korruption zusammen? Und wird Abby ihre Angst überwinden, um dem perfiden Spiel ein Ende zu setzen?“ Meinung Krysten Ritter mag ich als Schauspielerin sehr gerne und habe mich deswegen sehr gefreut, als ich erfuhr, dass ein Buch von ihr erscheint. „Bonfire“ konnte mich nicht 100%ig überzeugen, hat aber definitiv seine Stärken gehabt. Die Protagonistin Abby Williams ist mir nicht sonderlich sympathisch gewesen. Zum Ende hin wurde sie ein wenig paranoid und total versessen auf den Fall, was sie leider ein paar mehr Sympathiepunkte gekostet hat. Ihr Verhalten konnte ich nicht immer gänzlich nachvollziehen… Die Nebenfiguren sind gut gelungen, sie passen perfekt in die Geschichte. Einige Charaktere haben eine Gratwanderung zwischen Gut und Böse absolviert, was mir gut gefiel. Der Schreibstil von Kristen Ritter gefiel mir ausgesprochen gut! Ihre Sprache hat sehr gut zum Thriller gepasst, war an das Tempo angepasst. Krysten Ritter beschreibt Abby’s Vergangenheit, die sehr leidvoll war. Ihre Zeit an der High School ist von Mobbing gezeichnet, welches von ihrer einstigen Kindheitsfreundin Kaycee Mitchell ausgeht. Abby sind viele schreckliche Erinnerungen geblieben, an die sie nicht gerne zurückdenkt und deswegen ihren einstigen Heimatort Barrens den Rücken gekehrt hat. Zur Vergangenheit kommt die Gegenwart dazu - Abby muss nach 10 Jahren doch nach Barrens zurück, da sie als Anwältin in einem Umweltskandal ermitteln muss. Anfangs ahnt sie noch nicht, dass sie sich durch ihre Rückkehr in Gefahr gebracht hat. Abby ermittelt nicht nur in Sachen ihres Arbeitgebers, sondern begibt sich auf die Spuren ihrer einstigen Kindheitsfreundin Kaycee, die vor 10 Jahren aus Barrens abgehauen ist. Das Verschwinden macht Abby auch nach den vielen Jahren noch stutzig und glaubt nicht nur an ein einfaches Abhauen ihrer Freundin… Zugegeben, ich habe hier und da ein paar wenige Logiklücken entdecken können, was der Spannung aber keinen Abbruch tat. Der Anfang war leider etwas langatmig, der Spannungsbogen baut sich dadurch recht spät auf, das Dranbleiben lohnt sich aber! Am Ende wird der Leser mit viel Spannung belohnt. Fazit Ein recht solider Thriller, der zum Ende hin sehr viel Spannung aufbaut! Das Ende kam leider zu abrupt und ist etwas diffus erzählt worden. „Bonfire - Sie gehörte nie dazu“ bekommt 3,5 von 5 Sternen!