VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (19)

Gilles Paris: Mein Leben als Zucchini

Mein Leben als Zucchini Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8135-0770-6

Erschienen: 23.01.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(13)
4 Sterne
(6)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Ein humorvolles und doch trauriges Buch das berührt und unterhält

Von: Tanja Hammer Datum : 11.08.2017

www.wir-singen.com

Der Roman Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris erschien 2004 im Knaus Verlag.

Der Leser erfährt die Geschichte von dem 9 Jährigen Icare, dessen Mutter nach einem tragischen Unfall mit einer Schusswaffe verstirbt. Zucchini, wie Icare genannt wird, hatte bis dahin nicht die schönste Kindheit. Er ist ein Einzelkind, der Vater hat die alkoholkranke Mutter verlassen. Weitere Angehörige hat er nicht, daher wird er von einem fürsorglichen Polizisten in ein Pariser Waisenhaus gebracht. Dort findet er zum ersten mal Freunde, die auch viel Trauriges erlebt haben. Für das Mädchen Camille entwickelt er ganz besondere Gefühle. Zucchini erlebt, wie schön sich Geborgenheit und Freundschaft anfühlt.

Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Protagonisten erzählt. In leichter, ja, kindlicher Sprache, erfährt der Leser all das Schreckliche, Haarsträubende, dass die Kinder erlebt haben. Immer wieder wird angedeutet, was ein Kind erleiden musste. Icare findet das gar nicht so sehr schlimm, da er es noch nicht versteht. Die Kinder verwenden Wörter, die sie noch nicht so einordnet, wie es erwachsene Leser tun. Die Sprache greift ganz wunderbar auf, wie sich Icare entwickelt, was in ihm vorgeht.

Mein Fazit:
Der Anfang des Buches hat mich tatsächlich schockiert. Will ich wirklich, dass meine Kinder ihre Phantasie mit alkoholkranken Müttern, Schusswaffen und Wörtern wie „Flittchen“ anregen? Dieses Buch ist nicht das typische heile-Welt-Kinderbuch. Es geht um den Ernst des Lebens, um Einsamkeit und Schicksale aber eben auch um Zusammenhalt, Freunde und Freude, um Auswege, Zuversicht, Gemeinschaft und Liebe. Die sprachliche Umsetzung ist hervorragend gelungen. Sehr humorvoll und mit Wortwitz werden Situationen geschildert, die den erwachsene (Vor)Leser eigentlich kräftig Schlucken lassen, die Kinder aber noch gar nicht so dramatisch empfinden. Hier wird Kindern was zugetraut. Und es ist gelungen. Sprachlich wie inhaltlich!
Es ist inhaltlich kein einfaches Buch, aber ein gutes, über das sich sprechen lässt.

Berührend und einfach nur süß...

Von: Ayda Datum : 30.07.2017

https://www.instagram.com/aydaslesewelt/?hl=de

Inhalt:
In dem Buch lernen wir den 9 jährigen Icare kennen. Er nennt sich aber lieber gerne Zucchini. Sein Vater hat die Mutter verlassen, mit einer "Pute". Somit lebt er mit seiner alkoholabhängigen Mutter,die allerding stirbt. Da er sonst keine weiteren Angehörigen hat, kommt er in ein Waisenhaus. Dort lernt er eine andere Gruppe von Kindern kennen mit denen er das Leben bestreitet. Alle Kinder haben ihre schweren Schicksale und teilen ihre Erlebnisse miteinander,oft auch mit Humor und kindlicher Naivität. Eines Tages kommt Camille in das Kinderheim und Icare hat eine besondere Verbindung zu ihr, sie verleiht ihm Schmetterlinge im Bauch.

Meine Meinung:
Das Buch ist ein sehr ergreifendes Buch. Es herrscht durchweg humorvolle aber auch traurige Atmosphäre. Obwohl diese Kinder noch so klein sind,haben sie schon soviel erlebt und schaffen es mit kindlichem Verstand sehr Waise zu sein. Der Schreibstil ist nicht so einfach zu lesen,da die Geschichte aus der Sichweise von Kindern geschildert wird und dann etwas undurchsichtig ercheint. Manchmal ist es etwas abgehackt un verschachtelt,man brauch Geduld und muss zwischen Zeilen lesen. Die Protagonisten sind sehr authentisch und liebenswert. Ein Buch,das kein Kinderbuch ist aber durchaus für Jugendliche und Erwachsene! Das Cover ist so schön und passend zum Inhalt gestaltet.Ich vergebe 4 Sterne

Autor:
Gilles Paris ist Pressechef eines großen Pariser Verlagshauses. 1991 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: "Papa et Mama sont mort" wird derzeit verfilmt. Sein zweiter Roman "Autobiografie einer Pflaume" war auf Anhieb ein Bestseller.
(www.randomhouse.de)

https://www.youtube.com/watch?v=5szNHfiXJNw

Ein Herz für Kinder! Ein wunderbares Buch

Von: nicibookdragon Datum : 26.07.2017

nicisbuechersucht.wordpress.com

Dieses Buch wird aus der Sicht des 9 jährigen erzählt und hat daher eine sehr kindliche Denkweise und Entwicklung... An machen Stellen hat es mich an " Der kleine Prinz" erinnert. Es ist ein wunderschönes Buch und mich hat so gut wie nichts gestört. Eventuell hätte etwas mehr passieren können.  Die Freundschaft unter den Heimkindern ist mehr als überwältigend. Es gibt an paar schlimme und ein paar spannende Ereignisse die mich sehr gefesselt haben!
Eine wirklich schöne und berührende Geschichte. Mit nur 236 Seiten ist es Perfekt für ein Wochenende!Top Empfehlung meinerseits. Ihr seit z.B. Fan von "Hallo Leben hörst du mich" von Jack Cheng ? Dies Buch wird euch auch gefallen! Lest es!

P.S dieses Buch ist sehr französisch.

Das Leben als Zucchini ist nicht leicht!

Von: bookworld_online Datum : 14.07.2017

https://bookpageweb.wordpress.com

Inhalt:

Icare, der eigentlich viel lieber Zucchini genannt werden will, lebt, seit sein Vater mit einer anderen Frau der „Pute“ weggegangen ist, bei seiner Mutter. Die arbeitslose Alkoholikerin kümmert sich kaum um ihren Sohn und Zucchini muss schon früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Nur wenn er etwas dummes macht bekommt er Aufmerksamkeit in Form einer „Abreibung die sich gewaschen hat“.
Nach dem Tod seiner Mutter lernt Icare den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Balger sofort ins Herz schließt.Da er niemanden mehr hat landet Zucchini im Kinderheim. Dort wird er von der Truppe gut aufgenommen und ist zum ersten Mal wirklich ein Kind. Geborgenheit und Zusammenhalt waren bis zu diesem Zeitpunkt Fremdwörter für Icare.
Auch die Heimbetreuer kümmern sich großartig um ihre Schützlinge und ermöglicehn den Kinder, die schon genug Schreckliches erleben mussten, eine sorgenfreie Kindheit.
Als dann noch Camille in das Kinderheim einzieht erlebt Zucchini zum ersten Mal was Verliebtheit ist und sein Herz schlägt höher. Auch sein Freund, der Gendarm Raymond, hält sein Versprechen und besucht Zucchini (fast) regelmäßig.
Meine Meinung:

Nach der Menge an Thrillern die ich in den letzten Wochen gelesen habe brauchte ich wirklich mal wieder etwas anderes. Mein Leben als Zucchini klang aufgrund der Kritik der Bild am Sonntag sehr verführerisch.

Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend, so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch.
— Bild am Sonntag

Und ja, das Buch ist etwas ganz Besonderes! Einzigartig und nicht wirklich einem Genre zuzuordnen. Mit seiner Brillianz sprengt der Inhalt die Grenzen dessen was man von einem Roman erwartet. Traurig, rührend, einfühlsam all das trifft zu! Die kindliche Perspektive der Geschichte brauch am Anfang zwar etwas Eingewöhnungszeit, ist aber eben auch der Reiz an diesem Buch. Die vielen dramatischen Ereignisse in Zucchinis Leben klingen harmloser als sie es sind, weil der kleine Junge die gesamte Tragweite des ganzen noch nicht so ganz erfassen kann.

Neben dem kleinen Zucchini ist da auch noch die tolle Truppe aus dem Heim, die alle, obwohl sie noch so jung sind, eine interessante und eigne Persönlichkeit haben. Alle Personen werden sehr konkret und einfühlsam beschrieben. Der dicke Jujube, der obertolle Simon, der weinerliche Achmed, … Auch die Erwachsenen werden als sympathische Charaktere gezeichnet und tragen dadurch maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei.

Das Buch ist absolut zu empfehlen, aber trotzdem sicherlich nicht jedermanns Sache. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen. Schaft man die Magie und die Aussage der Geschichte zu finden, so wird man einige Botschaften finden die wirklich etwas wert sind. Einziger Wermutstropfen an diesen herausragenden Werk sind die (etwas zu häufigen) Druckfehler. Bei dieser Geschichte kann man da aber wirklich drüber hinwegsehen.

Fast perfekt und deswegen auch (ausnahmsweise) nur fast 5 Sterne ��
4,9 von 5 Sternen (4+ Sterne)

regt zum Nachdenken an und versteckt viele lebenskluge Botschaften

Von: Märchenbuch Datum : 10.07.2017

https://maerchenbuchblog.wordpress.com/

Nach dem tragischen Tod seiner Mutter, lernt der kleine Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte, auf der Polizeistation den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Jungen sofort in sein Herz schließt und sich um den entzückenden Knirps kümmert. Raymond bringt Zucchini schließlich in das Kinderheim von Fontaines und verspricht ihm, ihn regelmäßig zu besuchen. Das Heim erweist sich für Zucchini als großes Glück, denn er lebte bis jetzt in tristen Familienverhältnissen.

Seine ungepflegte Mutter, eine arbeitslose Alkoholikerin, kümmerte sich kaum um ihren Sohn und Zucchinis Vater, hat sich mit seiner neuen Freundin „der Pute“ bereits vor langer Zeit auf und davon gemacht. Vernachlässigt und auf sich alleine gestellt, musste der herzensgute kleine Kerl schon sehr früh für sich alleine sorgen und bekam von seiner Mutter nur dann Aufmerksamkeit, wenn er etwas Dummes anstellte.

Im Kinderheim wird Zucchini nun mit offenen Armen aufgenommen und darf zum ersten Mal in seinem Leben wirklich „Kind“ sein. Er findet schnell Freunde und lernt erstmals, was Zusammenhalt bedeutet und wie sich Geborgenheit anfühlt. Mit viel Wärme und Liebe kümmern sich die Heimbetreuer um die bunte Truppe und bemühen sich, ihren kleinen Schützlingen ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Alle Kinder haben schon viel Trauriges erlebt, doch ihre schwierige Vergangenheit schweißt die kleinen Persönlichkeiten eng zusammen. Als dann schließlich auch noch die hübsche Camille ins Heim zieht, schlägt Zucchinis Herz sofort höher und er erlebt seine erste kleine Liebe. Auch der Polizistin Raymond hält sein Versprechen und besucht Zucchini regelmäßig in Fontaine, bis er schließlich immer wichtiger im Leben des kleinen Jungen wird.

Mit „Mein Leben als Zucchini“ hat der französische Autor Gilles Paris ein ganz besonderes Buch erschaffen, denn er erzählt seine einfühlsame Geschichte aus der kindlichen Perspektive des kleinen Zucchini. Der herzige Knirps berichtet dem Leser über seine Vergangenheit, den Tod seiner Mutter und über seine neuen Freunde im Heim und schildert alle Geschehnisse aus seinem unschuldigen Blickwinkel, wodurch viele Ereignisse gar nicht so furchtbar erscheinen, da sie der kleine Junge selbst noch nicht richtig verstehen kann. Aber bereits Zucchinis Andeutungen sind für den erwachsenen Leser sehr erschreckend und sprechen viele schwierige und sensible Themen an. Gleichzeitig wird Zucchinis Gedankenwelt aber auch sehr amüsant, entzückend und sehr rührend beschrieben. Er hinterfragt vieles, hat eine unsentimentale Sichtweise auf die Dinge und das Leben und nimmt sein Schicksal einfach wie es kommt.

Neben dem liebenswerten Zuchini, lernen wir auch nach und nach seine Freunde kennen, die allesamt einfach großartig und bezaubernd beschrieben werden. Den coolen Simon, den immer hungrigen Jujube, den weinerlichen Ahmed, und die winzige Beatrice, habe ich alle sofort in mein Herz geschlossen. Auch die Heimbetreuer werden sehr sympathisch gezeichnet und verleihen dem Kinderheim eine warmherzige Atmosphäre, in der Zucchini richtig aufblühen konnte.

Ich kann dieses entzückende aber auch tragische Kinderbuch vor allem erwachsenen Lesern sehr empfehlen! Es ist traurig aber zugleich hoffnungsvoll und überrascht mit viel Situationskomik und liebenswerten kleinen Protagonisten. Es regt zum Nachdenken an und versteckt viele lebenskluge Botschaften die ein Kind beim Lesen möglicherweise noch gar nicht begreifen würde.

Rezension: Mein Leben als Zucchini - Gilles Paris

Von: Eden Datum : 22.06.2017

rezensionenbooks.blogspot.de/

Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Kinderheim eingewiesen wird. Zum ersten Mal findet Zucchini Freunde - und entdeckt, dass das Leben trotz trauriger Erlebnisse unglaublich witzig, bunt und aufregend sein kann.

Inhalt in eigenen Worten, ohne zu spoilern:

Leicht gesagt, geht es um den kleinen Icare, der nach dem Tod seiner Mutter, die Alkoholikerin war und nur vor dem Fernsehr saß, in ein Waisenhaus kommt. Dort lernt er Simon, Ahmet, Alice, Jujube, Beatrice und vor allem Camille kennen.
Um ehrlich zu sein, kann man zu dem Inhalt gar nicht so viel sagen, denn es ist so einmalig, diese Geschichte des kleinen Zucchini mitzuerleben, dass es eine Schande wäre, auch nur einen winzigen Teil von dem, was der kleine Franzose erlebt, zu spoilern.

Verlag: KNAUS
Seitenzahl: 236
Preis: 14,99€

Wie dieses Buch meine Aufmerksamkeit erregte:

Ganz klar, das provokative Zitat "Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein" kling ziemlich harsch. Eigentlich sogar falsch. Zudem ist das Cover dieses Buches einmalig gestaltet mit den Figuren, die aussehen, als wären sie aus Knete gemacht.

Meine Meinung zu dem Buch:

Von Anfang an ist mir der kindliche Stil, in dem Zucchini die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, aufgefallen, der teilweise sehr amüsant, aber auch schockierend war. Beispielsweise, als Zucchinis Mutter starb und er davon erzählt hat, als würde sie noch leben.
Lustig wurde es an Stellen, wo Zucchini zum Beispiel alles was die Erwachsenen sagen, wörtlich nimmt. Dass sein Vater nach den Worten seiner Mutter mit "einer dummen Gans" abgehauen ist, kann er nicht verstehen, da er Gänse gar nicht mag.
Es gibt keinen richtigen roten Faden, aber es ist interessant zu hören, warum die anderen Kinder im Waisenhaus sind und wie die Beziehung zwischen Zucchini und Raymond, der der Officer ist, der Zucchini in das Waisenhaus brachte, entwickelt.
Das Buch ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern in Absätzen geschrieben, was es sehr leicht zum Lesen macht.
Die Geschichte ist rund. Das bedeutet, dass die Geschichte damit anfängt, dass Zucchini den Himmel töten möchte, am Ende diese Aussage jedoch zurückzieht. (Mehr kann ich zu diesem Rund-Sein nicht sagen, da ich sonst spoilern würde.)


Fazit:

Ein schönes Buch. Ich bin gespannt, wie sie es in dem Film umgesetzt haben. Ich empfehle es für Leser und Leserinnen, die gerne Geschichten aus der Sicht von Kindern lesen.

Tolle Gesichte- Wunderschönes BUch,Vorsicht Spoiler ! Tolle Gesichte- Wunderbares Buch

Von: Laurasbücherwelt Datum : 14.06.2017

lauraihrebuecherwelt.blogspot.de/

Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist.

Als er im Heim angekommen ist , wird diese Zeit zur schönster seines Lebens. Er lernt zu lieben und zu vertrauen, Probleme zu lösen und das Leben in die Hand zu nehmen.


Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist kurze, knappe Aussagen.Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Das Buch zeig auch direkt am Anfang auf das es sich nicht um eine Komödie handelt.

Ich finde das Buch ist interessant geschrieben und die Geschichte echt rührend. Selbst für Erwachsende finde ich das Buch durchaus lesbar.
Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne, da die Geschichte mich fasziniert und berührt hat.


Übrigens gibt es einen Film zum Buch ! :-), Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist.

Als er im Heim angekommen ist , wird diese Zeit zur schönster seines Lebens. Er lernt zu lieben und zu vertrauen, Probleme zu lösen und das Leben in die Hand zu nehmen.


Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist kurze, knappe Aussagen.Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Das Buch zeig auch direkt am Anfang auf das es sich nicht um eine Komödie handelt.

Ich finde das Buch ist interessant geschrieben und die Geschichte echt rührend. Selbst für Erwachsende finde ich das Buch durchaus lesbar.

Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne, da die Geschichte mich fasziniert und berührt hat.

Übrigens gibt es einen Film zum Buch ! :-)

Traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeitsgefühl

Von: Tintenwelten Datum : 12.06.2017

https://www.youtube.com/channel/UCERCU4YR7gqHqKaA29335sw

Zucchini gelangt durch einen tragischen Unfall ins Waisenhaus. Dort lernt er zum ersten Mal richtige Freundschaft kennen. Vor allem die hübsche Camille hat es ihm angetan. Er berichtet aus seiner Perspektive über sein Leben vor und während seines Aufenthaltes im Heim.

Das Buch besticht vor allem durch den authentischen und überzeugenden Schreibstil, der eindeutig einem neunjährigen Jungen zuzuordnen ist. Es zeigt die Sicht eines Kindes auf die Welt und auf seine Mitmenschen. Kinder begreifen Dinge oft ganz anders als Erwachsene und halten diese deshalb häufig für merkwürdig. Für mich wirkten Zucchini und seine Gedanken dadurch zuckersüß und ließen mich häufig schmunzeln.

Leider ist es aber auch eine Art zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist das Buch sehr schön, weil Zucchini so viel Freundschaft und Liebe erfährt. Allerdings haben alle Kinder des Waisenhauses schlimme Dinge erlebt. Nach und nach werden die Geschichten der Kinder aufgedeckt und man erfährt, was ihnen widerfahren ist, wo ihre Eltern sind oder was mit ihnen passiert ist. Dies ist einerseits sehr spannend, andererseits leider oft sehr haarsträubend und schrecklich. Natürlich wird auch hier alles aus der Sicht von Zucchini geschildert und er empfindet einiges als gar nicht so furchtbar, weil er sie einfach nicht richtig versteht. Für den Leser ist aber schon die Andeutung und das daraus folgende Gedankenkino erschreckend.

Auch die Beziehung, welche zwischen Zucchini und Camille entsteht, wurde sehr süß dargestellt. Diese erste Liebe gibt ihm einiges zu denken und seine Gedanken kreisen eigentlich permanent um sie.

“Mein Leben als Zucchini” ist ein traurig-schönes Buch über Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeitsgefühl, welches durch seine Charaktere und vor allem seinen Schreibstil überzeugt.

Kinder können so ehrlich sein

Von: Andrea Karminrot aus Berlin Datum : 10.03.2017

karminrot-lesezimmer.blogspot.de

»Mein Name ist Zucchini«, so stellt sich der kleine Ikare aus Frankreich vor. Seine Mutter arbeitslos, Alkoholikerin und fernsehsüchtig, kümmert sich seit ihrem Unfall kaum noch um den Jungen. Aufmerksamkeit bekommt der Kleine nur, wenn er etwas Dummes angestellt hat. Und das eigentlich täglich. Zucchini versteckt sich dann am liebsten auf dem Dachboden, da kommt die Mutter, mit ihrem kaputten Bein nicht hin. Eines Tages findet er in einer Kommode einen Revolver und will damit den Himmel erschießen, weil der, wie die Mutter immer sagt, »Der Himmel, mein Kleiner, der ist so groß, damit wir nie vergessen, wie klein unsereins daneben ist.« (Seite 7) Am Ende erschießt der Kleine ausversehen seine eigene Mama und landet als Waise im Kinderheim. Dort findet er ein liebevolles »Zuhause« und »Geschwister«. Die Kinder sind nicht immer lieb zueinander, aber sie bilden eine Einheit. Die meisten Kinder haben eine hässliche Vergangenheit, die aus der Sicht der Kinder manchmal etwas lustig wirken kann.

Das Kinderbuch wird aus der Sicht des kleinen Zucchini erzählt. (Warum eigentlich Zucchini. Der Originaltitel heißt :Autobiographie einer Pflaume. Das idiomatische Pendant zur französischen courgette ist im deutschen die Pflaume oder Gurke. Da der gleichnamige Film sich für Zucchini entschieden hat, wurde die Neuauflage des Romans, dem Film angeglichen.) Der Roman liest sich, wie ein Neunjähriger sprechen würde, der nicht der intelligenteste ist. Zucchini hinterfragt viel und geht damit seiner Umwelt manchmal gehörig auf die Nerven. Es gibt so manchen Erwachsenen in der Geschichte, der auch ein gutes Bild macht. Die Erzieher in dem Heim sind oftmals wie eine Insel der Geborgenheit. Die Geschichten der Kinder werden, wie es Kinder sehen erzählt. Ohne große Details und so einfach wie möglich.

Mich hat das Buch sehr berührt. Nicht das ich Tränen in den Augen gehabt hätte. Durch die Erzählweise, sieht man die Grausamkeiten mit dem Kinderblick und kommt einfach damit klar.

Erst vor kurzem ist der Film zum Buch in den Kinos angelaufen. Die Verfilmung wird sehr gelobt, es wäre tragisch, traumatisch und berührend. Als Puppenfilm, sind die Figuren neutraler, was es für kleine Kinder zu einem einfachen Puppentrickfilm macht. Das Buch würde ich etwas älteren Kindern empfehlen. Es ist aber genauso gut für Erwachsene zu lesen.

eine einfühlsame Geschichte

Von: meggie Datum : 08.03.2017

www.kleeblatts-buecherblog.de

Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist. Im Heim erlebt Zucchini seine bisher schönste Kindheit. Er hat gut Freunde, geht regelmäßig zur Schule und als ein neues Mädchen im Heim einzieht, lernt er auch zu lieben und zu vertrauen. Camille und Zucchini sowie die anderen Kinder lernen, erwachsen zu werden und das dazu auch jede Menge Probleme gehören, die nicht allein ihre sind, sondern gemeinsam bewältig werden müssen.

Gleich auf den ersten Seiten merkt man, dass es sich bei der Geschichte um keine Komödie handelt. Es fängt tragisch mit dem Tod von Zucchinis Mutter an. Er erschießt sie versehentlich mit einem Revolver, den er in ihrer Kommode gefunden hat. Da Zucchini mit seinen 9 Jahren nicht strafmündig ist und sein Vater mit einer anderen Frau durchgebrannt ist, wie er vom Gendarmen Raymond, der Zucchini gleich ins Herz geschlossen hat, ins Kinderheim Fontaines gebracht.

Und dort erlebt Zucchini einen spannenden Tag nach dem anderen. Damit meine ich nicht, das Aufregendes passiert, sondern dass jeder Tag vollgepackt ist mit den Problemen aller. Und dass sich alle damit befassen.

Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist aneinandergereihte Aufzählungen von Ereignissen oder kurze, knappe Aussagen.
Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Und hier kommen die Antworten, die wir als Erwachsene gerne geben. "Das geht Dich nichts an", "Dafür bist du zu jung" oder "Weil ich es sage".

Der kindliche Schreibstil hat mir zu Anfang so gar nicht gefallen, doch je mehr ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, umso besser konnte ich verstehen, warum diese Art gewählt wurde. So konnte ich mich letztendlich sehr gut in die Kinder hineinversetzen.

Zucchini hat keine einfache Kindheit. Dies merkt man auch an seinem Verhalten. Er ist ein herzensguter kleiner Kerl, doch weiß er nicht, wie eine richtige Familie aussieht. Er lernt erst den Zusammenhalt und Liebe kennen, als er ins Kinderheim kommt.

Die Kinder sind allesamt wunderbar skurril. Jedes hat sein Päckchen zu tragen, sei es, weil die Eltern verstorben sind, weil sich diese nicht um sie kümmern oder keine Zeit für sie haben. Und doch sind alle Kinder starke Persönlichkeiten. Sie helfen sich untereinander, tritzen sich aber auch. Aber alle wollen eigentlich nur das eine: eine Familie. Und so geben sie sich untereinander Halt.

Das Buch ist vieles: traurig, lustig, nachdenklich, bewegend, erfrischend, kindlich, mutig, liebend, fantastisch, packend. Aber auf alle Fälle eins: wunderschön.

Ich bin letztendlich total verliebt in die Geschichte, in Zucchini und die Art des Erzählens.

Ein Animationsfilm zu dem Buch erschien im Februar 2017. Ich werde mir diesen Film garantiert anschauen.

Fazit:
Eine liebevolle und vor allem einfühlsame Geschichte rund um das Finden einer Familie.

Berührend

Von: Nicole Katharina Datum : 26.02.2017

www.goldkindchen.blogspot.com

Meine Meinung zum Buch:
Mein Leben als Zucchini

Aufmerksamkeit und Erwartung:
Diesen Punkt findet ihr wieder auf meinem Blog.

Inhalt in meinen Worten:
Zucchini, ein Junge, der einen Mord begeht, doch nicht absichtlich und in ein Heim kommt. Der zu vieles sprichwörtlich nimmt, nicht nur als Sprichwort sondern auch wirklich denkt, es zu tun. Sei es das der Vater mit einer doofen Pute unterwegs ist, hier malt er aus, dass wirklich eine Pute unterwegs ist. Somit darf, wer dieses Buch liest, sich auf kurioses und wertvolles einstellen. Manches entdeckt man erst, wenn man tiefer und in das Herz eines Buches schaut.

Wie ich das Buch empfand:
Ich tat mir durch die Ich Perspektive und dem Schreibstil etwas schwer. Es ist kein Buch, das man ich in einem Rutsch lesen konnte, sondern ich brauchte Pausen dazwischen. Einerseits lag es an der schwere, die doch kinderleicht vermittelt wird, andererseits aber eben auch durch die ICH Perspektive.

Charaktere:
Ich treffe in diesem Buch auf ein Kinderheim, wo ich mir denke, zu schade, dass ich noch kein Kinderheim traf, das wirklich diese Leichtigkeit vermitteln kann. Bisher erlebte ich diese Heime anders und so, das Kinder die aus den Heimen gekommen sind, es nicht wirklich einfach hatten, und auch nicht individuell gefördert worden sind. Entweder man siegte oder verlor.
Anders ist es in diesem Buch. Obwohl die Leiter und Erzieher nicht unbedingt selbst ein leichtes Leben haben, möchten sie den Kindern vermitteln, dass es lohnenswert ist, zu leben und zu tun und zu gestalten. Das fand ich schön.
Gerade weil Zucchini ein wirklich hartes Schicksal hat, das er sicherlich nicht gerne gemacht hat. Aber durch seine Gedanken, wo Zucchini mich mitnimmt und mir seine Welt erklärt bin ich aufgerüttelt und auch sehr berührt.

Schreibstil:
Wie gesagt dieses Buch ist in einer ICH-Perspektive geschrieben. Ich erfahre das Leben von Zucchini aus seiner Sicht und überhaupt ist alles was in diesem Buch passiert nur aus seiner Sicht zu betrachten, das war nicht immer einfach für mich, andererseits konnte ich mich so sehr viel besser auf ihn einlassen und ihn begreifen und ergreifen.

Spannung:
Die Spannung wird nicht unbedingt durch Action zum tragen gebracht, sondern dadurch, dass ich die Sicht eines Kindes verstehen lernen darf, und dabei hin und wieder parallelen entdecken kann, die mir bekannt vor kommen. Auch wie es mit Zucchini weiter geht, ist es an sich spannend, wenn auch zum Ende hin sehr voraussehbar. An sich aber keine schlechte Idee.

Empfehlung:
Ich würde dieses Buch keinem Kind in die Hand geben, jedoch habe ich auch eine andere Sicht auf manches Buch, als Kinder es haben. Jedoch kann ich jedem das Buch empfehlen, der selbst gern wieder einmal Kind wäre, die Welt mit anderen Augen zu betrachten wollen, weg von Altbekannten und hinein in das Denken eines Kindes.
Auch finde ich es schön, wie es letztlich geschrieben ist, auch wenn es anstregend ist, aber es ist hat etwas typisches Französisches. Diese Bildersprache, die Wirkung von verschiedenen und Farbenfrohen Akzenten und wer "Die Kinder des Monsieur Mathieu" oder die "Schöne und das Biest" mag, und "die Fabelhafte Welt der Amelie" mag, ist hier bestens aufgehoben.

Bewertung:
Ich musste mit diesem Buch wirklich erst einmal warm werden, mich inspirieren lassen und mich auf die Schreib und Denkweise einlassen, als mir das aber gelang, hat sich das Buch wirklich in mein Herz geschlichen, ich habe mit Zucchini mitgefühlt, mitgelacht und auch mitgeweint. Gestaunt über das Leben und gehofft was der Morgen bringt, zugleich war ich in einer Zeitlosen Umgebung. Dieses Wechselspiel hat mir letztlich wirklich gut gefallen und deswegen bekommt das Buch auch 5 Sterne.

wunderschöne Geschichte

Von: Manuela G. Datum : 22.02.2017

manustintenkleckse.blogspot.de/

Über den Autor:
Gilles Paris ist Pressechef eines großen Pariser Verlagshauses. 191 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: Papa et Mama sont mort. Sein zweiter Roman "Autobiografie einer Pflaume" war auf Anhieb ein Bestseller.

Zum Inhalt: Klappentext
Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit....

Meine Meinung:
Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich mich komplett auf die Geschichte einlassen konnte. Aber dann hatte sie mich. Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet und wachsen einem sofort ans Herz. Es ist traurig schön geschrieben und man ist immer an der Seite von Zucchini. Ich konnte mich gut in seinen Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte liest sich gut. Der Autor erzählt sie sehr berührend. Und trotz des sehr traurigen Themas hat die Geschichte auch viel Humor. Im Heim blüht Zucchini richtig auf, da man sich dort gut um ihn kümmert und er sich erstmals geborgen fühlt. Der mitfühlende und warmherzige Raymond hat mir gut gefallen und passt so wunderbar in die Geschichte hinein. Die Kinder sind toll beschrieben und jedes ist auf seine Weise großartig. Sie alle haben traumatische Erlebnisse hinter sich und man fühlt mit jeder Zeile mit ihnen mit.

Cover:
Das Cover ist genauso bunt und vielfältig wie seine Geschichte.

Fazit:
Eine Geschichte die sehr ans Herz geht und doch nachdenklich stimmt mit sehr liebenswerten Charakteren.

Warmherzig und berührend

Von: Vanessas Bücherecke Datum : 22.02.2017

vanessasbuecherecke.wordpress.com

Klappentext:
Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!
Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit...

Meinung:
Als der 9-jährige Icare, von allen nur Zucchini genannt, durch ein Unglück seine Mutter verliert, kommt er in ein Kinderheim. Doch so traurig das im ersten Moment klingt, erweist sich das Kinderheim als großes Glück für Icare. Zum ersten Mal in seinem jungen Leben findet er Freunde, Rückhalt und einen Rhythmus. Und als auch noch die junge Camille ins Heim kommt, findet er auch Liebe. Doch das Schicksal hält noch mehr für ihn bereit.
Es fiel mir nicht schwer, mich auf Icare, pardon, Zucchini einzulassen. Dieses liebenswerte Kind geht mit einer solchen Weitsicht durchs Leben, ist neugierig, hinterfragt vieles und versprüht doch so viel Lebensfreude, trotz der harten Umstände, in die er hineingeboren wurde. Ja, ich habe ihn ins Herz geschlossen, ebenso wie die anderen Heimkinder.
Denn Zucchini erzählt seine Geschichte selber. Und das nicht rückblickend als Erwachsener, sondern aus seiner kindlichen Sicht. Dabei kommen trotz der traurigen Grundthematik so viele witzige, heitere und kluge Momente hervor, dass man das Buch einfach nicht gerne aus der Hand legen möchte. Altklug und wissbegierig, in langen, recht einfach gehaltenen, aber poetischen Sätzen, ist dieser Roman ein kleiner Pageturner mit dem ganzen Charme, den ich mir immer von einem französischen Roman erhoffe.
Aber nicht nur Zucchini schließt man ins Herz. Auch die anderen Kinder berühren und bezaubern. Und auch wenn sie so manchen Schabernack betreiben, richtig böse kann man ihnen einfach nicht werden und jedes einzelne Schicksal hat mich tief berührt.

Fazit:
Mein Leben als Zucchini ist ein tieftrauriger, berührender, zutiefst komischer Roman, der eine Hommage an die Kinder, das Leben und die Liebe schafft. Zucchini und seine Freunde muss man einfach ins Herz schließen. Großartig erzählt und sehr bewegend, aber niemals zu bedrückend, trotz der ernsten Thematik.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
Vielen Dank an den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar.

Der kleine Zucchini

Von: Himmelsblume Datum : 19.02.2017

himmelsblume.com/

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich den Trailer zum Kinofilm des kleinen Zucchini gesehen habe. Die sehr Herzerwärmende Geschichte hat mich Neugierig gemacht und ich wollte die Geschichte kennenlernen. Für mich stand fest, das ich lieber das Buch lesen möchte und habe mich sehr erfreuen können, dass es dieses jetzt schon im Handel gibt. Das Cover finde ich allerliebst und wir sehen Zucchini, mit den anderen Kids aus dem Waisenhaus. Im Buch selber, gibt es leider keine Bilder. Das fehlt mir leider bei dieser Geschichte ein wenig.

Am Anfang lernen wir den kleinen Jungen Icare (genannt Zucchini) kennen. Wir spüren, dass er im inneren sehr traurig ist, dass sein Vater nicht mehr da ist und seine Mama dadurch so viel trinkt. Sein Vater ist, laut der Aussage seiner Mutter „mit einer Pute auf Weltreise und der Himmel ist daran Schuld“. Eines Tages findet Zucchini eine Pistole und will mit dieser den Himmel erschießen. Als seine Mama, dieses mitbekommt und ihm es wegnehmen möchte, passiert das Unglück. Zucchini erschießt seine Mutter und wird dadurch in ein Waisenhaus gebracht. Doch schnell findet er Freunde und lernt so, was es heißt eine Familie zu haben.

Eine Traurige, spannende, lustige und tragische Geschichte über einen 9 jährigen Jungen, der ein neues Leben beginnen muss. Das komplette Buch ist aus der Sicht des Jungen geschrieben und hat durch viele Wortverdrehungen herrliche Dialoge, bei denen man immer wieder schmunzeln musste. Ich konnte das Buch fließend lesen und in 2 Tagen durch. Mich hat das Buch sehr mitgenommen, den der Kleine hatte bei seiner Mutter nichts zu lachen. Sie kümmerte sich nicht um ihn und er musste nicht nur sein Essen selber machen, sondern auch das ganze Haus putzen. Neben den herrlichen Dialogen, wurden auch die Figuren des Buches sehr gut beschrieben. Eben so, wie ein Kind eine Person beschreibt.

Ob der Kinofilm da noch mithalten kann, wenn das Buch schon so besonders toll ist?

Von: Floh Datum : 17.02.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

Aktuell ist dieses Kinderbuch aktueller denn je. Den parallel zum schönen Kinderbuch läuft auch die Verfilmung dieser Geschichte als Animationsfilm in den Kinos an. „Mein Leben als Zucchini“ trägt so einen witzigen Titel, dass man gleich zweimal hinschauen muss um ihn richtig gelesen und verstanden zu haben. Tatsächlich, hier geht es um eine Zucchini, eher gesagt um einen Jungen, der so genannt werden will. Der französische Autor Gilles Paris hat einen wirklichen Schatz niedergeschrieben. Ein Buch voller warmer Botschaften, voller Tränen, voller Glück und lieber Umarmungen. Gilles Paris kleidet mit Zucchinis Worten ein Kaleidoskop aus den schillerndsten Farben des Lebens. So wie Icare seine Welt lernt wahrzunehmen und das Leben endlich zu leben. Wer Interesse an einem sehr harmonischen und witzigen Kinderbuch für offene Leser und Leserinnen ab etwa 9 oder 10 Jahren hat, der sollte sich Gilles Paris´ Kinderbuch „Mein Leben als Zucchini“ nicht entgehen lassen. Warm, herzlich, klar, mitfühlend, abenteuerlich, losgelöst und überraschend lebensfroh. Hier ist ein sympathischer und schlagfertiger Junge die Hauptfigur und wir (Vor-) Leser und Zuhörer dürfen uns mit Icare, sorry Zucchini, und seinem Wunsch nach Geborgenheit und echter Familie auf ein wunderbares und unvergessliches Abenteuer begeben. Wunderbare (Vor-) Lesemomente und besonders feinfühlige Botschaften des sozialen Zusammenlebens, der Selbstbehauptung, der Courage, des Mitgefühls und der Familie.
Erschienen im Knaus Verlag (https://www.randomhouse.de/Verlag/Knaus/11000.rhd)

Inhalt / Beschreibung:
"Nicht jeder hat das Glück, ein Waisenkind zu sein!

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus eingewiesen wird - denn hier kann er zum ersten Mal nach Herzenslust leben. Zucchinis Glück scheint vollkommen, als die grünäugige Camille ins Waisenhaus kommt. Doch die Glücksfee hält noch ein letztes Geschenk bereit...

Gilles Paris‘ einfühlsam aus der Sicht eines Neunjährigen erzählter Roman ist eine wunderbare Liebeserklärung an die Kinder – an ihre unsentimental klare Weltsicht, ihren geradlinigen Mut und ihre Bereitschaft vorbehaltlos zu lieben. Eine Geschichte voller Poesie, fein changierend zwischen lebensklugem Humor, Nachdenklichkeit und Situationskomik und Hoffnung. Dieses lebenskluge Buch erinnert daran, wie großmütig und nachsichtig die Kinder dieser Welt mit den Erwachsenen sind."

Meinung:
Mit „Mein Leben als Zucchini“ hat sich der französische Autor Gilles Paris sehr schwierige und sensible Themen für ein Kinderbuch zur Aufgabe gemacht. In Deutschland ist dieser aktuell verfilmte Roman unter dem Titel „Autobiografie einer Pflaume“ 2004 erstmals erschienen. Zum Kinostart erscheint es nun als Buch zum Film mit dem Titel „Mein Leben als Zucchini“ mit dem Cover des Filmplakates. Icare lebt in ungünstigen Familienverhältnissen. Sein Vater hat sich mit „der Pute“ auf und davon gemacht, die Mutter lebt ein Leben vor der Flimmerkiste und Trinkt. Icare vertraut sich lieber einem Apfel an, als mit seiner Mutter zu reden. Icare ist von der Welt enttäuscht und möchte den Himmel am liebsten umbringen. Sehr bildhaft und aus der Erzählperspektive dieses einsamen Jungen erzählt dieser Roman von äußerst traurigen Momenten, die aber durch die besondere Sprache und Gedankenkunst aus Icares Weltanschuung irgendwie entzückend und minimal weniger schlimm wirken, auch wenn die Zustände wirklich schlimm sind… Dann passiert ein Unglück und Icare erschießt seine eigene Mutter. Punkt. Pause. Sortier. Ja wirklich, ein Schuss und anstatt der Himmel, ist die Mutter tot. Icare kommt in ein Kinderheim. Und jetzt beginnt der Roman richtig toll zu werden. Nicht nur die Pfleger freunden sich schnell mit dem Neuankömmling an, sondern auch ich als Leserin bin von seinen klugen, ironischen, witzigen, überraschenden und spontanen Sprüchen einfach nur begeistert. Mit Zucchini und seinen neuen Freunden, echten Freunden, die sich wie Familie anfühlen, können sich junge Leser schnell identifizieren, für Jungen und Mädchen wird diese Geschichte ein spannendes Abenteuer und eine Herzensangelegenheit beherbergen. Neben all dem neuen Umfeld, der vielen neuen Gesichter und Regeln, einer richtigen Struktur im Tagesablauf und einer neuen Umgebung und Wertschätzung erleben wir eine Zucchini, die erstmals eine echte Zucchiniblüte trägt. Icare blüht wirklich auf und lernt wirklich zu Leben und dieses Leben zu lieben. Das rührt den Leser so sehr, dass mir ganz warm ums Herz wurde. … Und jetzt fängt die Geschichte erst richtig an, und Icare verliebt sich. Er lernt nicht nur Liebe zu empfangen, sondern auch ehrliche Liebe zu spenden. Zusammen mit seinen neuen Freunden, die alle so unterschiedlich sind und so viel trauriges erlebt haben, was sie nun verbindet und zusammenschweißt, da wären zum Beispiel sein neuer Freund Simon, der immer ängstliche Ahmed, der Gourmet Jujube, die kleine Beatrice und Alice und natürlich seine Camille. Dieser Zusammenhalt ist dem Autor wirklich nett gelungen und Icare bringt mit seinen Sprüchen und seiner klaren kindlichen Sicht eine ganz neue Sichtweise auf gewisse Dinge. Ob von kleiner oder großer Bedeutung. Das ist hier ganz egal. Ich fühlte mich wie in einem bunten Kinderkinofilm mit einer absolut lebhaften Handlung. Ob der wirkliche Film das ebenso schafft wie dieses Buch?
Das Buch ist jedoch kein gewöhnliches oder ganz einfaches Buch. Es spricht viel in einer kindlichen Sprache, die sich nicht immer sofort dem erwachsenen Leser erschließt und daher nicht ganz flüssig wirkt. Aber in Anbetracht der witzigen Floskeln, humorvollen Dialoge, spritzigen Ideen und der Situationskomik und lustigen und ehrlichen Metaphern, steigt mein Zufriedenheitsbarometer steil an.
Dieses Buch sehe ich als eine gelungene Geschenkidee für kleine Leseratten und Geschichtenliebhaber. Und da sich dieses Buch wunderbar vortragen lässt, bereitet es auch mir große Freude es meinen Kindern vorzulesen. Oder es einfach als Erwachsener mal für sich zu genießen.

Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet, der Einband absolut nobel und qualitativ, die Seiten sind angenehm fest, und eine harmonische Farbgestaltung im Coverdesign insgesamt. Mit Wiedererkennungswert zum aktuellen Kinohit. Ein empfehlenswertes Buch für die ganze Familie, denn um die Familie geht es hier in diesem Buch auch. Um Familie, Vertrauen, Freundschaft, Miteinander, Füreinander und Zusammenhalt. Hochwertige Verarbeitung, ein schön gestaltetes Hardcover und gute Qualität.

Der Autor:
"Gilles Paris ist Pressechef eines großen Pariser Verlagshauses. 1991 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht: "Papa et Mama sont mort" wird derzeit verfilmt. Sein zweiter Roman "Autobiografie einer Pflaume" war auf Anhieb ein Bestseller."

Die Übersetzerin:
„Melanie Walz, geboren 1953 in Essen, wurde 1999 mit dem "Zuger Übersetzer-Stipendium", 2001 mit dem "Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis" und 2015 mit dem Übersetzerpreis der Stadt München ausgezeichnet. Sie ist die Übersetzerin von u. a. Antonia Byatt, John Cooper-Powys, Lawrence Norfolk.“
Bezug zur Gegenwart:
Immer wieder werden die unglücklichen Zustände einiger Kinderheime und Waisenhäuser zum Thema gemacht. Da ist dann die Rede von bösen und überlasteten Mitarbeitern, Vernachlässigung, mangelnde Fürsorge und Erziehung, bedrücktes Klima und Schikane. Dass es aber auch ganz anders ausschauen kann, zeigt dieses Buch und deutet damit klar darauf hin, dass ein heimplatz für einige Kinder eine wirkliche Rettung und eine Chance sein kann. Ein erster Eindruck vom Gefühl einer Familie. Auch wenn diese hier dann nicht aus dem Modell Vater, Mutter, Kind besteht, sondern aus vielen anderen Kindern, Kinderpflegern und Hausangestellten. Ein Blick, der trotz aller Traurigkeit unheimlich optimistisch und hoffnungsvoll fröhlich stimmt.

Fazit:
Ein sehr herzallerliebstes, sympathisches und bedeutendes Buch, welches trotz aller Traurigkeit so sonderbar urkomisch ist, dass man es einfach lieben muss. Für alle Kinobesucher der Verfilmung hoffe ich, dass der Animationsfilm genau das so hinbekommt wie dieses überraschende Kinderbuch! 4 Sterne vergebe ich für diese liebevolle Geschichte um Icare, der Zucchini und dem Waisenhaus.

Mein Leben als Zucchini

Von: Thrillertante Datum : 08.02.2017

www.thrillertante.blogspot.de

Icare ist neun Jahre alt und möchte am Liebsten nur Zucchini genannt werdn. Eines Tages findet Zucchini eine Pistole und erschießt versehentlich seine Mutter, dabei wollte er doch nur den Himmel umbringen. Da sein Vater auch nicht da ist, kommt Zucchini in ein Waisenhaus, lernt viele andere Kinder kennen und zum ersten Mal erfährt Zucchini, was Familie bedeutet...

Berührend, lustig, tragisch, traurig und so herrlich rein! Das ist die Geschichte um Icare, einen neunjährigen Jungen.

Wer hier erwartet ein Waisenhaus kennenzulernen, mit bösen Mitarbeitern liegt komplett falsch. Im Waisenhaus gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen und überhaupt nicht unsinnig erscheinen. Icare lernt das ziemlich schnell und fühlt sich im Waisenhaus wohl besonders als die kleinen Camille ins Waisenhaus kommt.

Zucchinis Vater ist, laut seiner Mutter "mit einer Pute auf Weltreise gegangen" und nach Aussage seiner Mutter ist der Himmel an allem Schuld. Als Zucchini eine Pistole findet, erscheint es ihm logisch, den Himmel einfach zu erschießen, was gründlich danebengeht.

"Mein Leben als Zucchini" ist aus der Sicht eines neunjährigen Kindes, das es in seinem bisherigen Leben nicht leicht hatte, geschrieben, mit herrlichen Dialogen und Wortverdrehungen, die dem Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Icare nimmt die Dinge, die ihm seine - dem Alkohol verfallene Mutter - erzählt, wörtlich. Raymond ist der Polizist, der Icare ins Waisenhaus gebracht hat und zwischen den Beiden entsteht eine Freundschaft. Raymond besucht Zucchini regelmäßig im Waisenhaus und so hat der freundliche und herzensgute Polizist von Anfang an mein Herz erobert.

Die anderen Kinder im Waisenhaus, haben alle eine berührende Geschichte hinter sich und so treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander, die lernen müssen, miteinander auszukommen.

Ich habe beim lesen Rührung empfunden, Mitgefühl und natürlich musste ich auch schmunzeln, gerade wegen der herrlichen Dialoge und den Lebensweisheiten, die Icare so von sich gibt. Zitate möchte ich gar nicht in meiner Rezension schreiben, denn sonst müsste ich fast das ganze Buch abschreiben. Deshalb - unbedingt selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden!

Das Ende hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so bekommt "Mein Leben als Zucchini" bei mir einen Platz im Schätzeregal und natürlich gebe ich eine unbedingte und dringende Leseempfehlung für diese berührende Geschichte!

Freundschaft, Liebe, Kinderheim - das Leben als Zucchini

Von: Kathrinshome Datum : 31.01.2017

www.kathrins-home.de

Der neunjährige Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte, lebt alleine mit seiner Mutter, denn „der Vater ist mit einer Pute auf Weltreise gegangen“. Seit Zucchini denken kann, will er den Himmel umbringen und als er eines Tages im Wäscheschrank seiner Mutter einen Revolver findet, setzt er seinen Wunsch in die Tat um... nur trifft er versehentlich seine Mutter anstelle des Himmels und verkriecht sich auf dem Speicher. Inmitten von Äpfeln wird er von dem netten Kommissar Raymond gefunden, der ihn in das Kinderheim Fontainebleau bringt, welches ausschaut wie ein Schloss aus dem Film mit der Leiterin Papineau und „Heimwehstreuern“, den Heimbetreuern.

Icare lernt neue Kinder kennen, erfährt nach und nach deren Geschichte und erlebt die Hoch & Tiefs eines Kinderheims... wobei wir Leser uns gerne von der Story des schrecklichen Kinderheims mit Misshandlungen „grau in grau“ verabschieden dürfen, denn dieses Heim wird liebevoll geführt und man versucht den Kindern eine schöne Kinderheit zu bereiten. Wir erleben Zucchini und seinen neuen Freund Simon, den ängstlichen Ahmed, den immer hungrigen Jujube, die kleine Beatrice und Alice und seiner ersten „richtigen“ Freundin Camille im Alltag, der Schule, bei Ausflügen... alles wunderbar anschaulich und oftmals einfach „pur“ aus Kindersicht beschrieben. Manchmal erinnert mich das Buch ein wenig an Erich Kästners „Das fliegende Klassenzimmer“ - aber doch ist es ganz anders.

Die Sprache kommt mir nicht so fließend rüber, wie ich es aus anderen Roman kenne und erwarte; manches Mal habe ich das Gefühl, der Lesefluss gerät ins Stocken. Ob das an der Übersetzung liegt oder so gewollt ist, weiß ich nicht. Aber mir gefällt, wie Gilles Paris es schafft, mit treffenden Worten die entsprechende Stimmung aufzubauen und uns so als Zuschauer in die Situation mitzunehmen. Das macht Lust auf eine Verfilmung!

Wobei ich ehrlich gesagt ein wenig traurig bin, dass es sich bei der Verfilmung um einen Zeichentrick-/Animationsfilm handelt... ich hätte mir hier menschliche Hauptdarsteller mit einer ausdrucksvollen Mimik gewünscht, die ich mir beim Lesen des Buchs so gut vorstellen kann. Aber die animierten Figuren bestehen aus großen, runden Augen und einem Ballongesicht – leider? Ich werde sehen, ob es bei diesem „leider“ nach Anschauen des Films bleibt.

Das Buch selbst mag ich jedenfalls und auch wenn sich das Ende im Laufe der Geschichte immer mehr andeutet und somit vorhersehbar wird, überrascht der Autor wiederholt mit kleinen, wichtigen Details wie das Verhalten der Leiterin am Schluss des Buches...

Für mich ist das Buch kein Kinderbuch – daher führt den neugierigen Leser das Cover meines Erachtens auch in die Irre – aber es ist ein Buch, um Kinder ein bisschen besser zu verstehen, sich gut unterhalten zu fühlen und den Roman auch gerne ein zweites Mal in die Hand zu nehmen.

Manchmal muss man seine wahre Familie verlieren, um eine Richtige zu bekommen.

Von: Gisela Simak Datum : 29.01.2017

lese-himmel.blogspot.de/

Zum Inhalt


Der kleine Zucchini möchte den Himmel erschießen. Er findet eine Pistole im Schlafzimmer seiner Mutter. Die Mutter sitzt den ganzen Tag vor dem Fernseher und trinkt ihre "Bierchen!" Als sie im Garten die Schüsse hört, versucht sie Zucchini die Pistole abzunehmen. Im Gerangel löst sich ein Schuss. Nun ist die Mama selber im Himmel.
Zucchini versteht noch nicht die ganze Tragweite von dem Vorfall. Die Mama schläft bestimmt und wird bald wieder aufwachen. Dann wird sie bestimmt böse auf ihn sein. Er versteckt sich im Speicher.
Da werden Nachbarn auf die tote Mutti im Garten aufmerksam und verständigen die Polizei.

Meine Meinung

Noch nie hat mich ein Kind in einem Roman so berührt wie Zucchini. Der kleine Knirps hatte bei seiner Mutter nichts zu lachen. Sie kümmerte sich nicht um den Kleinen und schimpfte ihn für Dinge, die er nicht verbrochen hat. Zucchini musste sich sein Essen selber machen und putzte stets das ganze Haus. Seine ungepflegte Mutter trank ihre Bierchen und sah fern. Sie interessierte sich für keine Elternabende und kümmerte sich nicht darum, ob Zucchini überhaupt in die Schule geht.

Nachdem Zucchini seine Mutter versehentlich erschossen hat, versteckt er sich. Hat Angst vor der Schimpfe der Mutter.
Da erscheint der Gendarm Raymond und nimmt ihn mit aufs Revier.

Den warmherzigen Raymond habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Das Mitgefühl, das er für den kleinen Zucchini hat, kann man zwischen den Zeilen spüren.
Er nimmt dem Kleinen die Angst und fährt ihn in ein Kinderheim. Zucchini wird dort mit offenen Armen aufgenommen Er kann nur nicht leiden, dass er mit seinem richtigen Namen Icare angesprochen wird. Er heißt jetzt schließlich Zucchini!
Raymond verspricht ihm, ihn regelmäßig zu besuchen.

Die Dialoge sind oft zum Schmunzeln. In dem Heim geht man mit den Kindern sehr gut um. Man verhätschelt sie und vermittelt ihnen viel Wärme und Geborgenheit. Jedes der Kinder hat traumatische Erlebnisse hinter sich. Manche haben keine Eltern mehr. Andere wiederum wissen nicht, wo ihre Eltern sich befinden.
Trotz der traurigen Thematik ist die Geschichte sehr witzig. Sie ist berührend und wunderbar erzählt.
Jedes einzelne Kind ist gut beschrieben. Ich habe von jedem Kind eine genaues Bild im Kopf.
Zucchini blüht in dem Heim richtig auf. An seine Mutter denkt er nur noch selten.
Er bekommt gutes Essen und schläft in einem sauberen Bett. Man interessiert sich für ihn. Sieht in ihm das kleine Kind, das er ist. Geburtstage werden gefeiert. Es gibt Schockoladenkuchen und alles was ein Kinderherz begehrt. Dann bekommt das Heim Familienzuwachs. Ein kleines Mädchen, welches Zucchinis Herz höher schlagen lässt.

Raymond hält sein Versprechen und besucht Zucchini regelmäßig. Nicht nur das ....

Fazit

Manchmal muss man seine wahre Familie verlieren, um eine Richtige zu bekommen.
Die Heimbetreuer, ( von Zucchini Heimwehstreuer genannt) unternehmen viel mit den Kindern.
Das Personal hat seine eigenen Sorgen und Nöte. Niemals wird es jedoch an den Kindern ausgelassen.
So ein Heim ist wirklich wünschenswert. Ich habe mich oft gefragt, ob es so ein Kinderparadies wirklich gibt.

Das Cover hat mich nicht angesprochen. Weder vor- noch nach dem Lesen des Buches. Animationsfiguren sind nicht so meine Sache. Der Inhalt gleicht dieses Defizit jedoch wieder aus.
Ausgleich ist eigentlich der falsche Ausdruck für diese emotionale, kluge und witzige Geschichte.
Zucchini hat viele Fragen, mit denen er alle nervt. Uns Leser bringt er damit zum Lachen. Die Logik, die er manchmal hat, ist einfach nur köstlich.

>>Die Kirche ist das Haus vom lieben Gott, aber der ist dort nie. Das wundert mich nicht, denn in seinem Haus ist es immer mörderisch kalt. Der liebe Gott ist nicht doof.<< (Seite 82)

>>Blos weil man nie fragt, weiß man noch lange nicht alles.<< (Seite 209)

Die Mitarbeiter sind alles andere als perfekt. Perfekt ist jedoch die Liebe, die sie den Kindern geben.

Ob mir das Ende gefallen hat? JA! Und wie .....

Danke Giles Paris


Mein Dank geht an den Knaus-Verlag für die Bereitstellung des Buches.