Leserstimmen zu
Mein Leben als Zucchini

Gilles Paris

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Mit einer anrührenden Leichtigkeit trotz der inhaltlichen Schicksalsschwere folgte ich gern dem 9-jährigen Jungen in „Mein Leben als Zucchini“. So eint in dem Buch von Gilles Paris alle Kinder des Waisenhauses eine hoffnungslose Kindheit mit Drogen- und Alkoholmissbrauch der Eltern, Vernachlässigung und Lieblosigkeit, doch der humorvolle Versuch und kindlich naive Umgang damit gibt Hoffnung. Sehr glaubhaft berührt der junge Protagonist, wenn nicht nur er ungläubig, voller Staunen und Sehnen beobachtet, wie eine Mutter ihrem Sohn den Anorak zu macht und liebevoll die Mütze über die Ohren zieht. Nur die Namensänderung des Buches, früher „Autobiographie einer Pflaume“, nach Erscheinen des Filmes hat mich zunächst irritiert.

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Der Roman Mein Leben als Zucchini von Gilles Paris erschien 2004 im Knaus Verlag. Der Leser erfährt die Geschichte von dem 9 Jährigen Icare, dessen Mutter nach einem tragischen Unfall mit einer Schusswaffe verstirbt. Zucchini, wie Icare genannt wird, hatte bis dahin nicht die schönste Kindheit. Er ist ein Einzelkind, der Vater hat die alkoholkranke Mutter verlassen. Weitere Angehörige hat er nicht, daher wird er von einem fürsorglichen Polizisten in ein Pariser Waisenhaus gebracht. Dort findet er zum ersten mal Freunde, die auch viel Trauriges erlebt haben. Für das Mädchen Camille entwickelt er ganz besondere Gefühle. Zucchini erlebt, wie schön sich Geborgenheit und Freundschaft anfühlt. Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Protagonisten erzählt. In leichter, ja, kindlicher Sprache, erfährt der Leser all das Schreckliche, Haarsträubende, dass die Kinder erlebt haben. Immer wieder wird angedeutet, was ein Kind erleiden musste. Icare findet das gar nicht so sehr schlimm, da er es noch nicht versteht. Die Kinder verwenden Wörter, die sie noch nicht so einordnet, wie es erwachsene Leser tun. Die Sprache greift ganz wunderbar auf, wie sich Icare entwickelt, was in ihm vorgeht. Mein Fazit: Der Anfang des Buches hat mich tatsächlich schockiert. Will ich wirklich, dass meine Kinder ihre Phantasie mit alkoholkranken Müttern, Schusswaffen und Wörtern wie „Flittchen“ anregen? Dieses Buch ist nicht das typische heile-Welt-Kinderbuch. Es geht um den Ernst des Lebens, um Einsamkeit und Schicksale aber eben auch um Zusammenhalt, Freunde und Freude, um Auswege, Zuversicht, Gemeinschaft und Liebe. Die sprachliche Umsetzung ist hervorragend gelungen. Sehr humorvoll und mit Wortwitz werden Situationen geschildert, die den erwachsene (Vor)Leser eigentlich kräftig Schlucken lassen, die Kinder aber noch gar nicht so dramatisch empfinden. Hier wird Kindern was zugetraut. Und es ist gelungen. Sprachlich wie inhaltlich! Es ist inhaltlich kein einfaches Buch, aber ein gutes, über das sich sprechen lässt.

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Inhalt: Icare, der eigentlich viel lieber Zucchini genannt werden will, lebt, seit sein Vater mit einer anderen Frau der „Pute“ weggegangen ist, bei seiner Mutter. Die arbeitslose Alkoholikerin kümmert sich kaum um ihren Sohn und Zucchini muss schon früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Nur wenn er etwas dummes macht bekommt er Aufmerksamkeit in Form einer „Abreibung die sich gewaschen hat“. Nach dem Tod seiner Mutter lernt Icare den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Balger sofort ins Herz schließt.Da er niemanden mehr hat landet Zucchini im Kinderheim. Dort wird er von der Truppe gut aufgenommen und ist zum ersten Mal wirklich ein Kind. Geborgenheit und Zusammenhalt waren bis zu diesem Zeitpunkt Fremdwörter für Icare. Auch die Heimbetreuer kümmern sich großartig um ihre Schützlinge und ermöglicehn den Kinder, die schon genug Schreckliches erleben mussten, eine sorgenfreie Kindheit. Als dann noch Camille in das Kinderheim einzieht erlebt Zucchini zum ersten Mal was Verliebtheit ist und sein Herz schlägt höher. Auch sein Freund, der Gendarm Raymond, hält sein Versprechen und besucht Zucchini (fast) regelmäßig. Meine Meinung: Nach der Menge an Thrillern die ich in den letzten Wochen gelesen habe brauchte ich wirklich mal wieder etwas anderes. Mein Leben als Zucchini klang aufgrund der Kritik der Bild am Sonntag sehr verführerisch. Das Buch ist so irre traurig, so irre rührend, so irre einfühlsam und dabei trotzdem unheimlich komisch. — Bild am Sonntag Und ja, das Buch ist etwas ganz Besonderes! Einzigartig und nicht wirklich einem Genre zuzuordnen. Mit seiner Brillianz sprengt der Inhalt die Grenzen dessen was man von einem Roman erwartet. Traurig, rührend, einfühlsam all das trifft zu! Die kindliche Perspektive der Geschichte brauch am Anfang zwar etwas Eingewöhnungszeit, ist aber eben auch der Reiz an diesem Buch. Die vielen dramatischen Ereignisse in Zucchinis Leben klingen harmloser als sie es sind, weil der kleine Junge die gesamte Tragweite des ganzen noch nicht so ganz erfassen kann. Neben dem kleinen Zucchini ist da auch noch die tolle Truppe aus dem Heim, die alle, obwohl sie noch so jung sind, eine interessante und eigne Persönlichkeit haben. Alle Personen werden sehr konkret und einfühlsam beschrieben. Der dicke Jujube, der obertolle Simon, der weinerliche Achmed, … Auch die Erwachsenen werden als sympathische Charaktere gezeichnet und tragen dadurch maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei. Das Buch ist absolut zu empfehlen, aber trotzdem sicherlich nicht jedermanns Sache. Man muss sich schon sehr darauf einlassen können um die Magie dahinter zu erkennen. Schaft man die Magie und die Aussage der Geschichte zu finden, so wird man einige Botschaften finden die wirklich etwas wert sind. Einziger Wermutstropfen an diesen herausragenden Werk sind die (etwas zu häufigen) Druckfehler. Bei dieser Geschichte kann man da aber wirklich drüber hinwegsehen. Fast perfekt und deswegen auch (ausnahmsweise) nur fast 5 Sterne 😉 4,9 von 5 Sternen (4+ Sterne)

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Nach dem tragischen Tod seiner Mutter, lernt der kleine Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte, auf der Polizeistation den Gendarmen Raymond kennen, der den kleinen Jungen sofort in sein Herz schließt und sich um den entzückenden Knirps kümmert. Raymond bringt Zucchini schließlich in das Kinderheim von Fontaines und verspricht ihm, ihn regelmäßig zu besuchen. Das Heim erweist sich für Zucchini als großes Glück, denn er lebte bis jetzt in tristen Familienverhältnissen. Seine ungepflegte Mutter, eine arbeitslose Alkoholikerin, kümmerte sich kaum um ihren Sohn und Zucchinis Vater, hat sich mit seiner neuen Freundin „der Pute“ bereits vor langer Zeit auf und davon gemacht. Vernachlässigt und auf sich alleine gestellt, musste der herzensgute kleine Kerl schon sehr früh für sich alleine sorgen und bekam von seiner Mutter nur dann Aufmerksamkeit, wenn er etwas Dummes anstellte. Im Kinderheim wird Zucchini nun mit offenen Armen aufgenommen und darf zum ersten Mal in seinem Leben wirklich „Kind“ sein. Er findet schnell Freunde und lernt erstmals, was Zusammenhalt bedeutet und wie sich Geborgenheit anfühlt. Mit viel Wärme und Liebe kümmern sich die Heimbetreuer um die bunte Truppe und bemühen sich, ihren kleinen Schützlingen ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Alle Kinder haben schon viel Trauriges erlebt, doch ihre schwierige Vergangenheit schweißt die kleinen Persönlichkeiten eng zusammen. Als dann schließlich auch noch die hübsche Camille ins Heim zieht, schlägt Zucchinis Herz sofort höher und er erlebt seine erste kleine Liebe. Auch der Polizistin Raymond hält sein Versprechen und besucht Zucchini regelmäßig in Fontaine, bis er schließlich immer wichtiger im Leben des kleinen Jungen wird. Mit „Mein Leben als Zucchini“ hat der französische Autor Gilles Paris ein ganz besonderes Buch erschaffen, denn er erzählt seine einfühlsame Geschichte aus der kindlichen Perspektive des kleinen Zucchini. Der herzige Knirps berichtet dem Leser über seine Vergangenheit, den Tod seiner Mutter und über seine neuen Freunde im Heim und schildert alle Geschehnisse aus seinem unschuldigen Blickwinkel, wodurch viele Ereignisse gar nicht so furchtbar erscheinen, da sie der kleine Junge selbst noch nicht richtig verstehen kann. Aber bereits Zucchinis Andeutungen sind für den erwachsenen Leser sehr erschreckend und sprechen viele schwierige und sensible Themen an. Gleichzeitig wird Zucchinis Gedankenwelt aber auch sehr amüsant, entzückend und sehr rührend beschrieben. Er hinterfragt vieles, hat eine unsentimentale Sichtweise auf die Dinge und das Leben und nimmt sein Schicksal einfach wie es kommt. Neben dem liebenswerten Zuchini, lernen wir auch nach und nach seine Freunde kennen, die allesamt einfach großartig und bezaubernd beschrieben werden. Den coolen Simon, den immer hungrigen Jujube, den weinerlichen Ahmed, und die winzige Beatrice, habe ich alle sofort in mein Herz geschlossen. Auch die Heimbetreuer werden sehr sympathisch gezeichnet und verleihen dem Kinderheim eine warmherzige Atmosphäre, in der Zucchini richtig aufblühen konnte. Ich kann dieses entzückende aber auch tragische Kinderbuch vor allem erwachsenen Lesern sehr empfehlen! Es ist traurig aber zugleich hoffnungsvoll und überrascht mit viel Situationskomik und liebenswerten kleinen Protagonisten. Es regt zum Nachdenken an und versteckt viele lebenskluge Botschaften die ein Kind beim Lesen möglicherweise noch gar nicht begreifen würde.

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Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein! Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Kinderheim eingewiesen wird. Zum ersten Mal findet Zucchini Freunde - und entdeckt, dass das Leben trotz trauriger Erlebnisse unglaublich witzig, bunt und aufregend sein kann. Inhalt in eigenen Worten, ohne zu spoilern: Leicht gesagt, geht es um den kleinen Icare, der nach dem Tod seiner Mutter, die Alkoholikerin war und nur vor dem Fernsehr saß, in ein Waisenhaus kommt. Dort lernt er Simon, Ahmet, Alice, Jujube, Beatrice und vor allem Camille kennen. Um ehrlich zu sein, kann man zu dem Inhalt gar nicht so viel sagen, denn es ist so einmalig, diese Geschichte des kleinen Zucchini mitzuerleben, dass es eine Schande wäre, auch nur einen winzigen Teil von dem, was der kleine Franzose erlebt, zu spoilern. Verlag: KNAUS Seitenzahl: 236 Preis: 14,99€ Wie dieses Buch meine Aufmerksamkeit erregte: Ganz klar, das provokative Zitat "Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein" kling ziemlich harsch. Eigentlich sogar falsch. Zudem ist das Cover dieses Buches einmalig gestaltet mit den Figuren, die aussehen, als wären sie aus Knete gemacht. Meine Meinung zu dem Buch: Von Anfang an ist mir der kindliche Stil, in dem Zucchini die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, aufgefallen, der teilweise sehr amüsant, aber auch schockierend war. Beispielsweise, als Zucchinis Mutter starb und er davon erzählt hat, als würde sie noch leben. Lustig wurde es an Stellen, wo Zucchini zum Beispiel alles was die Erwachsenen sagen, wörtlich nimmt. Dass sein Vater nach den Worten seiner Mutter mit "einer dummen Gans" abgehauen ist, kann er nicht verstehen, da er Gänse gar nicht mag. Es gibt keinen richtigen roten Faden, aber es ist interessant zu hören, warum die anderen Kinder im Waisenhaus sind und wie die Beziehung zwischen Zucchini und Raymond, der der Officer ist, der Zucchini in das Waisenhaus brachte, entwickelt. Das Buch ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern in Absätzen geschrieben, was es sehr leicht zum Lesen macht. Die Geschichte ist rund. Das bedeutet, dass die Geschichte damit anfängt, dass Zucchini den Himmel töten möchte, am Ende diese Aussage jedoch zurückzieht. (Mehr kann ich zu diesem Rund-Sein nicht sagen, da ich sonst spoilern würde.) Fazit: Ein schönes Buch. Ich bin gespannt, wie sie es in dem Film umgesetzt haben. Ich empfehle es für Leser und Leserinnen, die gerne Geschichten aus der Sicht von Kindern lesen.

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Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist. Als er im Heim angekommen ist , wird diese Zeit zur schönster seines Lebens. Er lernt zu lieben und zu vertrauen, Probleme zu lösen und das Leben in die Hand zu nehmen. Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist kurze, knappe Aussagen.Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Das Buch zeig auch direkt am Anfang auf das es sich nicht um eine Komödie handelt. Ich finde das Buch ist interessant geschrieben und die Geschichte echt rührend. Selbst für Erwachsende finde ich das Buch durchaus lesbar. Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne, da die Geschichte mich fasziniert und berührt hat. Übrigens gibt es einen Film zum Buch ! :-), Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist. Als er im Heim angekommen ist , wird diese Zeit zur schönster seines Lebens. Er lernt zu lieben und zu vertrauen, Probleme zu lösen und das Leben in die Hand zu nehmen. Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist kurze, knappe Aussagen.Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Das Buch zeig auch direkt am Anfang auf das es sich nicht um eine Komödie handelt. Ich finde das Buch ist interessant geschrieben und die Geschichte echt rührend. Selbst für Erwachsende finde ich das Buch durchaus lesbar. Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne, da die Geschichte mich fasziniert und berührt hat. Übrigens gibt es einen Film zum Buch ! :-)

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Das Cover ist farbenfroh passend zum gleichnamigen Animationsfilm gestaltet. Der Hintergrund ist in einem hellen gelb gehalten. Davon hebt sich der Titel als bunter Schriftzug ganz gut ab. Am unteren Rand sind die Kinder zu sehen. Allen voran vermute ich Icare, genannt Zucchini mit seinen blauen Haaren. Die anderen Kinder sind vermutlich aus seiner Wohngruppe. Mir fiel das Cover sofort ins Auge auch ohne überhaupt etwas über den Animationsfilm gehört zu haben. Icare, der lieber Zucchini genannt werden möchte ist neun Jahre alt, als er eher zufällig seine Mutter erschießt. Auch wenn es sehr makaber ist, konnte ihm eigentlich nichts besseres passieren. Seine alkoholsüchtige Mutter hatte sich schon lange nicht mehr um ihren Sohn gekümmert. Nach dem Vorfall bringt ihn Raymond, ein Polizist ins Waisenhaus. Die Geschichte wird aus der Sicht von Icare in der Ich- Perspektive erzählt. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, denn auch die Wortwahl und der Satzbau scheinen einem Kind zu gehören. Konsequent schreibt Gilles Paris im Stil eines Kindes und so sind manche Sätze sehr amüsant aneinander gefügt. Ebenso sind die Dialoge auch sehr schön kindlich. So hatte ich beim Lesen immer wieder ein Lächeln auf den Lippen. Ich musste einfach schmunzeln, denn so kommen die Kinderweisheiten sehr gut rüber. Für mich ein Roman zum Schmunzeln. Man braucht einen Moment um reinzukommen, aber wenn man den Schreibstil für sich akzeptiert hat ist es einfach nur schön. Vielen Dank an die Random House GmbH und den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Icare, der von allen nur Zucchini genannt wird, ist gerade mal 9 Jahre alt, als er aus Versehen seine Mutter erschießt. Auf der Polizeistation lernt er den Gendarmen Raymond kennen, der ihn ins Kinderheim Fontaines bringt, da Zucchinis Vater nicht auffindbar ist. Im Heim erlebt Zucchini seine bisher schönste Kindheit. Er hat gut Freunde, geht regelmäßig zur Schule und als ein neues Mädchen im Heim einzieht, lernt er auch zu lieben und zu vertrauen. Camille und Zucchini sowie die anderen Kinder lernen, erwachsen zu werden und das dazu auch jede Menge Probleme gehören, die nicht allein ihre sind, sondern gemeinsam bewältig werden müssen. Gleich auf den ersten Seiten merkt man, dass es sich bei der Geschichte um keine Komödie handelt. Es fängt tragisch mit dem Tod von Zucchinis Mutter an. Er erschießt sie versehentlich mit einem Revolver, den er in ihrer Kommode gefunden hat. Da Zucchini mit seinen 9 Jahren nicht strafmündig ist und sein Vater mit einer anderen Frau durchgebrannt ist, wie er vom Gendarmen Raymond, der Zucchini gleich ins Herz geschlossen hat, ins Kinderheim Fontaines gebracht. Und dort erlebt Zucchini einen spannenden Tag nach dem anderen. Damit meine ich nicht, das Aufregendes passiert, sondern dass jeder Tag vollgepackt ist mit den Problemen aller. Und dass sich alle damit befassen. Es wird aus Zucchinis Sicht geschrieben und auch in seiner kindlichen Art. Die Sätze sind meist aneinandergereihte Aufzählungen von Ereignissen oder kurze, knappe Aussagen. Viele Fragen werden gestellt, vor allem an Erwachsene. Und hier kommen die Antworten, die wir als Erwachsene gerne geben. "Das geht Dich nichts an", "Dafür bist du zu jung" oder "Weil ich es sage". Der kindliche Schreibstil hat mir zu Anfang so gar nicht gefallen, doch je mehr ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, umso besser konnte ich verstehen, warum diese Art gewählt wurde. So konnte ich mich letztendlich sehr gut in die Kinder hineinversetzen. Zucchini hat keine einfache Kindheit. Dies merkt man auch an seinem Verhalten. Er ist ein herzensguter kleiner Kerl, doch weiß er nicht, wie eine richtige Familie aussieht. Er lernt erst den Zusammenhalt und Liebe kennen, als er ins Kinderheim kommt. Die Kinder sind allesamt wunderbar skurril. Jedes hat sein Päckchen zu tragen, sei es, weil die Eltern verstorben sind, weil sich diese nicht um sie kümmern oder keine Zeit für sie haben. Und doch sind alle Kinder starke Persönlichkeiten. Sie helfen sich untereinander, tritzen sich aber auch. Aber alle wollen eigentlich nur das eine: eine Familie. Und so geben sie sich untereinander Halt. Das Buch ist vieles: traurig, lustig, nachdenklich, bewegend, erfrischend, kindlich, mutig, liebend, fantastisch, packend. Aber auf alle Fälle eins: wunderschön. Ich bin letztendlich total verliebt in die Geschichte, in Zucchini und die Art des Erzählens. Ein Animationsfilm zu dem Buch erschien im Februar 2017. Ich werde mir diesen Film garantiert anschauen. Fazit: Eine liebevolle und vor allem einfühlsame Geschichte rund um das Finden einer Familie.

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