Leserstimmen zu
Im Zeichen des Adlers

Simon Scarrow

Rom-Serie (1)

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In der römischen Armee hatte man sich den Rang zu erarbeiten. Man bekannt als Rekrut, wurde dann Legionär, eventuell Optio, danach Zenturio usw. Als der junge Cato mit den übrigen Rekruten an dem römischen Armeestützpunkt an der Rheingrenze ankam, trägt er ein Schreiben bei sich, versiegelt mit dem kaiserlichen Zeichen Claudius‘. Was zu dem Zeitpunkt noch niemand ahnt ist, dass dieses Schreiben für den Legaten bestimmt war, worin der ausdrückliche Befehl steht, Cato unverzüglich zum Zenturio zu ernennen und ihn für vier Jahre zu verpflichten. Doch niemand der Soldaten findet, dass Cato solch eine Stellung verdient habe, nachdem er noch nicht einmal die Grundausbildung absolviert hatte. Also gibt man ihm die Stellung eines kürzlich verstorbenen Soldaten. Cato wird Optio unter dem Zenturio Macro. Niemand scheint ihn ernst zu nehmen, zudem wird er von Pulcher, einem Rekruten, aufs Übelste gepiesackt. Doch als ein Routinebesuch bei den Germanen eskaliert, beweist er allen, aus welchem Holz er geschnitzt ist und sieht der Eroberung Britanniens nun mit neuer Zuversicht entgegen. Ich muss wirklich sagen, dass mich dieses Buch positiv überrascht hat. Als ich zu lesen begann, hätte ich niemals gedacht, dass ich mein anderes Buch dafür zur Seite legen würde. Die ersten zwei, drei Kapitel waren wirklich relativ ereignislos, aber je mehr man vorankam, desto spannender wurde es. Es passiert per se zwar nicht wirklich viel, aber das eigentlich faszinierende an diesem Roman war einfach, wie Simon Scarrow das alltägliche Soldatenleben beschrieben und aufleben hat lassen. So viel Realismus hatte ich schon lange nicht mehr in einem historisch akkuraten Rom-Roman. So wie es nun einmal damals war, wird hier von sehr vielen Schimpfwörtern gebrauch gemacht, ebenso von Situationskomik. Es wird über Intrigen spekuliert, die Vorgesetzten werden verflucht und über den amtierenden Kaiser gelästert. Vor allem aber fand ich die Charaktere, Beziehungen und Entwicklungen wirklich toll. Man merkt, wie sich die Protagonisten zusammen mit der Handlung aufbauen und weiterentwickeln und dabei ebenso die Spannung weiter vorantreiben. Vor allem aber hat mir die Beziehung Macros zu Cato gefallen. Sie hatten wirklich keinen guten Start zusammen, aber im Laufe der Geschichte hat sich das ganze einfach zu einer…ja, Vater-Sohn-Verbindung entwickelt und das fand ich mitunter wirklich rührend.

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Von: Christoph Beck aus Thörigen

08.09.2017

Was Simon Scarrow beabsichtigte, ist ihm gelungen: Historische Romane im Stil eines Bernard Cornwell zu schreiben. Der Betrieb in der Römischen Armee mit ihrer täglichen Routine, aber auch die Kämpfe, werden sehr detailliert und stimmungsvoll beschrieben. Wer selber schon aktiv in einer Armee war, dem kommen gewisse Passagen schon fast etwas bekannt vor und lassen schmunzeln. Der Text ist so spannend verfasst, dass auch geschichtsbegeisterte Lesemuffel ans Buch gefesselt werden. Geeignet für Romkenner und Laien.

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Im Zeichen des Adlers ist der erste Band einer Reihe die den römischen Feldzug nach Britannien im ersten Jahrhundert nach Christus behandelt. Bisher sind 14 Bände erschienen. Ich wollte das Buch schnell lesen, da es ein Rezensionsexemplar ist, allerdings ist das Buch keine allzu leichte Kost. Das Buch eignet sich eher dazu es in mindestens einer Woche zu lesen, damit man den vollen Lesespaß haben kann und sich Zeit nimmt in die Geschichte und die Zeit einzutauchen. Mit der unpersönlichen Erzählweise schafft sich der Autor den Vorteil aus verschiedenen Sichten zu schreiben und selbst innerhalb von Kapiteln die Perspektiven zu wechseln. Jedoch war mir dieser Schreibstil zu unpersönlich, die Gefühle von Cato, Macro oder Vespasian konnten nicht so gut nachvollzogen werden und hatten stehts etwas distanziertes. Zwar konnte ich die Charaktere trotzdem lieb gewinnen, ans Herz gewachsen sind sie mir aber noch nicht besonders. Man merkt, dass es erst der Auftakt einer langen Reihe ist, da die Legion erst im letzten Drittel des Buches in Britannien landet. So nimmt sich der Autor Zeit Catos Einführung in die Armee und das Leben der Legion zu beschreiben, so ist nichts zu hastig und schnell geschrieben. Die Liebesgeschichte, die zum Glück keine große Rolle einnimmt, finde ich teilweise unbeholfen geschrieben, der Autor hat nicht wirklich ein Händchen dafür. Besonders gefallen hingegen haben mir die Dialoge, da kein Blatt vor dem Mund genommen wird und die Charaktere so glaubwürdig überzeugen. Ein Aspekt, den ich nicht erwartet hatte, sind die Intrigen und die Verschwörung innerhalb der Armee. Sie machen das Buch nochmal viel spannender und lassen einen selbst gebannt miträtseln, wer der erwähnte Verräter und wer der Spion des Kaisers ist. Dadurch hält das Buch noch einige Überraschungen auf sich. “Sollte er tatsächlich heute sterben müssen, so würde er fallen, wie es seiner Herkunft und der römischen Tradition entsprach: Im Angesicht des Gegners und mit dem Schwert in der Hand.” – Aus “Im Zeichen des Adlers” von Simon Scarrow, erschienen im blanvalet Verlag Fazit: Trotz einiger Schwächen ist Im Zeichen des Adlers der gelungene Auftakt einer spannenden Reihe um zweier mutiger Soldaten. Die Kombination aus Kämpfen und Schlachten und Intrigen und Verschwörungen begeistert.

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