Leserstimmen zu
Das Labyrinth von Ragusa

Gisbert Haefs

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eBook
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Inhalt Venedig 1538. Jakob Spengler war Jahre lang unterwegs um die Mörder seiner Eltern zu finden. Nun hat er sich mit seiner Frau und den Kindern ein neues Leben in Venedig aufgebaut. Doch Venedig befindet sich in einer verzwickten politischen Situation. Und Leute des Sultans bringen reihenweise Spione um. Jakob soll nun selbst als Spion nach Ragusa, um Informationen für Venedig zu sammeln. Nur wiederwillig reist er ab um nach Informationen und den verschwundenen Spionen zu suchen. In der Hafenstadt stößt er zufällig auf den Mann, der für die Ermordung seiner Eltern verantwortlich war und Jakob will Rache! Eine Reise quer durch das Europa des 16. Jahrhunderts beginnt. Meinung Das Buch sieht interessant aus und der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Was ich vor dem lesen nicht wusste ist, dass es sich um die Fortsetzung zu "Die Rache des Kaisers" handelt. Man kann "Das Labyrinth von Ragusa" aber auch lesen ohne den Vorgänger zu kennen. Die Ereignisse des Vorgängerbandes werden immer wieder aufgegriffen und das wichtigste kurz erklärt. Es gibt dadurch aber auch sehr viele Spoiler zu "Die Rache des Kaisers", wer also beide Bücher lesen will sollte auch mit der Vorgeschichte anfangen. Am Anfang hatte ich meine Probleme mich in die Geschichte einzudenken. Es gibt wirklich viele Informationen, die die politische Lage im 16. Jahrhundert erklären. Für mich war es interessant aber auch wirklich schwer zu folgen. Dieses Buch ist quasi ein Buch im Buch, Jakob ist auf einer Insel zusammen mit einem Freund und schreibt auf, wie er auf diese Insel kam. Zwischendurch gibt es immer mal wieder Unterbrechungen, in denen kurz über das Geschehen geredet wird oder ein kleiner Vorgriff kommt. Leider war die Geschichte nicht sonderlich spannend. Alles plätschert so vor sich hin und Jakob irrt eher planlos durch die Gegend um seinen Job als Spion zu erfüllen. Erst gegen Ende wurde es wirklich spannend und es gibt auch einen spannenden, wenn auch sehr kurzen, Showdown. Dafür glänzt das Buch aber durch sehr viele gut recherchierte Details. Man lernt sehr viel über die damalige Zeit, die Politik und die Leute. Jakob war mir sehr sympathisch, er hat so eine wunderbar zynische Ader! Die anderen Charaktere blieben aber etwas blass und waren auch austauschbar. Ein bisschen mehr tiefe der anderen Charaktere hätte nicht geschadet finde ich. Es war auch nicht immer einfach den Überblick über die vielen Charaktere zu behalten. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er war altertümlich gehalten und trotzdem flüssig zu lesen. Gisbert Haefs hat zwar eine ausschweifende Erzählweise, schafft es dadurch aber auch ein sehr gutes und realistisches Bild der damaligen Zeit zu erschaffen. Ein toller historischer Roman mit vielen Fakten und einem guten Hauptcharakter. Leider fehlte mir die Spannung. Wer aber gerne gut recherchierte historische Romane liest die nicht sehr viel Action beinhalten, ist mit diesem Buch gut beraten!

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