Leserstimmen zu
Kalte Glut

Sidney Sheldon

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Ich liebe dieses Buch

Von: lovebooksandpixiedust

05.10.2019

Meine Meinung: „Kalte Glut“ ist ein Buch von Sidney Sheldon was erstmals 1985 erschienen ist. Der Blanvalet Verlag hat einige seiner alten Werke, in neuem Format und mit neuen Covern herausgebracht. Das neue Cover gefällt mir persönlich viel besser als das alte und der Klappentext klingt schon sehr spannend. Beides zusammen hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich habe das Buch bereits vor ca. 10 Jahren gelesen und hatte es noch gut in Erinnerung, weswegen ich das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen musste. Und auch beim zweiten Mal lesen, bin ich immer noch sehr, sehr begeistert von diesem Buch. Auch wenn die Schreibweise bzw. die Wortwahl teilweise altmodisch ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Handlegen. Ich habe die ganze Zeit mit Tracy mitgefiebert. Es hat mich immer zum schmunzeln gebracht, wenn ältere Begriffe benutzt wurden oder der Vergleich mit der heutigen Technik, man merkt das dieses Buch in den Anfängen des Computer Zeitalters spielt. Ich bin beim lesen ein bisschen nostalgisch geworden. Der Plot ist sehr gut durchdacht und die Spannung zieht sich konstant durch das ganze Buch. Es gab immer mal wieder Spannungshöhepunkte, bis alles zu einem sehr guten Ende zusammengelaufen ist. Das Buch besteht aus mehreren Teilen bzw. es gibt zwei Handlungsstränge. Der erste Teil beschäftigt sich mit Tracy´s jungem Leben, ihrem Gefängnisaufenthalt und ihrer Rache an denen, die ihr Unrecht getan haben. Die zweite Hälfte befasst sich mit Tracy´s Leben nach ihrer Rache. Tracy wird nach und nach zu einer professionellen Diebin. Immer wieder trifft sie auf den Dieb/Betrüger Jeff Stevens und die beiden beginnen ein aufregendes Katz und Maus Spiel. Ebenfalls in der zweiten Hälfte eingebaut, ist auch eine kleine und subtile Liebesgeschichte. Diese steht allerdings nicht im Fokus, sonder fügt sich wunderbar in die Handlung ein. Die ganze Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir begleiten, auf der einen Seite Tracy und Jeff aber auch ihre, in verschwinden abschnitten, Gegner sowie wie die Polizei, Interpol und den hartnäckigen Versicherungsdetektiv Daniel Cooper. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar entwickelt. Sie sind authentisch, haben ihre Ecken und Kanten und man kann die jeweiligen Beweggründe gut nachvollziehen. Die Hauptcharaktere sind Tracy, sie ist eine starke, gewitzte und sehr intelligente Frau. Als sie zu unrecht ins Gefängnis kommt und einen schlimmen Schicksalsschlag erleidet, beschließt sie nie wieder wird man sie übers Ohr hauen. Sie war mir sofort sympathisch und ich habe richtig mit ihr gelitten und mitgefiebert. Und der andere ist Jeff Stevens. Erst auf einem reisenden Vergnügungspark aufgewachsen und hat früh die verschiedenen Taschenspielertricks gelernt. Erst ist ebenfalls ein Dieb und er lernt Tracy kenne, als er sie selber reinlegen will. Jeff ist charmant, witzig und sehr redegewandt. Er ist das perfekte Gegenstück für Tracy und die Dialoge zwischen den beiden haben mich oft zum schmunzeln gebracht. Die dritte Person, die eine größere Rolle spielt, ist der Versicherungsdetektiv Daniel Cooper. Er lernt Tracy im Gefängnis kennen und findet recht schnell heraus, dass sie die gesuchte Diebin ist. Allerdings kann er es nicht beweisen und beginnt, Tracy um die ganze Welt zu verfolgen. Er legt ein krankhaftes und obsessives Verhalten an den Tag und lässt nichts unversucht um Tracy zurück ins Gefängnis zu bringen. „Kalte Glut“ ist ein unheimlich spannender und humorvoller Roman, er lässt sich super lesen und hat mich ein paar Mal die Luft anhalten lassen. Eine schöne Kombination. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch absolut jedem empfehlen, der gerne Romane mit leichten Spannungs- und Krimielementen liest.

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Tracey Whitney hat ein schönes Leben, doch dann gerät sie unverschuldet ins Gefängnis und von da an ändert sich ihr Leben total. Nach ihrer Entlassung sinnt sie auf Rache. Und merkt dann, dass es für Vorbestrafte ganz eigene Regeln gibt… Sidney Sheldon ist immer ein Garant für spannende Lesestunden. Wie habe ich mit Tracey gebangt, als sie im Gefängnis war. Die Schilderungen des Frauengefängnisses waren aber auch zu grausam! Und später musste ich mir dann schon mal ein Schmunzeln verkneifen bei ihrem Wettlauf mit Jeff. Und staunen über den Einfallsreichtum von Sheldon. Sicher, alles etwas weit hergeholt und teilweise auch wenig realistisch, aber nichtsdestotrotz sehr interessant aufgebaut und mit Freude zu lesen. Allerdings läuft mir alles ein wenig zu glatt und ein wenig mehr Brisanz mit dem Privatdetektiv hätte der Handlung gut getan. Natürlich bangt man mit Tracey mit, dass sie nicht wieder ins Gefängnis muss, aber so ein wenig Tempo im Katz-und Maus-Spiel hätte mir auch gut gefallen. Sheldon schreibt sehr flüssig und anschaulich, man fliegt nur so durch die Seiten und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Man langweilt sich auf keiner Seite und am Ende wundert man sich, wie schnell die 550 Seiten vergangen sind. Fazit: auch wenn das Buch schon 1985 geschrieben wurde, man merkt ihm keine Alterserscheinungen an.

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Tracy Whitney wird nach dem Tod ihrer Mutter Opfer einer Mafia-Intrige und wird wegen versuchten Mordes unschuldig zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der Alltag im Frauengefängnis ist grausam und sie hält sich nur durch die Hoffnung aufrecht, zu fliehen und sich an ihren Peinigern zu rächen. Aus dem Gefängnis entlassen, kann sie ihre Rachegedanken durch viel Geschick in die Tat umsetzen, wird aber aufgrund ihrer Vorstrafe daran gehindert, ein normales Leben zu führen und mit ehrlicher Arbeit Geld zu verdienen. Tracy wird zu einer gesuchten Meisterdiebin, die die Menschen der Upperclass trickreich um ihr Vermögen erleichtert. Auftragsgemäß stiehlt sie Kunstgegenstände und Juwelen in ganz Europa und ist ihrem Konkurrenten, dem Gauner Jeff Stevens und ihrem Widersacher, dem Detektiv Daniel Cooper stets eine Nase voraus. "Kalte Glut" ist ein Roman, der bereits 1985 erschienen ist und mit dem Titel "Rache ist ein süßes Wort" verfilmt wurde. Rache ist zumindest eingangs das Leitmotiv des Romans. Während mich der Beginn des Romans fesseln konnte, da es faszinierend zu lesen war, wie Tracy unschuldig ins Gefängnis kommt und wie unfassbar grausam der Gefängnisalltag für sie ist. Nachdem die Zustände im Gefängnis sehr drastisch bis reißerisch dargestellt waren, nahm der Roman mit der sehr glücklichen Entlassung Tracys eine Wende, die mit dem Ausgangssachverhalt nichts mehr zu tun hatte. Abgestempelt als Verbrecherin beginnt Tracy ein ganz neues Leben und arrangiert sich damit, eine Trickbetrügerin und Diebin zu sein. Sie nutzt dabei die Überheblichkeit und Gier von anderen Kriminellen und der High Society aus, wobei ihr mit wenig Anstrengung jeder Coup gelingt und sie der Polizei stets knapp entkommen kann. So folgen nach ihrem Gefängnisaufenthalt eine Reihe von Delikten und Verbrechen, die für Tracy glücklich enden und andere dümmlich dastehen lassen. Für ihren Auftraggeber kann sie immer noch wertvollere Vermögenswerte stehlen, wodurch sie selbst Millionen scheffelt. Ihr Handeln mit dem Vorspiegeln falscher Tatsachen ist vom Grundprinzip immer ähnlich, weshalb der Roman etwas monoton wird und der Roman aufgrund der sehr abenteuerlichen Geschichten zunehmend abwegiger wurde. Statt den Roman auf Tracys Unschuld und ihre Rache zu fokussieren, werden ihre erfolgreichen Diebstähle mehr oder weniger zusammenhanglos aneinandergereiht und ein, zugegeben, gewitztes Katz-und-Maus-Spiel erzählt. Tracys Vergangenheit und damit das Motiv für ihre Handeln spielte dabei keine Rolle mehr, weshalb der Roman ab der zweiten Hälfte oberflächlich ist. Die Liebesgeschichte der partner in crime empfand ich als unpassend kitschig. Nach Tracys erfolgreicher Rache habe ich das Interesse am weiteren Handlungsverlauf aufgrund der stets sehr glücklichen Umstände und wiederholten Gaunereien ein wenig verloren. Mir fehlte im zweiten Teil die Spannung, hatte ich mir von dem "packenden Thriller" um eine "Meisterdiebin und Racheengel" doch weit mehr Nervenkitzel versprochen.

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