Leserstimmen zu
Tödliche Unschuld

J.D. Robb

Eve Dallas (15)

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Taschenbuch
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Der Juli 2059 in New York City wird von einer Hitzewelle heimgesucht, die Gemüter der Menschen kochen über und es geschehen mehr Verbrechen den je. Eve Dallas wird zu einem Tatort gerufen. Der Drogendealer Louis K. Cogburn ist tot, wie es aussieht wurde er von Officer Troy Trueheart in Ausübung seiner Pflicht getötet. Cogburn griff seinen Nachbarn an und als deren Frau um Hilfe rief, regierte Trueheart als einziger - mit fatalen Folgen. Doch Eve mag nicht so recht daran glauben, dass Cogburn einzig durch einen Schuss aus Truehearts Stunter gestorben ist, der noch nicht einmal auf maximale Stärke eingestellt war. Auf dem Computer des Opfers findet sie eine sonderbare Nachricht "maximale Reinheit erreicht". Was ist Reinheit? Eine neue Droge? Eve nimmt die Ermittlungen auf und setzt den Pathologen Morris wie gewohnt unter Druck, um schnellstmögliche Ergebnisse zu erlangen, woran Cogburn tatsächlich gestorben ist, denn immerhin geht es um einen Kollegen als Verdächtigen - und in der Tat scheint irgendetwas sein Gehirn massiv verändert zu haben. Doch auch die Dienstaufsicht in Gestalt von Don Webster muss in dem Fall ermitteln, was für alle Beteiligten alles andere als angenehm ist. Derweil wir der Computer Cogburns in Freeneys Abteilung untersucht. Kevin Halloway, der es sich kurzfristig mit seinem Boss verscherzt hat, bekommt diese undankbare Aufgabe übertragen - und rastet plötzlich aus. Er schießt auf McNab und nimmt Freeney als Geisel. Was ist in den bis dato vorbildlichen Officer gefahren, er zeigt die gleichen Verhaltensweisen wie Cogburn kurz vor seinem Tod. Eve versucht die Situation zu klären, bevor diese eskaliert, denn eines steht fest: Was auch immer die Wesensveränderungen in Cogburn und Halloway veranlasst hat, es befindet sich auf dem besagten Computer. Dann wird Eve an einen weiteren Tatort gerufen: Chadwick Fitzhugh hat sich umgebracht und auch auf seinem Computer findet sich die Nachricht "maximale Reinheit erreicht". Bei ihren Ermittlungen findet Eve heraus, dass Fitzhugh ein Pädophiler war, der jedoch auf Grund seines Einflusses und Geldes nie verurteilt wurde und hier sieht Eve eine Gemeinsamkeit. Auch Cogburn wurde nie dafür verurteilt, dass der Kindern Drogen zuführte. Es sieht so aus, als wenn Eve es diesmal mit einem ganz besonders perfiden Gegner zu tun hat: mit einer technisch hochversierten Bürgerwehr, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, freigesprochene Straftäter selbst zu richten - auf die grausamste Art und Weise. Durch Nadine Furst, Eves Freundin und Reporterin, bestätigt sich der Verdacht und die Gewissheit: Die Reinheitssucher haben gerade erst begonnen und ein Ende ist nicht in Sicht. Eve muss schnell handeln, bevor noch mehr Menschen durch die Hand der selbsternannten Rächer sterben, denn es könnte auch Unschuldige wie Halloway treffen ... Der 15. Band der Eve-Dallas-Reihe beginnt direkt im Anschluss an den 14. Bandes "Einladung zum Mord". Dieser Band besticht durch einen sehr gut ausgearbeiteten Plot, wobei es Eve dieses Mal nicht mit einem Einzeltäter oder einem Duo zu tun hat, sondern einer ganzen Gruppen von "gutmeinenden" Verbrechern" auf die Schliche kommen muss, denn sie weiß eines, wenn nur einer entkommt, wird das Morden immer weiter gehen und es wird wieder Unschuldige treffen. Auch in diesem Band überzeugt Protagonistin Eve Dallas wieder durch ihre ungemein taffe Art und auch die anderen Darsteller, allen voran Ehemann Roarke, ihre Assistentin Peabody und Computerspezialist McNab wurden wieder sehr wirklichkeitsgetreu in Szene gesetzt. Den Schreibstil empfand ich als ausgesprochen fesselnd, sodass die Zeit bei der Lektüre des Buches wie im Flug vergangen ist und ich bin immer wieder erstaunt, wie es die Autorin mittlerweile über 15 Bände hinweg schafft, den Leser nach wie vor dermaßen an diese Buchreiche zu fesseln. Auf den nächsten Band der Reihe "Der Hauch des Bösen" bin ich bereits jetzt sehr gespannt und sehe ihm mit freudiger Erwartung entgegen.

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