Leserstimmen zu
Keiner werfe den ersten Stein

Elizabeth George

Ein Inspector-Lynley-Roman (3)

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Da diese Reihe schon ewig her ist, seit ich sie gelesen habe, kann ich mich wirklich an nichts mehr erinnern! Umso schöner weil ich das Gefühl habe, die Geschichten nochmal ganz neu zu erleben! So konnte ich auch super miträtseln, denn in diesem Mordfall gibt es wirklich viele Verwicklungen und auch viele Charktere, die eine Rolle spielen. Das war anfangs etwas wirr bzw. unübersichtlich, aber im Laufe der Handlung konnte man dann doch jeden ganz gut einordnen. Vor allem, da die Autorin wirklich eine großartige Figurenzeichnerin ist, die jeden so prägnant und treffend beschreibt. Inspector Thomas Lynley hat also einiges zu tun - und dieses Mal ist er auch noch abgelenkt durch seine bohrende Eifersucht. So kenne ich ihn eigentlich nicht, bzw. hatte ich ihn gar nicht mehr in Erinnerung, denn dass er sich so von seinen Gefühlen überrollen lässt und dabei die Ermittlungen beeinträchtigt, hätte ich gar nicht von ihm erwartet. Aber zum Glück ist ja noch Havers bei ihm, die sich durch die vielen konventionellen Einschränkungen nicht von ihrem Spürsinn abbringen lässt. Natürlich geht sie dabei auch mal wieder zu weit und sie kann ihren Mund nicht halten; was zu Äußerungen führt die sie für den Moment unsympathisch erscheinen lassen. Ihre Vorurteile gegenüber der "Oberschicht" sind einfach nicht zu leugnen. Aber man merkt auch, dass sie sich durch die Zusammenarbeit mit Lynley mehr Gedanken macht. Helen ist ja auch wieder mit von der Partie und hat einen sehr schwierigen Stand; aber ich mag sie total gerne, weil sie so eine offene und liebenswerte Art hat! Es gibt wirklich immens viel Ermittlungsarbeit mit Befragungen und komplizierten Verbindungen zwischen den Figuren, aber gerade das hat mich total fasziniert. Natürlich auch der Schauplatz in dem verschneiten Hotel in Schottland, weitab vom nächsten Dorf, ist ja geradezu prädestiniert für einen englischen Krimi. An den Schreibstil hab ich mich mittlerweile wieder gewöhnt, denn er wirkt schon etwas "veraltet", wenn man hauptsächlich neuere Bücher liest und gerade diese ganzen gesellschaftlichen Spielchen aus der Oberschicht fühlen sich für mich völlig antiquiert an - aber wie gesagt: Wenn man sich da mal reingelesen hat merkt man das gar nicht mehr so arg. Gegen Ende zieht die Spannung dann richtig an, und die Autorin schafft es wieder, viele Möglichkeiten offen zu lassen und mich als Leser von einem Aha-Erlebnis zum anderen zu führen. Die Aufklärung war schlüssig und hat keine Fragen offengelassen. Fazit: 4.5 Sterne

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