Leserstimmen zu
Die dunklen Wasser von Aberdeen

Stuart MacBride

Detective Sergeant Logan McRae (1)

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Anm.: im engl. Orginal gelesen. Charaktere: Held des Buches ist der DS Logan McRae der dem vorgesetzten DI Insch helfen soll, einen Kindermörder auf die Schliche zu kommen. Die Charakterzüge der einzelnen Figuren beschreibt MacBride wirklich super. DI Insch ist zuckersüchtig und stets mit einem Sackerl Gummizeugs anzufinden, sodass man gleich am liebsten in den nächsten englischen/schottischen Supermarkt stürmen möchte um Jelly-Babies und -beans, fizzy fishes usw. zu kaufen (ja meine to-buy list für England wurde während des Lesens erweitert ;)). Ansonsten muss Logan durch eine ziemlich harte Schule gehen, DI Insch ist nicht gerade zimperlich was die Ausdrucksweise und das allgemeine Arbeitsklima anbelangt. Zudem hat Logan am Rand auch etwas mit seiner Partnerin und Untergebenen "ball breaker" Watson laufen und die Polizei mit einen "Maulwurf" zu kämpfen, der der Presse (Colin Miller) Hinweise gibt, die besser nicht an die Öffentlichkeit gebracht werden sollten. Logan, der wohl ein absoluter Anti-Held ist, ist genau deshalb sympathisch. Er wird rot wenn er gerügt wird, er wird rot wenn er gelobt wird. Er versucht niemanden auf die Füße zu treten um doch noch in der Karriereleiter voran zu kommen. Nebenbei versucht er doch noch so etwas wie ein Privatleben zu bekommen,woran er scheitert, da er zu sehr seinen Beruf liebt und den Mörder fassen möchte. Er nennt gebackene Marsriegel eine Mahlzeit und man wundert sich nach der Lebensweise, warum er nicht schon einen Herzinfakt hinter sich hat... Ach ja noch kurz zu erwähnen: Mehr und weniger hilfreich zur Seite steht im Colin Miller, ein Journalist mit viel Insider-Wissen, der natürlich auch im Sinne von quid-pro-quo Informationen im Gegenzug von Logan erwartet. Kurz zum Inhalt: Logan ist auf der Jagd nach einen Kinderschänder und -mörder. Zuerst wird ein verstümmelter Junge in einem Graben tot aufgefunden. Später werden noch Mädchenleichen gefunden. Die Beschreibung der Pathologin Isobel (die zugleich auch Logans Ex-Freundin ist) ist teilweise nur etwas für harte Gemüter, da die Leichen erst spät (nach Monaten) gefunden werden.... Für die Massen gibt es sehr schnell einen Schuldigen, ein geistig behindeter Mann, genannt Roadkill, der tote Lebewesen von der Strasse einsammelt. So zuviel will ich jetzt auch nicht verraten. Das Buch ist Ideal auch für den Sommer, da es ja in Schottland (Aberdeen) und noch dazu im Winter spielt... also Schneesturm und Co. lassen da nicht lange auf sich warten und man somit zumindest zu einer "mentalen Abkühlung" kommt. Aber mit dem liebenswerten Logan wird man umso schneller warm! Toller Schottland Krimi, der nicht in den wunderschönen Highlands spielt, sondern im grausamen Aberdeen, wo man sich rotzfreche Bemerkungen der unteren sozialen Schicht anhören muss...

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