Leserstimmen zu
Ansatzschnäpse

Walter Gaigg

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Taschenbuch
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Vielfältig

Von: diebecca

29.01.2019

Ansatzschnäpse von Walter Gaiggs. Die feinsten Tropfen selbst ansetzen. Ob mit Früchten oder Wildkräutern oder Blüten - bewusst einfach und naturrein gehalten, basieren sie auf dem, was im heimischen Garten wächst. Alles Wissenswerte und schöne Ideen zum selber Trinken und verschenken. Beim Titel weiß man gleich, was einen erwartet, das Cover hat tolle Farben. Das Buch beginnt mit einer Tabelle der richtigen Ansetzzeit (Monate) für jede Zutat. Eine Einführung zur Zubereitung und Infos z. B. zu Geräten, Zutaten, dem Filtrieren und der Lagerung. Die Einleitung ist sehr ausführlich, auch mit vielen Bildern. Es folgt eine Einführung zur Weinbereitung sowie zur Sektbereitung. Es folgt der Rezeptteil. Die Rezepte sind relativ kurz erläutert, was aber bei der ausführlichen Einführung völlig ausreichend ist. Zu Beginn des Rezeptes ist die Hauptzutat beschrieben. Es gibt viele Bilder, mal von der Zutat, mal vom fertigen Likör. Sehr vielfältig das Buch, ich wusste gar nicht, dass man aus all diesen Zutaten Liköre machen kann. Da wird sicher bald das ein oder andere in unserer Speisekammer landen.

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Das Thema "Schnäpse" und "Liköre" aus der heimischen Küche hatten wir ja bereits, aber ich bin der Ansicht, dass da noch ein paar weitere Bücher nie schaden können und freue mich über "Ansatzschnäpse. Liköre, Schnäpse und Kräuterweine selbst gemacht" von Walter Gaigg aus dem Heyne Verlag. Weil dem Autor die Rezepte anderer Werke oft zu zu exotisch oder zu süß waren, hat er einfach mal selbst ein Buch verfasst, in dem er hauptsächlich Ansatzschnäpse aus heimischen Kräutern vorstellt, auf zu viel Zucker verzichtet und bei den Likören auf Klassiker zurückgreift. Klingt gut!Weiterlesen ... Natürlich bekommen wir vorab eine kurze Erläuterung zu "Geist" und "Likör" bevor es an die Grundlageninfos rund ums Ansetzen geht. Welcher Alkohol, welche Früchte, welcher und wieviel Zucker, welche Gewürze, wie filtriert man und welche Flaschenverschlüsse eignen sich am besten. Dann gibt es ein eigenes Kapitel zur Weinherstellung im eignen Keller (das reizt mich ungemein, aber derzeit habe ich schlicht keinen Platz) und ein eigenes zur Sektherstellung (das hat der Mann im Hinblick auf "Druck", "Explosionsgefahr" und "Glasflasche" von vornherein verboten). Trotzdem sehr interessant und lehrreich. Es folgt ein alphabetisch sortierter Rezeptteil mit "Ackerdistel" (Ackerdistelgeist), "Apel" (Apfelkorn), "Echter Alant" (Alantansatz), "Berberitze" (Berberitzengeist) und "Blutzwurtz" (Blutwurtzgeist). Ich gebe zu, die Hälfte davon kenne ich nicht mal . Aber in der heimischen Kräuter - und Blütenwelt beschränke ich mich normalerweise auch auf das, was ich im Blumenhandel oder beim Gemüsehändler bekomme. Ganz praktisch daher, dass nicht nur das fertige Getränk abgebildet ist und man eine Vorahnung der Farbe bekommt, sondern auch das Kraut/ Gewächs/ Obst, um das es sich hier handelt. Und damit man auch was lernt bei der Herstellung der Leckereien gibt es vor dem Rezept jeweils einen Abschnitt über das, was wir da verarbeiten und was mir zumindest, nicht immer bekannt ist. Die Zubereitung ist kurz und bündig, aber gut verständlich erklärt, es werden genaue Lagerzeiten angegeben, die das Gesöff ruhen muss, bevor man es verkosten darf - easy. Dann folgen Rotbuche, Brombeere, Kornelkirsche, Walderdbeere, Engelwurz, Gelber Enzian, Estragon, Fichte, Heckenrose, Haselnuss, Heidelbeere, Mispel und weitere Exoten wie Jostabeere, Kalmus, Taubnessel, Tausendguldenkraut, Weinraute und Zirbe. Insgesamt über 60 heimische Kräuter und Früchte - das ist mal ein Wort. Und das ist vor allem noch nicht alles. Mit dem kleinen Kapitel "Klassiker" folgen noch die Rezepte für "Eiercognac", "Eierlikör", "Kaffeelikör", "Bierlikör", Rotweinlikör", "Schlagoberslikör", "Schokoladenlikör", "Zitronenlikör" und "Orangenlikör". Da bleibt kein schnapsseliger Wunsch offen bei der Auswahl.

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Das Buch von Walter Gaigg strotzt nicht gerade vor modernem Design der Do-It-Yourself-Szene, dafür überzeugt es vor allem mit Wissen. Denn das Buch soll nicht nur hübsch im Regal aussehen, sondern will seinen Lesern ein wertvoller Ratgeber sein. Grob ist das Büchlein in zwei Abschnitte unterteilt: Einmal die Theorie der Zubereitung und einem anschließenden Rezeptteil. Im ersten Abschnitt erfährt man auf knapp 37 Seiten, wie man Ansatzschnäpse selber macht und erlernt die Grundlagen der Wein- und Sektbereitung. In einer Tabelle finden angehende Schnapsdrosseln die entsprechenden Ansetzzeiten der verschiedenen Zutaten wie Kümmel, Löwenzahn, Pfefferminz sowie Zitrone, denn nicht alles wächst das ganze Jahr über in Deutschland. Anschließend handelt Walter Gaigg sämtliche Grundlagen ab. Der Leser erfährt eine Menge über benötigte Gerätschaften, die Vorbereitung der Ansetzfrüchte, den Zuckerzusatz, das Filtrieren, die richtigen Verschlüsse der Flaschen sowie die Lagerung der selbst gemachten Ansatzschnäpse. Mit diesem Wissen kann also nichts mehr schief gehen. Beginnend mit einem kurzen Abriss der Botanik folgen je pflanzlichem Ausgangsprodukt mindestens ein Rezept. Sämtliche Rezepte im Buch verwenden ausschließlich Früchte, Wildkräuter und Blüten aus dem heimischen Garten. Dabei hat der Autor darauf geachtet, dass die Rezepte einfach und naturrein gehalten sind. Somit ist der pure Geschmack der Zutaten gewährleistet. Beim Durchblättern habe ich mich spontan für den Hagebutten- und den Holunderblütenlikör entschieden. Auf die roten Früchte der Heckenrose muss ich leider noch warten, aber der Holunder steht bald in voller Blüte. Und dann geht's los. Das Rezept bekommt ihr dann in einem gesonderten Blogbeitrag. Fazit: Für Genießer selbst gemachter Liköre, Schnäpse und Weine ist dieses Buch perfekt. Leicht verständlich dürften die Anleitungen auch für Anfänger machbar sein.

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Das Cover gefällt mir gut, es ist sehr sommerlich gestaltet und grün :D Das Buch ist in verschiedene Themen aufgeteilt: •Zubereitung von Ansatzschnäpsen •Anleitungen zur Weinbereitung •Sektbereitung •Rezeptteile Gut finde ich, dass auf den ersten Seiten eine Tabelle mit Ansatzzusätzen abgebildet ist, auf der man sieht in welchen Monaten man Pflanzen wie zum Beispiel Liebstöckel, Thymian und Nelkenwurz findet. Später im Rezeptteil werden auch einige näher beschrieben. Jeder Zusatz hat eine eigene Seite, als erstes wird der Zusatz etwas beschrieben, wo man die Pflanze findet und an was man sie erkennt. Darunter steht ein Zubereitungsrezept. Besonders gefällt mir das zwischendrin immer wieder am Seitenrand Tipps und Anmerkungen stehn. Nicht so gut gefällt mir das Layout. Mir persönlich nicht modern genug. Es wirkt leicht so, als ob der Punkt 'wie sehn die Seiten am Ende aus' eher nebensächlich behandelt worden wäre. Aber es geht ja um den Inhalt ;) Im Sommer werd ich auf jeden Fall ein paar Rezepte ausprobieren.

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