Leserstimmen zu
Es

Stephen King

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Es ist für mich tatsächlich nicht das erste Mal, dass ich "Es" lese denn ich habe als Teenie schonmal das Buch durchgesuchtes. Tja was soll ich sagen auch jetzt noch ist es einfach spannend und ich konnte wieder mal nicht aufhören,ES hat mich jede Menge Schlaf gekostet und hat mich nicht mehr losgelassen. Ich finde es bei einem re-read immer so spannend, was man alles noch entdeckt an das man gar nicht mehr gedacht hat, es war wie eine völlig neue Story. Dadurch das ich mir Zeit für das Buch gelesen habe, habe ich so viel mehr als "nur" die Geschichte gelesen, nebenher werden so viele verschieden und vor allem wichtige Punkte angesprochen, was bei ihm so einfach aussieht obwohl es so komplex ist. Ich finde es immer wieder faszinierend wie sehr der King mich packt und mich auch noch Tage später fertig macht! Es war toll mal wieder nach Derry zu kommen und ich kann immer wieder nur betonen auch wenn die neuen Verfilmungen nicht schlecht sind, kann sie dieses Buch bei weitem nicht übertreffen es ist und bleibt genial und einzigartig! Wie oft ich bei dieser Gänsehaut hatte kann ich gar nicht mehr sagen aber es war auf jeden Fall verdammt oft! Ich habe dieses Buch extra im Urlaub meines Mannes gelesen ich denke wenn er Nachtdienst gehabt hätte, hätte ich nicht eine Nacht mehr ruhig schlafen können. Ich finde dieses Buch ist so viel mehr als "nur" der Horror und wird vor allem geprägt durch diese tollen Charaktere. Auf den vielen Seiten baut man einfach eine Beziehung zu ihnen auf und vielleicht ist dieses Buch genau deswegen so brillant! Fazit Mal wieder ein wahres Erlebnis "ES" zu lesen und den King in vollen Zügen zu genießen, ich muss gestehen da sind 1500 Seiten manchmal noch zu wenig! Große Empfehlung an alle Horror und auch King Fans, das muss man gelesen haben und bitte nicht abschrecken lassen von den Seiten, es war jede Minute Lesezeit wert!

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Wieder mal hat mich King umgehauen, am Anfang muss ich schon zugeben stand ich vor diesem Wälzer und dachte "Ohje das wird dauern". Innerhalb von vier Wochen in denen aber noch so einiges anderes los war habe ich jede freie Minute versucht zu nutzen, da ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte um die sieben Freunde in Derry weiter geht. Es wird zwar oft als Clown dargestellt, aber mit diesem Es hat Stephen King meiner Meinung nach das ultimative Monster erschaffen das alle Ängste in sich fast. Nur dieser Autor schafft es mir beim Lesen solche Angst einzuflößen. Die Geschichte ist ohnehin mehr als ein Psychohorror King verarbeitet sehr viele gesellschaftlich wichtige Themen wie Mobbing und Rassismus in diesem Buch. Seine Charaktere sind alle unglaublich detailreich, selbst jene die nur für zwei Seiten im Buch erwähnt werden erscheinen einem lebendig. So gut weiß King zu schreiben. Somit ganz klar eine große Empfehlung von mir. Lest dieses Buch!

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Zuerst einmal muss ich das Cover erwähnen. Sieht es nicht einfach mega aus? Und genau so geht es innen weiter. Stephen King heißt nicht umsonst King. Er ist es auch. Er schafft es immer wieder die Leser in ihren Bann zu ziehen. Man erschrickt zwar erstmal wenn man den Wälzer von Buch sieht, aber man bemerkt es beim lesen nicht. Jede einzelne Seite ist es wert gelesen zu werden. Gänsehaut pur. Allerdings muss ich sagen, dass ich seit ich den Film damals gesehen habe, mag ich keine Clowns mehr. Was ich persönlich sehr schön finde ist, dass sich so viel mehr als nur Horror hinter der Geschichte verbirgt. Denn der Autor regt einen auch zum nachdenken an. Er hat in seine Geschichte zwei Themen so gekonnt mit eingepflegt, die doch sehr wichtig sind. Zudem ist es mit Sicherheit so, dass man beim ersten Mal lesen nicht alles versteht oder wahrnimmt und somit beim zweiten Mal lesen nochmal das ein oder andere auftaucht. Könnte ich mir sehr gut vorstellen. Mich konnte der King wieder überzeugen und bekommt ganz klar eine Leseempfehlung und volle 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Cover: Das Cover ist ein absoluter Blickfang. Pennywise (Bill Skarsgård) blickt einem mit wahnsinnigem Blick vom Cover entgegen. Einziges Manko ist für mich, dass das Cover ein Hochglanzcover ist und ich hiervon kein Fan bin. Inhalt: In der kleinen Stadt Derry erwacht ES alle 28 Jahre und muss fressen, dabei hinterlässt es massenhaft Tote. Eine kleine Gruppe aus „Verlieren“ treten gleich zweimal gegen ES an und die Kinder von Derry endgültig vor ES zu schützen. Fazit: Da es sich bei mir um hier um ein Re-Read handelt war mir die Geschichte bereits bekannt. Das Buch lässt sich trotz seiner 1536 Seiten sehr flüssig lesen und zieht sich an keiner Stelle unangenehm in die Länge. Durchgehend hat es meine Emotionen gefordert, ich habe mit dem Club der Verlierer mitgefiebert, habe ihre Ängste nachempfinden können und mein Puls ist regelmäßig in die Höhe geschossen, wenn ES wieder einmal meine Urängste getriggert hat. Stephen King sorgt aber auch regelmäßig für Pausen, so konnte ich mich beispielsweise ein wenig vom „Psychoterror“ erholen, als King beschreibt, wie die Verlierer das Clubhaus bauen. Es gibt im Buch, aber auch eine Szene die sehr umstritten ist und die ich selbst auch eher für unangebracht halte, dabei geht es mir gar nicht so sehr um den Aspekt, dass Jugendliche Sex haben, sondern eher, weil ich die Szene für extrem unnötig halte. Die Erklärung hierfür ist wohl im angedeuteten sexuellen Missbrauch Beverlys zu finden. Das Buch greift generell einige gesellschaftliche Themen auf, wie etwa Rassismus, Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt. So nun zu der von mir gelesenen Ausgabe: für mich sind die Seiten ziemlich dünn und es ist im Grunde unmöglich das Buch zu lesen ohne Leserillen zu erzeigen. Natürlich müssen so viele Seiten erst einmal in ein Buch gepackt werden, doch in konnte es unterwegs nur sehr schlecht lesen, da die Schrift auf der gegenüberliegenden Seite durchschien und das Lesen etwas anstrengender machte. Daher gibt es einen Punkt Abzug für ein Buch, dass eigentlich die volle Punktzahl verdient. 4 Sterne

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Die Romane von Stephen King sind schon eine Klasse für sich. Seit mehreren Jahrzehnten sind seine Bücher unerreicht und unvergleichbar. Vorrangig sind diese dem Horror-Genre zuzuordnen und viele von ihnen wurden bereits auch, zum Teil auch mehrfach, verfilmt. Eines seiner erfolgreichsten Schriftstücke ist „ES“, welches über einen Kinderfressenden Horror-Clown erzählt, also sozusagen den Alptraum vieler Kinder von sich gibt. Die Romane wurden weltweit bereits inmitten der achtziger Jahre veröffentlicht, die erste Verfilmung hiervon folgte im Jahr 1990 und entwickelte sich wie auch die Bücher selbst zu einem Welterfolg, da hier in unzählige Sprachen übersetzt wurde. Vor zwei Jahren folgte dann auch eine Neuverfilmung, die einen neuerlichen Hype rund um die Geschichte auslöste und nun am 05. September 2019 in den Kinos sogar ihre filmische Fortsetzung findet. Anlässlich dazu wurde auch der Roman neu abgedruckt und am 12. August 2019 durch den Heyne Verlag mit 1536 Seiten als Taschenbuch in den Handel gebracht. Das E-Book sowie die Hörbuch-Variante sind bereits seit längerem im Umlauf. Auch uns hat vor etwa zwei Wochen ein Exemplar des Buches erreicht, sodass wir uns auch dieses Mal wieder die Zeit genommen haben uns ein wenig in dieses einzulesen, sodass wir euch den Inhalt der Geschichte noch einmal grob zusammengefasst und auf parallelen zur Verfilmung geachtet haben. In der amerikanischen Kleinstadt Derry führt ein namenloses Monster sein Unwesen. Nach und nach geschieht es, dass Kinder ihr Leben lassen müssen. Eine Gruppe von sieben Jugendlichen jedoch entschloss sich dazu dem Spuk ein Ende zu bereiten und stieg gemeinsam in die Kanalisation hinab um ES ein Ende zu bereiten. Dort angekommen standen sie einem blutrünstigen Clown mit spitzen Zähnen gegenüber, dessen Leibspeise unfolgsame oder auch unschuldige Kinder sind. Den Jugendlichen gelingt es ES vermeintlich tödlich zu verletzen und der furchteinflößenden Kreatur zu entkommen. Genau hier endet das Remake, welches vor rund zwei Jahren in die Kinos gebracht wurde, jedoch umfasst die Geschichte in diesem Buch deutlich mehr, was nun auch in einem weiterem Kinoabenteuer auch offengelegt wird. Dabei begegnen sich die einstigen Jugendlichen nach siebenundzwanzig Jahren erneut. Nachdem nun gut drei Jahrzehnte nichts passiert ist wird die Kleinstadt Derry erneut von Kindermorden heimgesucht. Schnell wird Mike klar, dass es sich hierbei um ES handeln muss, welcher scheinbar damals nicht besiegt sondern nur verletzt wurde. So ruft Mike alle mittlerweile verzogenen Freunde zusammen, welche bereits damals ES gegenüberstanden und sich einst das Versprechen gaben, sofern ES eines Tages zurückkehren sollte, diesem ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Nur wenige Tage nachdem Mike sie kontaktiert hat kehren alle nach Derry zurück. Alle bis auf den schon früheren Angsthasen Stan, welcher sich lieber selbst ein Ende setzt und sich in seiner Badewanne die Pulsadern aufschneidet und mit seinem Eigenblut auf die Badezimmerwand „ES“ schreibt. Alle anderen machen sich erneut auf den Weg in die Kanalisation um eine erneute Konfrontation mit ES, dem Clown Pennywise, zu suchen und diesen endgültig ins Jenseits zu befördern. Doch nicht nur sie scheinen sich sicher zu sein, gegen Pennywise bestehen zu können, nein auch der ES hat sich eine Sicherheit für sein Überleben geangelt. In seine Fänge geriet ausgerechnet Bills Frau, welche ihrem Mann heimlich gefolgt war. Ebenso an seiner Seite hat er den Fiesling Henry Bowers, welcher mit der einstigen Bande ebenso noch eine Rechnung aus der Vergangenheit offen zu haben scheint. Es muss sich unter der Stadt entscheiden, wie und wer überlebt, das große Finale hat begonnen. Jeder spielt seine Trümpfe aus, um den anderen zu überlisten. Auch die gesamte Innenstadt von Derry hat stark unter diesem Aufeinandertreffen zu leiden. Was man hier geboten bekommt ist ein unfassbar gut geschriebener Horror Roman des Meisters der guten Horror-Literatur Stephen King, welcher hierin über die vielen Mysterien der Kindheit und den blanken Horror des Erwachsenseins erzählt. Die Geschichte selbst schafft es auch nach über drei Jahrzehnten immer noch seine Leser für sich zu begeistern und vor allem die Film-Neuauflagen machen das Buch selbst für eigentliche Nichtleser durchaus attraktiv, sodass wir überzeugt sind, dass sich diese Neuauflage des Buches durchaus bezahlt machen wird. Stephen King umschreibt in ES so gut wie alle Arten von Kinderangst, sodass hier selbst den Erwachsenen immer noch das Gruseln kommt. Manche stellen hingegen wirken beim Lesen durchaus unterhaltsam und humorvoll, sodass einem selbst bei über 1500 Seiten keineswegs langweilig wird.ES – Ein Muss für alle Fans von guter Horrorliteratur, sodass man hierfür eigentlich kaum andere Worte findet um auszudrücken, um welch unfassbar gelungenen Roman es sich hierbei handelt. Wer den Film mag wird das Buch lieben, sowie auch umgekehrt. ES ist ein Roman, der in keinem gut sortierten Bücherhaushalt fehlen sollte, sodass wir euch dieses Buch trotz seiner vielen Seiten die es zu lesen gilt auf jeden Fall sehr empfehlen können. Durch die lockere Niederschrift Kings wird man von diesem Buch regelrecht verschlungen, sodass man dies im Nu durchgelesen hat. In unserer Gesamtwertung gibt es hierfür Acht unserer möglichen zehn Bewertungspunkte, sodass wir euch diesen Roman auf jeden Fall empfehlen können.

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 „Der Schrecken, der weitere achtundzwanzig Jahre kein Ende nehmen sollte – wenn er überhaupt je ein Ende nahm -, begann, soviel ich weiß und sagen kann, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb.“ Mit diesen Worten beginnt Stephen Kings vielleicht berühmtester Horrorroman. Pünktlich zum Start der zweiteiligen Kinoverfilmung von ES erscheint jetzt im Heyne-Verlag eine Neuausgabe dieses Meisterwerks des Grauens, in dem sich sieben Freunde dazu entschließen, dem namenlosen Grauen in ihrer Heimatstadt Derry auf ewig ein Ende zu bereiten. King, der in seinem Leben bereits so viele Bücher geschrieben hat, dass man sie kaum zu zählen, geschweige denn zu lesen vermag und der überhaupt nicht daran denkt, in Rente zu gehen (am 09. 09.19 erscheint sein neuer Roman Das Institut ebenfalls im Heyne-Verlag ), spielt in ES mit so ziemlich jeder kindlichen Angst, die man sich vorstellen kann: Clowns, Keller und ganz allgemein Dunkelheit und Bedrängnis. Vermutlich ist der Roman gerade darum einerseits so unglaublich gruselig und andererseits an vielen Stellen auch humorvoll. Auf den etwa 1500 Seiten gelingt King jedoch noch etwas ganz anderes: Er erschafft mit dem „Club der Verlierer“ sieben hochkomplexe Charaktere, die dem Leser während der Lektüre wirklich ans Herz wachsen. King gelingt es, die sieben Freunde durch Zeitsprünge zwischen Gegenwart und der Vergangenheit vor 28 Jahren, als die Freunde noch Kinder waren, als psychologisch ausgefeilte Charaktere darzustellen. Da ist zum Beispiel Beverly, die von ihrem Vater als Kind misshandelt wurde und die nun vor einem genauso gewalttätigen Lebenspartner fliehen muss, um dem Ruf ihres Freundes nach Derry zu folgen und ES zu besiegen. ES – Ein Muss für alle Fans von guter Horrorliteratur.

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Es war mein erster Stephen King und dieses Monster von einem Buch hat mich echt umgehauen. Es ist wirklich dick, aber jede Seite lohnt sich. Der Schreibstil ist toll, spannend und fesselnd. Man klebt förmlich an jeder Seite. Die Story ist sooo groß. Im Film geht es ja nur um den Schockeffekt, aber dieses Buch beinhaltet so viel mehr. Rassismus und Schwulenhass sind nur zwei Punkte, es behandelt so viele große und wichtige Themen. Dabei ist alles sehr gut durchdacht und passt gut zusammen. Die Themen regen zum Nachdenken an, die historischen Hintergründe sind super interessant und der Gruselfaktor kommt definitiv nicht zu kurz. Die Figuren sind toll ausgearbeitet. Ich hab mit ihnen mitgefiebert und gebangt. Dieses Buch ist so Detailreich, es gibt so viel zu entdecken. Ich bin mir nicht mal sicher, ob einmal lesen da reicht. Ich gebe zu, der Schluss war für mich ein kleines bisschen konfus. Ich habe einfach nicht alles verstanden. Wahrscheinlich noch ein Grund mehr, das ganze noch mal zu lesen. Irgendwann, wenn ich Zeit habe. Ich kann aber sagen, es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Man bekommt einfach so viel.

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Wohl einer der berühmtesten Vertreter der Horrorliteratur gerät derzeit durch die zweigeteilte Neuverfilmung stark in das öffentliche Interesse zurück: Mit dem über fünfzehnhundert Seiten starken Roman „Es“ liefert der US-amerikanische Autor Stephen King ein schon durch die Wucht seines Umfangs beeindruckendes Werk, das sich verschiedener Genres geschickt bedient und eine fesselnde, rasante Handlung zu erzählen versteht. Einige Leseeindrücke, die ich bei der genannten Lektüre gewinnen durfte, möchte ich im Folgenden unterbreiten. Erzähltechnisch zieht King hier, buchstäblich seinem Namen Ehre bereitend, alle Register: Hervorstechend ist ganz besonders die Strategie, mit der er seine umfangreiche Geschichte strukturiert und den Lesern präsentiert. Geschickt verknüpft er mehrere Zeitebenen miteinander und lässt so Handlungsstränge parallel nebeneinander laufen. Mit verblüffender Leichtigkeit weist er die Repetition des Geschehens in der Kleinstadt Derry auf und vermischt diese Fronten. Seine Hauptfiguren, allen voran Bill Denbrough, etabliert er auf eindrückliche Art und Weise, indem er dem Leser in der Lektüre das tiefere Eintauchen in die Gefühls- und Fantasiewelt und Einblicke in deren größte Ängste ermöglicht. Dafür passt er den Charakteren seinen Schreibstil an und skizziert deren innere Handlung und soziales Milieu. Teilweise bedient er sich für meinen Geschmack einer zu vulgären Ausdrucksweise, mit der er unter allen Umständen schockieren will. Das wahre Grauen jedoch schafft er durch unvorhersehbaren Abwechslungsreichtum und grausige Ideen, die er auf die Seiten bannt. Durch ausschweifende Gesten und einer undurchdringlichen Ruhe beim Schreiben, für die King jedoch häufig kritisiert wird, kann ebenfalls ein spannender Einblick in das Innenleben der Nebenfiguren gewonnen werden. Das namenlose Böse, hier als Es betitelt, ist nicht der einzige Antagonist; King hält vielmehr ein überschwängliches Plädoyer über den Menschen als sein eigener Feind. Motivisch hierfür benutzt er dafür Tabuthemen wie impulsive Gewaltausübung, sei es aus frauenunterdrückenden, homophoben oder rassistischen Gründen – und entwirft somit ein glaubwürdiges Gleichnis der damaligen sozialen Umstände. In „Es“ wartet King mit einem atmosphärisch äußerst dichten Szenario auf, das aufgrund seiner schieren Länge über einen längeren Zeitraum hinweg, einer guten Serie gleich, begleitet und fesselt. Der Autor wühlt tief und bedient sich vielschichtiger Genre. So ist vorliegende Lektüre keineswegs „bloß“ der Horrorliteratur zuzuordnen; vielmehr erzählt sie eine mitreißende und herzerwärmende Freundschaftsgeschichte, die durch eben diese grauenvollen Umstände besiegelt wird. Die Charaktere durchschreiten zusammen authentische Entwicklungen durch. Man kommt hier zu einem versöhnlichen, zufriedenstellenden Ende mit einigen berührenden, fast nostalgischen Endsequenzen, das eine rundum außergewöhnliche Geschichte abschließt. Die Lobhudelei abschließend, ist auf der Contra-Seite nur wenig anzubringen: Die Antwort auf die letztendliche Frage, was Es ist, befriedigt mich persönlich nicht hundertprozentig: Zwar kann auch hier ein interessanter Einblick gewonnen und die Perspektiven gewechselt werden, doch hätte ich mir klarere Ecken und Kanten in der Auflösung gewünscht. Zudem, aber das ist bei einer Geschichte dieses Umfangs nicht weiter verwunderlich, erscheint die Handlung über einige Strecken gesehen etwas überraschungskarg und ist gegen Ende hin etwas stockend oder nur träge voranschreitend. Fazit: „Es“ ist ein faszinierendes Horrormeisterwerk, das auf voller Linie überzeugen und in seinen Bann ziehen kann.

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