Leserstimmen zu
Nein! Ich will keinen Seniorenteller

Virginia Ironside

Das Tagebuch der Marie Sharp (1)

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Für dieses Buch braucht man eine Vorliebe für Sarkasmus. Zum Glück habe ich diese! Marie Sharp freut sich auf ihren Ruhestand und sie freut sich über das Älter-werden. Während viele Menschen alles daran setzen, ewig jung und jugendlich zu bleiben, sieht sie dem altern ganz gelassen entgegen. Ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle hält sie in ihrem Tagebuch fest, dass der Leser hier zu lesen bekommt. Der Schreibstil ist sehr locker und voll von britischem Humor. Dadurch, dass das Buch in Tagebuchform geschrieben ist, sind die “Kapitel” natürlich entsprechend kurz. Kurze Kapitel liebe ich. Ich habe auch einige Rezensionen zu diesem Buch gelesen, von Leuten, die überhaupt nicht begeistert davon waren. Es scheint doch sehr zu polarisieren. Lesen sollte man “Nein! Ich will keinen Seniorenteller” also nur dann, wenn man auch etwas mit britischem Humor und Sarkasmus anfangen kann. Ansonsten hat man, glaube ich, nicht ganz so viel Freude an diesem Buch

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Sehr verehrte Mss Ironside Bin 1945 geboren, in der ehemaligen DDR, habe dadurch keinerlei Erinnerungen an die Hippizeit mit Drogen und freier Liebe. Ebenso konnten wir nicht dorthin reisen, wo wir wollten, trotzdem hatte ich eine schöne Jugend. Es ist aber interessant über die Sturmjahre Anderer zu lesen. Was das Alter betrifft, stimme ich der Ihnen zu. Mein Mann und ich haben uns sehr amüsiert. Haben es gemeinsam gelesen. Manches ist etwas überzogen dargestellt, da wir 43 Jahre verheiratet sind und uns immer noch gut verstehen. Was tät ich ohne ihn? Also, Ihre Bücher sind wunderbar geschrieben, sehr unterhaltsam und einfühlsam. Wir lesen Sie auf dem I Book, da wir keinen Platz mehr für Bücher haben, Alles vollgestopft. Schreiben Sie bitte weiter, so lange Sie es können. Danke! Bleiben Sie gesund.

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Das Tagebuch der Marie Sharp ist als Taschenbuch, Hörbuch, Kindle-Version und gebundene Ausgabe im Goldmann Verlag erschienen. Ich habe das Taschenbuch mit 288 Seiten gelesen, erschienen im Februar 2010. Angesprochen durch die witzige Zeichnung auf dem Cover und vorallem die Aussage „Nein“ Ich will keinen Seniorenteller!, fühlte ich mich angesprochen (obwohl noch lange nicht im Seniorenalter ;)) und habe mich gefreut, das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt zu bekommen und für euch rezensieren zu dürfen. Meine Erwartungen sind aufgrund des Covers natürlich hoch – und nehmen wir gleich das Fazit vorweg: ich wurde teilweise enttäuscht... man merkt natürlich, dass die Autorin durch und durch Engländerin ist (sie lebt und arbeitet in London) und Kolumnen schreibt bzw. geschrieben hat: sie packt quasi ein Wortgewitter in jede Passage, die es anstrengend macht, das Buch zu lesen bzw. dem Inhalt zu folgen... aber worum geht es eigentlich? Marie Sharp beschließt, kurz vor ihrem 60. Geburtstag ein Tagebuch zu führen. Keins wie aus ihrer Kindheit, sondern ein „richtiges“ und so nimmt sie – manchmal täglich, manchmal nur einmal in der Woche oder gar im Monat – uns LeserInnen mit in ihre Welt: wie schmeisst man eine Party für die Freundin (Hallo Partyhäschen), was passiert am eigenen Geburtstag inkl. der „umsonst-Busfahr-Karte“, Fuss-OP, Geburt der ersten Enkelin, Trip mit der besten Freundin, Treffen mit den besten Freunden, Einbilden von Krankheiten und dem tatsächlichen Sterben des besten Freundes... und warum flammt die Teenie-Liebe wieder auf? Ja, wir werden mit einem amüsanten Schreibstil mit in die Welt einer modernen, älter werdenden Frau mitgenommen; in Gedanken, die ich von meinen Eltern und deren Freunden kenne und über die ich so oft geschmunzelt oder mich geärgert habe. Gewürzt mit ein bisschen britischem Humor, erinnert mich so manche Passage an „Mr. Bean“ oder „Der Doktor und das liebe Vieh“... und an die Ladies, die ich selbst in England kennenlernen durfte... Meine Mutter hat sich jedenfalls in diesem Buch wiedergefunden und oft herzhaft gelacht! Aber auch ernst zu mir gesagt: Kind, das stimmt wirklich: ich habe auch so gedacht/gefühlt. Ganz ehrlich muss ich aber auch gestehen, dass es Momente gab, da wollte ich das Buch weglegen und nicht mehr weiterlesen: zeitweise plätschert der Tagesablauf vor sich hin – das ist ein angenehmes, amüsantes Leben. Aber an manchen Tagen werden wir LeserInnen mit so viel Inhalt quasi torpetiert (ja, diese Art schlägt sich auch im Schreibstil nieder), dass es wirklich anstrengend ist, mitzulesen bzw. mitzukommen. Ich gehöre dann zur Kategorie: „Überflieg mal schnell“ - und das kann man auch, da sich trotz „Überfliegen“ der rote Faden wieder aufnehmen lässt. Aber im Nachhinein weiß ich, dass ich die ein oder anderem witzige Passage einfach überlesen habe... Pech gehabt und das schreibe ich mal meiner „Jugend“ zu ;) Wer englischen Humor mag, wer kein Überflieger-Leser ist, wer die großen und kleinen Dinge einer britischen Lady liebt und neugierig auf das Leben im englischen Reihenhaus ist, dem darf ich dieses Buch ans Herz legen. Ein wenig verstaubt und doch modern – entweder man liebt es oder lässt lieber die Finger davon.

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Als ihr 60. Geburtstag näher rückt, beschließt Marie Sharp, Tagebuch zu führen. Darin hält sie die turbulenten Ereignisse der nächsten Zeit fest, Alltägliches ebenso wie die schwere Krebserkrankung ihres besten Freundes, an der er schließlich stirbt. Marie Sharp lässt uns an ihrer Sicht der Dinge, des Älterwerdens teilhaben und erklärt, welche Vorteile es hat, denn sie jammert nicht über das Alter, sondern findet es ganz toll… Nachdem ich vor einiger Zeit von meinem Freund den dritten Teil der Reihe („Nein! Ich möchte keine Kaffeefahrt!“) geschenkt bekommen habe (ob er mir damit etwas mitteilen wollte?? *grübel*…), nahm ich das zum Anlass, mich doch einmal er so vielgelobten Reihe anzunehmen! Was lag da für einen Hörbuchfan näher, als sich nach dem Hörbuch des ersten Teils umzusehen? Gesucht – gefunden! Und ich hatte sogar das Glück, ein Rezi-Exemplar beim Bloggerportal zu ergattern – ein herzliches Dankeschön nochmals hierfür! Als es eintraf, war die Freude zunächst groß, die ersten kleinen Schmunzler schlichen sich auf meine Lippen. Die Sprecherin Hannelore Hoger ist wie für diese Rolle gemacht, betont mal weinerlich, mal lachend, wobei meine anfängliche Begeisterung leider schnell nachließ. Stellenweise klang es fast, als hätte Hoger sich vor dem Sprechen einige Melissengeist zu viel genehmigt – was wohl Authentizität verleihen sollte, wirkte leider in einigen Passagen zu überzogen und dadurch für mich schlicht unecht. Ein lustiges Hörbuch sollte es sein, doch irgendwie ist es wohl nicht meine Art Humor. Die Sprünge zwischen der ernsthaften Erkrankung und anderen, lustigen Themen waren mir eine Spur zu heftig. Auch schien sich manches zu wiederholen, so dass ich mich leider schnell zu langweilen begann. Leider konnte ich auch mit der Protagonistin, ihren Denken und Handeln bis zum Schluss nicht warm werden. Vielleicht hatten wir nur „Startprobleme“, Marie Sharp und ich, aber insgesamt muss ich sagen, bin ich leider eher enttäuscht, so dass es vermutlich doch noch ein Weilchen dauern wird, bis ich mich an die beiden anderen Bände heranwagen werde. Anscheinend war es das falsche Buch zur falschen Zeit für mich, so dass es mir schwer fällt, hier eine Leseempfehlung auszusprechen. Offenbar treffe ich nicht die Zielgruppe, so dass ich mal ganz frech vermuten würde, Virginia Ironside kommt doch eher bei der Generation 50+ an, als bei mir mit 30+.

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