Leserstimmen zu
Nein! Ich will keinen Seniorenteller

Virginia Ironside

Das Tagebuch der Marie Sharp (1)

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Als ihr 60. Geburtstag näher rückt, beschließt Marie Sharp, Tagebuch zu führen. Darin hält sie die turbulenten Ereignisse der nächsten Zeit fest, Alltägliches ebenso wie die schwere Krebserkrankung ihres besten Freundes, an der er schließlich stirbt. Marie Sharp lässt uns an ihrer Sicht der Dinge, des Älterwerdens teilhaben und erklärt, welche Vorteile es hat, denn sie jammert nicht über das Alter, sondern findet es ganz toll… Nachdem ich vor einiger Zeit von meinem Freund den dritten Teil der Reihe („Nein! Ich möchte keine Kaffeefahrt!“) geschenkt bekommen habe (ob er mir damit etwas mitteilen wollte?? *grübel*…), nahm ich das zum Anlass, mich doch einmal er so vielgelobten Reihe anzunehmen! Was lag da für einen Hörbuchfan näher, als sich nach dem Hörbuch des ersten Teils umzusehen? Gesucht – gefunden! Und ich hatte sogar das Glück, ein Rezi-Exemplar beim Bloggerportal zu ergattern – ein herzliches Dankeschön nochmals hierfür! Als es eintraf, war die Freude zunächst groß, die ersten kleinen Schmunzler schlichen sich auf meine Lippen. Die Sprecherin Hannelore Hoger ist wie für diese Rolle gemacht, betont mal weinerlich, mal lachend, wobei meine anfängliche Begeisterung leider schnell nachließ. Stellenweise klang es fast, als hätte Hoger sich vor dem Sprechen einige Melissengeist zu viel genehmigt – was wohl Authentizität verleihen sollte, wirkte leider in einigen Passagen zu überzogen und dadurch für mich schlicht unecht. Ein lustiges Hörbuch sollte es sein, doch irgendwie ist es wohl nicht meine Art Humor. Die Sprünge zwischen der ernsthaften Erkrankung und anderen, lustigen Themen waren mir eine Spur zu heftig. Auch schien sich manches zu wiederholen, so dass ich mich leider schnell zu langweilen begann. Leider konnte ich auch mit der Protagonistin, ihren Denken und Handeln bis zum Schluss nicht warm werden. Vielleicht hatten wir nur „Startprobleme“, Marie Sharp und ich, aber insgesamt muss ich sagen, bin ich leider eher enttäuscht, so dass es vermutlich doch noch ein Weilchen dauern wird, bis ich mich an die beiden anderen Bände heranwagen werde. Anscheinend war es das falsche Buch zur falschen Zeit für mich, so dass es mir schwer fällt, hier eine Leseempfehlung auszusprechen. Offenbar treffe ich nicht die Zielgruppe, so dass ich mal ganz frech vermuten würde, Virginia Ironside kommt doch eher bei der Generation 50+ an, als bei mir mit 30+.

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