Leserstimmen zu
Hannibal Rising

Thomas Harris

Hannibal Lecter (1)

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Wie weit würdest du gehen um deinen Rachedurst zu stillen? Ist ein Racheakt emotionaler Natur weniger verheerend oder gar noch schlimmer? Schließlich wird man ja in diesem Moment von Emotionen und energiegeladenen Impulsen getrieben, oder? – Kennt ihr die Geschichte rund um Hannibal Lecter? Schon einmal seine Romane gelesen oder euch die Buchverfilmungen angesehen? Zusammen mit einer Freundin in einer Lesegruppe haben wir den ersten Band der Reihe „Hannibal Rising“ gelesen. Herzlichen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse und an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. In diesem Buch ist alles anders, denn es ist die Vorgeschichte zur Buch und Filmreihe und gibt den Lesern wichtige und besondere Einblicke in die jungen Jahre des Hannibal Lecter. Ganz wichtig daher alle Bände, nach „Hannibal Rising“ chronologisch fortzusetzen. Zur Geschichte selbst werde ich aber in diesem Fall weniger Worte verlieren, da jegliche Informationen ungewollt spoilern und weitere Details vorwegnehmen könnten. Die Geschichte ist der pure Wahnsinn. Harris’s Schreib- und Erzählstil ist ihm absolut gelungen. Er schafft es, permanent von Beginn an eine aufbauende Spannung zu erschaffen und diese, bis auf ein paar kleinere Details, aufrecht zu erhalten. Doch dazu später mehr. Aber keineswegs würde ich das Buch als ein typischer Thriller oder Krimi Roman einstufen. Viel interessanter sind vor allem die Rückblenden für den Leser bzw. die Erinnerungen an die Vergangenheit von Hannibal. Denn somit kann der Leser relativ schnell eine Empathie gegenüber unserem Protagonisten herstellen. Auch wenn der Leser sich im späteren Verlauf der Geschichte durchaus mit Fragen moralischer Natur beschäftigt und ggfls. Dinge hinterfragt. Doch muss ich hier erwähnen, dass auch dieser Roman mit diversen kleinen Schwächen daherkommt. Generell liegt es mir nahe, mein Abzug in einer Rezension offensichtlich zu erklären doch liegt es mir fern, in der Rezension zu spoilern. Daher werde ich in diesem Fall nicht auf die persönliche, konstruktive Kritik eingehen und dies daher so stehenlassen. Ich habe Hannibal vor Jahren, vermutlich wie viele andere Menschen auch, mit der Verfilmung zu „das Schweigen der Lämmer“ kennengelernt und war damals als relativ junger Zuschauer, entsetzt und fasziniert zugleich. Daher sind meine Erwartungen in den Romanen dementsprechend sehr hoch. Abschließend kann ich sagen, dass der erste Roman um Hannibal mich fast vollkommen überzeugt hat und mich sehr gut unterhalten konnte. Daher gibt es von mir eine klare Kauf-Leseempfehlung mit 4 von 5 Sternen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Dieses Buch ist in der Neuveröffentlichung von Heyne als erster Teil dieser Reihe erschienen, da es die Vorgeschichte zu Hannibal erzählt. In der originalen Erstveröffentlichung kam Hannibal Rising erst 2006 als Nachzügler raus. Der Leser erfährt hier, welche Ereignisse Hannibal in seiner Kindheit und Jugend so schwer traumatisiert und ihn derart geprägt haben. Das Grundgerüst für diese Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn ich nicht mit diesem Thema gerechnet hätte. Was mir eher negativ aufgefallen ist, waren die vielen Personen, die man hier präsentiert bekommt. Das war mir etwas too much und teilweise leicht verwirrend. Die Protagonisten haben mir allerdings gut gefallen, vor allem Hannibal, für den ich hier tatsächlich eine gewisse Sympathie entwickelt habe. Außerdem konnte mich der Schreibstil durchaus überzeugen. Ähnlich wie bei Ketchum kommen hier vereinzelt Sätze vor, die so viel mehr sagen, als das, was man liest und dem Ganzen einen starken Nachhall verleihen. ["Milko nahm die geringfügige Anpassung des Herzens vor, die wir machen, bevor wir töten."] So richtig spannend war es nicht wirklich, dennoch wollte ich immer wissen, wie es weitergeht und hab die Abschnitte dann auch zügig weggelesen. Ein paar Unschlüssigkeiten gibt es meiner Meinung nach wohl, dies tut der Story jedoch keinen Abbruch. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon darauf, den nächsten Teil zu lesen🤗. Bewertung: 3,5 von 5 Sternen!

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"Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm, es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um." Seit ich dieses Buch angefangen habe, hab ich einen Ohrwurm von diesem Kinderlied und der ist echt gruselig. "Hannibal Rising" ist der vierte Teil von Thomas Harris Reihe um Hannibal Lecter. Da ich aber alle Filme kennen und die Bücher jetzt, aufgrund der Neuauflage passend zum neuen Buch, erst lese, habe ich mir gedacht, mache ich das doch chronologisch. Ich habe also mit der Vorgeschichte angefangen. Hannibals Trauma, das ihn erst zu dem gemacht hat, der er ist. Der Schreibstil war flüssig und sehr spannend. Ich habe die ersten 180 Seiten quasi verschlungen. Das ganze Setting und die Hintergründe des zweiten Weltkrieges haben mir sehr gut gefallen. Leider muss ich sagen das ab und zu mal Szenen waren, die ich einfach langweilig fand. Das kam zwar nicht sehr oft vor, aber ein paar waren halt dabei. Das waren aber auch immer nur Szenen, wenn Hannibal selbst nicht dabei war. Der Charakter Hannibal Lecter war so spannend und faszinierend, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die weiteren Teile, werde aber sobald wie möglich auch den Film noch mal schauen. Meiner Meinung nach hat Gaspard Ulliel darin einen tollen jungen Hannibal gespielt.

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Der Auftakt einer mörderischen Reihe beginnt mit einem braven, talentierten Jungen Namens "Hannibal" und seiner kleinen Schwester "Mischa". Die Atmosphäre der Nachkriegszeit wurde in diesem Buch sehr gut eingefangen,denn der Krieg hinterlässt Menschen, die zu allem fähig sind. Und so muss Hannibal das grausame Schicksal seiner kleinen Schwester hilflos mit ansehen. Was Hannibal durchlebt verändert ihn von Grund auf. Er lässt das Böse Stück für Stück in sein Herz. Er wächst später bei seiner japanische Tante in Frankreich auf, diese wird von einigen Männer aufgrund ihrer Herkunft bzw ihrem äußeren angefeindet und belästigt. Hannibal kann nicht tatenlos zusehen. Man merkt ziemlich schnell, was zuerst aus dem "Beschützerinstinkt" heraus geschieht, wird bald einen Hang in die falsche Richtung nehmen. Man lernt hier Hannibal Lecter von klein auf kennen und kann ihn und seine Handlungen zum Teil gut nachvollziehen. Aber da ahnt man ja noch nicht was in den nächsten Bänden Folgen wird... Er ist charismatisch und intelligent, er hätte jede erdenkliche Laufbahn nehmen können,doch er hat seinen dunklen Weg selbst gewählt. Ich finde "Hannibal Rising" kann man sowohl als erstes Buch der Reihe lesen aber auch zuletzt. So lernt man ihn entweder von Anfang an kennen oder hat dann zum Schluss quasi sowas wie eine Rückblende. Abgesehen von der höchst interessanten Geschichte überzeugt das Buch auch mit dem Schreibstil des Autors, er ist rasant und spannend, aber auch mit wunderschönen Beschreibungen. Ich finde diese Reihe muss jeder schon mal gelesen haben, einfach grandios. Die Verfilmung finde ich übrigens auch sehr gelungen.

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