Leserstimmen zu
Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Jeannette Walls

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Jeannette Walls berichtet über ihr eigenes außergewöhnliches Leben innerhalb einer Familie, die nicht der Norm entspricht. Sie beginnt bei ihrer frühsten Kindheitserinnerung. Damals war sie drei Jahre alt und verbrühte sich beim Würstchen kochen. Dies ist nur eines von zahlreichen haarsträubenden Ereignissen, welchen sie in ihrer Kindheit und Jugend ausgesetzt war. Ihr Vater ist Alkoholiker, verliert einen Job nach dem anderen. Die Mutter, Künstlerin und gelernte Lehrerin, geht nur im äußersten Notfall und dann auch nur sehr widerwillig arbeiten. Für sie sind der Staat, Behörden oder die Polizei linke Banditen, die man nicht ernst nehmen muss und die einen nur übers Ohr hauen wollen. Die Familie hat vier Kinder, zieht von Ort zu Ort, bis es eben am jeweiligen Aufenthaltsort wegen der Schulden zu heiß wird. Sie sind sehr arm, wohnen in kleinen Wohnungen, Trailerparks oder heruntergekommenen Hütten, leben am Existenzminimum. Nicht nur einmal verhungern oder erfrieren die Kinder fast. Es ist ein hartes Leben. Anfangs erkennt man einen starken Familienzusammenhalt und großes Vertrauen in die Eltern. Es ist ja nicht so, dass diese die Kinder nicht lieben würden, sie haben einfach eine andere Denkweise, andere Prioritäten und eine sehr legere Erziehungsweise, die da lautet “Lass sie mal machen”. Eine Sorgfaltspflicht gegenüber der Kinder ist nahezu nicht existent. Über die Jahre und durch sich häufende Enttäuschungen beginnt das Vertrauen zu bröckeln und die Familie droht zu zerfallen. Geschrieben wird aus Jeannettes Sicht. Sie schildert das sehr unkonventionelle Leben ihrer Familie, ihre Überlebensstrategien und wie sie es geschafft hat sich ihren Traum zu erfüllen: Journalistin und Autorin in New York zu werden. Angesichts der verheerenden Zustände ihrer Kindheit ist es einfach bemerkenswert, was sie in ihrem Leben erreicht hat und verdient großen Respekt. Ihr wurden vom Leben und auch von ihren Eltern ganze Felsbrocken in den Weg gelegt, doch mit viel Mühe und Ehrgeiz hat sie diese erklommen. Das Buch stimmt einen sehr nachdenklich, eröffnet eine ganz andere Sicht auf die Welt. Obwohl Jeannette ihr Leben recht nüchtern beschreibt, löst es doch zahlreiche Emotionen aus: Wut auf die Eltern, Trauer um die Kinder, die diesem Leben so schutzlos ausgeliefert waren. Niemand sollte so leben müssen. Freude und Zuversicht, weil nicht nur Jeannette sich ihre Träume erfüllt hat. Es ist ein sehr wichtiges und gut geschriebenes Buch über Familie und Vertrauen, das Leben in Armut, das Überleben und die Verwirklichung von Träumen. Es lässt einen fassungslos und bewegt zurück und macht dennoch Mut.

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Ich lieeeeebe Familiengeschichten, das ist und bleibt mein liebstes Buchgenre. Die Verfilmung von "Schloss aus Glas" (Diana Verlag) mit Woody Harrelson, Naomi Watts und Brie Larson habe ich leider verpasst, aber die bereits 2005 zuerst auf Englisch erschienene Autobiografie der Journalistin und Autorin Jeannette Walls habe ich verschlungen. Keine einfache Kost: Jeanette vagabundiert mit ihrer Familie, bis sie mit 17 Jahren zu ihrer großen Schwester nach New York zieht, dem Trinker Rex, der Möchtegern-Künstlerin Rose Mary und weiteren drei Geschwistern durch die USA. Lange halten es die Eltern an keinem Ort aus, sie fühlen sich entweder verfolgt oder häufen so viele Schulden an, dass sie bei Nacht und Nebel flüchten müssen. Trauriger Höhepunkt ist ein Haus ohne Strom, fließend Wasser und Heizung, in dem sie leben, bevor drei der Kinder nach New York gehen. Aber obwohl sie oft wirklich Hunger leiden, da beide Eltern immer wieder ihre Jobs verlieren und zu stolz sind, um Sozialhilfe zu beantragen, ihre Kleider eher Lumpen sind, gibt es doch viele schöne anrührende Momente: wenn der Vater seiner Lieblingstochter die Sterne erklärt und ein Schloss aus Glas plant, die Wüste zu einem riesigen Spielplatz wird oder alle Familienmitglieder einträchtig zusammen lesen... Andererseits werden Katzen aus dem Auto geworfen, die Mutter frisst sich voll Süßigkeiten, statt für ihre Kinder Essen zu kaufen, und Rex ist und bleibt ein unheilbarer Alkoholiker, auf den man sich nie verlassen kann. Aber lest selbst! Der Film ist inzwischen auch auf DVD erschienen.

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Bereits vor dem Lesen hatte ich mich auf eine traurige Geschichte und gewiss keine leichte Kost vorbereitet, was mich aber dann erwartet hat, hätte ich nicht gedacht. Jeannette Walls hat mit Schloss aus Glas ihre Kindheit, ihre Familie und eine ganz eigene Lebensform in Worte gefasst, die ich ohne dieses Werk niemals begriffen hätte. Abgeschottet von gesellschaftlichen Regeln führen ihre Eltern ein Leben, das teilweise einem wilden Abenteuer gleicht, jedoch alles andere als sicher für sie und ihre Geschwister ist. Es gab so viele Szenen, die mich einfach erschüttert haben, ein Gewicht, das sich auf die Brust legt und einen nicht mehr richtig atmen lässt. Von Kindesgefährdung bis hin zu absoluter Vernachlässigung. Den berüchtigten Rex wollte ich einfach nur noch schütteln, von der Mutter fange ich lieber gar nicht erst an. Doch dann kamen auch wieder Situationen, die so unglaublich gefühlvoll und voller Liebe waren, dass man jegliche Schrecken kurzzeitig vergessen konnte. Denn wer geht mit seinen Kindern schon auf Dämonenjagd, um die gruseligen Gestalten unter dem Bett zu verjagen? Schenkt ihnen die Sterne und Planeten vom Himmel, um nie in Vergessenheit zu geraten? Oder möchte ihnen gar ein Schloss aus Glas, den ganz eigenen Palast bauen? Man hätte meinen können, dass sie sich vor lauter Erleichterung darüber, sich nicht gegenseitig umgebracht zu haben, wieder frisch ineinander verliebt haben. Doch leider überwiegen die negativen Momente und Aspekte des Lebens der Familie Walls. Jeannette und ihre Geschwister müssen viel zu früh Verantwortung für sich selbst übernehmen, leben unter furchtbaren Umständen und scheinen nie irgendwo anzukommen. Von einer Bruchbude in die nächste, ohne Essen, laufendes Wasser und einer Nachbarschaft, bzw. Mitbewohnern, bei denen jegliche Alarmglocken losgehen – erschaudern ist gar kein Ausdruck. Doch was passiert, wenn die Eltern ihr eigenes Wohl über das ihrer Kinder stellen? Wenn sie ihre Kinder „fordern“, um ihnen mehr Möglichkeiten im Leben zu bieten? Ab wann ist das alles nur eine reine Ansichtssache, eine Entscheidung der Erziehung und ab wann überschreitet es Grenzen? Wie diesen vier kleinen Knirpsen das Überleben gelungen ist, stellt sich für mich schon als ein Wunder heraus. Wieviel im Kopf eines kleinen Menschen vor sich gehen kann, was für Entwicklungen durchgemacht werden und zu welchen Erkenntnissen sie kommen ist einfach erstaunlich. Die mit Abstand interessanteste und bewegendste Biografie, die ich je gelesen habe. Die Autorin hat es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, meinen eigenen Empfindungen nicht mehr zu trauen. FAZIT Schloss aus Glas bietet eine Geschichte, wie ich sie niemals erwartet hätte. Ein Leben, das wild und ungezähmt ist, mich fasziniert und gleichzeitig erschüttert hat. An manchen Stellen wusste ich nicht recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weiterlesen, um zu erfahren, was aus Jeannette geworden ist, oder das Buch zuschlagen, aus Angst, dass es mir nicht gefallen könnte. Ein erstaunliches Lebenswerk, das ich jedem nur empfehlen kann. Eine Geschichte, die einem die Augen öffnet und eine Weitsicht bietet, die einem sonst wohl verwehrt bleibt.

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Jeannette Walls konnte mich vor einer Weile bereits mit ihrem Buch „Die andere Seite des Himmels“ absolut begeistern. Mit „Das Schloss aus Glas“ liefert sie uns einen autobiografischen Roman, der uns von ihrer Kindheit und dem frühen Erwachsenenleben erzählt. Was unglaublich erscheint, denn das Buch könnte ebenso frei erfunden sein. Wüsste ich nicht, dass es real ist, würde ich denken, man möchte mich veralbern, wenn man mir erzählt, dass jemand wirklich so gelebt hat. Denn Jeannette und ihre Familie haben alles andere als ein geregeltes, normales Leben. Der Vater ist ein Säufer, spielt Karten, verliert einen Job nach dem anderen, glaubt nicht an das „System“ oder „Krankenhäuser“. Denkt die Gewerkschaft ist hinter ihm her und gerät immer wieder in Prügeleien. Die Mutter ist Künstlerin und obwohl sie als Lehrerin überall eine Anstellung finden würde, hat sie keine Lust darauf. Stattedessen müssen sie und ihre Kinder hungern, bevor sie sich vor eine Klasse stellt. Immer wieder ziehen die Walls weiter quer durch Amerika. Von Übernachtungen unter freiem Himmel und im Auto arbeiten sie sich zu regelrechten Bruchbuden, die schon fast lebensgefährlich sind, hoch. Länger als einige Monate bleibt die Familie die ganze Kindheit von Jeanette hinweg nirgends wohnen. Ein erschütternder, aber dennoch auch wunderschöner Roman. Zwar gibt es keinen roten Faden oder gar einen sinnvollen Spannungsbogen, aber dafür ist es voll mit Optimismus, Hoffnung und trotz aller Widrigkeiten voller Liebe und Zusammenhalt. Denn irgendwie schaffen es Jeannette und ihre Geschwister dennoch, ihre Eltern zu lieben. Sie schaffen es, dennoch eine glückliche Kindheit voller Abenteuer zu erleben. Und sie schaffen es irgendwann, ihrer eigenen Wege zu gehen. All das erzählt uns die Autorin mit wundervoll beschreibenden, bildhaften und eingehendem Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ideal für alle, die Walls mögen und die auf autobiografische Romane stehen bzw. gerne mehr über das Leben anderer Menschen lesen. Ein Buch, das einem sehen lässt, wie gut es vielen von uns geht und wie viel dankbarer wir alle dafür sein sollten. Und ein Buch, das zeigt, dass nichts unmöglich ist und dieses Mal sogar glaubhaft, denn es ist die Realität von Jeanette Walls und ihrer Geschwister.

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Jeannette Walls schreibt in diesem autobiografischen Roman über ihr armseliges Aufwachsen. Ihre Eltern sind beide intelligente Menschen, ihre Mutter ist Künstlerin und ausgebildete Lehrerin, ihr Vater hat Gelegenheitsjobs und lebt seine Träume, wie etwas zu erfinden. Die Jobs verliert er schnell, weil er aufbrausend ist und gerne trinkt. Aber die Eltern haben sich nun mal zu diesem "freien Leben" entschlossen, wettern gegen das Establishment und der Vater erklärt in seinen lichten Momenten die Welt. Die Kinder bekommen Weihnachtsgeschenke, die andere Kinder niemals erhalten können. Weil sie und ihre drei Geschwister wegen der vielen Umzüge in immer schlechtere Bruchbuden nicht regelmäßig zur Schule können, werden sie in der Zwischenzeit daheim unterrichtet. Als Jeannette eingeschult wird, kann sie bereits lesen. Sie ist ein glückliches und kluges Kind, setzt sich in der Schule gegen die Anfeindungen anderer Kinder mit Hilfe ihres kleineren Bruders durch, und ihr Vater verspricht, ihr ein Schloss aus Glas zu bauen. Es ist erschütternd, mitzuerleben, dass es der Mutter egal ist, ob ihre Kinder etwas zu essen bekommen, umso schlimmer, dass sie den Kindern heimlich Schokolade vorenthält, die sie dann isst. Die Kinder wühlen heimlich die Mülleimer durch, wenn niemand zuschauen kann. Eigennützig leben die Eltern, haben nur kluge Sprüche auf Lager, wenn z.B. kein Wasser da ist oder die Treppe einbricht, und je älter die Kinder werden, umso klarer sehen sie ihre Zukunft, die sie dann auch umzusetzen versuchen. Mich haben die Aufzeichnungen von Jeannette Walls an früher erinnert, als in der Umgebung Familien untergebracht waren mit Kindern, die schmutzig waren und mit hungrigen Augen uns anderen Kindern hinterhergesehen haben. Ich habe mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht. "Das sind Zigeuner, die sind dreckig, mit denen dürft ihr nicht spielen", so und anders hieß es, als seien diese Menschen mit einer ansteckenden Krankheit infiziert. Dieses Buch hat mich erschüttert zurückgelassen, ich werde sicher noch länger daran denken und meine Augen offen halten.

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An vielen Stellen habe ich ein klein wenig daran gezweifelt, ob dieses Buch wirklich biografisch sein kann. Ein so unbeständiges Leben, oder beschränken wir uns mal auf Kindheit, kann ich mir kaum vorstellen. Zwischendurch musste ich ich sogar aus der Hand legen, weil ich es einfach ein bisschen zu viel fand. Und ich meine zu viel gar nicht im Sinne von „es nervt“ oder „bisschen unglaubwürdig“ sondern eher im Sinne von ich kann es gerade gar nicht mehr aushalten und brauche ein wenig Abstand. Und doch hat mich die Geschichte weiter gereizt und nach einer Lesepause von ca. zwei Wochen nahm ich das Buch wieder zur Hand. Jetzt ging das Lesen wie von Zauberhand und ich habe den Rest des Buches in mehr oder weniger einem Rutsch durchgelesen. Die Protagonistin Jeannette ist eigentlich die ganze Geschichte über sympathisch. Manchmal wundert man sich zwar etwas über ihre Entscheidungen, aber in solchen Momenten musste ich mir wieder bewusst machen, dass sie zu diesem Zeitpunkt ein Kind war. Aber sie war nicht nur irgendein Kind, sie war ein Kind, das in einem extrem schwierigen Elternhaus aufgewachsen ist. Die Mutter sorgt zwar liebevoll für ihre Kinder, doch eigentlich ist sie auch selbst noch eines. Ihr Benehmen ist oftmals viel kindischer als das ihrer Kinder. Der Vater ist ein Trinker, ein Raufbold, behält keinen Job, spielt Karten und muss die Familie so immer und immer wieder umziehen. Auf die Eltern habe ich während des Lesens einen unfassbaren Hass entwickelt. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie man seinen Kindern ein solches Leben zumuten kann. Ein Leben voller Unbeständigkeit, voller Umzüge, mit ziemlich wenig Geld, ziemlich unregelmäßigem Essen, ganz viel Liebe und mindestens genauso viel Vernachlässigung. Mein Fazit: Ich finde das Buch ziemlich überwältigend. Nicht überwältigend gut, sondern eher überwältigend erschreckend. Es ist dramatisch und dadurch, dass es auf Jeannettes wirklichem Leben basiert wahrscheinlich nicht für jeden geeignet. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das Buch als Buch sehr gut gefallen hat.

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Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder. 
Wie sie mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern ein Vagabundenleben seit ihrer Kindheit geführt hat. Ihr Vater war ein Träumer, Alkoholiker und er reist mit seiner Familie von einem Ort zum nächsten. Er erzählt seinen Kindern gerne Geschichten und verspricht ihnen ein Schloss aus Glas. Sie haben nie viel Geld, kaum zu essen und sind trotzdem zu Anfang glücklich.
Die Mutter von Jeanette ist Künstlerin und lebt in ihrer eigenen Welt. 
Die Kinder lieben ihr leben, da sie mit diesem groß geworden sind, doch als sie älter werden, wollen sie dem Leben aus Armut und dem ständigen Hunger entfliehen. Der Schreibstil von Jeanette Walls ist klar, angenehm, berührend und sie beschreibt sehr realistisch ihre Kindheitsgeschichte, welche alles andere als einfach war. Ich war einerseits entsetzt, hatte Mitleid und war fasziniert, wie die Kinder trotz alle dem glücklich waren. Vor allem war die Veränderung von der Wahrnehmung der Kinder ins Erwachsene leben bemerkenswert. Trotz alledem halten sie alle zusammen, die Kinder versuchen die Wohnungen (die meistens heruntergekommen sind) zu verschönern und sich um essen zu kümmern. Den Eltern kann man öfters verzeihen, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie durch liebevollen Gesten eine Art Wiedergutmachung zu ihren Kindern bemerkt.

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Die Journalistin Jeannette Walls erzählt hier ihre eigene Geschichte. Wie sie mit ihren Eltern und ihren 3 Geschwistern ein Vagabundenleben geführt haben. Es wird von einem Ort zum nächsten gefahren, der Vater nicht nur Alkoholiker sondern auch ein sogenannter Träumer, der seinen Kindern Geschichten erzählt und ihnen eines Tages ein Schloss aus Glas verspricht. Die Mutter ist Künstlerin, lebt überwiegend in ihrer eigenen Welt. Die Kinder sind anfangs glücklich, kennen sie ja nichts anderes, doch als sie älter werden, wollen sie diesem Leben in Armut und Hunger entfliehen. Jeanette Walls erzählt realistisch und berührend die Geschichte ihrer Kindheit, das Alltagsleben mit ihren Eltern und Geschwistern, welches alles andere als einfach ist. Die Eltern sind freiheitsliebend, haben kaum finanzielle Mittel um ihre 4 Kinder zu ernähren. Doch trotz aller Widrigkeiten von außen hält die Familie fest zusammen. Die Kinder versuchen, das jeweilige Zuhause, welches meistens Bruchbuden sind, zu verschönern und sich um Nahrung zu kümmern. Die Eltern geben ihren Kindern Zuspruch und liebevolle Gesten der Wiedergutmachung. Man kann ihre Beweggründe etwas nachvollziehen und ihnen deshalb ihr Handeln nicht übel nehmen, doch befürworten kann man es auch nicht. Der Schreibstil der Autorin ist klar und flüssig, man taucht schnell in diese wahre Geschichte ein, die einen zum Teil entsetzt und zum anderen Teil mitfühlend zurücklässt. Es wird sichtbar, wie Kinder in jungen Jahren ihre Umwelt wahrnehmen und trotz Armut und Hunger glücklich sein können. Wie sie, wenn sie heranwachsen und ihr Blickwinkel sich ändert, alles versuchen, um aus diesem Elend herauszukommen, um ein besseres Leben zu führen. Es zeigt, dass man auch unter widrigsten Lebensbedingungen immer einen Weg finden kann, um sein Leben zu ändern. Fazit: Ein sehr bewegendes und mitfühlendes Buch, das mich nachdenklich zurückgelassen hat. Unbedingte Leseempfehlung.

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