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Leserstimmen (28)

Jeannette Walls: Schloss aus Glas (Filmausgabe)

Schloss aus Glas (Filmausgabe) Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35968-0

Erschienen:  21.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Unglaublich, erschütternd, berührend

Von: Lovely Mix Datum : 11.02.2018

www.lovelymix.de

Jeannette Walls konnte mich vor einer Weile bereits mit ihrem Buch „Die andere Seite des Himmels“ absolut begeistern. Mit „Das Schloss aus Glas“ liefert sie uns einen autobiografischen Roman, der uns von ihrer Kindheit und dem frühen Erwachsenenleben erzählt. Was unglaublich erscheint, denn das Buch könnte ebenso frei erfunden sein. Wüsste ich nicht, dass es real ist, würde ich denken, man möchte mich veralbern, wenn man mir erzählt, dass jemand wirklich so gelebt hat.

Denn Jeannette und ihre Familie haben alles andere als ein geregeltes, normales Leben. Der Vater ist ein Säufer, spielt Karten, verliert einen Job nach dem anderen, glaubt nicht an das „System“ oder „Krankenhäuser“. Denkt die Gewerkschaft ist hinter ihm her und gerät immer wieder in Prügeleien. Die Mutter ist Künstlerin und obwohl sie als Lehrerin überall eine Anstellung finden würde, hat sie keine Lust darauf. Stattedessen müssen sie und ihre Kinder hungern, bevor sie sich vor eine Klasse stellt. Immer wieder ziehen die Walls weiter quer durch Amerika. Von Übernachtungen unter freiem Himmel und im Auto arbeiten sie sich zu regelrechten Bruchbuden, die schon fast lebensgefährlich sind, hoch. Länger als einige Monate bleibt die Familie die ganze Kindheit von Jeanette hinweg nirgends wohnen.

Ein erschütternder, aber dennoch auch wunderschöner Roman. Zwar gibt es keinen roten Faden oder gar einen sinnvollen Spannungsbogen, aber dafür ist es voll mit Optimismus, Hoffnung und trotz aller Widrigkeiten voller Liebe und Zusammenhalt. Denn irgendwie schaffen es Jeannette und ihre Geschwister dennoch, ihre Eltern zu lieben. Sie schaffen es, dennoch eine glückliche Kindheit voller Abenteuer zu erleben. Und sie schaffen es irgendwann, ihrer eigenen Wege zu gehen. All das erzählt uns die Autorin mit wundervoll beschreibenden, bildhaften und eingehendem Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Ideal für alle, die Walls mögen und die auf autobiografische Romane stehen bzw. gerne mehr über das Leben anderer Menschen lesen. Ein Buch, das einem sehen lässt, wie gut es vielen von uns geht und wie viel dankbarer wir alle dafür sein sollten. Und ein Buch, das zeigt, dass nichts unmöglich ist und dieses Mal sogar glaubhaft, denn es ist die Realität von Jeanette Walls und ihrer Geschwister.

Erschütternd

Von: Ulrike Frey aus Haltern am See Datum : 10.02.2018

ulliken.blogspot.de/p/meine-buch-rezensionen.html

Jeannette Walls schreibt in diesem autobiografischen Roman über ihr armseliges Aufwachsen.

Ihre Eltern sind beide intelligente Menschen, ihre Mutter ist Künstlerin und ausgebildete Lehrerin, ihr Vater hat Gelegenheitsjobs und lebt seine Träume, wie etwas zu erfinden. Die Jobs verliert er schnell, weil er aufbrausend ist und gerne trinkt.

Aber die Eltern haben sich nun mal zu diesem "freien Leben" entschlossen, wettern gegen das Establishment und der Vater erklärt in seinen lichten Momenten die Welt. Die Kinder bekommen Weihnachtsgeschenke, die andere Kinder niemals erhalten können.

Weil sie und ihre drei Geschwister wegen der vielen Umzüge in immer schlechtere Bruchbuden nicht regelmäßig zur Schule können, werden sie in der Zwischenzeit daheim unterrichtet. Als Jeannette eingeschult wird, kann sie bereits lesen.

Sie ist ein glückliches und kluges Kind, setzt sich in der Schule gegen die Anfeindungen anderer Kinder mit Hilfe ihres kleineren Bruders durch, und ihr Vater verspricht, ihr ein Schloss aus Glas zu bauen.

Es ist erschütternd, mitzuerleben, dass es der Mutter egal ist, ob ihre Kinder etwas zu essen bekommen, umso schlimmer, dass sie den Kindern heimlich Schokolade vorenthält, die sie dann isst. Die Kinder wühlen heimlich die Mülleimer durch, wenn niemand zuschauen kann.

Eigennützig leben die Eltern, haben nur kluge Sprüche auf Lager, wenn z.B. kein Wasser da ist oder die Treppe einbricht, und je älter die Kinder werden, umso klarer sehen sie ihre Zukunft, die sie dann auch umzusetzen versuchen.

Mich haben die Aufzeichnungen von Jeannette Walls an früher erinnert, als in der Umgebung Familien untergebracht waren mit Kindern, die schmutzig waren und mit hungrigen Augen uns anderen Kindern hinterhergesehen haben. Ich habe mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht. "Das sind Zigeuner, die sind dreckig, mit denen dürft ihr nicht spielen", so und anders hieß es, als seien diese Menschen mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.

Dieses Buch hat mich erschüttert zurückgelassen, ich werde sicher noch länger daran denken und meine Augen offen halten.

Überraschend schockierend aber auch packend

Von: Leni Datum : 02.02.2018

sinnessuche.de

An vielen Stellen habe ich ein klein wenig daran gezweifelt, ob dieses Buch wirklich biografisch sein kann. Ein so unbeständiges Leben, oder beschränken wir uns mal auf Kindheit, kann ich mir kaum vorstellen. Zwischendurch musste ich ich sogar aus der Hand legen, weil ich es einfach ein bisschen zu viel fand.

Und ich meine zu viel gar nicht im Sinne von „es nervt“ oder „bisschen unglaubwürdig“ sondern eher im Sinne von ich kann es gerade gar nicht mehr aushalten und brauche ein wenig Abstand. Und doch hat mich die Geschichte weiter gereizt und nach einer Lesepause von ca. zwei Wochen nahm ich das Buch wieder zur Hand. Jetzt ging das Lesen wie von Zauberhand und ich habe den Rest des Buches in mehr oder weniger einem Rutsch durchgelesen.

Die Protagonistin Jeannette ist eigentlich die ganze Geschichte über sympathisch. Manchmal wundert man sich zwar etwas über ihre Entscheidungen, aber in solchen Momenten musste ich mir wieder bewusst machen, dass sie zu diesem Zeitpunkt ein Kind war. Aber sie war nicht nur irgendein Kind, sie war ein Kind, das in einem extrem schwierigen Elternhaus aufgewachsen ist. Die Mutter sorgt zwar liebevoll für ihre Kinder, doch eigentlich ist sie auch selbst noch eines. Ihr Benehmen ist oftmals viel kindischer als das ihrer Kinder. Der Vater ist ein Trinker, ein Raufbold, behält keinen Job, spielt Karten und muss die Familie so immer und immer wieder umziehen.

Auf die Eltern habe ich während des Lesens einen unfassbaren Hass entwickelt. Ich konnte nicht nachvollziehen, wie man seinen Kindern ein solches Leben zumuten kann. Ein Leben voller Unbeständigkeit, voller Umzüge, mit ziemlich wenig Geld, ziemlich unregelmäßigem Essen, ganz viel Liebe und mindestens genauso viel Vernachlässigung.

Mein Fazit:
Ich finde das Buch ziemlich überwältigend. Nicht überwältigend gut, sondern eher überwältigend erschreckend. Es ist dramatisch und dadurch, dass es auf Jeannettes wirklichem Leben basiert wahrscheinlich nicht für jeden geeignet. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das Buch als Buch sehr gut gefallen hat.

Bewegend und Mitfühlend

Von: Buchstabenverliebt Datum : 18.01.2018

www.buchstabenverliebt.de

Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder. 
Wie sie mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern ein Vagabundenleben seit ihrer Kindheit geführt hat. Ihr Vater war ein Träumer, Alkoholiker und er reist mit seiner Familie von einem Ort zum nächsten. Er erzählt seinen Kindern gerne Geschichten und verspricht ihnen ein Schloss aus Glas. Sie haben nie viel Geld, kaum zu essen und sind trotzdem zu Anfang glücklich.
Die Mutter von Jeanette ist Künstlerin und lebt in ihrer eigenen Welt. 
Die Kinder lieben ihr leben, da sie mit diesem groß geworden sind, doch als sie älter werden, wollen sie dem Leben aus Armut und dem ständigen Hunger entfliehen.
Der Schreibstil von Jeanette Walls ist klar, angenehm, berührend und sie beschreibt sehr realistisch ihre Kindheitsgeschichte, welche alles andere als einfach war. Ich war einerseits entsetzt, hatte Mitleid und war fasziniert, wie die Kinder trotz alle dem glücklich waren. Vor allem war die Veränderung von der Wahrnehmung der Kinder ins Erwachsene leben bemerkenswert.
Trotz alledem halten sie alle zusammen, die Kinder versuchen die Wohnungen (die meistens heruntergekommen sind) zu verschönern und sich um essen zu kümmern. Den Eltern kann man öfters verzeihen, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie durch liebevollen Gesten eine Art Wiedergutmachung zu ihren Kindern bemerkt.

Bewegend, einfach großartig

Von: Wuestentraum Datum : 08.01.2018

buecher.de

Die Journalistin Jeannette Walls erzählt hier ihre eigene Geschichte. Wie sie mit ihren Eltern und ihren 3 Geschwistern ein Vagabundenleben geführt haben. Es wird von einem Ort zum nächsten gefahren, der Vater nicht nur Alkoholiker sondern auch ein sogenannter Träumer, der seinen Kindern Geschichten erzählt und ihnen eines Tages ein Schloss aus Glas verspricht. Die Mutter ist Künstlerin, lebt überwiegend in ihrer eigenen Welt. Die Kinder sind anfangs glücklich, kennen sie ja nichts anderes, doch als sie älter werden, wollen sie diesem Leben in Armut und Hunger entfliehen.
Jeanette Walls erzählt realistisch und berührend die Geschichte ihrer Kindheit, das Alltagsleben mit ihren Eltern und Geschwistern, welches alles andere als einfach ist. Die Eltern sind freiheitsliebend, haben kaum finanzielle Mittel um ihre 4 Kinder zu ernähren. Doch trotz aller Widrigkeiten von außen hält die Familie fest zusammen. Die Kinder versuchen, das jeweilige Zuhause, welches meistens Bruchbuden sind, zu verschönern und sich um Nahrung zu kümmern. Die Eltern geben ihren Kindern Zuspruch und liebevolle Gesten der Wiedergutmachung. Man kann ihre Beweggründe etwas nachvollziehen und ihnen deshalb ihr Handeln nicht übel nehmen, doch befürworten kann man es auch nicht.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und flüssig, man taucht schnell in diese wahre Geschichte ein, die einen zum Teil entsetzt und zum anderen Teil mitfühlend zurücklässt. Es wird sichtbar, wie Kinder in jungen Jahren ihre Umwelt wahrnehmen und trotz Armut und Hunger glücklich sein können. Wie sie, wenn sie heranwachsen und ihr Blickwinkel sich ändert, alles versuchen, um aus diesem Elend herauszukommen, um ein besseres Leben zu führen. Es zeigt, dass man auch unter widrigsten Lebensbedingungen immer einen Weg finden kann, um sein Leben zu ändern.
Fazit:
Ein sehr bewegendes und mitfühlendes Buch, das mich nachdenklich zurückgelassen hat. Unbedingte Leseempfehlung.

Eine schockierende, wahre Geschichte

Von: Lales Bücherwelt Datum : 10.12.2017

lalesbuecherwelt.blogspot.com

Inhalt:

Jeannette Walls hatte eine außergewöhnliche Kindheit mit einer außergewöhnlichen Familie. Ihre Mutter kümmert sich nicht um Regeln und ihr Vater betrinkt sich lieber, als für die Familie zu sorgen. Dann sind da auch noch ihre drei Geschwister, die eine große Hilfe für Jeannette sind.
Zusammen lebt die Familie überall und nirgendwo, sie ziehen umher, wenn den Eltern ein Ort gefällt bleiben sie eine Weile dort, bis es ihnen zu langweilig wird oder sie von der Polizei gesucht werden. Keine Spur von einem gemütlichen Haus, einem warmen Bett oder auch nur regelmäßigen Mahlzeiten.
Während die Eltern immer mehr in ihre eigene Welt abrutschen, fragen sich die Kinder, ob das wirklich ihr Leben sein kann...




Meine Meinung:

Es ist ein absolutes offenes und tiefgründiges Buch, mit dem Jeannette Walls von ihrer Kindheit berichtet. Ich war (und bin immer noch) geschockt, getroffen und irgendwie auch erleichtert über das Ende.
Es ist eine unbeschreiblich erschreckende und spannende Geschichte und ich bewundere die Autorin, dass sie den Mut hatte, ihre Geschichte der Welt zu offenbaren. Danke dafür!

Das Exemplar, das ich erhalten habe, ist die Filmausgabe zum gleichnamigen Kinofilm. Das Cover stellte für mich einen harmlosen, harmonischen Familienausflug dar. Doch als ich den Klappentext gelesen habe, war ich mehr als überrascht und wollte wissen, was worum es wirklich geht.

Die Handlung ist fortlaufend aus der Sicht der Autorin Jeannette Walls geschrieben. Ich konnte von Anfang an super mit ihr mitfühlen! Der Schreibstil war durchweg flüssig und spannend gehalten, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich immer wissen wollte, wie es weiter ging.

Zunächst beginnt die Geschichte mit einem kurzen Ausschnitt aus der Zukunft, in dem die Autorin sehr nachdenklich ist und einiges hinterfragt.

Dann geht die Handlung chronologisch los. Es beginnt mit mit den frühesten Kindheitserinnerungen: der Beschreibung der Eltern und der Lebensumstände.

Es ist verdammt schockierend zu lesen, wie Kinder auf solch eine Weise aufwachsen. Den Eltern ist esmehr oder weniger egal was sie machen, hauptsache es wird ihnen nicht widersprochen. Sie fahren kreuz und quer durch das Land um kurzzeitig irgendwozu leben, nur um darauf wieder weiterzuziehen. Wenn die Kinder mal zur Schule gehen, werden sie nur ausgelacht und ausgegrenzt, sodass sie ziemlich für sich bleiben.

Und obwohl das kaum fassbare Zustände sind, ist Jeannette doch ganz glücklich. Doch im Laufe ihrer Entwicklung, merkt sie, dass das kein Leben für sie ist. Gerade mal 10 Jahre und schon muss sie ihren Vater aus Kneipen holen, arbeiten um Lebensmittel zu kaufen, Rechnungen bezahlen und dafür sorgen, dass die Mutter zur Arbeit geht.

Schließlich überlegt sie wegzugehen. Aber andererseits kann sie ihre Familie doch nicht im Stich lassen?


Ich muss einfach nochmal betonen, dass es ein absolut gefühlvolles Buch ist und ich so in der Geschichte drin war, dass es mir am Ende fast Leid tat, das Buch aus der Hand zu legen.

Es ist absolut empfehlenswert für Jung und Alt, ich glaube man kann sich einiges daraus mitnehmen!

Rezension "Schloss aus Glas" - Jeannette Walls

Von: Anka Datum : 08.12.2017

ankasbuecherliebe.blogspot.de

In "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls erzählt die Autorin ihre Kindheitsgeschichte.
Sie hatte keine gewöhnliche Kindheit. Ihre Familie wechselt in unregelmäßigen Abständen ständig in einer Nacht und Nebel Aktion ihr Zuhause, dann reisen sie in ihrem Auto so lange, bis sie an einen Ort kommen, an dem ihr Vater es für schön empfindet. Anfangs kommt es den Kindern vor wie ein großes Abendteuer, doch das Geld ist knapp in der Familie. Hunger etwas Alltägliches. Der Vater lebt sein Leben als Alkoholiker und die Mutter verausgabt sich mit ihrer künstlerischen Tätigkeit völlig. Gerade deshalb kommen die Kinder und die Versorgung der Kinder viel zu kurz in der Familie. Und aus dem anfänglichen Abendteuer finden die Kinder keinen Spaß mehr.
Die Geschichte handelt von dem Leben an verschiedenen Orten und der Flucht der Kinder in ein geregeltes Leben.
Das Filmcover des Buches passt super zu dem Anfang des Buches und verkörpert die Abenteuerlust der Familie und das "auf Reisen sein" und die unendliche Weite.
Der Schreibstil von Jeannette Walls war sehr flüssig zu lesen und jeder Satz war verständlich formuliert. Allerdings finde ich im Nachhinein, dass sich die Beschreibungen der Wohnungssituationen am Anfang teilweise etwas zäh waren. Da ich vom Filmtrailer wusste, dass Jeannette irgendwann aus der Familie ausbrechen wird, war ich etwas ungeduldig und habe ständig auf den Moment gewartet, in dem sie anfängt alles zu planen.
Ich persönlich bin ein Fan von Geschichten, die nach wahren Begebenheiten geschrieben wurden und daher hat mich das Buch sehr gefesselt. Allerdings hat mich auch noch nie ein Buch so wütend gemacht, wie "Schloss aus Glas". Es hat mich schockiert, wie die Eltern mit den Kindern umgegangen sind, welchen Gefahren die Kinder ausgesetzt waren und welche Einstellungen die Eltern hatten. Umso bewundernswert finde ich die Leistung, die Jeannette und ihre Geschwister vollbracht haben. Sie haben sich aus eigener Kraft ein geregeltes Leben in New York aufgebaut und unterstützen sich gegenseitig.
Ich habe großen Respekt davor, die Geschichte so ehrlich darzulegen und sie zu veröffentlichen.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch, jedoch kein leichtes Thema. Jeannette Walls kann sich an viele Details erinnern und verfasst ihre Gedanken in einem angenehmen Schreibstil. Ich habe danach allerdings erstmal ein Buch gebraucht, das mich wieder "runterbringen" kann.

Keine leichte Kost, aber dennoch sehr interessant

Von: Buchschatzjägerin Datum : 04.12.2017

https://buchschatzjaegerin.blogspot.de/

WORUM GEHT ES?
Die Kindheit von Jeannette Walls ist alles, aber auf keinen Fall gewöhnlich. Während andere einem geregelten Tag nachgehen, sieht jeder ihrer Tage anders aus. Manchmal wechselt ihre Familie in einer Nacht- und Nebelaktion den Wohnort. Auch sonst hält besonders ihr Vater nicht viel von Regeln und Gesetzen - zumindest nicht wenn sie von jemand anderem als ihm selbst kommen. Auch ihre Mutter genießt viel lieber die künstlerische Freiheit und betitelt jeden, der sich streng an Normen und Werte einer Gesellschaft hält, als großen Spießer. Jeannette und ihre Geschwister dagegen stehen oft zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite steht die Familie, ihre Eltern, die ganz andere Ansichten vertreten als die Gegenseite, ihre Mitschüler, Lehrer und andere. Erst mit zunehmenden Alter bemerkte Jeannette, dass ihr Leben auch anders verlaufen kann und dass es ganz alleine in ihrer Hand liegt, was aus ihrer Zukunft wird.


REZENSION
In Schloss aus Glas beschreibt die Autorin Jeannette Walls ihr eigenes Leben, insbesondere jedoch ihre sehr außergewöhnliche Kindheit. Das Buch liest sich aber nicht unbedingt als Autobiographie, sondern vielmehr als Roman. Wäre der Name der Autorin auf dem Cover nicht identisch mit dem der Protagonistin der Geschichte, würde man vielleicht gar nicht auf Anhieb darauf kommen, dass der Roman autobiographisch ist.

Nun stellt sich dem einem oder anderen sicherlich die Frage, was an Jeannette Walls' Vergangenheit so interessant sein könnte, dass sie gleich einen ganzen Roman darüber verfasst. Das verrate ich euch gerne!
Schloss aus Glas ist in fünf Teile unterteilt und jeder Teil befasst sich mit einem prägenden Abschnitt aus Jeannettes Leben. Der erste Teil fungiert sozusagen als Prolog zur Geschichte, denn in den darauffolgenden Teilen geht es vor allem um die Kindheit der Autorin. Begonnen wird die Geschichte, als Jeannette drei Jahre alt ist und man wird als Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen.

Der Roman ist natürlich aus der Sicht der Autorin geschrieben, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Man merkt tatsächlich auch sehr schnell, weshalb dies in dem Roman so wichtig ist, aber dazu komme ich später nochmal genauer.
Jeannettes Familie ist keine herkömmliche Familie. Sie leben nicht unbedingt nach den Regeln der Gesellschaften, ecken gerne mal an, weil ihnen gesellschaftliche Konventionen zu wider sind. Man könnte ihre Eltern durchaus auch als Freigeister bezeichnen. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, gäbe es da nicht die drei Kinder, die das alles mitmachen müssen.
Die Familie reist von Ort zu Ort, bleibt dort so lange, bis das Geld aus ist und bevor ihnen ernsthafte Konsequenzen drohen, weil sie sich verschuldet haben, hauen sie ab. Dazu kommt, dass der Vater Alkoholiker ist, das Geld also gerne für seinen täglichen Bedarf an Alkohol oder eben anderen schönen Dingen ausgibt. Die Mutter nimmt das so hin, trauert aber vor allem ihrem Leben als Künstlerin her, dass sie aufgrund der Kinder aufgeben musste. Ja, und die Kinder nehmen das alles ganz einfach so hin, schließlich kennen sie es nicht anders. Für sie ist es völlig normal, von Lebensmittelresten zu leben, sich nicht täglich waschen zu können und von einem Ort zum nächsten zu reisen.

Ich habe beim Lesen oft wirklich schwer schlucken müssen, denn die Kinder haben gewiss kein leichtes Leben. Man merkt da erst mal selbst, wie gut die eigene Kindheit doch war. Das Schlimmste daran finde ich aber eigentlich noch, wie normal das für Jeannette ihre Geschwister doch zu sein scheint, ganz besonders, als sie noch klein waren. Es gab nichts, was sie ihren Eltern vorwarfen, weil sie eben doch nichts anders kannten. Genau deshalb ist es auch so wichtig, dass hier aus der Ich-Perspektive erzählt wird, denn dadurch wird das nochmal ganz deutlich gemacht.
Erst mit zunehmenden Alter, wenn die Kinder allmählich erwachsen werden, merken sie, dass dieses Leben nicht das ist, was sie sich für sich wünschen, auch wenn ihre Eltern offenbar sehr zufrieden damit scheinen. Dies spiegelt sich dann ebenso in der Erzählart wider.

Der Roman hat mich teilweise geschockt, aber auch gerührt. Schockierend fand ich es ganz besonders, wie oft sexuelle Belästigung und Nötigung, besonders bei Kindern, thematisiert wird und wie das von den Eltern klein geredet wird. Das hat mich eigentlich nicht nur schockiert, sondern auch richtig wütend gemacht.
Es gab aber auch einige Passagen, die wirklich schön waren und mich gerührt haben. Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Aus dem Roman geht hervor, dass sie sich eine Zeit lang doch sehr für ihre Eltern geschämt hat. Aber dass sie dann darüber schreibt, zeigt ganz deutlich, dass sie nun darüber reden und ganz offen damit umgehen kann. Besonders ist hier auch die Schreibart. Man merkt deutlich eine Entwicklung im Ton, der anfangs noch ganz unschuldig ist, aber eben immer reifer und fordernder wird.
Es ist außerdem sehr besonders, dass in keiner Zeile jemals ein Vorwurf der Autorin mitschwingt. Jeannette Walls berichtet aus ihrer Kindheit so, als wäre es die Geschichte einer fiktiven Figur, man liest keine Wertung oder Kritik heraus, was aber nicht heißt, dass es nicht emotional ist.

Sicherlich ist Schloss aus Glas kein Buch, das man mal eben lesen kann. Es lässt sich zwar sehr leicht lesen, aber zumindest ich musste das Gelesene dann erst einmal verarbeiten und reflektieren, weil es eben doch keine leichte Kost ist. Vor allem aber musste ich sehr viel darüber nachdenken und habe mich oft gefragt, wie es mir in dieser Lage ergangen wäre.

Eine Sache gibt es dann aber doch, die mir nicht so gut gefallen hat und das ist die Länge einiger Passagen. Für mich wurde die Kindheit ganz ausschweifend erzählt, aber das Teenageralter und vor allem dann später die Zeit als Erwachsene kamen mir doch zu kurz. Sicherlich waren all die Ereignisse aus der Kindheit prägend für die Autorin, sonst hätte sie sie nicht in dem Roman niedergeschrieben, für mich persönlich hätten es aber doch ein paar weniger Kindheitserinnerungen und dafür mehr aus späteren Zeiten sein können.


FAZIT
Jeannette Walls Schloss aus Glas ist definitiv kein leichter Roman, den man mal eben so nebenher lesen kann. Das Erzählte bringt sehr viel Ballast mit sich, der einen unentwegt zum Nachdenken anregt. Wer jedoch auf der Suche nach einem anspruchsvollen Roman ist, der das Leben einer etwas anderen Familie beschreibt, der wird hier seine Freude haben. Ich habe auf jeden Fall großen Respekt vor Jeannette Walls, dass sie die Menschen an ihrem doch sehr unkonventionellen Leben teilhaben lässt. Deshalb bekommt Schloss aus Glas vier von fünf Kreuzen von mir.

Rezension zu Schloss aus Glas - Jeanette Walls

Von: lebenslesezeit Datum : 29.11.2017

https://lebenslesezeit.jimdo.com/

Klappentext
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

Meine Meinung
Ich wurde durch die Instagram Story von Karla Paul auf dieses Buch aufmerksam und habe es dann auf dem Bloggerportal angefragt, da ich es vom Klappentext her super spannend fand.
Obwohl ich prinzipiell keine Filmausgaben bei Büchern mag, muss ich sagen, dass ich die echt schön finde.
Ich habe das Buch schon recht früh nachdem ich es bekommen habe angefangen zu lesen. Allerdings nicht sehr weit und auch nicht wirklich intensiv, da es irgendwie nicht an mich rankam. Nachdem ich ein paar Wochen pausiert hatte, habe ich es weitergelesen und dieses Mal am Stück und auch gerne.
Das Buch ist sehr berührend und auch krass. Es ist der Wahnsinn zu lesen, wie die Eltern von Jeanette und ihren Geschwistern ihre Kinder behandeln, welches Leben sie ihnen zumuten und was sie ihnen damit antun. Ich war so oft schockiert, wenn ich gelesen habe, was damals geschah. Auch fand ich den sehr distanzierten und komplett wertfreien Schreibstil der Autorin unglaublich. Ich meine, das Ganze ist autobiographisch und trotzdem verurteilt sie ihre Eltern nicht. Wertet das, was sie getan haben, nicht einmal negativ. Sie lässt den Leser an ihrer Vergangenheit teilhaben, ohne, dass der Leser weiß, was sie darüber denkt, fühlt und wie es Einfluss auf ihr Leben genommen hat.
Es ist so bewundernswert, welchen Weg Walls gegangen ist, nachdem sie so eine Kindheit hatte, ohne Wärme, Nähe und Fürsorge. Umso mehr beeindruckt es mich, mit welcher Stärke und welchem Willen sie ihren Weg gegangen und ihrer Familie entkommen ist.

Ich möchte jetzt auf jeden Fall noch den Film schauen, da ich von der Schauspielerwahl sehr begeistert bin. Zudem interessiert es mich, wie das umgesetzt wurde und ob über den Film eventuell mehr Emotionen als nur Unglauben und Schock in mir ausgelöst werden.

Ich kann euch das Buch auf jeden Fall empfehlen. Obwohl es sehr emotionslos und distanziert geschrieben ist, ist es keine leichte Kost. Auch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt und keinesfalls um einen fiktiven Roman.

Berührend und bedrückend

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum : 26.11.2017

www.readpack.de

In „Die andere Seite des Himmels“ hat Jeannette Walls zwei der zauberhaftesten Kinderfiguren geschaffen, die ich je in Büchern kennenlernen durfte. In “Schloss aus Glas” hingegen erzählt Jeannette Walls die ganz und gar nicht fiktive Geschichte ihrer eigenen Familie. Aber obwohl es sich um einen autobiografischen Roman handelt, wirkt die Geschichte schon fast wie ein modernes (und ganz schön düsteres) Märchen.

Jeannette Walls schreibt über ihre Kindheit, in der sie mit ihren Geschwistern und den Eltern nahezu ständig auf der Straße lebte. Sie reisten von Ort zu Ort, immer dann zur Abreise gezwungen, wenn die Realität die eigenen Träume und Ansprüche einholte. Dabei schaffen es weder die Mutter, eine verträumte Künstlerin, noch der Vater, ein schwerer Trinker, den Kindern Stabilität und Geborgenheit zu geben. Doch eigentlich ist es ein Schloss aus Glas, das der Vater seinen Kindern bauen möchte. Eine sichere Heimat, groß und strahlend schön.

Für mich war diese Geschichte ebenso spannend wie deprimierend zu lesen, das Leben welches Jeannette Wells beschreibt, ist so ganz anders als alles was ich kenne. Ihre Erzählungen schwanken dabei von abenteuerlichen Kindergeschichten hin zu Abschnitten über die Enttäuschungen und Kämpfe, die ihre Familie immer wieder durchlebte. Leider liegt die Betonung dabei auch ein bisschen auf “immer wieder”. Es gibt Szenen, die sich im Verlauf des Romans etliche Male zu widerholen scheinen. Der überstürzte Aufbruch, die beschwerliche Reise, der ständige Hunger und das Trinken des Vaters. Motive, die das Leben der Autorin wohl stark prägten und dadurch in diesem Buch so eine dominante Rolle einnehmen.
Leider gehen dabei die Beweggründe und Charakteristika der Figuren ein wenig verloren. Was genau machte den Vater zum Taugenichts und ewigen Trinker? Wieso entzog sich die Mutter immer wieder der Verantwortung für ihre Kinder? Auch ihre Geschwister und deren teils gegensätzliche Entwicklung wird nur grob beschrieben.

Stilistisch ist Jeannette Walls Sprache so wunderbar eingängig, bildhaft und atmosphärisch dicht, dass ich wohl alles von ihr lesen könnte. Ihre Texte strotzen von Umschreibungen die ebenso treffend wie schön sind, da wird mit Worten wie “lähmende Langsamkeit” sofort ein Bild gezeichnet, welches ich noch tagelang im Kopf habe.

Am meisten berührt hat mich, dass sich die Autorin trotz der Härte in dieser Geschichte als glückliches Kind beschreibt. Als eine Tochter, deren Vater ihr die Sterne vom Himmel holen und ein Schloss bauen möchte. Liebe hängt nicht von materiellen Dingen ab und auch nicht von purer Harmonie. Es sind die guten Momente im Leben einer Familie, so rar sie auch manchmal sein mögen, die zusammenschweißen und über vieles hinwegtrösten können.

Im Vergleich zu den anderen Romanen der Autorin war “Schloss aus Glas” für mich nicht ganz so schlüssig aufgebaut und es fehlte ein wenig der erzählerische Spannungsbogen. Trotzdem ist es ein Roman mit einer kostbaren, rührenden Botschaft und eingängigen Bildern.

Erschütternd, berührend und gleichzeitig faszinierend

Von: Ingrid Eßer Datum : 22.11.2017

www.buchsichten.de

Im Roman „Schloss aus Glas“ schildert die US-Amerikanerin Jeannette Walls ihre Lebensgeschichte. Zig-mal sind ihre Eltern mit den Geschwistern in deren Kindheit und Jugend innerhalb der USA umgezogen. Der Traum des Vaters der Autorin ist es, ein Schloss aus Glas zu bauen, umfangreiche Pläne dazu arbeitet er im Laufe der Jahre aus. Doch stattdessen übernachtet die Familie sogar zunächst gelegentlich unter freiem Himmel oder im Pkw, später meistens in irgendwelchen Bruchbuden. Jedes Mal, wenn die Verwahrlosung der Kinder auffällt und das Sozialamt auf die Familie aufmerksam wird oder der Vater Ärger mit Arbeit und Kumpel hat, packt die Familie kurzfristig ihre wenigen Habseligkeiten und sucht sich einen neuen Aufenthaltsort. Je älter Jeannette und ihre Geschwister werden desto deutlicher wird ihnen, dass sie sich von der Familie lösen müssen, um der Armut zu entkommen und ihren eigenen Zielen nachzugehen. Es kristallisiert sich immer mehr ein eigener Traum heraus: New York und er rückt in greifbare Nähe …

Jeannette Walls schildert ihre Lebensgeschichte ohne Mitleid schüren zu wollen. Sie ist 1960 geboren worden. Ihre Eltern sind Freigeister, ihre Mutter ist Lehrerin, betrachtet sich aber als Künstlerin im Bereich Kunst und Schriftstellerei, die jedoch für ihre Werke keine Käufer findet. Der Vater ist ebenfalls intelligent, verfällt aber immer mehr dem Alkohol und vertritt vehement seine Meinung. Immer wieder denken sich die Eltern ungewöhnliche Spiele und Aktionen aus, die die Kinder zu schätzen wissen und glücklich dabei sind. Doch die Familie lebt von der Hand in den Mund. Beide Elternteile sind sehr kreativ wenn es darum geht ihren Kindern nicht nur die Welt, sondern auch ihre Lebenssituation zu erklären. Laissez-faire ist angesagt.

Ich habe beim Lesen manches Mal im Stillen meinen Kopf geschüttelt, denn es ist oft kaum zu glauben, wie schwierig der Kampf ums Essen für die Kinder war, weil die Eltern ihre eignen Ansprüche stellten. Probleme gab es natürlich auch damit, Freunde zu finden. Denn die Geschwister galten als „Schmuddelkinder“, weil es meistens an Wasser zum Waschen fehlte und am Strom zum Heizen. Vorwürfe der Autorin gegen ihre Eltern fehlen weitestgehend, weil beide Eltern psychisch krank sind beziehungsweise waren. Das Handeln der Eltern ist daher kaum nachvollbar. Jeannette Walls sieht gute Seiten in dem Abenteuer, von einem Ort zum nächsten zu ziehen, ebenso wie die Nachteile einer alltäglichen Routine. Es bestand immer ein großer Familienzusammenhang vor allem bei den Geschwistern, deren größte Sorge es war, in unterschiedlichen Pflegefamilien untergebracht zu werden, wenn sie von der Fürsorge aufgegriffen würden. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft haben die Geschwister nie aufgegeben.

Die Geschichte ist erschütternd und berührend und fasziniert doch gleichzeitig durch die ungewöhnliche Lebensweise. Der Roman wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. „Schloss aus Glas“ ist ein Buch, das ich jedem zum Lesen empfehle, der an tragischen Lebensgeschichten interessiert ist.

Eine so ganz andere Familie...

Von: liisaaa_th Datum : 17.11.2017

https://www.instagram.com/liiisa_zeilenzauber/?hl=de

Dieses Buch habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen. Aufmerksam bin ich durch den Film geworden der bei uns in die Kinos kam. Ich liebe Geschichten nach wahren Begebenheiten und den Filmtrailer fand ich auch sehr interessant. Doch bevor ich den Film schaue wollte, musste ich das Buch einfach lese und umso glücklicher bin ich das ich die Chance dazu erhalten habe!

Cover: Hierbei handelt es sich um das Filmplakat. Ich persönlich finde es wirklich sehr schön. Der Himmel, die Familie und die unendliche Weite. Zu dem Titel hätte ich mir allerdings ein passenderes Bild gewünscht.

Handlung: Jeannette Walls erzählt ihre eigene Geschichte. Wie sie als Kind tausend Abenteuer erlebte, die Familie durch die Gegend reiste und ihr Vater ihr wundervolle Geschichten erzählt. Doch sie erzählt auch von dem Hunger, der Flucht, der Kälte, vom Erwachsen werden und anders sein.

Meine Meinung: Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich sehr gut in die Protagonistin rein versetzen und mitfühlen. Was mich etwas gestört hat war dir kleine Schrift. Das hat mich doch schon sehr angestrengt lesen und deshalb auch länger gedauert eh ich das Buch durch hatte. Die Geschichte ist wirklich krass. Eine Familie die ständig auf der Flucht ist, von der Hand im Mund lebt und Armut in seiner reinsten Form kennen lernt. Als die Kinder klein waren, mögen sie das ganze noch für ein Spiel gehalten haben aber desto älter sie wurden haben sie die Unterschiede dann doch bemerkt. Ich kann Jeanette sehr gut verstehen, das sie dieses Leben nicht weiter führen wollte und deswegen auf Abstand geht und sich ein neues Leben im Luxus aufbaut. Doch so ganz kommt sie davon auch nicht los, vermisst sie doch ihre Familie und denkt an die teilweise schöne, lustige und spannende Zeit zurück die sie gemeinsam erlebt haben. Die Eltern kann ich teils teils verstehen. Ich verstehe was sie ihren Kindern versuchen mit auf dem Weg zu geben und das die USA mit ihren Regeln und Gesetzen kein einfaches Fleckchen Land sind, aber wenn meine Kinder hungern oder auf der Straße schlafen müssten würde es bei mir aufhören. Ich weis das sie versucht haben das beste drauß machen aber es ist trotzdem krass.

Fazit: Ich fand das Buch sehr schön. Es lädt zum Nachdenken ein und lässt uns auch mal einen Blick auf andere Menschen und deren Leben zu. Jetzt kann ich auch endlich den Film dazu noch schauen.

Glücklich!?

Von: Nicibookdragon Datum : 07.11.2017

nicisbuechersucht.wordpress.com

Noch nie hat mich ein Buch so sehr aufgeregt.
Noch nie hat mich eines so erschüttert
Noch nie so traurig und nachdenklich gemacht.
So erschreckend welches Ausmaß das ganze Leben angenommen hat. Ich habe dieses Buch geliebt! Es hat mich gut unterhalten und mir wieder klar gemacht dass ich nur froh sein kann ein gutes Leben zu haben. Trotzdem muss davor warnen es zu lesen.... dieses Buch ist nichts für schwache Nerven.
Noch nie habe ich für Menschen solche Abneigung (ich möchte nicht Hass schreiben) empfunden, wie von Ihren Eltern... einfach nur unmöglich und selbstsüchtig.... auch wenn ich teilweise die Beweggründe für das Handeln der beiden verstand.

4 Sterne und eine Leseempfehlung (mit Vorsicht)

Sehr berührend von der ersten bis zur letzten Seite

Von: Amber144 Datum : 05.11.2017

https://www.instagram.com/144amber

Das Buch wollte ich zuerst lesen, bevor ich mir den Film anschaue, da in Filmen meist etwas fehlt oder anders verfilmt wird, als es das Buch vorsieht.

Dieses Buch hat mich begeistert.

Der Schreibstil hat mich sofort gefesselt und nicht wieder los gelassen. Man ist sofort mitten im Geschehen. Natürlich habe ich mir gleich Gedanken gemacht, wie Jeannettes Mutter obdachlos sein kann. Aber auf die Geschichte, die in diesem Buch zu finden ist, kommt keiner.

Die Autorin beschreibt ihre Kindheit so bildgewaltig und berührend, dass ich mehr als einmal den Kopf schütteln musste, aber auch mit der Autorin gefühlt habe.

Die Angehörigen und die Landschaft sind so eindrucksvoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein und neben der Autorin zu stehen. Ihre Zweifel und Gedanken sind nachvollziehbar geschrieben und dadurch wird dem Leser das Buch noch einmal näher gebracht.

Die 382 Seiten sind im Nu verflogen und ich war auf der einen Seite traurig, dass das Buch beendet ist, aber auch begeistert, was die Autorin geschafft hat und erschaffen hat. Darauf kann sie wirklich stolz sein.

Ob ich den Film anschauen werde, weiß ich nicht, da er gar nicht so toll werden kann wie das Buch.

Ein absolut lesenswertes Buch, dass ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann.

Absolut verdiente 5 Sterne.

Schloss aus Gals,Schloss aus Glas

Von: Mara Datum : 03.11.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

nhalt:
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.


Meine Meinung:
Jeanette Walls ist eine begnadete Geschichtenerzählerin sie beschreibt ihre eigene Wahre Geschichte
Sie erzählt von ihrer Kindheit als Tochter eines hyperintelligenten, alkoholkranken Vaters und einer ambitionierten Künstler-Mutter, die beide an ihren Idealen scheitern. Die vier Kinder sind den sprunghaften Elternteilen hilflos ausgeliefert und machen das Naheliegendste, nämlich das Beste draus. Es ist eine Geschichte des Überlebens und des schließlichen Wohlstands innerhalb der Mainstream-Gesellschaft. Mich konnte diese Biografie packen es war leicht und flüssig zu Lesen., ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nicht weil es an sich spannend war, sondern weil mich die Handlung emotional mit genommen hat. Es ist eine herzerwärmende Story die man wirklich gelesen haben sollte, eine Achterbahn der Gefühle beschreibt dieses tolle Werk.
Mehr möchte ich auch nicht verraten, meiner Meinung nach sollte man sich komplett in die Story abtauchen und sich überraschen lassen.


Fazit Ein wundervolles bezauberndes Buch! Ich kann es jedem wärmstens empfehlen,

Schloss aus Glas

Von: Jasmin Datum : 03.11.2017

https://www.instagram.com/22jasmin.22/

Inhalt: Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr. Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.
Meine Meinung: Ich war von dem Buch und dem Film richtig begeistert. Der Schreibstil ist flüssig & man kommt sehr schnell voran, obwohl die Schrift in dem Buch kleiner ist als in anderen Büchern & dadurch ist es manchmal auch anstrengender.. Dieses Buch ist keine leichte Kost, da es sehr berührend & erschreckend ist, was die Autorin erleben musste. Sowohl Film als auch Buch kann ich nur weiter empfehlen! :)

Erschreckende Dokumentation über die eigene Familie.

Von: The Book & the Owl Datum : 28.10.2017

https://www.instagram.com/thebookandtheowl/

„Schloss aus Glas“ hätte eine tolle Geschichte werden können. Ist sie aber nicht. Diese Autobiografie ist erschreckend und auch traurig und spiegelt nur zu gut wieder, wie es hinter den Vorhängen aussieht.
Wir haben also die Familie Walls, dessen Vater Alkoholiker und Mutter Lehrerin und Künstlerin ist. Die Familie lebt ein eher unkonventionelles Leben: Ständige Umzüge, kein festes Einkommen, von dem man leben könnte, hohe Schulden. Es wird nicht nur in heruntergekommen Häusern gelebt, sondern auch in Wüsten und Bergen übernachtet. Die Kinder leiden Hunger und müssen sich irgendwann sogar vom „Dumpster Diving“ (zu dt. Mülltonnen Tauchen, Erklärung folgt weiter unten) ernähren. Weil sie ihr dasein nicht mehr ertragen konnten, planen die Teenager-Schwestern Jeannette und Lori zusammen nach New York zu gehen und begannen, dafür Geld zu sparen. Ein Jahr lang arbeiteten die Schwestern zusammen mit ihrem Bruder Brian, um das nötige Geld zu sammeln. Eines Tages jedoch entdeckt Jeanette, dass ihr Vater ihnen das Geld gestohlen hatte. Lori ist am Boden zerstört und Jeannette wird eine Stelle als Babysitterin angeboten, welche sie ablehnt, um ihre Schwester empfehlen zu können. Anstelle von Geld solle sie mit einem Ticket nach New York bezahlt werden. Ob dieser Plan funktioniert, lest ihr in „Schloss aus Glas“.
Ich muss schon sagen, dass ich Jeannette Walls für diesen Roman wirklich bewundere. Ich hätte es wahrscheinlich nicht geschafft, über die wohl schlimmsten Dämonen meiner Vergangenheit zu schreiben: Meinen Eltern. Die Art und Weise, wie sie dem Leser ihre Geschichte zu vermitteln versucht ist wirklich herausragend. Ich habe mitgefühlt und mitgefiebert und war genauso enttäuscht wie die Schwestern, als herauskam, dass Rex ihnen das Geld gestohlen hatte. Generell ist es mehr als verachtenswert, dass Rex und Rose Mary ihre eigenen und belanglosen Wünsche mehr Bedeutung zugemessen hatten, als das Wohlergehen ihrer Kinder. Wenn man „kein Geld“ hat, dann schmeißt man nicht den Job, um seiner künstlerischen Leidenschaft nachgehen zu können. Das macht man nicht. Man hat eine gewisse Verantwortung seinen Kindern gegenüber, die man auch erfüllen sollte. Ansonsten ganz einfache Regel: Bekomm keine Kinder.
Tut mir leid, aber der Roman regt mich tierisch auf. Er ist nicht schlecht, im Gegenteil: Das Buch ist großartig. Aber diese Eltern…
Ihr müsst dieses Buch lesen. Es mag vielleicht kein Twilight oder „A Court of Thorne and Roses“ sein, aber dafür ist es besser: Es ist die Realität. Nichts kann dich mehr runterziehen, als die Wahrheit. Dieses Buch wird euch zerstören, aber auch aufbauen und gehört deshalb auch zu meinen All-Time-Highlights.
Lest es. Es wird euch nicht enttäuschen. 5 Sterne für herausragenden Mut und so viel Emotionen. Danke, Jeannette Walls.

Eine Kindheit am Rande der Gesellschaft

Von: buecherecke Datum : 26.10.2017

buecherecke8.blogspot.de

Inhalt:
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

Mein Lieblingszitat:


Meine Meinung:
Meiner Meinung nach hört sich der Klappentext zu diesem Buch unglaublich interessant an und macht sehr neugierig auf den Inhalt! Als ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte habe ich es in wenigen Tagen beendet, da die Lebensgeschichte der Autorin schlicht und ergreifend fesselnd ist. Jeannette Walls berichtet von ihrem ungewöhnlichen Leben mit ihrer außergewöhnlichen Familie, die sich fast unentwegt auf der Reise befindet in anschaulichen Worten und selbstverständlich in der Ich-Perspektive. Aus diesem Brund fiel es mir echt leicht, mich in Jeannette und ihre Lage hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Ihre große Schwester Lori und ihr kleiner Bruder Brian waren mir mit ihrem geschwisterlichen Zusammenhalt sehr sympathisch. Jeannettes Mutter, die sich nie recht um ihre Kinder, sondern eher um sich selbst gekümmert hat, war ich nicht so zugetan. Dafür mochte ich ihren Vater Rex, der zwar nie richtig von der Flasche wegkam und recht häufig leere Versprechungen machte, seine Kinder aber vor alles andere gestellt hat. Natürlich standen in Jeannettes Leben Armut und Not an erster Stelle, und das Buch behandelt damit ernst zu nehmende Themen wie Obdachlosigkeit und die Suche nach einem dichten Dach über dem Kopf, auf der anderen Seite der Waage steht jedoch eine große Portion Humor, veranlasst durch das kunterbunte Familienleben der Walls. Ich bewundere Jeannette Walls dafür, dass sie mit einer so großen Offenheit über ihr ereignisreiches Leben berichtet!

Mein Fazit:
Eine wunderbare, detailverliebte Nacherzählung einer Kindheit, verbracht am Rande der Gesellschaft.

Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

Schloss aus Glas bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Tragikomische Autobiografie über eine außergewöhnliche Kindheit, geprägt von wenig verantwortungsbewussten, exzentrischen Eltern

Von: schnäppchenjägerin Datum : 13.10.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

"Schloss aus Glas" ist der autobiografische Roman von Jeannette Walls, die das Leben in ihrer Familie ab ihrem dritten Lebensjahr bis Anfang 20 schildert. In sehr lebhaften Beschreibungen erzählt sie zunächst aus der Sicht eines unbedarften Kindes vom Aufwachsen mit ihren drei Geschwistern und dem nomadenartigen Leben mit ihren Eltern.

Vater Rex Walls ist ein Traumtänzer, ein Alkoholiker, der seinen Kindern und insbesondere seinem Liebling Jeannette die schönsten Luftschlösser baut, aufgrund seiner laufenden Arbeitsplatzverluste aber nicht einmal für eine Grundversorgung seiner Familie aufkommen kann. Mutter Rose Mary ist ausgebildete Lehrerin, träumt jedoch von ihrem Durchbruch als Künstlerin und findet auch aufgrund ihres antiautoritären Erziehungsstils keine dauerhafte Anstellung.

Die Familie lebt von der Hand in den Mund und kann aufgrund der ansteigenden Schulden, ihrer kleinkriminellen Aktivitäten und der Rastlosigkeit des Vaters nie lange an einem Ort bleiben. Die Geschwister sind weitgehend sich selbst überlassen, schlafen in Kartons und ernähren sich von dem, was gerade da ist. Im besten Fall stehlen sie die Inhalte der Brotboxen ihrer Mitschüler oder verzehren gar die letzten Reste Margarine, die sie im Kühlschrank finden, mit Zucker. Im schlimmsten Fall wühlen sie sich durch Abfallcontainer.

Als kleines Mädchen verehrt Jeannette ihren Vater, der ihr zu Weihnachten statt Geschenken die Sterne vom Himmel holt. Je älter die Kinder werden, beginn Jeannette und vor allem auch ihre ältere Schwester Lori zu reflektieren, was ihre Eltern ihnen mit ihrer Hippie-Mentalität, ihrer zwanghaften Unangepasstheit und dem vollkommenen Verzicht auf Sozialleistungen des Staates ihnen antun. Jeannettes sehnlichster Wunsch wird es sein, dass ihr Vater aufhört zu trinken.
Mit unwahrscheinlicher Empathie und Einfallsreichtum schaffen es die Eltern aber immer wieder, die Kinder auf ihre Seite zu ziehen, und aus dem Außenseitertum und dem Mangel - nicht nur an Komfort, sondern an lebensnotwendigen, für andere selbstverständlichen Dingen - etwas Positives abzugewinnen.

Wenn man die Erinnerungen von Jeannette Walls liest, ist man regelrecht schockiert, dass sich diese Kindheit wirklich so zugetragen haben soll. Die Autorin schafft es jedoch, die unfassbaren Erlebnisse mit ihrer Familie schon fast nüchtern und objektiv darzustellen, dass sie richtig unter die Haut gehen.
Der Roman ist keine Anklage oder Abrechnung mit den Eltern, sondern ein tragikomischer Tatsachenbericht und ein regelrechter Pageturner, da man mit neugieriger Faszination weiterlesen muss, was Vater oder Mutter als nächstes einfallen wird und wie sich die Lage der Familie weiter zuspitzt.

"Schloss aus Glas" ist ein Roman über eine außergewöhnliche Kindheit und über eine ganz andere, liebevolle Art der Vernachlässigung von Kindern.

Sehr schön...

Von: Biancas Zeilenliebe Datum : 09.10.2017

https://biancaszeilenliebe.blogspot.co.at/?m=1

... aber manchmal langatmig. Es ist eine schöne Biografie meiner Meinung nach aber manche Stellen könnten gekürzt werden.
Auch die Charaktere sind sehr toll und lebendig beschrieben. Man kann sie sofort ins Herz schließen.
Alles in einem fand ich das Buch gut und ist meinerseits eine Empfehlung!

Schloss aus Glas

Von: BuchundBrimborium Datum : 08.10.2017

www.buchundbrimborium.wordpress.com

Wie sollte eine normale Kindheit aussehen? Was heißt das überhaupt: Normal? Und was heißt überhaupt: Kindheit?
Wenn man ganz banal die Kindheit als Lebensabschnitt abtut, in dem man ein Kind ist, also den Lebensabschnitt bezeichnet, den man erlebt in einem Alter zwischen der Geburt und der Pubertät – dann haben die Kinder der Walls definitiv eine Kindheit erlebt. Im Bereich des normalen? Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen…Muss jeder für sich selbst definieren – auf jeden Fall war es der Autorin Jeannette Walls wert, ein Buch über ihre eigene Kindheit zu verfassen. Die, meiner Meinung nach, nicht ohne war. In der man sich mit drei Jahren schon selbst das Essen kochen musste, weil man so zur Selbstständigkeit erzogen werden sollte. Vordergründig. Oder einfach, weil sich das eigentlich zuständige Elternteil nur um seine eigenen, egoistischen Belange interessierte.
Wir begleiten die Ich-Erzählerin Jeannette. Eine Erzählerin, dessen erste Erinnerung darin besteht, in Flammen gestanden zu haben. Deren Erinnerungen an elf unterschiedliche Wohnorte geknüpft sind und die sich am besten noch an den Innenraum der Autos erinnert, die sie und ihre drei Geschwister zusammen mit den Eltern bewohnten. Nicht nur befuhren. Sondern bewohnten.
Jeannette erzählt die Geschichte ihres Lebens. Ein Leben mit einer Künstlerin als Mutter, die es vorzieht nicht zu arbeiten, weil es sie zu sehr in vorgegebene Bahnen einschränken könnte. Einer Mutter, die ihre Schuldig- und Verantwortlichkeit ihren Kindern gegenüber einfach nicht anerkennen will. Die die Schuld bei so vielen anderen sucht. Die unter dem Deckmantel der Eigenverantwortlichkeit ihre Kinder aufs Gröbste vernachlässigt. Und ein Leben mit einem Alkoholiker als Vater, der gerne auch einmal ein paar Tage verschwindet, nur um dann seiner Frau Prügel anzudrohen. Oder es nicht bei einer Androhung zu belassen. Einem Vater, der aber auch immer wieder zwischendurch seine Liebe zu seinen Kindern durchblitzen lässt. Der sich immer wieder die Bestätigung abholen muss, er hätte keinen von ihnen jemals im Stich gelassen.
Und bis die Kinder ihrer eigenen Kindheit entwachsen sind funktioniert das alles auch ziemlich gut. Da kann man ihnen alles, das große Ganze, als Abenteuer verkaufen. Da kann man sie nachts aus den Betten holen und türmen, weil man die Rechnungen nicht bezahlen kann. Aus dem einfachen Grund, weil man nicht fähig ist, seinen Jobs verantwortlich nachzugehen. Da kann man ihnen einen Pappkarton als Schloss verkaufen. Und einen Planeten als Geburtstagsgeschenk. Aber sowas funktioniert nicht mehr, wenn die Kinder, eines begabter als das andere, ihren eigenen Willen entdecken und sich beginnen zu sorgen. Um die eigene Zukunft. Aber auch die der Familie. Die bemerken, wenn Geld in der Haushaltskasse fehlt oder die hinterfragen, warum die eigenen Eltern nicht in der Lage sind, einem Beruf nachzugehen. Die nicht mehr im Müll nach Essensresten suchen wollen. Und die an sich selbst den einen Wunsch entdecken: Aus der ganzen Misere entfliehen zu wollen…
Ich habe diesen Roman, diese Lebensgeschichte so unheimlich gerne gelesen! Gerade im zweiten Teil des Buches, wenn aus den Kindern junge Menschen erwachsen, die Dinge hinterfragen und selbstbewusst für ihre eigene Meinung einstehen, war ich voll da, habe jede Seite genossen, aber auch mit Spannung erwartet. Ich habe an vielen Stellen geschluckt und musste mich des Öfteren daran erinnern, dass ich es hier mit einer wahren Begebenheit zu tun habe, dass da mehrere Menschen hinter stecken, deren Leben genau diese Geschichte darstellt. Und ich musste genauso oft meine Wut hinunterschlucken, die sich auf die Eltern bezog. Mit dem eigenen Leben kommt nicht jeder klar, das ist mir sehr bewusst. Aber sich das irgendwann einzugestehen, gerade wenn man vier kleine Kinder hat, die darauf angewiesen wären, das ist schon sehr hart zu lesen. Und wenn dann noch Situationen entstehen, die einen Missbrauch darstellen und in diesem Augenblick dann auch noch zu versagen und zu bagatellisieren – da hört bei mir alles auf. Da kann ich kein Mitgefühl mehr aufbringen.
Jeannette Walls hat sich in mein Herz geschrieben und dieses Buch wird nicht das einzige sein, dass ich in meinem Regal stehen haben werde. In diesem Sinne: Vielen Dank an den Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!
Schloss aus Glas | Jeannette Walls | Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann | Diana Verlag| 400 Seiten | ISBN: 978-3-453-35968-0


Eines der packendsten Bücher, die ich je gelesen habe!

Von: Ruth Gerber aus Biberach Datum : 06.10.2017

Dieses Buch hat bestätigt, was auch ich erfahren habe: dass gerade die schwierigsten Bedingungen, unter denen man aufwächst, das Potential zu einem sehr erfüllten und in verschiedenster Hinsicht erfolgreichen Leben in sich bergen.
Jeannette Walls hat dies nicht nur durch ihr Buch, sondern auch und vielmehr durch ihre ganz persönliche Vita bewiesen.

Schloss aus Glas

Von: mamenu Datum : 18.09.2017

mamenusbuecher.blogspot.de/

Klapptext

Ich hatte schreckliche Angst davor,dass die Leute etwas über meine Eltern herausfinden würden,darüber,dass ich als Kind in Pappkarton geschlafen und tagelang gehungert hatte.
Deshalb erzählte ich niemanden von meiner Vergangenheit bis jetzt.
Als Jeannette Wells beschließt,das Versteckspiel aufzugeben ist sie bereits eine erfolgreiche Journalistin und lebt in einer Luxuswohnung in New York.
Mitreißend erzählt sie in Schloss aus Glas von ihrer Kindheit:von ihrem Vater,den sie vergöttert und der nicht nur ein begnadeter Geschichtenerzähler ist,sondern leider auch ein unverbesserlicher Träumer und Säufer.
Und ihre Mutter,für die das eigene Künstlerdasein stets Vorrang vor dem Wohl der Kinder hat.
Das Leben der Familie Walls findet außerhalb gesellschaftlicher Normen und Konventionen statt.
Aber das,was für die Kinder anfangs noch abenteuerlich und vergnüglich ist,wird mit der Zeit immer trauriger und bedrohlicher.


Meine Meinung

Also dieses Buch hat mich ganz schön aufgewühlt. Ich habe gedacht, wie kann man sich nur Kinder anschaffen und sich nicht richtig darum kümmern.
Was für die Kinder vielleicht erst spannend war, weil, wer reist nicht schon gerne durch die Welt und entdeckt immer wieder mal was neues. Hört sich gut an, war aber in der Geschichte nicht so der Fall. Wenn man mal bedenkt, das es manchmal kein richtiges Dach über den Kopf gibt und auch nicht weiß, was man essen soll. Weil hier die Eltern eigentlich nur ihr Leben leben und keine richtige Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Das fand ich absolut nicht lustig.
Die Autorin hat hier für mich alles gut beschrieben. Ich hatte beim lesen echtes Kopfkino, denn manchmal hätte ich so in das Buch rein springen können, um die beiden Elternteile mal wach zu rütteln. Sie bemerken nicht einmal, was für clevere Kinder sie haben. Denn auch, wenn sie die meiste Zeit kein richtiges zu Hause gehabt haben, waren sie echt nicht dumm. Sie konnten echt sehr früh lesen und auch anderes haben sie ziemlich schnell gelernt. Was mich wieder sehr erfreut hat beim lesen, da ich mir gedacht habe, vielleicht haben sie in ihrer Zukunft die Chance, mal ein anderes Leben zu führen, wie ihre Eltern es haben.
Ich habe aber auch gelernt, das man vielleicht gar nicht viel zum Leben braucht um Glücklich zu sein, denn man kommt auch mit weniger aus. Was diese Geschichte mir gut rüber gebracht hat.
Trotzdem hat man doch eine Verantwortung gegenüber seinen Kindern, die hier beide Elternteile nicht gezeigt haben.
Dies war mal ein Buch, was mich beim lesen doch sehr mitgerissen hat. Zum einen, weil die Eltern fast nur an sich dachten, zum anderen gab es auch schöne Momente in dieser Familie. Wobei ich dann doch manchmal schmunzeln musste.
Ich kann nur sagen, die Autorin hat hier alles richtig gemacht, denn mir hat das lesen wirklich großen Spaß gemacht, auch wenn die Geschichte nicht immer lustig war.
Hier kann hier wirklich mal eine eindeutige Leseempfehlung geben.

Muss man lesen!!!

Von: ThePassionOfBooks Datum : 18.09.2017

the-passion-of-books.blogspot.de

Ich muss sagen die Lebensgeschichte von Jeannette Walls hat mich schockiert und gleichzeitig berührt und zum Nachdenken angeregt. Auf der einen Seite ist es faszinierend wie sie und ihre Geschwister erzogen wurden, auf der anderen Seite hat es mich zutiefst erschreckt und erschüttert.

Jeannette hat eine ältere und eine jüngere Schwester und dann noch einen Bruder. Die Geschichte wird aber aus ihrer Sicht erzählt.
Ihr Vater Rex ist ein Ingenieur, der allerdings lieber ohne große Ambitionen in den Tag hinein lebt anstatt sich vernünftig um Arbeit oder seine Familie zu kümmern. Während er anfangs seine Alkoholsucht noch halbwegs unter Kontrolle hat, verfällt er dieser mehr und mehr und rutscht immer weiter ab. Er wird gewalttätig, auch gegenüber seinen Kindern, lügt und bestiehlt sie um sich immer mehr Alkohol zu besorgen.
Mutter Rosemary ist gelernte Lehrerin, aber ihren Beruf übt sie nur unregelmäßig aus und behält eine Stelle nie sonderlich lange. Lieber widmet sie sich ihrer Kreativität indem sie Bilder malt oder Romane und Kurzgeschichten schreibt. Sie lässt ihr Kinder komplett ohne Zwang und zum größten Teil auch ohne Regeln aufwachsen.
So passiert es auch, dass die dreijährige Jeannette am Herd steht und versucht Hot Dogs für sich und ihren Bruder zu kochen. Dann passiert ein Missgeschick und sie steht in Flammen...

Aber nicht nur die Zustände innerhalb der Familie werden intensiv erzählt, sondern vor allem auch die Unterkünfte in denen die Familie wohnt. Das kann mal ein Bahnhof, mal ein Haus oder eine billige Absteige sein, die beim bloßen ansehen schon fast auseinander fällt.
Trotz des sozialen Abstiegs und der Vernachlässigung durch ihre Eltern scheint Jeannette eine relativ glückliche Kindheit gehabt zu haben. Man bekommt oft den Eindruck, dass ihrem Vater und ihrer Mutter alles egal ist, aber dennoch gibt es auch immer wieder Momente in denen man spürt, dass sie ihre Kinder lieben.

Ich bin sehr erstaunt über die Entwicklung von Jeannette und ihren Geschwister, wenn man die Umstände bedenkt unter denen sie aufgewachsen ist.

Sehr interessantes Buch!

Von: Lilyfields Datum : 13.09.2017

www.lilyfields.de

Das Buch stand schon lange auf meiner Bücherliste, nun endlich habe ich das Buch in der gelesen, denn Ende September erscheint der Kinofilm zu diesem Buch, den ich auch sehr gerne sehen möchte.

Die Autorin, Jeannette Walls, schreibt in diesem Buch über ihre eigene Kindheit. Die Familie hat einen recht außergewöhnlichen Lebensstil. Einerseits ist es erschreckend, wie die Eltern die Kinder erziehen, wiederum auch wieder beeindruckend.

Ich war oft beim lesen dieses Buches wirklich schockiert über die Handlungen der Eltern, wie z.B. die Kinder hungern müssen oder das die Autorin einige Male fast gestorben wäre, durch die Unachtsamkeit der Eltern.

Das Buch habe ich in kurzer Zeit durch gehabt, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte, auch wenn das Buch ein schweres Thema hat, liest es sich sehr gut und flüssig.

Autor: Jeannette Walls


Verlag: Diana


384 Seiten


Biografie


Taschenbuch



Jeannette wächst mit einem Alkoholabhängigen Vater, einer Mutter, die Künstlerin ist, und drei Geschwistern auf. Wenn ihnen etwas nicht mehr gefällt oder sie ein Problem haben, beschliesst ihr Vater in das nächste Dorf zu ziehen. Schliesslich landen sie bei den Eltern väterlicherseits, dort beschliessen sie zu bleiben. Doch auch dort tauchen Probleme auf und immer wieder müssen sie hungern, weil sie zu wenig Geld haben. Der Vater verschwindet immer wieder für ein paar Tage und taucht dann sturz betrunken wieder auf. Doch Vater verspricht Jaennette immer wieder trocken zu bleiben und ihr ein Schloss aus Glas zu bauen, um die Sterne am Himmel zu beobachten. Doch so langsam hat Jeannette genug von ihrem Vater.


Diese Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen, obwohl es immer wieder grössere Sprünge gab, die fast ein Jahr auseinander lagen. Es hat mir eine andere Seiten von Leben gezeigt. Man braucht nicht immer ein Dach über dem Kopf, um glücklich zu sein. Und man kann einen Menschen nicht sehr gut beeinflussen, wenn er es selber nicht verändern will. Die Geschichte hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil es nicht immer einfach gewesen sein wird für Jeannette, vorallem weil es ja eine wahre Geschichte ist, die sie selber erlebt hat. Ihre ganze Kindheit bis in das junge Erwachsenenleben.



Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Obwohl es ziemlich klein geschrieben war, kam man gut voran. Die Kapitel wurden sinnvoll aufgeteilt und so geschrieben, dass sie nicht allzu lange sind.



Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, darum 4/5 Sternen ;)

Ehrlich und offen

Von: Sigismund von Dobschütz Datum : 28.08.2017

https://www.facebook.com/groups/buecherkabinett/

Kein literarisches Großereignis, aber in ihrer Ehrlichkeit und Offenheit durchaus LESENSWERT ist diese 2006 erstmals veröffentlichte und jetzt als "Buch zum Film" im Diana-Verlag neu verausgabte Autobiographie "Schloss aus Glas" der amerikanischen Autorin Jeanette Walls (57). Ich habe dieses Buch schon vor Jahren gelesen und es hat mich doch nachhaltig beeindruckt, so dass ich mich noch heute gern an die Lektüre erinnere. Walls beschreibt ihre Jugend ab 1965 in der kleinbürgerlichen bis ärmlichen US-Provinz sowie ihre Familie, der es trotz individuellen Versagens von Vater und Mutter, von ihnen selbst verschuldeter Armut und zeitweiliger Obdachlosigkeit gelingt, das für viele Mitmenschen unsichtbare Schöne und Positive im einfachen Leben zu entdecken, die Familie trotz aller Widernisse zusammenzuhalten, in unserer materialistischen Welt auch ohne Geld zu überleben und am Ende trotz allem doch irgendwie ein Glücksgefühl und Dankbarkeit zu empfinden - auch und gerade den Eltern gegenüber. In Erinnerung blieb mir die "Weihnachtsgeschichte", als die Familie obdachlos in der Natur lebte und der Vater in Ermangelung richtiger Geschenke seinen Kindern jeweils einen Stern am Himmel schenkte. Die kleine Jeannette war glücklich über dieses besondere Geschenk, denn sie bekam einen echten Stern zu Weihnachten, während andere Kinder sich mit normalem Spielzeug abfinden mussten. Jeannette Walls Autobiographie ist sicher nicht große Literatur, regt aber doch zur Reflektion, zum Nachdenken über Sinn und Inhalt des eigenen Lebens an.

✎ Jeannette Walls - Schloss aus Glas

Von: Jane Datum : 30.01.2016

mademoiselle-cake-liest.blogspot.it/

Jeannette Walls erzählt auf schonungslose Weise die Geschichte ihrer Kindheit..
Dabei lässt sie den Leser zum einen hilflos zurück, weil man gerne manchmal eingreifen würde, auf der anderen Seite zeigt sie aber auch auf, wie sich das Blatt wenden kann, wenn man nur will..