Leserstimmen zu
Lanze und Rose

Sonia Marmen

Highland-Saga (2)

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Inhalt Schottland, 1715: Seit etwa zwanzig Jahren lebt Caitlin mit ihrer kleinen Familie im Tal von Glencoe. Die schrecklichen Ereignisse, die in dem Tal geschehen sind, sind aber noch nicht vergessen. Während eines Raubzugs trifft Caitlins Sohn Duncan auf ein Mädchen, das ihm fortan nicht mehr aus dem Kopf will: Marion Campbell, ausgerechnet die Enkelin des Mannes, der damals das Gastrecht missbraucht und ein Massaker befohlen hat! Doch jetzt ist keine Zeit für die Gedanken an ein Mädchen, denn Krieg steht vor der Tür. Die Schotten sammeln sich, um für ein unabhängiges Schottland und für James Stewart zu kämpfen, und da können die Männer in Caitlins Familie natürlich nicht zurückbleiben… Meine Meinung Auch wenn die Inhaltsangabe eine Liebesgeschichte vor historischer Kulisse erwarten lässt, handelt es sich schwerpunktmäßig um einen historischen Roman, der sich mit der schottischen Geschichte und dem ersten Jakobitenaufstand beschäftigt. Und so sollte man sich hier auch bewusst sein, dass es sich nicht unbedingt um leichte Lektüre handelt, die man mal eben so nebenbei liest. Zwar ist der Schreibstil wie schon im ersten Band nicht allzu kompliziert gehalten, doch geht es hier auch viel um Politik, und bei den ganzen Campbells kann man durchaus durcheinander kommen. Ein Stammbaum hilft ein wenig dabei, den Überblick zu behalten. Da die meisten Männer aus Caitlins Familie sich an dem Aufstand beteiligen, bleibt es nicht aus, dass auch dieser beschrieben wird. Auch wenn nicht allzu sehr ins Detail gegangen wird, wird deutlich, wie brutal die Kämpfe waren, und die Autorin scheut auch nicht davor zurück, liebgewonnene Personen sterben zu lassen. Während die Szenen um Duncan in der dritten Person beschrieben sind, kommt auch Caitlin wieder als Ich-Erzählerin zu Wort, die im Dorf zurückgeblieben ist und um ihre Lieben bangt. Am Anfang hat es mich ein wenig gewundert, dass sie überhaupt wieder eine der Hauptpersonen ist, ist dies doch eher ungewöhnlich für einen zweiten Band, der eine Generation später spielt, doch ihre Geschichte ist noch nicht fertig erzählt. Mir war ihr Anteil allerdings zu lang und zu ausführlich, er hätte gerne kürzer sein dürfen. Während der letzte Band stellenweise doch sehr vorhersehbar war, insbesondere, da sich Handlungen regelmäßig wiederholt haben, ist dies hier nicht der Fall. Auch die Darstellung der Personen gefällt mir hier wesentlich besser, was aber auch an der Erzählperspektive liegen kann. Vorwissen aus dem ersten Band ist nicht zwingend nötig, da eine Inhaltsangabe des ersten Bandes vorhanden ist, die fast alle wichtigen Punkte zusammenfasst. Wie schon im Vorgänger gibt es hier wieder etliche gälische Ausdrücke, die direkt im Anschluss in Übersetzung wiedergegeben werden oder aber durch Fußnoten erklärt werden. Außerdem werden Fußnoten genutzt, um politische Zusammenhänge darzustellen. Hier hätte mir ein Glossar am Ende des Buches besser gefallen, um zwischendurch nachschlagen zu können. Es hat mich ein wenig gewundert, dass die Enkelin des Campbell hier den Namen Marion erhält, der so gar nicht schottisch klingen mag. Immer mal wieder zwischendurch wird sie Mhórag genannt, was dann direkt wieder mit Marion übersetzt wird, doch warum hat sie nicht direkt den schottischen Namen erhalten? Fazit Besser als der erste Band. Wer sich für schottische Geschichte interessiert und gerne auch mal eine Liebesgeschichte liest, kann hier gerne genauer hinschauen.

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Seit der letzten Begegnung mit Caitlin und Liam sind 20 Jahre vergangen. Die beiden haben 3 erwachsene Kinder, Duncan, Ranald und Frances. Sie leben ruhig und beschaulich in ihrem kleinen Tal und machen nach wie vor ihre Raubzüge auf den Weiden anderer Clans. Während eines Raubzuges auf den Weiden der Campbells, den Feinden der MacDonalds, lernt Duncan eines Tages Marion kennen und verliebt sich auf der Stelle in sie. Sie aber ist die Tochter des Clanchefs der Campbells und damit tabu für einen MacDonald, seitdem diese vor 20 Jahren unter den MacDonalds ein Massaker verübt haben. Kurz darauf beginnt der Aufstand der Jakobiten in Schottland und Liam sieht sich gezwungen, mit seinen Söhnen Duncan und Ranald gemeinsam mit anderen Clans in den Krieg zu ziehen. Auch die Campbells ziehen mit in die Schlacht. Es kommt zu einem furchtbaren Kampf und Duncan zieht sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Marion, die anderweitig verheiratet werden soll, schleicht sich nach der Schlacht zu den Verletzten und pflegt Duncan gesund. Aber sie ist eine Campbell und es darf keine Verbindung zwischen Campbell und MacDonald geben, dafür sind die Verfeindungen zu groß zwischen den Clans... Zwanzig Jahre nach dem Geschehen von "Schwert und Laute" lässt Sonia Marmen ihre Geschichte beginnen. Zu Beginn bringt sie eine kurze Zusammenfassung aus Teil 1, so dass man schnell wieder in die Geschichte hineinfindet. Aber auch zwischendurch erfährt der Leser immer wieder mal Rückblicke, so dass die Übergänge nahtlos sind. Das Hauptaugenmerk dieses Romans liegt nicht nur in der Liebesgeschichte von Duncan MacDonald und Marion Campbell, es wird auch die Geschichte von Caitlin und Liam weitererzählt. Duncan und Marion spiegeln das klassische Romeo und Julia Szenario wieder. Zwei befeindete Clans und die Kinder lieben sich. Überzeugend beschreibt die Autorin die Zweifel der beiden, die sich zwingen, für den anderen nichts zu empfinden, es aber nicht schaffen. Der Leser kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und leidet mit ihnen mit und erlebt ihre Zweifel und Hoffnungen. Caitlin und Liam sind dabei, sich wegen eines furchtbaren Schicksalschlages zu entfremden. Caitlin ist auch nach 20 Jahren noch in der Lage, sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen, obwohl sie eigentlich nur anderen helfen will. Für die beiden beginnen harte Zeiten, die sie jedoch sich immer weiter voneinander entfernen lässt. Auch in diesem Band ist es Sonia Marmen gelungen, dem Leser ein Stück schottische Geschichte nahe zu bringen. Sie lässt ihre Geschichte in der Zeit des jakobitischen Aufstandes spielen, den sie sehr gut recherchiert hat. Geschichtliche Ereignisse sind erklärend wiedergegeben, so dass auch der Leser eine lückenlose Reihenfolge der Geschehnisse aus dem Jahre 1715 hat. Wer sich ein wenig für den schottischen Freiheitskampf interessiert, für den ist dieses Buch genau richtig. Die Autorin lässt uns an der schottischen Geschichte teilhaben, an der Liebesgeschichte von Duncan und Marion, an dem Erhalt der Ehe von Caitlin und Liam, aber auch am schrecklichen Grauen, den der Krieg mit sich bringt mit allen Gräueln und Verlusten. Ich für meinen Teil habe mit den Protagonisten in allen Lebenslagen mitgelebt und mitgelitten, da floss auch mal die ein oder andere Träne. Ein Buch, das ich nicht nur Schottlandfans ans Herz legen kann.

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Würdiger Folgeband nach "Schwert und Laute"

Von: Monika Stutzke aus Berlin

04.08.2013

Seit der letzten Begegnung mit Caitlin und Liam sind 20 Jahre vergangen. Die beiden haben 3 erwachsene Kinder, Duncan, Ranald und Frances. Sie leben ruhig und beschaulich in ihrem kleinen Tal und machen nach wie vor ihre Raubzüge auf den Weiden anderer Clans. Während eines Raubzuges auf den Weiden der Campbells, den Feinden der MacDonalds, lernt Duncan eines Tages Marion kennen und verliebt sich auf der Stelle in sie. Sie aber ist die Tochter des Clanchefs der Campbells und damit tabu für einen MacDonald, seitdem diese vor 20 Jahren unter den MacDonalds ein Massaker verübt haben. Kurz darauf beginnt der Aufstand der Jakobiten in Schottland und Liam sieht sich gezwungen, mit seinen Söhnen Duncan und Ranald gemeinsam mit anderen Clans in den Krieg zu ziehen. Auch die Campbells ziehen mit in die Schlacht. Es kommt zu einem furchtbaren Kampf und Duncan zieht sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Marion, die anderweitig verheiratet werden soll, schleicht sich nach der Schlacht zu den Verletzten und pflegt Duncan gesund. Aber sie ist eine Campbell und es darf keine Verbindung zwischen Campbell und MacDonald geben, dafür sind die Verfeindungen zu groß zwischen den Clans... Zwanzig Jahre nach dem Geschehen von "Schwert und Laute" lässt Sonia Marmen ihre Geschichte beginnen. Zu Beginn bringt sie eine kurze Zusammenfassung aus Teil 1, so dass man schnell wieder in die Geschichte hineinfindet. Aber auch zwischendurch erfährt der Leser immer wieder mal Rückblicke, so dass die Übergänge nahtlos sind. Das Hauptaugenmerk dieses Romans liegt nicht nur in der Liebesgeschichte von Duncan MacDonald und Marion Campbell, es wird auch die Geschichte von Caitlin und Liam weitererzählt. Duncan und Marion spiegeln das klassische Romeo und Julia Szenario wieder. Zwei befeindete Clans und die Kinder lieben sich. Überzeugend beschreibt die Autorin die Zweifel der beiden, die sich zwingen, für den anderen nichts zu empfinden, es aber nicht schaffen. Der Leser kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und leidet mit ihnen mit und erlebt ihre Zweifel und Hoffnungen. Caitlin und Liam sind dabei, sich wegen eines furchtbaren Schicksalschlages zu entfremden. Caitlin ist auch nach 20 Jahren noch in der Lage, sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen, obwohl sie eigentlich nur anderen helfen will. Für die beiden beginnen harte Zeiten, die sie jedoch sich immer weiter voneinander entfernen lässt. Auch in diesem Band ist es Sonia Marmen gelungen, dem Leser ein Stück schottische Geschichte nahe zu bringen. Sie lässt ihre Geschichte in der Zeit des jakobitischen Aufstandes spielen, den sie sehr gut recherchiert hat. Geschichtliche Ereignisse sind erklärend wiedergegeben, so dass auch der Leser eine lückenlose Reihenfolge der Geschehnisse aus dem Jahre 1715 hat. Wer sich ein wenig für den schottischen Freiheitskampf interessiert, für den ist dieses Buch genau richtig. Die Autorin lässt uns an der schottischen Geschichte teilhaben, an der Liebesgeschichte von Duncan und Marion, an dem Erhalt der Ehe von Caitlin und Liam, aber auch am schrecklichen Grauen, den der Krieg mit sich bringt mit allen Gräueln und Verlusten. Ich für meinen Teil habe mit den Protagonisten in allen Lebenslagen mitgelebt und mitgelitten, da floss auch mal die ein oder andere Träne. Ein Buch, das ich nicht nur Schottlandfans ans Herz legen kann.

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