Leserstimmen zu
Battle Royale

Koushun Takami

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Nach dem ich die Tribute von Bla ziemlich lahm fand (sowohl Film als auch Buch) - wurde mir dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Danke an dieser Stelle - denn hier geht es um eine grandiose Story ohne quälend langweiliges Liebesdrama.

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Asien in der nahen Zukunft. China und Japan gibt es nicht mehr, stattdessen die Republik Großasien. Dort werden jedes Jahr 40 Schulklassen der 9. Stufe für ein grausames Spiel ausgewählt: sie werden auf Inseln gefahren und müssen sich gegenseitig umbringen, bis nur noch 1 Sieger übrig ist. So geht es auch der 9d. Mit Schlafgas auf Klassenfahrt betäubt und auf eine einsame Insel gebracht, wo sie gleich beim Aufwachen lernen müssen, dass die Regierung ernst macht: zwei ihrer Klassenkameraden werden erschossen, weil sie Widerworte geben. Jeder Schüler bekommt eine Tasche mit Essen und einer Waffe und wird in die feindliche Natur entlassen. Shuya schließt sich mit Noriko und Shogo zusammen, um in der Gruppe geschützt zu sein. Viele Einzelkämpfer sterben schnell weil es sich ein Schüler leicht macht und mit seinem Maschinengewehr alle Vorteile auf seiner Seite hat. Doch Shogo hat ein Geheimnis und einen Plan… Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit anderen Büchern sind gewollt. Koushun Takamis Buch gab es aber wohl zuerst und Die Tribute von Panem eifern diesem nach. Sehr schnell merkt man aber die Unterschiede: Bei Battle Royale gibt es keine Freiwilligen, hier werden die Schulklassen verschleppt und die Handlung ist wesentlich brutaler. Hier fließt viel Blut und die Kämpfe sind grausam und detailreich. Ich fand das Buch nen wahren Knaller! Koushun Takami schreibt schnell und eindringlich, reißt den Leser von der ersten Seite an mit und lässt ihn erst auf der letzten Seite wieder los. Seite um Seite frisst der Leser und merkt am Ende nicht, dass er mal eben über 600 Seiten gelesen hat. Was die Schüler erleben, wie sie sich teilweise erst verbünden und aufgrund des großen Drucks dann doch zu Feinden werden, wie sich Liebende lieber gemeinsam in den Selbstmord stürzen um nicht allein übrig zu bleiben –das alles hat mich tief beeindruckt und ich habe das Buch förmlich verschlungen. Das Buch ist aus Sicht Shuyas geschrieben. Die vielen japanischen Namen sind am Anfang etwas schwierig zu lesen, aber bald reduziert sich ja die Anzahl und an die übrigen Namen gewöhnt man sich dann schnell. Damit das Buch nicht nur aus Kämpfen besteht und damit uns die Charaktere näher kommen gibt es immer wieder kleinere Rückblenden aus dem Leben der wichtigsten Personen. So versteht man auch besser warum sie so und nicht anders handeln. Fazit: Panem für Erwachsene. Hier hört die Handlung nicht da auf, wo es grausam und blutig wird, im Gegenteil!

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