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Leserstimmen (58)

Charlotte Link: Die Betrogene

Die Betrogene Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0085-7

Erschienen:  02.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Spannende Unterhaltung!

Von: Magnificent meiky Datum : 09.02.2017

magnificent-meiky.blogspot.de/

Nachdem ich nun schon ein paar Bücher von Charlotte Link gelesen habe, hatte ich mir unter dem Titel "Die Betrogene" ein bisschen was anderes vorgestellt. In Anbetracht der Geschichte finde ich den Titel nicht wirklich passend.

Kate hat vor allem einen Menschen in ihrem Leben - ihren Vater. Als dieser bestialisch in seinem eigenen Haus ermordet wird, kann sie das nicht auf sich sitzen lassen. Als Cop hatte ihr Vater viele Feinde und ein Verdächtiger ist schnell gefunden. Doch ob dieser wirklich sogleich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis seine Rache verübt? Kate gehen die Ermittlungen in der Ermordung ihres Vaters zu langsam voran, deshalb begibt sie sich eigens auf die Suche nach der Vergangenheit ihres Vaters. Schnell muss sie feststellen, dass ihr Vater nicht unbedingt der Mann war, für den sie ihn gehalten hat. Nach und nach zieht der Mord an ihrem Vater immer weitere Kreise und immer mehr Menschen geraten dabei in Gefahr.

Wie immer gibt es auch in diesem Buch verschiedene Handlungsstränge, die sehr lange zusammenhangslos sind. Ich wundere mich immer wieder darüber, wie es Charlotte Link schafft völlig unterschiedliche Familien und Themen zu einem großen Ganzen zu verbinden. In diesem Buch habe ich erstaunlich lange gebraucht, um den Zusammenhang der Stränge zu verstehen und den wahren Täter zu identifizieren. Leider hat sich das Ende ziemlich gezogen. Nachdem der Fall geklärt war, hat die Autorin noch sehr viel Aufklärung betrieben und "das Leben danach" beschrieben, was meiner Meinung nach unnötig war. Dadurch wirkte das Ende des Buches sehr langatmig, obwohl es mir während der gesamten Geschichte nicht so ging.

Fazit: Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant und spannend gestaltet. Mir fiel es sehr leicht in die verschiedenen Handlungsstränge zu finden und mit den Personen mitzufühlen und der Geschichte zu folgen. Meiner Meinung nach ist auch dieses Buch mal wieder ein gelungener Roman der Autorin.

Die Betrogene

Von: Nicole Plath Datum : 11.11.2016

www.nicole-plath.de

Die Polizistin Kate Linville ist eine kontaktscheue, einsame Frau. Einzig zu ihrem Vater hält sie Kontakt. Als dieser eines Tages grausam ermordet wird, beginnt sie, ihre eigenen Nachforschungen anzustellen. Der für den Fall zuständige Chief Inspector Caleb Hale ist in ihren Augen nicht geeignet, den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Caleb ist seit einigen Tagen trockener Alkoholiker, und das ist keine gute Voraussetzung, um sich vollkommen auf den Fall zu konzentrieren.

Bald schon gibt es eine Spur: Denis Shove, ein bekannter Krimineller, gerät in den Fokus der Ermittlungen. Shove ist auf der Flucht und sucht nach einem Versteck. Währenddessen plant der kurz vor einen Burn-Out stehende Drehbuchautor Jonas Crane eine Auszeit. Gemeinsam mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn fährt er zu einer abgeschiedenen Farm. Ohne Handy-Empfang, Telefon, Fernsehen, Radio, usw. scheint es genau der Ort zu sein, an dem Crane abschalten kann.

Charlotte Link verflechtet die Geschichte um Kate und Familie Crane zu einem spannenden Kriminalroman. Kate muss langsam erkennen, dass ihr Vater nicht der vollkommene, fehlerlose Mann war, wie sie immer glaubte. Neil Courtney sieht in der Familie Crane eine lukrative Einnahmequelle. Seine Freundin Terry ist die leibliche Mutter von Sammy Crane. Neil ist ein Mensch, der leicht reizbar ist und auch öfter mal zuschlägt. Er hat seine Ansichten und setzt diese auch mit Gewalt durch. Für ihn zählt nur er selbst.

Als Courtney von den Urlaubsplänen auf der Farm erfährt, tauchen er und Terry überraschend dort auf. Sie sorgen dafür, dass die Cranes ihre Zeit auf der Farm so schnell nicht mehr vergessen werden. Schon bald geht es um Leben und Tod. Packend schildert die Autorin die Ereignisse auf der Farm. Lange bleibt offen, was der Mord an Kates Vater mit dem Familienurlaub der Cranes verbindet.

Ein spannender Roman mit vielen Facetten. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine große Rolle. Verzweiflung, Angst, Sorgen – alles ist förmlich greifbar. Charlotte Link lässt den Leser an all den Ereignissen intensiv teilhaben. Hier gibt es eine klare Leseempfehlung.

Wenn nichts so ist, wie es scheint

Von: Kerry aus Berlin Datum : 20.09.2016

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Richard Linville wurde brutal ermordet. Der ehemalige Polizist hinterlässt lediglich eine erwachsene Tochter, doch für sie bricht eine Welt zusammen. Kate Linville ist selbst Polizistin bei Scotland Yard. Sie ist nicht besonders weit gekommen auf der Karriereleiter, wobei es ihr hier nicht unbedingt an fachlicher Kompetenz mangelt, sondern eher an sozialer und Ehrgeiz. Zu allem Überfluss ist sie auch keine Frau, der ein Mann einen zweiten Blick zuwirft. Kate hat keine eigene Familie, ihr Vater war ihr einziger Halt in ihrem Leben.


Kate nimmt sich kurzentschlossen Urlaub, reist nach Yorkshire und will selbst in dem Fall ihres Vaters ermitteln, denn den örtlichen Ermittlern traut sie nicht über den Weg. Nicht ganz zu Unrecht, wie sich herausstellt, denn DCI Caleb Hale mag einiges sein, aber sicherlich kein blendendes Vorbild für den Polizeidienst, denn in der Tat ist dieser alkoholkrank. Im Laufe ihrer Ermittlungen muss Kate jedoch feststellen, dass sie ihren Vater lange nicht so gut kannte, wie sie bisher angenommen hat.


Derweil machen Drehbuchautor Jonas Crane nebst Gattin Stella und Adoptivsohn Sammy gemeinsam Urlaub. Fernab jeglicher Technik und Mobilfunknetze wollen sie ein paar Tage wirklich nur als Familie verbringen, ohne an die Arbeit zu denken, sondern sich nur auf das Wesentliche besinnen. Die traute Familienidylle hält leider nur kurze Zeit an, denn die Vergangenheit holt die kleine Familie wieder ein ...



Wenn nichts so ist, wie es scheint! Der Plot des Buches wurde abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, die Story rund um Kate und ihren ermordeten Vater konnte mich leider nicht im erwarteten Maß fesseln, wohingegen ich bei den Passagen, in denen es um die Familie Crane ging, kaum dazu gekommen bin, Atem zu holen. Alles in allem würde ich sagen, es handelt sich um einen nicht ganz harmonischen, eher durchwachsenen Plot. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Die Figur der Kate war mir jetzt nicht direkt unsympathisch, allerdings konnte sie auch nicht wirklich viele Sympathiepunkte bei mir sammeln. Irgendwie war diese Figur (wohl beabsichtigt) recht farblos. Stella Crane hingegen hat mich voller Begeisterung zurückgelassen. Ich hätte auf den ersten Blick nicht gedacht, dass solch eine Willensstärke in dieser eher zurückhaltenden Frau steckt - sie ist in meinen Augen der Wahnsinn. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei hier gerade bei den Passagen um Kate und die Ermittlungen zum Mord an ihrem Vater deutliche Längen auftraten. Abschließend kann ich sagen, dass dies leider eines jener Bücher der Autorin ist, das mir nicht so gut gefallen hat.

Klasse Buch,auf jeden Fall lesenswert!

Von: Alina Datum : 19.08.2016

lostinpagesforever.blogspot.de/?m=1

Worum geht es eigentlich? :

Einsam wacht, wer um die Schuld weiß ...

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Zugleich bricht eine Familie aus London in die Ferien auf. In den Hochmooren von Yorkshire möchte der Drehbuchautor Jonas Crane in Begleitung von Frau und Sohn einem drohendem Burn-out entgehen. Die drei ahnen nicht, dass die Geschichte um Kates ermordeten Vater auch sie in Lebensgefahr bringen wird:
Ein flüchtiger Verbrecher ist auf der Suche nach einem einem abgeschiedenen Versteck...

OHNE SPOILER!!!

Meine Meinung:

Cover :
Ich finde ,dass das Cover sehr schön gestaltet ist. Ich denke mal, dass es sich bei der Landschaft auf dem Bild um die verlassenen Hochmoore handelt, in denen Familie Crane ja Urlaub macht. Es macht einen sehr verlassenen, trostlosen Eindruck, hat aber auch zugleich etwas geheimnisvolles an sich.

Schreibstil:
Ich finde den Schreibstil von Charlotte Link gut. Sie beschreibt so ,dass man sie sich alles gut vorstellen kann, aber es einem nicht zu langatmig erscheint. Man kann das Buch somit sehr leicht und ohne Probleme lesen.

Charaktere :
Ich finde, dass die Auswahl der Charaktere gut ist. Nicht diese perfekten, gutaussehenden Protagonisten, sondern ganz normale Menschen, die auch Probleme haben. Es ist auch interressant zu erfahren, wie die Hauptfiguren sich in innerhalb des Buches verändern und was man alles noch über sie erfährt.

Inhalt

Das Buch ist spannend und voller Ereignisse, sodass man eigentlich nicht aufhören möchte zu lesen. Mir gefällt es auch gut, dass nicht nur aus einer, sondern aus mehreren Sichten erzählt wird, da man so aucu mehr Einblick in das Denken und die Gefühle der Anderen bekommt. Man hat bis zu ca. 100 Seiten vor dem Ende wirklich gar keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte, da immer, wenn die Ermittler eine Spur haben, diese immer wieder ,,verwischt" wird und die Lage manchmal echt aussichtlos erscheint.

Also....
Ich finde das Buch sehr gelungen und würde es jedem, der gerne Kriminalromane ließt
weiterempfehlen.

Rezension Die Betrogene

Von: Sophie Datum : 30.04.2016

Die Betrigene
Autor: Charlotte Link
Verlag: blanvalet
Preis: 9,99€
Genre: Kriminalroman
Seitenanzahl: 640

ACHTUNG!
Spoileralarm, für alle die es noch nicht gelesen oder zu ende gelesen haben sollten jetzt wegdrücken!!!

Inhalt
Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich
Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu
und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie
liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam
ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da
sie dem Alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut,
macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen
Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit
ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.


Zugleich bricht eine Familie aus London in die
Ferien auf. In den Hochmooren vom Yorkshire möchte
der Drehbuchautor Jonas Crane in Begeleitung von
Frau und Sohn einem drohenden Burn-out entgehen.
Die drei ahnen nicht, dass sie Geschichte um Kates
ermordeten Vater auch sie in Lebensgefahr bringen wird:
Ein flüchtiger Verbrecher ist auf der Suche nach
einem abgeschiedenen Versteck...

Eigene Meinung
Ich mochte den Schreibstil sehr und ich kann es nur weiterempfehlen.
Die Spannung zog sich durchs ganze Buch und man war wie in einem Ban. Man konnte das Buch voller Geheimnisse und Verschwörungen gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach wissen, wer der Mörder war und gegen Ende kommt nocheinmal so eine krasse Wendung wie man nie gedacht hätte. Top!! Sehr sehr schönes Buch mit unglaublich viel Spannung.

Ich fand es grausam wie Richard Linville, Melisa Cooper und Dowrick ermordet wurden. Verdammt qualvoller Tod. Charlotte Link hat es so ausführlich beschrieben, dass ich egal wo ich war Licht anmachen musste.

Neil Courtney alias Denis Shove fand ich von Anfang an gruslig. Als Sammy sein Fahndungsbild dann in der Zeitung gesehen hat, habe ich wirklich bis kurz vorm Schluss geglaubt er hat die drei Ermordet. Aber Caleb und Kate hatten schon Recht, es ging nicht um Richards Berufsleben sondern um sein Privatleben.

Die Exafäre und der Ex beste Freund, beide Qualvoll ermordet.. Ich konnte mir zum Schluss keinen Reim drauf machen, was die miteinander zu tun haben.

Als Dowrick gefunden wurde und klar war, dass er als erstes gestorben sein musste, gab sich für mich noch ein Rätsel auf.. Warum er zuerst?

Graee und Kadir fand ich anfangs beide sehr merkwürdig.
Ein geistig gestörtes Mädchen und ein Mann der den ganzen Tag auf einer Mauer sitzt, weil ihm die Wände in seiner Wohnung entgegen kommen.
Aber als grace Caleb zu dem Ort geführt hat, wo Kadir und Kate eingesperrt waren, war ich sehr glücklich das es alle gerade noch so geschafft haben.

Tja und wer war der Mörder?
Janes Bruder - Sean Holgates
Und sie hat ihn schön mit Infos versorgt..
Man, ich habe wirklich gehofft Denis wär es gewesen aber naja, das war natürlich eine sehr krasse Wendung.
Immerhin hat Jane die Familie Crane gerettet, die wären ohne sich jedenfalls gestorben.
Fazit
Sehr gutes Buch.
Unglaublich viel Spannung, man muss es einfach gelesen haben. Es werden viele schlimme Geheimnisse gelüftet und schlimme Morde. Es lohnt sich herauszufinden wer der Mörder ist...

Bewertung
5/5

Ein raffiniert komponierter Spannungsroman um Schuld und Rache

Von: Claudia Bett Datum : 26.04.2016

www.claudiabett.com

Inhalt:

Kate Linville ist Detective Sergeant bei Scotland Yard in London, beruflich nicht besonders erfolgreich, unsicher, schüchtern, menschenscheu und kontaktarm. Seit dem Tod ihrer Mutter gibt es nur noch einen Menschen, den sie liebt, dem sie bedingungslos vertraut und der ihr Halt gibt – ihr Vater, der pensionierte Chief Inspector Richard Linville, der in Scalby in North Yorkshire lebt. Nachdem dieser brutal gefoltert und auf grausame Weise ermordet wird, gerät Kates Leben völlig aus den Fugen, zumal der Mord bislang nicht aufgeklärt werden konnte. Da die Polizei vor Ort noch immer im Dunkeln tappt, beschließt Kate, nach Scalby zu fahren und dort auf eigene Faust zu ermitteln. Als schon kurz nach ihrer Ankunft ein weiterer Mord geschieht und Kate herausfindet, dass zwischen dem Opfer und ihrem Vater eine Verbindung bestand, gerät ihre Welt vollkommen ins Wanken, denn je mehr sie über die Vergangenheit erfährt, desto deutlicher reift in ihr die Erkenntnis, dass ihr Vater offenbar ein Doppelleben führte und ihre einzige Vertrauensperson nicht der Mensch war, der er zu sein schien.
Zur gleichen Zeit beschließt Jonas Crane, sich in den Hochmooren von Yorkshire eine Auszeit zu gönnen. Der Drehbuchautor steht kurz vor einem Burnout und möchte gemeinsam mit seiner Frau und seinem fünfjährigen Adoptivsohn Sammy ein paar Wochen auf einer einsamen Farm verbringen, denn dort, so hofft er, kann er fernab der Zivilisation und ohne Internet und Handyempfang endlich ein wenig Abstand vom Alltagsstress bekommen. Als eines Tages Sammys leibliche Mutter Terry vor der Tür steht, entpuppt sich diese idyllische Abgeschiedenheit jedoch schnell als Fluch.

Meine persönliche Meinung:

Seit mich vor etwas mehr als zehn Jahren Charlotte Links 'Die Täuschung' vollkommen begeistert hat, habe ich alle Kriminalromane der Autorin gelesen und wurde bislang nie enttäuscht. Ihre historischen Romane konnten mich zwar nicht überzeugen, aber all ihre Spannungsromane habe ich mit großem Vergnügen regelrecht verschlungen. Ganz besonders gefallen mir ihre Bücher, die in England spielen und habe mich deshalb gefreut, dass auch der Schauplatz ihres neusten Romans 'Die Betrogene' dort angesiedelt ist.
Wie bereits in ihren anderen Kriminalromanen, führt die Autorin auch in 'Die Betrogene' zwei Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, sehr gekonnt zusammen. Im Verlauf der Erzählung, in der man abwechselnd die polizeilichen Ermittlungen vor Ort, Kate Linvilles eigene Recherchen, aber auch die Ereignisse, die sich in dem abgelegenen Feriendomizil der Familie Cane zutragen, begleitet, wird der Leser immer wieder raffiniert in die Irre geführt und auf die falsche Fährte gelockt. Gespannt rätselt man mit, überlegt wer der Täter sein könnte, versucht Verbindungen herzustellen, folgt unterschiedlichen Spuren, muss den ein oder anderen Verdacht aber immer wieder verwerfen, weil sich stets neue Wendungen ergeben. Wie und ob der Mord an Richard Linville mit dem Schicksal der Familie Crane in Verbindung steht, wird erst am Ende des Romans entschlüsselt. Bis dahin gelingt es Charlotte Link, den Spannungsbogen stets aufrechtzuerhalten und sich nie in ausschweifende Beschreibungen zu verlieren, sodass das Buch, trotz seiner 640 Seiten, keine unnötigen Längen enthält.
Zugegebenermaßen ist der Schreibstil der Autorin nichts Besonderes, sprachlich und stilistisch ist dieser Roman freilich kein literarisches Meisterwerk, will es vermutlich auch gar nicht sein, aber gerade die recht einfach gehaltene, schnörkellose und leicht verständliche Sprache sorgt für einen schnellen Lesefluss und durchgehende Spannung. Das Buch ist auch keineswegs lediglich triviale Unterhaltung, wie es der Autorin häufig vorgeworfen wird, denn womit mich Charlotte Link auch in diesem Roman wieder vollkommen überzeugen konnte, ist ihr erzählerisches Talent sowie ihre Fähigkeit, einen logischen, komplexen und spannenden Plot aufzubauen und die verschiedenen Handlungsfäden am Ende zu einem stimmigen Ganzen zu verknüpfen.
Doch selbst eine noch so gut durchdachte und schlüssige Erzählung vermag mich nicht zu fesseln, wenn die Charaktere blass und flach sind, denn der eigentliche Kern einer Geschichte sind meiner Meinung nach die Protagonisten. Charlotte Link gelingt es, sehr facettenreiche, glaubwürdige und interessante Charaktere zu entwerfen und das Verhalten jedes Akteurs vor dem Hintergrund seiner Geschichte nachvollziehbar herauszuarbeiten. Nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch die Nebenfiguren sind sehr fein gezeichnet, wie zum Beispiel ein Iraker, der schwer traumatisiert ist und noch immer unter den Folgen der psychischen und physischen Gewalt leidet, die er während des Terror-Regimes Saddam Husseins erfahren musste. Allerdings waren es vor allem die Frauenfiguren, die mich sehr beeindruckten. Auch wenn Kate Linville mit ihren ständigen Selbstzweifeln mitunter etwas anstrengend war, konnte ich mich in diese Protagonistin am besten einfühlen und mit ihr mitleiden. Am Ende des Romans wurde mir jedoch klar, dass der Buchtitel 'Die Betrogene' sich keineswegs nur auf Kate bezieht, die nach dem Mord an ihrem Vater erfährt, dass er mitnichten der vorbildliche Polizist und treusorgende Ehemann war, für den sie ihn stets hielt, sondern auch andere weibliche Protagonistinnen um ihr Leben, ihr Glück und ihr Vertrauen betrogen wurden.
'Die Betrogene' ist ein wirklich fesselnder, hervorragend erzählter und gut komponierter Spannungsroman um Rache, Schuld und Vergeltung.

Die Betrogene

Von: ElaLettrice Datum : 03.03.2016

elalettrice.wordpress.com

Ein toller Kriminalroman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Er zeigt, wie aus einem schlimmen Unglück ein Drama werden kann.

Der pensionierte Kriminalkommissar Richard Linville wird grausam ermordet aufgefunden. Seine Kollegen versuchen, den Mord aufzuklären, dabei kommt ihnen Kate, die Tochter von Richard immer wieder in die Quere. Sie stellt eigene Ermittlungen an, da ihr die Polizei nicht die richtige Richtung einzuschlagen scheint. Schon bald geschieht ein weiterer Mord und die Frage ist: „Stehen die beiden Morde miteinander in Verbindung?“.

In einem Nebenhandlungsstrang versucht die Familie Crane aus Ihrem Alltagsstress zu entfliehen. Sie beschließen Urlaub auf einer einsamen, abgeschotteten Farm in den Hochmooren zu machen, um zur Ruhe zu kommen. Doch war das eine so gute Idee?

Charlotte Link beschreibt ihre Protagonisten wie immer sehr Bildhaft und eindringlich. Man fühlt mit ihnen, weil sie ihre verletzliche Seite offenbaren und dadurch Mitgefühl bei mir erwecken.

Während des Leseflusses wird klar, dass die Figuren, die nicht so breit dargestellt sind, dennoch für den Handlungsverlauf sehr wichtig sind und wie üblich bei den Krimis von Frau Link kann man sich sicher sein, dass es am Ende immer eine schlüssige Auflösung geben wird. Auch dieses Mal war ich wieder sehr überrascht, als ich erfuhr, wer der Mörder war und aus welchen Motiven heraus er gehandelt hat. Mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich vom Ende ein klein wenig enttäuscht war, denn während der ganzen Geschehnisse zuvor, gab es sehr detaillierte und umfangreiche Beschreibungen und der Schluss war mir persönlich zu knapp bemessen. Die Auflösung des Falls war irgendwie lieblos geschildert.

Es ist nicht das stärkste Buch von Charlotte Link, aber dennoch hat es mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Ich habe viel Kritik zu “Die Betrogene” gelesen. Ich finde aber, dass es wieder ein gelungenes Buch von Charlotte Link war. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder, in welchem Bezug alle Personen zueinander stehen könnten. Viele Handlungsstränge, die aber zu einem schlüssigen Ende führen. Wie üblich für die Autorin ein sehr einfacher, verständlicher Schreibstil, der es einem ermöglicht durch die Geschichte durchzufliegen. Super spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Beide Daumen hoch!!!

Lesenswert!

Von: Nadia Datum : 01.03.2016

nadias-cottage.blogspot.ch

Ein düsteres Haus unter düsterem Himmel als Cover - das verspricht spannende Unterhaltung genach nach meinem Geschmack. Noch dazu ist die Autorin Charlotte Link, grundsatzlich also ein Garant für Spannung und Nervenkitzel, denn ich mag ihre Bücher sehr gerne. Doch gleich vorneweg muss ich sagen, dass "Die Betrogene" nach meiner Meinung leider nicht unbedingt ihr bestes Werk ist. Lesenswert aber dennoch auf jeden Fall!

Die Geschichte hat vielversprechend begonnen und die ersten ungefähr 100 Seiten habe ich zügig gelesen, doch dann hat's angefangen zu harzen - bei mir und ein bisschn auch beim Buch. Irgendwie ist der Winter ganz offensichtlich für mich eher Handarbeits- als Lesezeit, und Thriller werden vielmehr im Sommer unterm Kirschbaum oder im Strandkorb verschlungen als im Winter vor dem Ofen. Das erklärt wohl auch, weshalb ich effektiv Monate (!) gebraucht habe, um das Buch zu lesen. *schäm* Denn so schlecht, wie jetzt vielleicht der Eindruck entstehend könnte, war die Geschichte wirklich nicht. Zwar hatte die Story zwischendurch Längen und einige Passagen, die man sicher gut hätte kürzen können, aber dieses Gefühl habe ich bei vielen Büchern.

Erzählt werden zwei verschiedene Handlungsstränge:

Auf der einen Seite ist da der Mord an Kate Linvilles Vater, einem Ex-Polizisten. Kate, selbst Polizistin, mischt sich in die Ermittlungen der zuständigen Polizeibehörden ein und macht sich damit nicht nur Freunde. Der Leser erfährt (zu) viel über Kates Probleme, ihre Unfähigkeit Freunde zu finden, ihre Einsamkeit und ihr ziemlich verkorkstes Leben. Und da ist ja dann auch noch Polizist Caleb, ein trockener Alkoholiker, an den sich Kate in ihrer Verzweiflung und nach übermässigem Alkoholkonsum (oh je) ranschmeisst - wie peinlich!

Auf der anderen Seite haben wir eine Familie - Mama, Papa, fünfjähriger Adoptivsohn - die sich eine Auszeit auf einem einsam gelegenen Bauernhof auf dem Land (wohl derjenige auf dem Cover) gönnt, weil Papa kurz vor einem Burnout steht. Ein Burnout wäre aber noch das kleinere Übel gewesen im Hinblick auf das, was die Familie auf dem abgelegenen Gehöft erwartet. Hier muss ich zugeben, dass ich mich beim Lesen extremst über das Verhalten der Mutter aufgeregt habe. So hilflos und passiv würde sich garantiert kein normaler Mensch verhalten, erst recht nicht wenn man weiss, dass das eigene und das Leben der restlichen Familienmitglieder auf dem Spiel steht. Durch diese Szenen habe ich mich regelrecht durchgeärgert.

Glücklich darüber, dass die phlegmatische Familie endlich aus ihrer misslichen Lage befreit wurde, ging es dann bei mir auch mit dem Lesen wieder wesentlich zügiger voran. Das letzte Viertel des Buches habe ich wieder als sehr spannend empfunden und entspechend gerne gelesen. Der Schluss war für mich überraschend, obwohl das eine oder andere "Aha-Erlebnis" dabei war und ich mir gedacht habe, dass man eigentlich darauf hätte kommen können (wäre ich vielleicht auch, wenn sich die Lektüre nicht über eine halbe Ewigkeit hingezogen hätte). Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.

Dieses Buch kann ich auch für Leser empfehlen, die es nicht allzu blutrünstig und brutal mögen. :-)

Ein wirklich intelligent aufgezogener Krimi

Von: Kendra Datum : 09.01.2016

traumfantasiewelten.blogspot.de/

„Die Betrogene“ von Charlotte Link ist ein wirklich toller Krimi, der mit einer wunderbaren strukturierten und gut durchdachten Handlung und mit vielschichtigen Charakteren überzeugen kann, die wir in den auftretenden Perspektivenwechsel sehr gut kennenlernen können.
Obwohl das Buch mit seiner hohen Seitenanzahl ein ganz schöner Brocken ist, liest es sich so flüssig und angenehm, dass man praktisch nie das Gefühl von Endlosigkeit hat. Denn man ist aufgrund der Spannung in einem Leserausch, der einen quasi durch die Seiten trägt.

Bereits der Prolog lässt einiges an Fragen offen, die im weiteren Verlauf noch weiter geschürt werden und immer mehr an Nahrung erhält. Und so befinden wir uns bald in einem Hamsterrad aus Fragen, denn schon bald sollen sich verschiedene Morde ereignen, die auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang stehen.
Nicht nur der Leser tappt am Anfang im Dunklen, auch Kate Linville die aufgrund des grauenvolles Mordes an ihrem Vater in ihre Heimat zurückkehrt. Während sie der Ermittlungsarbeit der zuständigen Polizei nicht vertraut, da der leitende Detecive Caleb aufgrund von seinem Alkoholproblem nicht gerade in ihren Augen den Fall aufklären kann, beginnt sie auf eigene Faust zu forschen. Da ihr Richard Linville ebenfalls vor seiner Pensionierung Detective Chief Inspector bei der Polizei war, liegt der Verdacht nahe, dass sich ein ehemaliger Verbrecher an ihm rächen wollte....doch stimmt diese Theorie? Oder war es einfach nur ein Einbrecher? Und was haben die weiteren sich zutragende Morde miteinander zu tun?
Außerdem gibt es da noch die Familie Crane, die aufgrund eines drohenden Burnout von Jonas Crane sich einen Rückziehort auf einer abgeschieden gelegenen Farm suchen. Einem Platz, an dem es keine Möglichkeit gibt, mit der Zivilisation in Kontakt zu treten.
Außerdem befindet sich Shove , ebenfalls ein Verdächtiger auf der Flucht, der scheinbar zu allem bereit ist....und sich zu einer Schattengestalt entpuppt.
Und was ist damals im Herbst 2001 geschehen, dass noch heute seine Auswirkungen hat?

Ein wirklich intelligent aufgezogener Krimi, der mit seinen vielen verschiedenen Fährten den Leser sehr schön an der Nase herumführt und so die Spannung sehr lange anhält.
Auch die Beschreibungen der Charaktere und deren ganz eigenen Dramen im Leben, hauchen ihnen Menschlichkeit an und lassen uns an ihren Schwächen teilhaben, die sie so gut wie es geht zu verstecken versuchen . Doch jeder Mensch hat nun einmal seine ganz eigenen wunde Punkte.
Kate ihrer ist die Einsamkeit , über die sie mittlerweile sehr verbittert geworden ist: . Zitat Seite 217: „Ich habe kein Leben. Das ist ja eben das Schlimme!“
Außerdem sind die wechselnden Perspektiven sehr gekonnt vollzogen worden, und so können wir die verschiedene Handlungsstränge verfolgen, die sich letztendlich zu einem großen Ganzen verbinden. Die Dynamik die diese Erzählweise schafft , macht die Geschichte mitreißend. Zusätzlich zur Spannung macht das dieses Buch zu einem wunderbaren Krimi.

Konnte mich komplett überzeugen und begeistern

Von: lenisvea Datum : 02.01.2016

lenisvea.blogspot.de

Zum Inhalt:
Einsam wacht, wer um die Schuld weiß ...

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich hatte vorher ziemlich Bedenken aufgrund der hohen Seitenanzahl von 640 Seiten, dieses war aber unbegründet, das Buch war so spannend, dass ich es innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.

Mein letztes Buch von Charlotte Link ist schon etwas her gewesen, deshalb war ich dementsprechend neugierig auf dieses neue Werk.

Ich bin von Anfang an gut in das Buch rein gekommen, es war von der ersten bis zur letzten Seite spannend und es hatte trotz der vielen Seiten meiner Meinung nach keine Längen. Zum Schluss hin konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, es war in sich alles stimmig.

Es wechselte ja immer zwischen den Mordermittlungen um Kates Vater und um das Geschehen rund um die Familie ….

Alles in allem hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich nichts anderes als 5 Sterne vergeben kann. Von mir gibt es eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

Konnte mich komplett überzeugen und begeistern

Von: lenisvea Datum : 02.01.2016

lenisvea.blogspot.de

Zum Inhalt:
Einsam wacht, wer um die Schuld weiß ...

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich hatte vorher ziemlich Bedenken aufgrund der hohen Seitenanzahl von 640 Seiten, dieses war aber unbegründet, das Buch war so spannend, dass ich es innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.

Mein letztes Buch von Charlotte Link ist schon etwas her gewesen, deshalb war ich dementsprechend neugierig auf dieses neue Werk.

Ich bin von Anfang an gut in das Buch rein gekommen, es war von der ersten bis zur letzten Seite spannend und es hatte trotz der vielen Seiten meiner Meinung nach keine Längen. Zum Schluss hin konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, es war in sich alles stimmig.

Es wechselte ja immer zwischen den Mordermittlungen um Kates Vater und um das Geschehen rund um die Familie ….

Alles in allem hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich nichts anderes als 5 Sterne vergeben kann. Von mir gibt es eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

macht absolut süchtig

Von: Koch Marlies aus 22397 Hamburg Datum : 01.01.2016

Das neue Buch "Die Betrogene" ist das Beste was ich in letzter Zeit gelesen habe. So spannend und psychologisch gut geschrieben. Ich konnte es fast nicht weglegen. Grossartig !!!!

Charlotte Link versteht es einfach den Leser von Beginn an zu fesseln

Von: Max Sanders von Sixth Chapter Datum : 27.12.2015

sixthchapter.blogspot.de/

Und so hat sie sich auch bei Die Betrogene vor allem in Punkto Spannung selbst übertroffen. Ich fand es unglaublich spannend und packend und so konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ohne unnötigen Kitsch baut sie einen Spannungsbogen auf, der seines Gleichen sucht. Auch die Charaktere sprühen nur so von Lebendigkeit und machen Die Betrogene zum absoluten Pageturner. Von Beginn an wird der Leser gefesselt und der lockere Schreibstil sowie der logisch aufgebaute und gut nachvollziehbare Handlungsverlauf macht das Lesen zum Krimivergnügen à la Harlen Coben.

Für alle, die nach einer spannenden und sehr unterhaltsam geschriebenen Story suchen und natürlich auch alle Charlotte Link Fans.

Rache verjährt nicht

Von: Martinas Buchwelten Datum : 12.12.2015

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Darum gehts:
Kate Linville ist zwar Polizistin bei Scotland Yard, doch außerhalb ihres Berufes ist ihr Leben alles andere als aufregend und prickelnd. Die kontaktscheue Frau hat keine Freunde und die einzige Person, zu der sie Kontakt hält, ist ihr Vater. Als dieser, Polizeibeamter in Ruhe, brutalst ermordert wird, kehrt Kate aus London in ihren Heimatort Scalby zurück, um den Nachlass zu regeln. Frustriert von den stockenden Ermittlungen beginnt sie selbst zu recherchieren und entdeckt eine ganz andere Seite ihres Vaters....

Meine Meinung:
Charlotte Link erschafft mit ihren Kriminalromanen spannende Lektüre vom Feinsten. Wie bei jedem Autor sind manche Bücher besser, manche schlechter und "Die Betrogene", gehört meiner Meinung nach zu den besseren Kriminalromanen der Schriftstellerin. Ich hatte das Buch bereits im September zum Erscheinungstermin in unserer Bücherei vorbestellt, aber leider erst im Ende November erhalten. Egal, jetzt ist es auch gelesen =)...Bücher werden ja nicht schlecht - Gott sei Dank, wenn ich so meinen SuB ansehe...

Bereits der Prolog begann überzeugend und ließ mich eintauchen in die Welt eines fünfjährigen Jungen, der sein Geburstaggeschenk ausprobiert: sein nigelnagelneues Fahrrad. Unweit seines Elternhauses auf einer einsamen Landstraße rast er in seiner kindlichen Vorstellung als Rennfahrer dahin...bis plötzlich etwas Unerwartetes eintritt....etwas, das uns die Autorin nicht verrät, aber der Ausgangspunkt zu den Morden im Verlauf des Buches sein wird.

Danach im ersten Kapitel der Schwenk zum Mord an Policeofficer Linville, der nicht an Brutalität spart und einem Thriller in nichts nachsteht, sowie einige Fragezeichen für den Leser bereit hält. Die zuständigen Ermittler DCI Caleb Hale und seine Partnerin beginnen zu ermitteln, doch außer einem ehemaligen Verbrecher, den Linville ins Gefägnis gebracht hat und der Rache geschworen hat, haben sie keine wirkliche Spur. Die Tochter des Ermordeten, Kate, die bei Scotland Yard angestellt ist, verliert durch den Mord ihre einzige Bezugsperson. Die sehr kontaktscheue und zurückgezogene Frau kehrt deshalb kurzfristig aus London in ihren Heimatort zurück, um den Nachlass ihres Vaters zu ordnen. Währendessen laufen die Ermittlungen im Kreis und Kate versucht bald auf eigene Faust den Mord aufzuklären. Sämtliche Androhungen eines Disziplinarverfahrens lassen sie kalt, denn in ihrem Leben gibt es keinen anderen Fixpunkt mehr und die Auflösung des Mordes liegt ihr am meisten am Herzen.

Parallel dazu erzählt uns der zweite Handlungsstrang von Stella und Jonas Crane. Die beiden sind Adoptiveltern eines 5-jährigen Jungen namens Sammy. Jonas ist Drehbuchautor und kurz vor einem Burn out. Sein Arzt verordnet ihm Abstand zu seinem stresigen Job und schlägtihm einen Urlaub in einer einsamen Gegend vor. Er soll ausspannen und sein Handy und den Computer zuhause lassen. Die Cranes setzen den Vorschlag um und mieten ein abgelegenes Haus im Hochmoore von Yorkshire. Kurz vor Urlaubsantritt erhalten Sie jedoch noch unerwarteten Besuch von der leiblichen Mutter und dessen Lebensgefährten.....

Beide Handlunsgsstränge beginnen erst ganz langsam ineinander zu greifen und man stellt sich lange die Frage, wie die beiden Geschichten zusammen gehören. Auf den mehr als 600 Seiten behält die Autorin nicht immer den Spannungsbogen am Limit, beendet aber meistens jeden Abschnitt mit einem kleinen Cliffhanger. Es finden sich auch ein paar Längen im Mittelteil, trotzdem konnten mich beide Handlunsgstränge größtenteils fesseln, denn die Autorin streute auch einige unerartete Wendungen in ihre Story ein. Im letzten Drittel konnte ich jedoch bereits den Täter erahnen bzw. wohin das Ganze hinauszulaufen beginnt....

Schreibstil und Charaktere:
Wie bereits von der Autorin gewohnt, lässt sich auch dieser Krimi leicht und flüssig lesen. Die einzelnen Charktere und ihre Beweggründe fand ich überzeugend. Die Geschichte der Cranes fand ich sogar noch ein bisschen spannender...besonders die Figur von Stella gefiel mir sehr gut, die wie eine Löwin um ihr Junges kämpft! Kate hingegen hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite war sie eine tüchtige Ermittlerin, die die Fährten richtig deutete, aber so voll Unsicherheit war....trotzdem erlaubte sie sich einige Alleingänge bei den Ermittlungen.

Fazit:
Ein komplexer Krimi mit teilweise kleinen Thrillereinschlägen, der gekonnt zwei unabhängige Handlungsstränge zusammenführt. Wegen kleiner Längen im Mittelteil und die Erahnung des Täters vergebe ich vier Sterne

Viel Jammerei und eine Geschichte zu viel

Von: Bücherparadies Datum : 07.12.2015

buecherparadies.eu

Es ist Tatsache - wird ein Polizist ermordet, wird diesem Mord mehr Aufmerksamkeit zugeschrieben. Ist die Tochter auch noch Polizistin, wird auch sie darin "ermitteln" auf eigene Faust. Genau das macht die Protagonistin Kate Linville aus dem neuen Roman von Charlotte Link.

Kate Linville ist die Tochter eines Polizisten und selbst Polizistin bei Scotland Yard. Eigentlich sollte sie ein glückliches Leben haben, einen tollen Job hat sie ja scheinbar schon. Doch sie fühlt sich um ein glückliches leben betrogen - kontaktscheu und einsam ist sie und es gibt nur einen Menschen in ihrem Leben, der ihr Halt gibt - ihr Vater. Als dieser aber grausam in seinem Haus ermordet wird, wird ihr auch noch dieser entrissen und ihre Welt bricht zusammen. Kurzerhand fährt sie in den Ort und in sein Haus und fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln, denn dem ortsansässigen, alkoholkranken Ermittler traut sie nicht so ganz. Sie entlarvt immer mehr Vergangenheit ihres Vaters, auf welche sie am liebsten gar nicht gestoßen wäre...

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von diesem Buch halten soll geschweige denn groß darüber schreiben. Es lässt mich verwirrt zurück und etwas enttäuscht. Eigentlich hätte man aus diesem Buch zwei schreiben können, da hier zwei Handlungen nebeneinanderher laufen ohne etwas miteinander zu tun zu haben.

Auf der einen Seite haben wir hier Kate - eine Polizistin bei Scotland Yard - die ihren Vater auf tragische Weise verliert. Selbst Polizist, wurde dieser in seinem eigenen Heim ermordet. Daraufhin geht Kate in sein Haus und ermittelt auf eigene Faust. Zwischendurch blitzt immer wieder ihr kaputtes Selbstwertgefühl durch und eigentlich denkt sie, sie bekommt gar nichts auf die Reihe. Mir persönlich war das irgendwann zuviel des Guten - man fragt sich irgendwann, was die gute Frau bei Scotland Yard macht, wenn ihr kaputtes Selbstwertgefühl echt alles einnimmt, was ihr Denken und Handeln bestimmt. Im Grunde müsste man hier ja Mitleid mit ihr haben, aber mich hat das irgendwann nur noch genervt und ich konnte mich nicht so recht mit ihr anfreunden. Natürlich ist es nicht schön, den Vater zu verlieren und das auf solche Weise, aber wenn die Autorin in jedem Satz, welcher sich um die Progatonistin dreht, eine niederschmetternde Denkweise darlegt, drückt das die Lesestimmung ganz schön runter.

Auf der anderen Seite haben wir die Familie Crane, die sich eine Auszeit aus dem Leben nimmt und an einen abgelegenen Ort fährt, um dort ohne Internet, Telefon usw. eine Zeit lang auszukommen und zu sich zurückzufinden. Hier erwartet sie jedoch dann ein schlimmeres Grauen als das heutige vernetzte Zeitalter.

Die Abschnitte mit den Cranes fand ich fast spannender als die eigentliche Geschichte rund um Kates Vater, bei welchem der Mord ja noch immer nicht aufgedeckt wurde. Was die beiden Geschichten miteinander zu tun haben, sei dahingestellt, am Ende führt nichts zusammen was man sich hier herausspinnt.

Als man dann tatsächlich auf die Spur des Mörders kommt, ist es doch wieder etwas interessanter, was hier die Beweggründe waren und wie es abgelaufen ist. Auch der Schreibstil ist sehr gut gewählt und lässt einen eigentlich gut lesen, wäre die Story an sich nicht etwas lang und zäh. Ich denke, hätte man aus den beiden Geschichten jeweils ein Buch gemacht, wäre etwas besseres daraus geworden.

So ganz mag ich das Buch ja nicht empfehlen, denn wer Link kennt und auch schon von ihr gelesen hat, wird sie hier nicht ganz zu ihren Spitzenzeiten wieder erkennen. Dennoch ist eine gewisse Spannung enthalten und als Fan ist ja sowieso jedes Buch ein Must-Have!

Spannender Krimi mit einigen Längen

Von: Petra Donatz aus 42659 Solingen Datum : 24.11.2015

leseratte1969.blogspot.de/

Klappentext
Einsam wacht, wer um die Schuld weiß. Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Die Autorin
Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Im Tal des Fuchses und zuletzt Die letzte Spur eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 24 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.
"Ihr Markenzeichen sind psychologische Krimis, klug konstruierte Pageturner, […] in denen die Aufklärung von Morden genauso viel Raum einnimmt wie die seelische Welt der Figuren."
Quelle Brigitte

Meine Meinung

Story
Wieder einmal hat die Bestseller Autorin Charlotte Link einen sehr umfangreichen und spannenden Roman erschaffen, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Auch wenn ein paar Längen im Buch waren, die mir einfach zu ausführlich beschrieben wurden, konnte der Roman wieder Punkten.
Die Story ist wieder einmal in mehrere Handlungsstränge eingeteilt, die im Laufe des Buches zu einer Geschichte zusammen fließen. Dabei haben mir manche Handlungsstränge gut gefallen, andere hingegen waren mir zu sehr und künstlich in die Länge gezogen. Zum einen wird eine Familie von einem Verbrecher in eine Scheune eingesperrt, aus der es kein entkommen gibt. Man bangt als Leser mit der Familie. Der Vater wurde angeschossen und schwebt in Lebensgefahr. Zum anderen droht ihnen und besonders dem fünf jährigen Sohn, dass sie verdursten. Im anderen Handlungsstrang versucht die unscheinbare und sehr distanzierte Kate, Polizistin Scotland Yard, den brutalen Mord an ihrem Vater eigenmächtig aufzuklären, obwohl sie überhaupt nicht dazu bemächtigt ist und den ermittelnden Polizisten dabei in die Quere kommt. Mehr möchte ich euch auch nicht verraten.

Schreibstil
Das Buch ist in einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil geschrieben, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. Einmal begonnen ziehen einen die einzelnen Handlungsstränge, der eine mehr, der eine etwas weniger, in seinen Bann. An das Ende jeden Kapitels, baut die Autorin einen Cliffhanger ein und macht dann an anderer Stelle weiter, was die Spannung sehr steigert.

Charaktere
Auf die einzelnen Charaktere konnte ich mich allerdings nicht so richtig einlassen,. Bis auf Kate, die mir sehr sympathisch war und als kleine, graue Maus dargestellt wird, was beim Leser den Beschützerinstinkt weckt. Alle anderen hatten mir einfach nicht genug tiefe, so dass ich zu ihnen ein distanziertes Verhältnis hatte. Dennoch passten sie alle sehr gut in ihre zugewiesenen Rollen.

Mein Fazit

Wieder ein guter Krimi aus der Feder von Charlotte Link, der aber auch einige Längen aufweist.
An einigen Stellen hätte die Autorin auch nicht so ins Detail gehen müssen, was die Spannung teilweise gelähmt hat. Dennoch ein gut lesbarer und mitreißender Thriller, wie man es von Charlotte Link gewöhnt ist. Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle Charlotte Link Fans.

Fehlende Spannung

Von: Carina Hilbrands aus Weener Datum : 16.11.2015

caboostories.blogspot.de

Laut Klappentext müsste es sich um ein sehr spannendes Buch handeln, .... dachte ich.
An für sich ist "Die Betrogene" auch ein guter Kriminalroman, mit einem sehr tragischen, familiären Hintergrund. Im Grunde besteht dieses Buch genau genommen sogar aus zwei Familientragödien, die jede für sich dramatisch und gut geschrieben sind.
Jedoch hat es mir an Spannung gefehlt. An einigen Stellen wird die Geschichte, meiner Meinung nach, zu weit in die Länge gezogen und manche Dinge sind für mich einfach völlig irrelevant und haben keinerlei Bezug zu den Hauptereignissen.
Auch konnte ich mich nicht so richtig mit den Protagonisten (vor allen Dingen nicht mit Kate) anfreunden. Sie war mir von Anfang an unsympathisch und deshalb konnte ich absolut nicht mit ihr mitfühlen, geschweige denn Mitleid mit ihr empfinden. Sehr schade, da so das Lesen um einiges weniger Spaß gemacht hat.
Achtung Spoiler!
Für mich war die Story relativ schnell durchschaubar und es war mir ziemlich schnell klar, dass einen weiteren Täter geben musste, außer Dennis Shove. Auch wenn ich nicht sofort alle Zusammenhänge verstanden habe, hat die Tatsache, dass dieser nichts mit der Mordserie zu tun hat, mir nochmal etwas von der Spannung genommen... leider.

Da ich bereits um einiges spannendere und dramatischere Bücher von Charlotte Link gelesen habe, bewerte ich "Die Betrogene" mit 3 von 5 Sternen.

top

Von: sunshineladytest.de Datum : 15.11.2015

sunshineladytest.de/

Der Verlag über das Buch

Einsam wacht, wer um die Schuld weiß …

Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Der Verlag über die Autorin

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Bestseller, allein in Deutschland wurden bislang über 24 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Verfilmungen werden im Fernsehen mit enorm hohen Einschaltquoten ausgestrahlt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main.

Meine Gedanken zum Buch

Ein ermordeter Ex-Polizist, seine Tochter ermittelt auf eigene Faust, seine Geliebte, ebenfalls getötet, eine in einer Scheune gefangene Familie, ein Pärchen auf der Flucht, der Tätverdächtige und seine ihm hörige Freundin – das sind die Zutaten zu Charlotte Links neuem Kriminalroman.

Fragt man sich zu Beginn noch, wie diese Handlungsstränge wohl zusammenhängen, wird das Bindeglied schnell deutlich und neben der Arbeit der Ermittler dringt die Autorin in die Tiefe der Charaktere ihrer Protagonisten ein. Da wird das Doppelleben des Ex-Polizisten durchleuchtet und es stellt sich die Frage, warum endete die Beziehung zu seiner Geliebten genau zu dem Zeitpunkt, als die Möglichkeit bestanden hätte, diese öffentlich zu machen? Die Personen wurden facettenreich charakterisiert, besonders der Detectiv Chief Inspector Caleb Hale, ein trockener Alkoholiker und die Polizistin von Scotland Yard, Kate Linville, ein einsames Mauerblümchen, eroberten schnell meinen Sympathien. Besonders durch ihre Schwächen erscheinen sie menschlich und sind keine stilisierten Superhelden.

Dieser Kriminalroman wird chronologisch erzählt, jeder Tag entspricht einem Kapitel, in dem der Blick auf die verschiedenen Handlungsstränge gelenkt wird. Aus anfänglichem Interessen am Geschehen entwickelte sich schnell Spannung, die mich das Buch nur ungern aus der Hand legen ließ und die sich, insbesondere durch die eingebauten Wendungen, kontinuierlich steigerte.

„Die Betrogene“ ist einer der besseren Romane dieses Genres und überzeugt in erster Linie durch seine Komplexität. Sowohl vom Plot her als auch von der sprachlichen Umsetzung ist er sehr gelungen. Bei den Morden, die zwar grausam waren, wurde auf allzu voyeuristische Szenen verzichtet. Charlotte Link versteht, es auch Gräuel zu beschreiben, ohne diese zu sehr in den Fokus zu rücken. Ich habe diesen Roman sehr gern gelesen, mir hat er spannende und unterhaltsame Lesestunden beschert.

Fehlende Spannung

Von: Caboo_Stories Datum : 14.11.2015

caboostories.blogspot.com


Zum Inhalt

Eine junge Londoner Familie macht sich auf den Weg in die Ferien.In einem einsamen Haus in den Hochmooren Yorkshires hofft Drehbuchautor Jonas Crane, einem drohenden Burn- out zu entgehen. Seine Frau und sein kleiner Sohn begleiten ihn.Die drei ahnen nicht, dass zur selben Zeit ein gefährlicher Krimineller auf der Flucht vor der Polizei nach einem sicheren Versteck sucht: Dennis Shove steht im Verdacht, den Polizisten Richard Linville grausam ermordet zu haben.
Kate Linville, die Tochter des Opfers und Ermittlerin bei Scotland Yard, hat mit ihrem Vater die einzige Bezugsperson ihres Lebens verloren. Einsam und verbittert fühlt sie sich vom Schicksal um ein glückliches Leben betrogen.
Auf eigene Faust versucht sie das Verbrechen aufzuklären. Dabei entdeckt sie, dass ihr geliebter Vater nicht der Mann war, für den sie ihn hielt, und dass er sie und ihre Mutter jahrelang hintergangen hat. Sie kommt der dramatischen Wahrheit auf die Spur....

Bewertung

Laut Klappentext müsste es sich um ein sehr spannendes Buch handeln, .... dachte ich.
An für sich ist "Die Betrogene" auch ein guter Kriminalroman, mit einem sehr tragischen, familiären Hintergrund. Im Grunde besteht dieses Buch genau genommen sogar aus zwei Familientragödien, die jede für sich dramatisch und gut geschrieben sind.
Jedoch hat es mir an Spannung gefehlt. An einigen Stellen wird die Geschichte, meiner Meinung nach, zu weit in die Länge gezogen und manche Dinge sind für mich einfach völlig irrelevant und haben keinerlei Bezug zu den Hauptereignissen.
Auch konnte ich mich nicht so richtig mit den Protagonisten (vor allen Dingen nicht mit Kate) anfreunden. Sie war mir von Anfang an unsympathisch und deshalb konnte ich absolut nicht mit ihr mitfühlen, geschweige denn Mitleid mit ihr empfinden. Sehr schade, da so das Lesen um einiges weniger Spaß gemacht hat.
Achtung Spoiler!
Für mich war die Story relativ schnell durchschaubar und es war mir ziemlich schnell klar, dass einen weiteren Täter geben musste, außer Dennis Shove. Auch wenn ich nicht sofort alle Zusammenhänge verstanden habe, hat die Tatsache, dass dieser nichts mit der Mordserie zu tun hat, mir nochmal etwas von der Spannung genommen... leider.

Da ich bereits um einiges spannendere und dramatischere Bücher von Charlotte Link gelesen habe, bewerte ich "Die Betrogene" mit 3 von 5 Sternen.

Solider überzeugender Krimi

Von: Sandra Datum : 13.11.2015

www.buchrezicenter.de

Kate Linville ist Polizistin bei Scotland Yard – für viele ein angesehener Posten. Doch in ihrem Privatleben ist Kate eher vereinsamt und alleine – der einzige Mensch in ihrem Leben ist Richard Linville, ihr Vater. Ebenfalls Polizist aber im Ruhestand, lebt er verwitwet in ihrem Elternhaus. Eines Tages erhält sie die Nachricht, dass ihr Vater grausam ermordet wurde – und zuvor gequält und gepeinigt. Der Mörder hat es daher bewusst auf ihn abgesehen, gestohlen wurde nichts.

Kate fährt in ihr Elternhaus und richtet sich zunächst dort ein, betäubt und verzweifelt aber auch mit vielen Fragen nach dem Warum. Dem ermittelnden Inspector Caleb Hale findet sie zwar sehr sympathisch, doch die Gerüchte, dass er mal Alkoholiker war, lassen sie an seiner Ermittlerarbeit zweifeln. So macht sie sich sehr zum Missfallen der hiesigen Polizei auf eigene Faust auf die Suche. Und erfährt, dass ihr Vater mehrere Jahre eine Geliebte hatte, die wenig später zudem umgebracht wird …

Zu gleicher Zeit fahren Jonas und Stella Crane mit ihrem Adoptivsohn Sam in ein abgelegenes Ferienhaus in die Hochmoore nach Yorkshire zum Ausspannen und Abschalten. Nach einem zuvor unglücklichen Zusammentreffen mit Sams richtiger Mutter Terry und deren undurchsichtigem Freund Neil sind sie froh, ihren Alltag hinter sich lassen zu können. Und rechnen nicht damit, dort oben in der Einsamkeit unerwarteten und gefährlichen Besuch zu bekommen …

Mein Fazit: Wie gewohnt bietet “Die Betrogene“ einen spannenden und soliden Krimi mit unterschiedlichen Handlungssträngen, die sich nach und nach zu einem Bild zusammenfügen. Jedoch bleibt lange unklar, wie alle auftauchenden Personen zueinander passen. Zum einen die Ermordung von Kates Vater und die Beleuchtung von Kates einsamen Leben, dem der Mittelpunkt entzogen wurde und die glückliche Familie Crane, die von der Mutter ihres Adoptivsohnes in eine lebensbedrohliche Lage gezogen werden. Auf beiden Seiten ergibt sich ein Spiel mit der Zeit. Man wird während der Suche nach dem Täter mit vielen Personen konfrontiert, die Geliebte Melissa Cooper, deren Söhne, die verstörte Zeugin Grace, die kurz nach dem Auftauchen eines weiteren Toten verschwindet oder auch die ermittelnde Polizistin Jane, die sich in ihrem Privatleben um den schwerstbehinderten Dylan kümmert. Alle Personen haben Probleme in ihrem Privatleben und von diesen wird auch ausführlich berichtet. Und trotzdem erkennt man die Puzzlestücke erst zum Ende des Falls …

Mir hat dieser Kriminalroman trotz einiger sehr ausführlichen Passagen sehr gut gefallen. Der Spannung hat dies nichts anhaben können, trotz vieler Handlungsstränge ist der Überblick gegeben und die Erklärung des Ganzen nicht einfach zu erahnen. Da ich mir so einen perfekt verlaufenden Krimi vorstelle, fühle ich mich sehr gut unterhalten und freue mich auch, altbekannte und für mich gewohnte Schreibmuster der Autorin wiederzufinden. Trotz der zahlreichen Seiten fließt die Geschichte nur so dahin, ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Wer die Erzähl- und Schreibart von Charlotte Link mag, ist auch mit diesem neuen Buch gut beraten!

Komplexer & atmosphärisch dichter Krimi

Von: Christian Datum : 31.10.2015

bieberbruda.blogspot.de/

Charlotte Link auch überzeugt mit ihrem mittlerweile fast 20. Krimi (!). Die Betrogene ist vielschichtig, spannend und trotz ein paar Längen lesenswert:

Die Story:
Gemeinsam mit seiner Frau Stella und Adoptivsohn Sammy gönnt sich Drehbuchautor Jonas Crane eine Auszeit in der Pampa Nordenglands. Er stand kurz vorm Burnout und wählte die einsame Farm im Hochmoor, da es dort keinen Handyempfang und somit keine Störung gibt. Doch plötzlich steht Ärger vor der Tür: Terry, die leibliche Mutter ihres Sohnes Sammy, wendet sich bei ihrer Flucht vor dem gewalttätigen Lebensgefährten Neil ausgerechnet an die Cranes. Und auch Neil lässt nicht lange auf sich warten. Plötzlich erscheint ein Urlaub im Nirgendwo nicht mehr so verlockend...

Meine Meinung:
Das Buch ist aufgeteilt in zwei Handlungsstränge: Man verfolgt die sich zuspitzende Lage der Familie Crane und den Ermittlungsarbeiten von Kate Linville, die sich im Laufe des Buches als eigentliche Hauptprotagonistin entpuppt. Durch kleinere Cliffhänger zwischen den Perspektivenwechseln schafft es die Autorin, den Leser trotz der rund 640 Seiten an der Stange zu halten. Ein paar Längen gab es im Mittelteil aber trotzdem - vor allem nach den Ereignissen auf der Farm ging mir etwas die Puste aus. Und auch auch die Auflösung kam etwas plötzlich.
Mit "Die Betrogene" bietet Charlotte Link trotzdem einen weiteren gut durchdachten und atmosphärisch dichten Krimi. Die Charaktere sind sympathisch und man fiebert richtig mit.
Bleibt zum Schluss nur noch folgende Frage: Wer ist denn nun "Die Betrogene"?

Fazit:
Komplexer und gut durchdachter Krimi mit ein paar Längen im Mittelteil. Trotzdem durchaus lesenswert! Ich vergebe 4 Sterne.

Die Betrogene - Rezension

Von: Berry David Datum : 30.10.2015

berrysbooks.blogspot.de/?m=1

Titel: Die Betrogene
Autor: Charlotte Link
Seitenanzahl: 640 Seiten
Verlag: blanvalet
Preis: 9,95 Euro
Taschenbuch

Inhalt: Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Meinung:
Kommen wir zu den negativen Punkten: Die Charaktere waren eher langweilig und richtig mögen konnte man sie nicht. Ich hab bemerkt, das Kriminalromane niemals zu meinen Lieblingen gehören würden.
Kommen wir zu den positiven Punkten: Charlotte Link schreibt überraschend gut. Man verstand alles und man konnte es flüssig lesen. Die Idee war zu dem Buch war ohne zu überlegen sehr gut. Das Ende war überraschend, da ich jemand anderes erwartete. Das Cover wurde übrigens sehr gut gestaltet.

Fazit: Das Buch ist gut, auch wenn es einige negative Punkte hat.

Sternenangabe: 4/5 Sternen :)

komplexer Krimi

Von: Biggi Friedrichs Datum : 27.10.2015

vergessenebuecher.blogspot.de/

Kates Linvilles Vater ist brutal ermordet worden. Die Polizistin bei Scotland Yard möchte doch genaueres wissen über den Mord an ihrem Vater und vor allem den Mörder fassen. Das Ermittlungsteam vor Ort arbeitet ihrer Meinung nach nicht sorgfältig genug. Daher kehrt sie in ihr Elternhaus zurück und beginnt Nachforschungen über den Mord anzustellen. Dabei stößt sie auf ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit ihres Vaters.

Caleb Hale, der alkoholkranke Ermittler vor Ort ist davon überzeugt, dass ein gerade aus dem Gefängnis entlassener Straftäter, der von Kates Vater seinerzeit gefasst wurde, und Rache geschworen hatte, hinter dem Mord steckt und verfolgt diese Spur.

Zur selben Zeit fährt das Ehepaar Crane mit ihrem fünfjährigen Adoptivsohn Sammy auf eine einsame Farm im Norden von England um dort Urlaub zu machen. Kurz vor ihrer Fahrt in die Einsamkeit bekommt die Familie Besuch von der leiblichen Mutter Sammys und deren Freund.

Charlotte Links erzählt flüssig und sehr detailliert. Anfangs ist noch nicht klar, wie die verschiedenen Erzählstränge zusammenhängen, doch die Handlungen werden so nach und nach zusammengeführt.

Die verschiedenen Personen wie die einsame, nicht sehr erfolgreiche Polizistin Kate Linville oder der alkoholkranke Ermittler vor Ort Caleb Hale sind sehr gut charakterisiert, sehr lebendig und sehr sympathisch.

Die Ermittlungsarbeit wird von der Autorin intensiv geschildert und ziemlich lange bleibt das Geheimis von Kates Vater im Dunkeln und macht den Leser neugierig.

Es dauert sehr lange, bis eine Spur zum Täter führt, allerdings war mir die Geschichte ein klein wenig zu konstruiert zum Ende hin. Von mir gibt es daher 4/5 Sterne für diesen komplexen Krimi.

Gewohnte Charlotte-Link-Spannung

Von: dressesandplaces.com Datum : 25.10.2015

dressesandplaces.com

Verschiedene Personen, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben, bis die verschiedenen Handlungsstränge sie im Laufe des Buches raffiniert zusammenführen. Das ist das Markenzeichen von Charlotte Links Kriminalromanen. Sie beherrscht es meisterlich, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken und gehört schon seit Jahren zu meinen Lieblingsautoren.

In ihrem neusten Roman serviert uns Frau Link einen brutal ermordeten pensionierten Polizisten, dessen frustrierte, alleinstehende Tochter, die sich in die Ermittlungsarbeit einmischt, dazu einen alkoholkranken Ermittler, ein mittelständisches urlaubsreifes Ehepaar und einen kürzlich entlassenen Sträfling. Was diese Personen miteinander zu tun haben, wird erst im Laufe der Geschichte klar.

Links Schreibstil ist klar und flüssig und das Buch lässt sich zügig lesen. Die wechselnden Protagonisten sind sehr gut charakterisiert und die verschiedenen Handlungsstränge sorgen für enorme Spannung. Die Auflösung ist nicht überkonstruiert, jedoch ab einem bestimmten Punkt vorhersehbar.

Gut gefallen hat mir außerdem, dass Link nicht kapitelweise in die Ich-Perspektive gewechselt ist, was beispielsweise in ihrem zuvor erschienenen Roman „Im Tal des Fuchses“ des Lesefluss erheblich gestört hat. Zudem hat sie endlich mal darauf verzichtet, eine schwülstige Liebesgeschichte in ihre Kriminalgeschichte mit einzubauen. Meiner Meinung nach eine sehr weise Entscheidung!

Fazit: „Die Betrogene“ ist ein spannender Kriminalroman. Für Krimi-Fans defintiv empfehlenswert.

Die Betrogene

Von: Seehase1977 Datum : 22.10.2015

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Klappentext:
Einsam wacht, wer um die Schuld weiß ...
Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Zum Inhalt:
Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard, reist nach Yorkshire um dort die Aufklärung am grausamen Mord ihres geliebten Vaters voranzutreiben. Die introvertierte und einsame Kate glaubt, dass das Ermittlerteam und dessen alkoholkranker Chef Caleb Hale nicht genug daran arbeiten, den bis heute nicht bekannten und flüchtigen Mörder zu stellen. Bis jetzt verlaufen alle Spuren im Sand. Die Polizistin beginnt, auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen und muss herausfinden, dass ihr Vater nicht der war, für den sie ihn immer gehalten hat. Der ehemalige Polizist Richard Linville führte jahrelang ein Doppelleben und betrog damit nicht nur seine schwerkranke Frau, sondern auch seine ihn vergötternde Tochter Kate. DCI Hale verfolgt im Mordfall Linville geradezu versessen einen frisch aus dem Gefängnis entlassenen Straftäter, den Richard seinerzeit hinter Gitter brachte. Doch ist er tatsächlich auf dem richtigen Weg oder verfolgt Kate mit ihrem Alleingang die einzig wahre und zum Erfolg führende Spur?
Zur gleichen Zeit macht sich das Ehepaar Crane zusammen mit ihrem Adoptivsohn Sammy auf den Weg zu einer völlig isolierten und einsam gelegenen Farm in die Hochmoore Nordenglands, um dort ihren Urlaub zu verbringen. Der kurz vor dem Burnout stehende Jonas Crane braucht dringend eine Auszeit von seinem anstrengenden Beruf, der ihm als Alleinverdiener alles abverlangt. Außerdem sehen Stella und Jonas diesen Trip als Chance, Abstand zwischen sich und der leiblichen Mutter ihres Sohnes bringen, denn Terry hat, zusammen mit ihrem unangenehmen Lebensgefährten Neil die Cranes kurz vor deren Abreise mit ihrem Besuch in großes Unbehagen versetzt hat…

Endlich ist er da, der neue Roman von Charlotte Link und ich habe mich sehr darauf gefreut ihn zu lesen. In ihrem gewohnt flüssigen und gut zu lesenden Schreibstil erzählt die Autorin in zwei getrennten Handlungssträngen die jeweilige Geschichte der Polizistin Kate Linville und die der Familie Crane. Der Leser lernt Kate als eine introvertierte, ja fast menschenscheue Frau kennen, die nach dem Tod ihres Vaters Richard völlig alleine da steht und nicht genau weiß, ob sie nach London und zu ihrem Beruf als Polizistin bei Scotland Yard zurückkehren oder sich in ihrem Elternhaus in Yorkshire niederlassen soll, in dem sie wohl ein einsames zurückgezogenes Leben erwarten wird. Im Laufe der Story und ihren eigenständigen Ermittlungen wird Kate aber immer forscher und selbstbewusster, durchlebt eine Entwicklung, die für mich sehr positiv wirkte.
Außerdem stellt Charlotte Link dem Leser die Familie Crane vor, die jahrelang versuchten ein Kind zu bekommen und schließlich den kleinen Sammy adoptierten. Jonas, ein Drehbuchautor dem die Verantwortung für seine kleine Familie schwer zu schaffen macht und deswegen kurz vor dem Burnout steht. Stella, die ganz in ihrer Mutterrolle aufgeht und sich im Laufe des Buches als eine starke Persönlichkeit zu erkennen gibt. Durch etwas unübliche Umstände lernten die Cranes seinerzeit Sammys leibliche Mutter Terry kennen, eine junge naive Frau, die letztlich an den falschen Partner gelangt und die kleine Familie dadurch in große Gefahr bringt.
Beide Erzählstränge führen letztlich in ein fulminantes, spannendes Ende das keine Fragen mehr offen lässt.

Charlotte Link ist mit ihrem Roman „Die Betrogene“ einmal mehr ein spannender und gut durchdachter Krimi mit starken Charakteren gelungen, ein Lesevergnügen ohne Längen oder langatmige Passagen und das trotz der relativ hohen Seitenzahl. Wunderbar!

Gelungen, trotz einiger Längen

Von: Librinchen Datum : 20.10.2015

librinchen.dennistusche.de/

Die Polizistin Kate Linville ist eine einsame Person mit vielen unerfüllten Wünschen. Der einzige Mensch den sie liebt, ist ihr Vater Richard, ebenfalls Polizist und nun im Ruhestand. Als dieser auf grausame Weise ermordet wird, ermittelt die auf eigene Faust, da sie den Ermittlern vor Ort nicht vertraut. Nach und nach erkennt sie jedoch, dass ihr Bild des Vaters ein völlig falsches ist.
Gleichzeitig verbringt eine Familie aus London ihre Ferien auf einer einsamen Farm in den Hochmooren von Yorkshire.
Das mysteriöse Verbrechen an Kates Vater bringt auch die Familie in Lebensgefahr.
Was verbirgt sich hinter dieser mörderischen Geschichte?

Der Einstieg im Jahr 2001 ist mit zwei Seiten sehr knapp gehalten, macht aber die Sache spannend, da ein großer Sprung ins Jahr 2014 folgt.
In diesem Jahr geschieht der bestialische Mord an Richard Linvell, einem ehemaligen Polizisten. Die detailgetreue Beschreibung lässt den Leser packend in den Ablauf der Tat eintauchen. Die Person Richard Linvell selbst wird dabei nur kurz erklärt, sein Handeln und Verhalten ist aber für den Leser nachvollziehbar.

Der Wechsel zur Familie Crane überrascht. Ein Zusammenhang zum vorherigen Kapitel ist zunächst nicht erkennbar. Die Familie Crane wird eingehend mit all ihren Problemen dargestellt. Eine wichtige Rolle scheint dort bereits ihr Adoptivsohn Sammy zu spielen.
Ebenso taucht dort bereits der traumatisierte Hamzah Chalid auf, der aber zum Zeitpunkt ein eher unscheinbarer Charakter zu sein scheint.
Terry Malyan, die leibliche Mutter Sammys in Begleitung ihres Freundes Neil Courtney sorgt für zeitweilige Verwirrung in der Geschichte.
Die Hauptprotagonistin Kate Linvell hat erst relativ spät ihren Auftritt, ebenso der Ermittler im Mordfall ihres Vaters vor Ort, Detective Chief Inspector Caleb Hale. Von beiden Protagonisten wird ein ausführliches Bild gezeichnet.

Im Unklaren bleibt lange die plötzliche Trennung Richard Linvilles von Melissaa Cooper, mit der er über längere Zeit eine Affäre hatte. Melissa Cooper wurde ebenso wie Richard Linville regelrecht hingerichtet.

Durch das Auftreten zahlreicher Personen wie z.B. Grace, einem behinderten Mädchen, das mit dem Rollstuhl des vermissten ehemaligen Kollegen Richard Linvells herumfährt oder Kadir Roshan, einem Nachbarn von Grace, wird der Leser dazu angehalten, diese Personen für den weiteren Verlauf der Geschichte im Gedächtnis zu behalten.
Jane Scapin, Ermittlerin bei der hiesigen Polizei und von Anfang an mit den Morden befasst, ist ein eher blasser Charakter, wie es zuerst scheint.
Im Verlauf der Geschichte erfährt der Leser jedoch immer mehr über ihr Privatleben, das sie vor allen anderen zu verheimlichen versucht.
Erst zu Ende wird das Verhalten und Handeln der Protagonisten zueinander geklärt und führt zu einem überraschenden Ergebnis.

Fazit:
Alles in allem wieder ein gelungener Kriminalroman von Charlotte Link. Etwas störend ist jedoch die teilweise langatmige und sich wiederholende Schreibweise. 4 Blutsterne und eine klare Leseempfehlung.

Feinste Krimikost

Von: Conny G. Datum : 02.10.2015

fanti2412.blogspot.de

Kate Linville, Ermittlerin bei Scotland Yard, kehrt zurück in ihr Elternhaus, in dem ihr Vater grausam ermordet wurde. Die Ermittlungen vor Ort bringen ihr zu wenig Ergebnisse und so beginnt sie selbst zu ermitteln, sehr zum Ärger des leitenden Ermittlers der dortigen Polizei.
Kate war mir anfangs nicht sehr sympathisch, da sie neben ihrem Beruf offenbar kaum ein Privatleben führt, sondern sehr zurückgezogen lebt. So lässt sie sich auch in der ersten Zeit in ihrer alten Heimat sehr gehen und hängt nur trüben Gedanken nach. Erst als sie einige Dinge über ihren Vater erfährt, die ihr Bild von ihm völlig verändern, kommt Energie in Kate und sie möchte das Geheimnis um ihren Vater lösen.
Dabei entwickelt sie mehr Kraft und Mut, als ich ihr zugetraut hätte.
Die Autorin hat mit Kate eine authentische Figur geschaffen und es war interessant, ihre Entwicklung zu verfolgen.

In einem 2. Handlungsstrang macht uns die Autorin mit der Familie Crane bekannt. Stella und Jonas haben einen kleinen Sohn, der adoptiert ist. Um einem drohenden Burnout bei Jonas vorzubeugen, fährt die Familie zur Erholung auf eine einsame Farm. Dass ihnen das zum Verhängnis werden könnte, haben sie nicht vermutet.

Was haben zwei so unterschiedliche Handlungsstränge miteinander zu tun?
Und was hat es mit dem Prolog auf sich?
Der Autorin ist es wieder einmal hervorragend gelungen, in jedem dieser Handlungsstränge die Spannung ganz allmählich zu steigern, so dass ich von Anfang an gefesselt war. Die Perspektivwechsel sind sehr geschickt gesetzt und werden oft von kleinen Cliffhangern begleitet.
Nach und nach werden Zusammenhänge erkennbar, aber es wäre nicht Charlotte Link, wenn hier nicht auch falsche Fährten gelegt würden.
Es gibt viele überraschende Ereignisse und Wendungen, die für viel Spannung sorgen und den Ausgang der Geschichte unvorhersehbar machen.
Die lebendig gestalteten Figuren haben mich überzeugt und ich habe mit ihnen gelitten, gefiebert und gehofft.
Die Auflösung, das Motiv und auch das Ende insgesamt sind überraschend aber auch schlüssig und nachvollziehbar.
Und erst da schließt sich auch der Kreis zum Prolog.

Dieser Krimi hat mich mit seinem gut durchdachten und komplexen Plot, interessanten Figuren und einem fesselnden Schreibstil überzeugt und begeistert.
Krimikost vom Feinsten von Charlotte Link - Leseempfehlung!


Fazit: 5 von 5 Sternen

Grandios!

Von: Nicole Datum : 01.10.2015

www.reeadiit.blogspot.co.at

Die Handlung
Eine Familie die auf Urlaub fährt. Eine Frau die sich beobachtet fühlt. Eine Tochter, die ihren Vater verliert. In "Die Betrogene" erwarten uns mehrer Handlungsstränge. Charlotte Link erschafft so ein umfassendes Gesamtgebilde, welches den Leser in verschiedene Welten hineinzieht und die Neugier, wann die Geschichten denn nun endlich kollidieren werden, auf die Spitze treibt. Durch die unterschiedlichen Schicksale und dem wortgewandten Schreibstil werden die 640 Seiten für jeden Krimifan zum Genuss. Bis zum Ende, an dem man dann doch schon ein paar Vermutungen hat, rätselt man mit vollen Einsatz mit und lässt sich nur zu gerne von dem einen oder anderen Charakter in die Irre führen. Das Ende überrascht dann nochmal durch völlig unerwartete Wendungen und Informationen, die bloßes Kopfschütteln herbeiführen.


Kate Linville & die Charaktere
Die Autorin erlaubt den Leser einen sehr detailreichen Einblick in das Leben der Charaktere. Besonders die Protagonistin wird einem sehr ans Herz gelegt. Kate ist eine einsame Frau, deren einziger Anker im Leben ermordet wird - und dann ist auch noch nichts so wie es scheint und sie muss sich ganz alleine dem Leben stellen. Kate ist eine interessante Protagonistin, die sich leider selbst zu sehr runtersetzt und ihre Fähigkeiten nicht erkennen kann. Generell zeigt die Autorin in diesem Buch für mich sehr deutlich, dass jeder so sein Häufchen zu tragen hat, wie wichtig Zivilcourage ist und das man sich für seine Mitmenschen doch mal Zeit nehmen sollte. Wie ihr seht - auch in einem Kriminalroman kann man für sein Leben viel lernen.


Schreibstil
Charlotte Link schafft es zu unterhalten, zu faszinieren und den Leser mit jedem neuen Satz zu ködern. Sie beschreibt Landschaften, Situationen und Charaktere mit dem richtigen Maß an Begeisterung und Information. Sie erschafft realistische, nachvollziehbare Bilder im Kopf des Lesers, lässt ihn aber nicht in ermüdende Details versinken. 600 Seiten und keine Spur von Längen oder langweiligen Passagen, ganz im Gegenteil: man gibt sich den verschiedenen Handlungssträngen hin, versucht das Werk zu durchblicken und muss doch bis zum Ende auf die Erlösung warten. Ihr seht, Charlotte Links Schreibstil hat mich einmal mehr begeistert.


ALLES IN ALLEM....
...ist es für mich einfach GROßARTIG und deshalb gibt es auch eine absolut klare Leseempfehlung! Die Handlung, die Charaktere und der Schreibstil, alles in perfekter Harmonie und Gleichklang. 640 Seiten die man nicht quälend zu Ende liest, sondern mit einer brisanten Neugier und mit dem Drang, endlich die Wahrheit herauszufinden. Für Krimifans ein absolutes MUST-HAVE!

Zurecht ein Bestseller

Von: Ingrid Eßer Datum : 29.09.2015

zwei-sichten-auf-buecher.blogspot.de/

Im Buch „Die Betrogene“ von Charlotte Link ist dem Klappentext zufolge Kate Linville, Ende 30 und Beamtin der Metropolitan Police, die Titelfigur. Wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt, ist sie jedoch nicht die einzige. Kate ist die Protagonistin des ersten Handlungsstrangs dieses Thrillers. Das Cover des Buchs führt zu einer parallelen Handlung. Auf der Vorderseite ist ein abgelegenes Gehöft mit Haus und Scheune zu sehen. Dunkle Wolken am Himmel künden Unheil an. In eine solch abgelegene Gegend zieht sich der Drehbuchautor Jonas Crane mit seiner Familie zurück, um Abstand zu seinem stressigen Alltag zu gewinnen. Die Autorin verbindet beide Erzähllinien zu einer komplexen, anhaltend spannenden Story.

Kate Linvilles Vater, ein ehemaliger DCI, wurde auf grausame Weise ermordet. Einige Wochen später kommt Kate wieder nach Scalby um den Nachlass zu regeln. Der Täter wurde bisher nicht gefunden. Es besteht eine Vermutung jemand, den Kates Vater in früheren Zeiten des Mordes überführt hat, die Tat begangen hat. Wenig später wird die Sekretärin einer Grundschule im nahen Hull, ebenso grausam ermordet, von Kate aufgefunden kurz nachdem sie das Gespräch mit ihr gesucht hat. Kate kann es nicht glauben, aber ihr Vater hatte vor einigen Jahren eine Affäre mit ihr, während ihre Mutter eine schwere Zeit aufgrund ihrer Krebserkrankung hatte. Der zuständige Ermittler ordnet die sofortige öffentliche Fahndung nach dem Tatverdächtigen mit Veröffentlichung seines Fotos an. Dieser ist nach der Entlassung aus dem Gefängnis vor einigen Monaten untergetaucht. Doch nun befürchtet er von seiner Umgebung erkannt zu werden und sucht nach einem abgelegenen Versteck.

Die Autorin schafft in ihrem Thriller durchgehend interessante Charaktere, die eingewoben sind in eine von Beginn an spannende Handlung. Im Prolog geht es um eine fünfjährigen Jungen, der sich auf einer ins Weite laufenden Landstraße auf seinem neuen Fahrrad als Rennfahrer fühlt. Doch dann geschieht etwas. Diese Episode sollte der Leser nicht aus seinen Gedanken lassen, denn hierin liegt der Schlüssel für die Morde. Und dieser Schlüssel heißt Rache.

Die Charaktere, die die Autorin hier schafft, sind abwechslungsreich und interessant gestaltet. Kate Linville ist eher unauffällig, Single ohne Kinder, keine festen Freunde. Sie wundert sich selbst, warum sie es bis nach Scotland Yard geschafft hat. Sie fühlt sich vom Leben betrogen. Ihr Vater war ihr einziger Halt im Leben. Bei der Aufklärung seines Tods stellt sie ihr eigenes Anliegen vor jeden offiziellen Vorgang zur Ermittlung und handelt wiederholt auf eigene Faust. Sie muss sich ordentlich anstrengen, um den Leser von ihren Qualitäten zu überzeugen. Die im landläufigen Sinne Betrogene ist Kates Mutter. In ihrer Hintergrundstory verarbeitet die Autorin anscheinend den Krebstod ihrer Schwester.
DCI Caleb Hale aus Scalby, ehemaliger Alkoholiker, ist mit der Aufklärung des Mords an Kates Vater beauftragt. Mit ihm bangt der Leser um einen Rückfall in die Abhängigkeit, weil die Fallermittlungen nicht schnell genug zum gewünschten Ergebnis führen. Mit viel Engagement dabei ist DC Jane Scapin, die sich auch im Fall der verschwundenen Familie Crane hervortut. Allerdings ist ihre Arbeitszeit eingeschränkt, da sie geschieden ist und ein pflegebedürftiges Kind zu Hause auf sie wartet.

Parallel zu den Mordermittlungen erzählt Charlotte Link von der Familie Crane, die nach Jahren der Kinderlosigkeit einen Jungen zur Adoption erhalten hat. Fünf Jahre danach erscheint die leibliche Mutter bei ihnen, um ihr Kind zu sehen. Wird sie Ansprüche an das Ehepaar stellen und wären diese haltbar? Der geplante Urlaub auf dem einsam gelegenen Gehöft scheint eine gute Idee. Bis die Familie unerwünschten Besuch erhält, weil der Tatverdächtige im Mordfall Linville sich vor der Öffentlichkeit verbergen möchte.

An vielen Stellen in diesem Thriller bangt und hofft der Leser mit den Figuren der Geschichte. Obwohl es einige scheinbar brauchbare Ansatzpunkte und auch immer wieder frische Ideen gibt, laufen die Ermittlungen anfangs ins Leere. Der Schauplatz wechselt in unregelmäßiger Reihenfolge zwischen den beiden Handlungssträngen. Einige Kapitel enden mit einem Cliffhanger, der zum schnellen Weiterlesen bewegt. Die Autorin schafft es, den Spannungsbogen durchgehend hoch zu halten und sorgt am Ende für eine überraschende Lösung des Falls.

Das Buch ist feinste Meisterarbeit. Mich konnte es von Beginn an überzeugen. Ein Muss für Krimifans! Gerne vergebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

Tolle Idee, nur an den Charakteren mangelt es!

Von: buchmagie88 Datum : 28.09.2015

https://m.facebook.com/buchmagie88

Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard, führt ein einsames und tristes Leben. Die kontaktscheue Frau schafft es einfach nicht sich ein Leben in London aufzubauen mit allem, was dazu gehört. Sie hat weder eine Beziehung noch Freunde. Auch in ihrem Beruf ist sie nicht unbedingt das, was man eine Superermittlerin nennen würde. Ihr nicht vorhandenes Selbstbewusstsein macht ihr bei allem ein Strich durch die Rechnung. Nur bei ihrem Vater Richard, ebenfalls Polizist aber bereits pensioniert, kann sie so sein, wie sie möchte.
Doch dann wird Richard auf brutale Art und Weise ermordet. Da Kate den Ermittlern vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst an die Aufdeckung des Mordes an ihrem geliebten Vater und erkennt dabei, dass sie diesen Mann, den sie glaubte besser zu kennen als jeden anderen Menschen auf dieser Welt, völlig falsch eingeschätzt hatte. Er war nicht der, für den Kate ihn gehalten hatte.
Zeitgleich bricht die Familie Crane in einen lang überfälligen Urlaub auf. Der Drehbuchautor Jonas Crane hat von seinem Arzt strikte Ruhe verordnet bekommen und sucht diese nun auf einer einsamen Farm in den Hochmooren von Yorkshire. Die Familie ahnt nicht, dass die Ereignisse um die Ermordung von Richard Linville auch sie in schreckliche Gefahr bringen werden. Ein flüchtiger Verbrecher hat es nämlich genau auf diese Farm abgesehen...

An einem neuen Roman von Charlotte Link kann ich immer schlecht vorbei gehen. Zu oft hat mich diese Frau schon Stunden in atemloser Lesespannung verbringen lassen und mich bestens unterhalten.
Auch 'Die Betrogene' kann mit einem spannenden und clever konstruierten Plot aufwarten. Charlotte Link macht hier das, was sie am besten kann und zwar zwei Erzählstränge zu erschaffen, die nahtlos am Ende zueinander finden und einen eigentlich guten Krimi kreieren.
Auch die obligatorische Frage nach dem Mörder konnte ich fast bis zur Auflösung nicht enträtseln. Link lockt ihre Leser immer wieder auf verschiedene Fährten, so dass ich erst kurz vor der Auflösung eine vage Vermutung hatte, die sich dann zumindest als halbwahr herausgestellt hatte.
Auch die Lieblingsschauplätze der Autorin, die sich hauptsächlich in Englands abgelegensten Gegenden finden lassen, waren auch hier vorausschauend gewählt. Ein Hochmoor in Yorkshire und eine verlassende Schiffswerft in Liverpool bieten ideale Voraussetzungen für einen guten Kriminalroman.
Doch trotz dieser Vielzahl von positiven Punkten in 'Die Betrogene' gab es doch einen Kritikpunkt, der die Geschichte am Ende- für mich zumindest- kaputt gemacht hat und das waren die Charaktere.
Mit genervtem Augenverdrehen und ungläubigen Kopfschütteln lernte ich die völlig vereinsamte Kate kennen, die schon nicht mehr kontaktscheu war, sondern eher eine Sozialphobie hatte. Dann gab es da noch den eigentlich hervorragenden Detective Caleb, der sich mit seinem gerade überstandenen Alkoholproblem und seiner daraus resultierenden Unsicherheit permanent selbst im Weg steht und dann ist da noch Jane, die taffe, selbstsichere Jane, die mich zunächst noch hoffen ließ es doch einmal mit einer Persönlichkeit zu tun zu haben, die wenigstens einmal, innerhalb der Geschichte, lächeln würde aber weit gefehlt.
Natürlich sind Charaktere, bei denen auch mal etwas gewaltig schief läuft im Leben, durchaus interessant aber wenn gleich so viele, und die genannten waren nur Beispiele, aufeinander treffen, wirkt das doch mehr unrealistisch als alles andere.
Eigentlich ziemlich schade, weil 'Die Betrogene' durchaus, von der Idee her, Potenzial hatte aber mit den Charakteren eine negative Kehrtwendung genommen hat.
Natürlich bleibt der neue Roman von Charlotte Link, wie bereits erwähnt, trotzdem eine spannende Geschichte. Nur die Auseinandersetzung mit den Figuren, hat mir persönlich den Lesespaß zu oft genommen.

Aber bestimmt dann wieder beim nächsten Mal, Frau Link!

Ungesühnte Schuld

Von: Rosa Emma Datum : 28.09.2015

www.a-million-pages.blogspot.de

Seit ich Charlotte Links Roman "Haus der Schwestern" vor vielen Jahren gelesen habe, zählt sie zu meinen favorisierten Kriminalautorinnen. Ich habe seitdem jedes ihrer hochspannenden Bücher verschlungen und bin immer wieder aufs Neue gefesselt. Keine ihrer klug konzipierten Geschichten gleicht der anderen, obwohl sie oftmals mit zwei zunächst unterschiedlichen Handlungssträngen arbeitet, die schließlich miteinander verschmelzen. Was mir besonders gut gefällt, sind sowohl ihre komplexen Charaktere, die sie nicht - wie viele ihrer Schriftsteller-Kolleginnen - mit schwarz-weiß Rastern belegt, als auch die perfiden, für den Leser unvorhersehbaren Wendungen, die ihre packenden Romane stets beinhalten. Von Charlotte Links zahlreichen Werken hat mich bisher "Das andere Kind" am meisten bewegt, denn die literarischen Figuren, die sie hier geschaffen hat, gehören meines Erachtens zu ihren gelungensten und berührendsten Charakteren.

Packender Thriller mit völlig überraschendem Ende

Auch auf ihr neuestes Buch "Die Betrogene", das ich euch heute vorstellen möchte, war ich im Vorfeld sehr gespannt. Das Warten hat sich gelohnt, denn ihr jüngster Thriller ist wieder ein absoluter Pageturner mit exzellent gezeichneten Protagonisten und einer spannungsgeladenen Story, an deren Ende man sich als Leser wünscht, sie wäre noch nicht zu Ende. Charlotte Link leitet hier bewusst und sehr gekonnt auf viele Irrwege, bis der Leser dann völlig perplex vor der absolut überraschenden Lösung dieses vertrackten Falles steht und ihm auf einmal alle Zusammenhänge klar werden. Genau das ist es auch, was mich an Links außergewöhnlichen Kriminalromanen so fasziniert: Obwohl ich als langjährige Leserin von gut gemachten Thrillern eigentlich schon viele Verschachtelungen bzw. falsche Fährten deuten kann, schafft Link es immer wieder, mich mit ihrer Auflösung zu verblüffen. Und genau so soll es auch sein!

Mysteriöser Mord an einem pensionierten Detective Chief Inspector

Als Richard Linville, pensionierter und angesehener Detective Chief Inspector, in seinem Haus brutal ermordet wird, ist seine Tochter Kate, Detective Sergeant bei Scotland Yard, am Boden zerstört. Die stille Einzelgängerin, die weder einen Partner noch Freunde hat, verliert damit den einzigen Menschen, der ihr etwas bedeutete und dem sie bedingungslos vertraute. Doch neben all ihrer Trauer und Verzweiflung offenbart sich ihr unbedingter Wille, den Mörder zur Strecke zu bringen. Aber dies gestaltet sich äußerst schwierig, denn sie darf nicht selbst ermitteln, da sie die nächste Angehörige des Opfers ist. Hinzu kommt, dass der mit dem Fall beauftragte Detective Chief Inspector Caleb Hale keinesfalls ihrer Vorstellung eines fähigen Ermittlers entspricht. Er hat gerade erst einen Alkoholentzug hinter sich und scheint nicht bei der Sache zu sein. Obwohl Caleb Kate von Anfang an über alle Ergebnisse seiner Recherchen informiert, geht es ihr nicht schnell genug und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Gerade als der Schwerkriminelle Denis Shove, den Linville damals für die Tötung seiner Freundin ins Gefängnis brachte, als möglicher Täter ins Visier der Polizei gerät, stößt Kate auf ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit ihres Vaters, das ihr ganzes Bild vom ihm grundlegend erschüttert und ihr vor Augen führt, dass sie sein "zweites Gesicht" nicht gekannt hat.

Ausgeliefert

Der parallele Handlungsstrang handelt von Jonas Crane, einem freien Drehbuchautor, der sich aufgrund eines drohenden Burn-outs mit seiner Frau Stella und seinem kleinen Sohn Sammy eine Auszeit in einem in den Hochmooren Yorkshires gelegenen Haus seines Kollegen nehmen möchte. In völliger Abgeschiedenheit ohne TV und Handy-Empfang will er nicht nur den Kopf wieder freibekommen, sondern sich auch verstärkt seiner kleinen Familie widmen, die in letzter Zeit einfach zu kurz gekommen ist. Doch Stella hat ein ungutes Gefühl, besonders nachdem sich plötzlich Sammys leibliche Mutter Therese wieder bei ihr gemeldet und sie zusammen mit ihrem neuen Freund besucht hatte, der ihr von Anfang an unheimlich war. Aber schließlich stimmt sie dem Kurzurlaub Jonas zuliebe doch zu - nicht ahnend, dass der Alptraum, der sie dort erwartet, ihre schlimmsten Vorstellungen übersteigt, denn ein unberechenbarer Mordverdächtiger im Fall Linville sucht ein abgeschiedenes Versteck, in dem es keinen Platz für Zeugen gibt...

Unkonventionelles Ermittlerteam

Charlotte Link hat einen Sinn für das Ungewöhnliche. Dies trifft vor allem auf ihre Protagonisten zu, die sie jenseits aller für Kriminalromane gängigen Klischees konzipiert. So sind denn auch ihre Hauptfiguren in Die Betrogene, Caleb Hale und Kate Linville sowie Jonas und Stella Crane, keine Superhelden bzw. keine Power-Frauen, sondern Durchschnittsmenschen mit all ihren Ängsten, Skrupeln und Nöten, die in eine ausweglose Situation geraten und gezwungen sind, überlebenswichtige Entscheidungen zu treffen. Auch die Psychogramme von Links Täterfiguren sind komplex und vielschichtig und lassen zunächst keine eindeutigen Schlüsse zu. Die Verknüpfung all dieser Aspekte machen den Erfolg ihrer Romane aus, die sich wohltuend von der Masse abheben.

Die Betrogene

Von: Lesenacht Datum : 27.09.2015

https://lesenacht.wordpress.com

Kate Linville ist Polizistin bei Scotland Yard, führt aber keinesfalls ein Leben, wie man es bei so einem Job erwartet.
Kate ist weit in den Dreißigern, aber immer noch von Selbstzweifeln geplagt, nicht besonders beliebt und jetzt, wo man ihren Vater ermordet aufgefunden hat noch einsamer also früher. Ihr Vater war nach dem Tod seiner Frau Kates einziger Lebensinhalt.
Nach der Nachricht über den grausamen Tod Robert Linvilles macht Kate sich auf den Weg nach Yorkshire, um bei den Ermittlungen zu helfen, da sie dem alkoholabhängigen Ermittler vor Ort nicht zutraut, den Fall angemessen zu bearbeiten.
Unrecht hat sie damit nicht, denn bisher ist dessen Arbeit alles andere als erfolgreich.

Zeitgleich zu Kates Unglück macht sich eine junge Familie auf in den Urlaub. Um einem drohenden Burnout zu entgehen, beschließt der Drehbuchautor Jonas Crane die nächsten 2 Wochen in den Hochmooren von Yorkshire zu verbringen – abgeschieden von der Umwelt und in Ruhe – ohne TV, Handy und Internet. Er ahnt nicht, in welche Gefahr er sich, seine Frau und den kleinen Sohn damit bringt. Die leibliche Mutter des kleinen Jungen und ihr neuer Lebensgefährte spielen dabei keine unerhebliche Rolle.

Auch mit ihrem neuen Buch bietet Charlotte Link keine Geschichte, die geradeaus und nach einem einfachen Muster abläuft. Es gibt auf den immerhin 640 Seiten etliche Begebenheiten, die einen verwirren, bis es zu einem absolut überraschenden Ende kommt, mit dem der Leser verblüfft wird.
Dabei ist auch „die Betrogene“ ein typischer Link, bei dem es mir ging wie so oft – anfangs überlegt man evtl., ob sich das Lesen überhaupt lohnt; dieses mal war Kate ein Grund dafür: die Frau ging mir mit ihrer weinerlichen Art extrem auf die Nerven. Nicht mit jedem Frauencharakter Links bin ich immer einverstanden. Glücklicherweise hat sich Kate im Laufe der Geschichte zum Positiven verändert.
Das Durchhalten hat sich wieder gelohnt, und nach den ersten 50 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die beiden Handlungsstränge der Geschichte sind dicht miteinander verwoben, weitere Irrwege aus der Vergangenheit Robert Linvilles kommen hinzu.
Die Protagonisten sind lebendig, die Geschichte sehr spannend, und das Ende war zumindest für micht nicht vorhersehbar. Die Landschaften werden absolut bildlich dargestellt und wirken real.
Das Buch ist wirklich empfehlenswert, und bis auf ein paar Startschwierigkeiten mit Kate fand ich keine der 640 Seiten langweilig, sondern wirklich unterhaltsam und spannend.

Charlotte Link hat es auch mit „Die Betrogene“ wieder geschafft, mich zu fesseln und mich auf weiteren neuen Lesestoff von ihr zu freuen.

atemlos spannend bis zum Schluss

Von: Aleena Datum : 23.09.2015

aleenasbuecherkiste.blogspot.de/

Einsam wacht, wer um die Schuld weiß.
Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard ist eine sehr einsame kontaktscheue junge Frau, die sich vom Leben mehr versprochen hat. Den einzigen richtigen Halt gibt ihr noch der Vater, der leider nun grausam ermordet wurde. Das Haus erbt Kate und diese traut den Ermittlern vor Ort nicht über den Weg, zieht vorüber gehend wieder in das Haus ihres Vaters und macht sich auf die Spur nach den Verbrechern. Dabei findet sie so einiges heraus, welches ihren Vater in ein ganz anderes Licht stellt.

Der neue Krimi von Charlotte Link, viele Fans haben sehnsüchtig drauf gewartet, ich nicht. Warum nicht? Ich habe noch kein einziges Buch von ihr gelesen, aber habe unglaubliche 4 Bücher schon von ihr im Regal stehen, nur leider ungelesen. Meine Patentante liest ihre Bücher unglaublich gerne und hat mir ihre nach dem schmökern in die Hand gedrückt. Doch die vielen Seiten hatten mich immer abgeschreckt. Außerdem bin ich dazu noch nicht mal Krimi Fan.
Dann hab ich ganz viel vom neuen Buch gehört, wie die Fans sich drauf freuen, das ich es mir dann doch auch ran holen musste. Einfach probieren, bevor die anderen Bücher im Regal verschimmeln.
Soviel dazu.
Ich bin also ganz unbedarft an die Story ran gegangen und wurde gar nicht enttäuscht. Die Frau Link schreibt wirklich locker, leicht und gar nicht unverständlich, dass selbst ein Krimilaie in der Geschichte mitkommt. Sie springt nicht von einer Szene in die nächste, sondern bleibt immer am Ball. Die Personen wechseln zwar weil ja mehrere auch ermitteln, aber ich kam ganz gut mit. Dabei mochte ich Kate, die sich immer mehr in diesen Fall verstrickt, sehr.
Die Ermittlungen gehen erst linear in eine Richtung und diesem Verlauf folgen wir auch. Der Täter steht fest. Denkt man, aber Frau Link strebt noch eine Überraschung an, die mich als Leser atemlos zurücklassen. Ich kann nicht sagen, das Buch hätte Längen gehabt, denn die Seiten flogen nur so dahin. Es blieb bis zum Schluss spannend und interessant und ich bin nicht abgeneigt wieder ein Charlotte Link Buch zu lesen.
Eine Figur, so eine naive junge Frau mit null Grips hat mich besonders aufgeregt. Wie gern wäre ich ihr an die Kehle gesprungen. Dieser Story Line bin ich einfach persönlich am liebsten im Buch gefolgt. Ich hab immer drauf gewartet, das sie sich endlich wehrt.

Atemlos, fantastisch geschrieben und ein interessanter Plot, machen das Buch zu einem lesensreichen Genuss. Sehr empfehlenswert, auch für Neueinsteiger in dieses Genre.

Spannend bis zur letzten Seite

Von: Tines Bücherkiste Datum : 21.09.2015

tinesbuecherkiste.blogspot.de

Wieder ein sehr spannender Krimi von Charlotte Link. Ich konnte ihn nicht weg legen und musst in jeder freien Minute lesen, spannend bis zur letzten Seite...
Der Krimi besteht aus zwei Handlungssträngen. Einmal die Scotland Yard Polizistin Kate Linville deren Vater grausam in seinem Haus ermordet wird. Sie fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln. Der zuständige Inspector findet das natürlich nicht so toll, dass sie sich da in seinen Zuständigkeitsbereich einmischt.
Sie findet während ihren Ermittlungen schnell raus, dass ihr Vater ein Doppelleben geführt hat und über Jahre hinweg seine Frau betrogen hat.

Im zweite Handlungsstrang geht es um den Drehbuchautor Jonas Crane, der kurz vor dem Burnout steht und sich mit seiner Familie eine Auszeit nehmen will. Leider kommt ihnen die leibliche Mutter von seinem Sohn Sammy dazwischen, deren Lebensgefährte ihnen auch nicht ganz geheuer ist.

Beide Handlungen laufen zusammen, als Familie Crane in Lebensgefahr gerät. Der Tatverdächtige von Kates Vater ist auf der Flucht und ist auf der Suche nach einem Versteck und trifft dabei auf Familie Crane.

Ein super Krimi, den man gut nachvollziehen kann. Spannend bis zur letzten Seite.

Spannend von Anfang an

Von: buchwelten Datum : 15.09.2015

buchwelten.jimdo.com

Als bekennender Charlotte Link-Fan habe ich mich sehr gefreut auf ihr neues Buch – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt, es blieb spannend und fesselnd – nur das Ende konnte mich leider nicht überzeugen.
Es gibt mehrere Handlungsstränge mit verschiedenen Protagonisten und am Anfang weiß man natürlich nicht, wie die einzelnen Erzählstränge nun zusammenhängen. Das Buch beginnt spannend, da man Zeuge eines Mordfalls wird, im nächsten Abschnitt steht dagegen ein Familienvater im Mittelpunkt, von dem man noch nicht ahnt, wie er in die Geschichte passen soll, dann folgen Abschnitte, in denen die Polizei ermittelt und Angehörige des Ermordeten auftauchen – aber das waren längst noch nicht alle Erzählstränge, es gibt noch einige mehr, die sich dann immer abwechselten.
Die Figuren werden nach und nach eingeführt, so dass ich trotz der Vielzahl der Charaktere nicht durcheinander gekommen bin. Zwar finde ich einige der Figuren doch recht klischeehaft, wie zum Beispiel den alkoholkranken Ermittler, die alleinerziehende Mutter, die nicht weiß, wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen soll. Trotzdem aber finde ich die Charaktere gut gezeichnet und ihre Verhaltensweise auch glaubhaft und nachvollziehbar. Mir hat gut gefallen, dass jeder Ecken und Kanten hat, hier gibt es nicht einfach nur gute Menschen, sondern jeder hat eine Vergangenheit, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er nun mal ist. Mit einigen Figuren habe ich wirklich gefiebert, nicht nur, weil sie mir sympathisch waren, sondern weil sie einfach in schreckliche Situationen geraten sind, andere dagegen waren mir nicht so sympathisch, weil ich ihre Gedanken und Gefühle nicht teilen konnte – trotzdem habe ich auch sie gerne begleitet.
So viele verschiedene Figuren in der Geschichte auftauchen, so hat aber dennoch jeder seinen Sinn und nach und nach laufen die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zusammen. Zwar weiß man als Leser, dass der zunächst Beschuldigte und Gejagte nicht der Mörder ist, trotzdem war ich gefesselt und lange auf dem Holzweg, wer denn nun die schrecklichen Morde begangen hat – denn bei einem Toten ist es in diesem Roman nicht geblieben.
Spannend fand ich das Buch von der ersten Seite an und auch wenn die Spannung nicht das ganze Buch über konstant hoch war, war ich doch gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der flüssig zu lesende und eingängige Schreibstil haben natürlich auch dazu beigetragen, dass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Langatmig fand ich das Buch zu keinem Zeitpunkt, auch wenn es immer wieder Beschreibungen von Szenerien, Landschaften oder auch Figuren gegeben hat – ich fand diese nie zu ausufernd, ganz im Gegenteil, sie haben bei mir Bilder vor den Augen entstehen lassen und dem Buch ein ganz eigene Atmosphäre gegeben. Das Ende konnte mich dann leider nicht so sehr überzeugen – irgendwie wirkte alles – obwohl in sich schlüssig – doch etwas konstruiert und nicht glaubhaft. Da ich mich aber trotzdem gut unterhalten fühlte und mir das Buch spannende Lesestunden geschenkt hat, gebe ich 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Wer Charlotte Link mag, dem wird auch dieses Buch gefallen: es ist spannend und fesselnd, packt den Leser durch die wechselnden Handlungsstränge, die nach und nach zusammenlaufen und überrascht mit einem unvorhersehbaren Ende – ich zumindest hatte keine Ahnung, wer denn nun eigentlich der Mörder sein könnte. Dazu kommt der eingängige und wunderbar flüssig zu lesende Schreibstil. Mir hat das Buch spannende Lesestunden geschenkt, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe. Einen Stern ziehe ich nur ab wegen des Endes, das mich leider nicht überzeugen konnte, da es mir zu konstruiert erschien.

Mein Lese-Highlight dieses Sommers!!!

Von: die-rezensentin Datum : 14.09.2015

www.die-rezensentin.de

Die etwas unscheinbare Scotland Yard Polizistin Kate hat ihren Vater durch einen Mord verloren. Eigentlich war er ihr Lebensmittelpunkt und sie wird nur schwer mit dem Verlust fertig.
Als die Ermittler dem Täter nicht schnell genug auf die Spur kommen, versucht sie auf eigene Faust, etwas herauszufinden,
Nach und nach erfährt sie jedoch Dinge, die sie noch mehr aus der Bahn werfen. Ihr Vater hat anscheinend doch nicht so ein tadelloses Leben geführt, wie sie immer vermutete.
Als ein weiterer Mord geschieht, der in Verbindung zu ihrem Vater steht, will sie die ganze Wahrheit wissen und bringt sich dadurch selbst in tödliche Gefahr.

In einem zweiten Handlungsstrang, der aber völlig losgelöst von dem anderen scheint, geht es um Jonas und Stella, die vor Jahren ein Kind adoptierten und nun etwas Stress mit der richtigen Mutter haben.
Jonas ist dazu noch beruflich völlig fertig und der Arzt rät ihm, eine Auszeit zu nehmen.
Mit Frau und Kind will er einige Zeit in einem weit abgelegen Haus in den Hochmooren von Yorkshire verbringen, um dort auszuspannen.
Diese Entscheidung hat allerdings fatale Folgen!

Was diese beiden und auch noch weitere Handlungsstränge miteinander zu tun haben, bleibt für den Leser lange unklar.
Charlotte Link schafft es wie keine andere, sogar eher banale Dinge zu einem packenden Thriller zu verarbeiten. Geschickt baut sie Wendungen und Tatverdächtige ein, die den Leser verwirren und die Spannung auf den Höhepunkt treiben.

Ein perfekt konstruierter Plot, vielschichtige Charaktere und ein fesselnder Schreibstil machen dieses Buch zu einem absoluten Lese-Highlight für mich. Charlotte Link versteht es, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu packen.
Ich habe lange kein so spannendes Buch mehr gelesen.