Leserstimmen zu
Das Lied von Eis und Feuer 06

George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer (6)

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Inhalt Jenseits des Meeres bereitet Daenerys Targaryen, die letzte aus dem Geschlecht der Drachenkönige, den Einmarsch ihrer riesigen Streitmacht in die Sieben Königreiche vor. Die größte Gefahr droht unterdessen aus dem Norden, von wo aus die Wildlinge aufbrechen, um den gesamten zivilisierten Süden mit Krieg zu überziehen. In ihrem Gefolge drohen auch die Anderen die uralte Schutzmauer zu überwinden, grausame Wesen, deren einziges Ziel die Vernichtung aller Menschen zu sein scheint. (Quelle: amazon) Meine Meinung Ich bin absolut begeistert und sprachlos. Dieser Teil übertrifft bisher alles. Die Handlung nimmt deutlich an Tempo zu und die Geschehnisse überschlagen sich, sodass mir als Leser keine Zeit zum Aufatmen blieb. Es passieren so viele einschneidende Ereignisse in kurzer Zeit, dass die 27 Stunden und 14 Minuten Hörzeit wie im Flug vergangen sind. Gerade diejenigen unter euch, die noch nicht mit der Serie vertraut sind, können sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Dennoch war auch ich an den meisten Stellen verwundert, da hier viele Dinge aufgegriffen werden, die ich zu einem späteren Zeitpunkt erwartet hatte. Ein weiterer Aspekt, der mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Geschichte nun endlich an dem Zeitpunkt ist, wo sie sich eindeutig von der Serie abkapselt. Wie bisher sind die Kapitel aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Charaktere geschrieben. Leider fehlt in diesem Teil die Sichtweise von Theon Graufreud, was ich ein wenig Schade finde, da er in der Serie viel durchmacht, was ich gerne in den Büchern gehört hätte. Dafür konnte ich eine wahnsinnige Entwicklung der meisten Charaktere beobachten. Besonders gut haben mir hierbei der innere Konflikt von Jon Schnee, Tyrions Verhalten in einer schweren Situation und Sansas sich stetig verändernde Denkweise gefallen. Das Ende des Hörbuches hat mich etwas unbeholfen zurückgelassen, da gerade der Epilog mich so neugierig auf den Folgeband gemacht hat, dass ich es kaum abwarten kann. Aber auch die Kapitel der einzelnen Charaktere Enden mit kleineren Cliffhangern, sodass ich umso gespannter auf den Fortlauf der Geschichte bin. Letztendlich kann ich nur wieder betonen, wie genial ich das ganze Universum finde, das George R. R. Martin geschaffen hat. Es kann mich immer wieder von sich begeistern und überraschen und verliert selbst über einen längeren Zeitraum von sechs Bänden immer noch nicht an Spannung.

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Ein Hörgenuss

Von: Meggie

05.07.2016

Die Intrigen steigern sich immer mehr, der Kampf um den Eisernen Thron spitzt sich weiter zu. Mord und Verrat stehen an erster Stelle. Dies spüren vor allem Robb, der König des Nordens und Joffrey Baratheon, der König über die Sieben Königslande. Sie verlassen sich auf ihre Getreuen und müssen doch immer wieder Niederlagen einstecken. Stannis Baratheon, der sich der rechtmäßige König nennt, wird beeinflusst durch Melissandre, die Rote Priesterin. Sie weiß mehr, als man glaubt. Und Daenerys Targaryens Armee wird größer und sie nähert sich ihrem Ziel, Westeros zu erobern. Der sechste Band der Reihe Das Lied von Eis und Feuer hält einige Wendungen parat. Mehr als einmal habe ich regelrecht die Hand vor den Mund geschlagen, weil mir dieser vor Staunen offen stand. Der Autor schafft es, meine Emotionen Achterbahn fahren zu lassen. Der Tod ist vorrangig in diesem Teil. Schon öfter habe ich gelesen, dass man sich nicht zu sehr an die Figuren aus den Büchern gewöhnen soll. Doch genau dies ist mir passiert und so vermisse ich Charaktere, von denen ich doch gerne noch mehr gelesen hätte. Allerdings wird man am Ende dann doch wieder dermaßen überrascht, dass einem fast nichts anderes übrig bleibt, als nach Hörbuch Nr. 7 zu greifen – was ich auch garantiert in den nächsten Tagen tun werde. Und wieder frage ich mich: Woher nimmt der Autor die Idee? Wie behält er die Übersicht? Warum kann er manchmal so grausam sein? Warum nimmt er mir geliebte Charaktere und lässt die gehassten sich immer weiter ausbreiten und mehr Macht erhalten? Aber das macht den Reiz aus. Wer schafft es, sich letztendlich durchzuschlagen und am Ende als Sieger aus der ganzen Sache herauszugehen? Wie wird es dem Autor gelingen, einem weiter zu fesseln? Für mich ist die Reihe ein Muss geworden und so kann ich nur abermals wiederholen, dass die Reihe einfach nur hörenswert ist. Zu den einzelnen Charakteren kann ich mittlerweile nicht mehr viel sagen, ohne zu viel zu verraten. Die Handlung ist nach Band 6 so komplex, dass es nicht empfehlenswert ist, mittendrin einzusteigen. Man muss von vorne anfangen, da der Autor nur wenig wiederholt und wenn, dann nur gleichsam unbedeutende Dinge. Normalerweise gibt es bei Reihen immer Bände, die schwächer oder stärker sind als ihre Vorgänger. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass die Reihe gleichbleibend genial, emotional und spannend ist. Und dies liegt unter anderem auch an dem einfach nur genialen Hörbuchsprecher Rainer Kuhnert, der mit seiner ruhigen Art so viele Emotionen hervorbringen kann, dass es schon fast unglaublich ist, dass er der einzige Sprecher ist. Dachte ich zu Anfang der Reihe noch, dass es vielleicht besser gewesen wäre, ein Hörspiel aus der Reihe zu machen, bin ich nunmehr absolut überzeugt, dass es dafür eigentlich gar keinen bessere Sprecher gibt. Er gibt den einzelnen Charakteren etwas unwiderstehliches und man kann - nach bislang sechs gehörten Büchern - auch nur an der leicht veränderten Tonlage herausfinden, welchen Part er gerade spricht. Sei es Tyrion, Daenerys, Cersei oder den verhassten Joffrey Baratheon. Oder Jon, Samwell und den Rest der Nachtwache. Arya, Sansa oder Jaime. Sei es gesprochen, gesungen, Gedichte vortragend oder einfach nur kurz und bündig. Er hats einfach drauf. Fazit: Das Lied von Eis und Feuer wird mir ewig im Gedächtnis bleiben.

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Durch seinen Schwur ist Jon Schnee an die riesige Mauer im Norden gebunden, die Eindringlinge von dem Königreich abhalten soll. Und tatsächlich tauchen dort bald einige machtvolle Geschöpfe auf, die das Bollwerk einnehmen wollen. Währenddessen ist Daenerys mit einer Flotte unterwegs nach Westeros, wobei ihre treuen Drachen sie begleiten... Den Inhalt von „Die Königin der Drachen“, dem sechsten Band der wunderbaren „Das Lied von Eis und Feuer“, so verknappt wie hier zusammenzufassen, ist alles andere als einfach, denn Autor George R.R. Martin hat natürlich wieder wesentlich mehr in seinen Roman zusammengefasst. Zahlreiche Handlungsstränge vereinen sich, greifen die Ereignisse aus den letzten Bänden auf und führen diese weiter, aber auch neue Hauptfiguren treten weiter ins Licht und verleihen dem Epos neue Facetten. Die beiden oben beschriebenen Teile waren für mich lediglich die prägnantesten und spannendsten, doch auch jeder andere Abschnitt konnte mit seinem Facettenreichtum und seiner stets vorhandenen Spannung überzeugen. Dabei wollen immerhin über 800 Seiten bewältigt werden – was einem beim Lesen aber bei weitem nicht so lang vorkommt. Denn Martin baut so viele Bögen, schlägt so viele Brücken zu anderen Teilen der Handlung, lässt so viele überraschende Momente einfließen, dass man teilweise kaum mit dem Lesen aufhören kann. Die Todesrate ist hier noch einmal deutlich erhöht, sodass auch lieb gewonnene Charaktere aus der Serie ausscheiden, was ich in dieser Deutlichkeit in noch keinem anderen Werk gelesen habe. Besonders gefällt mir, dass Daenerys, einer der faszinierendsten Charaktere der Reihe, noch mehr an Bedeutung gewinnt und ihr lange vorbereiteter Einfluss mehr zum Tragen kommt. George R.R. Martin kann mit seinem sehr typischen Schreibstil wieder eine sehr intensive Stimmung schaffen, die den Leser völlig in diese fremde und doch schnell sehr vertraute Welt hineinzieht. Der sehr sparsame Einsatz von fantastischen Elementen wird hier etwas ausgeweitet, steht aber nie im Mittelpunkt sondern ist stets ein Stilmittel, um die Handlung voranzutreiben. Dabei sei auch einmal die deutsche Übersetzung gelobt, die sehr feinsinnig die sprachlichen Eigenheiten des Autors aufgreift und umsetzt. Die sehr intensiv beschriebenen Charaktere sind dabei Dreh- und Angelpunkt, sind sehr stark und eingängig geschildert und schillern in unterschiedlichsten Facetten, sodass man immer wieder neue Seiten an ihnen entdecken kann. Auch der sechste Band der Serie konnte mich überzeugen, ist vielleicht sogar der bisher stärkste. Denn alles wirkt noch etwas intensiver, konzentriert sich auf äußerst spannende Handlungsstränge und ist ebenso temporeich wie detailverliebt geschrieben. Besonders die beiden oben beschriebenen Elemente konnten mich fesseln und begeistern.

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