Leserstimmen zu
Vom Glück des Lesens und Gelesenwerdens. Manesse Almanach auf das 60. Verlagsjahr

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„Ich glaube man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch das wir lesen uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann ein Buch?“ – Franz Kafka Du kennst das verrückte Gefühl beim Lesen, welches dir die Sprache verschlägt und dir die Luft zum Atmen raubt? Dir Tränen über das Gesicht laufen lässt? Dich machmal auch so wütend macht, dass du losbrüllen könntest oder dich so glücklich werden lässt, dass du jeden umarmen möchtest um deine Freude zu teilen? Oder dass du dir ein Lächeln in der Bahn nicht verkneifen kannst, weil das Buch so unheimlich witzig ist (siehe Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling)? Wenn du das alles kennst, kannst du dich sehr reich und glücklich schätzen 🙂 Bücher, Geschichten können einen zu so viel bewegen, zum nachdenken bringen, trösten oder auch vergessen lassen. Ich stelle jetzt mal die unverfrorene Vermutung an, dass wir allesamt viel zu wenig lesen (ok, es kann auch nie zu viel sein), auch einfach Bücher in die Hand nehmen, aufschlagen und in diese unentdeckte Welt eintauchen. Liegt es daran, dass wir zu wenig Zeit haben oder unsere Zeit doch dafür nutzen um auf Facebook alte Freunde und Bekannte zu stalken oder uns vom laufenden Fernseher besudeln lassen – seien wir doch wenigstens ehrlich zu uns selbst. George R. R. Martin (GoT) sagte mal, dass ein Leser tausend Leben lebt bevor er stirbt und der Mensch, der nie liest, nur ein einziges lebt. Welch grandioser Gedanke, nicht wahr? Und auch die Hirnforschung besagt, dass die Gefühle und Gedanken die wir beim Lesen spüren und erleben, unser Gehirn tatsächlich als wahres Erlebnis wahrnimmt, also ich finde das mehr als beeindruckend. Denn das bedeutet doch auch, dass wir aus einer beliebigen Zeit ein Werk (genauso auch bei der Musik und der Kunst) lesen können und dabei eine Art Zeitreise in unserem Kopf stattfindet; wir blicken damit in die Welten von Kafka und Jane Austin, Shakespeare usw. rein und können ihre Gedanken auch hunderte Jahre später noch nachvollziehen, mit ihnen leiden, mit ihnen freuen, mit ihnen denken. Der Verlag MANESSE ALMANACH hat aus Liebe zum Buch ein tolles Band rausgebracht. „Vom Glück des Lesens und Gelesenwerdens“, diesen Titel belegt der Verlag anhand von 600 Aphorismen der Autoren, die seit 60 Jahren bei Manesse verlegt werden, dabei geht es um Bücher, um das Lesen, um die Leser und die Schriftstellerei. Diese Autoren sind unter anderem Goethe, Nietzsche, Virginia Woolf, Oscar Wilde etc. etc., die ganz großen Namen also. Wusstet ihr, dass viele bewusst Aphorismen schrieben, die dann wie als Zitat ausgelegt werden sollten? Also ich hatte mir immer eingebildet, dass ein Schreibling mit Blatt und Feder neben dem Autoren stand und sobald dieser im Alltag etwas weltbewegendes von sich gab, aufschrieb. #fantasymodeon Aber zur Manesse Bibliothek muss noch eines gesagt sein, sie ist eine große Sammlung von unglaublich schönen Romanen, Erzählungen, Märchen aller Länder und aller Zeiten. Ich bin nicht nur von all diesen Geschichten begeistert sondern auch von der Qualität und der Aufmachung der Bücher. Bei diesem Verlag gibt es nicht nur was für die Seele, sondern auch für das Auge. Eine wahre Lesefreude mit der wir uns auf nahe und ferne Reisen voller Leidenschaft, Abenteuerlust und Begeisterung begeben können, die vollgepickt sind mit poetischen Reden und packender Erzählkunst. Als Vorgeschmack noch zwei Zitate von Virginia Woolf, der mich berühren und zum nachdenken bringen konnten: „[…] Aber ich bin zu aufgeregt, um meine Sätze richtig zu Ende zu bringen. […] Ich würde lieber geliebt werden, ich würde lieber berühmt sein, als den Spuren der Perfektion durch den Sand zu folgen. Aber bin ich dazu verurteilt, Abscheu zu erregen?“ „Obwohl ich selten von von Liebe zur Menschheit durchdrungen bin, tun mir die Armen manchmal Leid, die nicht Shakespeare lesen.“ Eine Kleinigkeit muss ich auch von mir noch loswerden; wie oft denken wir, dass Klassiker oder bestimmte Bücher der Literatur zu „schwer“ für uns wären? Wer hat sich diesen Quatsch eigentlich ausgedacht? Naja, unsere Deutschlehrer haben sicherlich auch ihren Beitrag dazu geleistet, aber glaubt mir es gibt viel mehr zu entdecken, wenn wir uns überwinden und uns auf neue Dinge einlassen. Wir lesen Bücher nur aus einem einzigen Grund, ob das nun Fantasy, Sci Fi, Thriller, ein Liebesroman oder auch ein Klassiker ist. Um zu „fühlen“. Andere Gefühle, andere Leben und andere Seelen. Also auf das wir uns mehr trauen und Bücher unsere stetigen Wegbegleiter werden. Eure Feyza (_foez_)

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