Leserstimmen zu
Qual

Stephen King, Richard Bachman

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Worum geht´s? Der geistig zurückgebliebene Blaze will den Coup seines Lebens starten, um endlich sorgenfrei leben zu können. Er entführt das Baby reicher Eltern. Doch umso länger er mit dem kleinen Joey auf der Flucht ist, umso weniger interessiert ihn das Lösegeld. Meine Meinung: Ganz ehrlich?! Ich liebe die Stimme von David Nathan. Er könnte mir seinen Einkaufszettel vorlesen und ich würde an seinen Lippen hängen. Seine markante Stimme ist gleichzeitig klangvoll und ruhig und machen jedes von ihm gelesene Buch zu einem absoluten Highlight. Für mich passt Nathans Stimme grandios zu Kings Geschichten (ein bisschen auch, weil ich das Gefühl habe, dass Dr.Mark Sloan mir ins Ohr flüstert) und er hat seine eigene Art, diese Bücher aufleben zu lassen. Die Geschichte, die Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte, ist ruhiger, als der Klappentext vermuten lässt. In zwei Zeitebenen wird Blaze Leben erzählt. Seine Vergangenheit, die Kindheit in einer staatlichen Fürsorge und sein Weg in die Kriminalität, wechselt sich mit der aktuellen Entführung des kleinen Millionärsbabys ab. King schreibt hier wieder eine Sozialstudie par excellence und man kommt stark ins Grübeln und schätzt sich glücklich, unter milderen Umständen aufgewachsen zu sein. Trotz der vielen Ausflüge in Blaze Vergangenheit, wird innerhalb des Entführungsfalls eine gewisse Spannung aufgebaut und gehalten. Die Entwicklung, die Blaze auch hier durchlebt ist ausgezeichnet erarbeitet. Fazit: Vollster Hörgenuss, durch David Nathans einzigartige Stimme, trifft auf einen von Stephen King lange in der Schublade versauernden Roman, der einen großartigen Einblick in das Leben sozial Schwacher stellt und mich mit dem Bösewicht mitfühlen ließ. Unbedingte Hörempfehlung, da Nathans Sprechweise über langatmige (typischer King) Passagen hinwegsehen lässt. 5 von 5 Ohrstöpseln von mir!

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Stephen King warnt seine Leser in seinem Nachwort davor, dass er einen Schubladen-Roman in den Händen hält, der nicht mehr sein möchte als Unterhaltung. Und obwohl King ihn als Schubladen-Roman bezeichnet, möchte das Buch nicht so recht in irgendeine Schublade passen. +++ Packend +++ Im Grunde genommen wird das Buch in zwei Ebenen erzählt. Zum einen im Hier und Jetzt und zum anderen in der Vergangenheit als sich der Protagonist Blaze in einem Waisenhaus wiederfindet. Dabei sind die Übergänge recht fließend, so dass ich nicht immer sofort mitbekommen habe, wenn King gesprungen ist. Ein Effekt, der beim Hörbuch sicherlich deutlicher zum Vorschein gekommen ist. Erzählerisch ist das Buch durchaus packend, auch wenn die Geschichte vorhersehbar ist und ohne Wendungen auskommt. King hält einfach immer wieder essentielle Informationen zurück, um den Leser bei Laune zu halten. Zumindest bei mir hat es funktioniert. Geprägt wird das Buch durch die Anwesenheit einer verstorbenen Figur im Geiste des geistig behinderten Protagonisten. Ob es sich hier um eine metaphysische Erfahrung handelt oder der Protagonist zwigespalten ist, bleibt dem Leser überlassen und der Leser kann selbst entscheiden, was für ihn am besten passt. Erinnerung Am Ende des Buch ist die Kurzgeschichte “Erinnerung” beigefügt. Diese dauert ca. eine Stunde und könnte dem ein oder anderen Leser bekannt vorkommen, denn sie erzählt beinahe identisch die Ereignisse aus “Wahn” mit dem Unterschied, dass das Übersinnliche aus der Kurzgeschichte entfernt wurde. +++ Fazit +++ Stephen King wollte ein Buch schreiben, das unterhält, der Leser hat ein Buch bekommen, das unterhält. Und das vollkommen ohne Horror, Spannung und dramatischen Wendungen. Ein eher ruhiges Buch, das sich für Leser eignet, die ungern nervenaufreibende Bücher lesen.

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Einer der besten Bachman/King Bücher überhaupt. Hervorragende Charaktere und eine spannende Handlung verbieten es den Leser, das Buch auch nur eine Sekunde aus der Hand zu legen.

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