Leserstimmen zu
Das Spiel der Götter 15

Steven Erikson

Das Spiel der Götter (15)

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Sich bei einem so epochalen Werk an einer Inhaltsangebe des fünfzehnten Bandes zu versuchen ist zwecklos. Für Einsteiger ist dieses Buches absolut ungeeignet, denn die Erzählstränge aus den ersten Bänden werden hier langsam aber sicher zu einem Ende gebracht. Der Autor kehrt zurück nach Darujhistan, der Stadt des blauen Feuers. Zurück zum Phönix, dem Lieblingsplatz Kruppes. Der zentrale Treffpunkt unserer Protagonisten, beginnend in der Zeit, als Crokus noch der junge, naive und verliebte Mann war und Murillio ein Schwerenöter und Galan. Doch von dieser einstigen Leichtigkeit und Lebensfreude ist nicht mehr geblieben. Alle Protagonisten wurden über vierzehn Bände stark vom Schicksal gezeichnet. Die Ereignisse von Band vierzehn werden nahtlos fortgeführt, im Original handelt es sich um einen Band und die Aufteilung der Handlung in zwei Bände trägt sicherlich nicht zum besseren Verständnis bei. Ich habe die Bände eins bis dreizehn geliebt und verschlungen. Aber ich frage mich, ob es nicht mit Lether hätte enden sollen. Seit Band vierzehn vermisse ich den unterschwelligen und bösen Humor, der alle Bücher bisher begleitet hat. Auch in den schlimmsten Situationen hatten Fiedler und seine Brückenverbrenner ihren fatalistischen Humor behalten. Die Kette der Hunde und die Ereignisse in Y'Ghatan haben die Protagonisten und die Leser bis ins Mark erschüttert, doch immer gab es einen Hoffnungsschimmer oder einen verstecken, humorvollen Funken. Und Personen wie Tehol und Bugg zeigten eine Unbeschwertheit, die das Herz des Lesers eroberten. Ihre Dialoge sind das Highlight der ganzen Serie. Es waren Szenen, die dem Leser eine Atempause gegönnt haben und ihm, trotz des ganzen Elends, immer zu einem schmunzeln gebracht haben. Hier gönnt der Autor seinen Protagonisten nichts, kein Glück, keine Liebe und keine Freude. Leid, Elend und schmerzliche Verluste bestimmen ihren Weg. Crokus, der zu Schlitzer wurde und nichts mehr empfinden kann. Stonny Menackis, dich sich nicht eingestehen kann, dass ihr einige Menschen etwas bedeuten und Murillio, der alternde Duellmeister, den die Zeit unaufhaltsam einholt. Die Traurigkeit nimmt von Band zu Band zu und verstört den Leser. Und ab dem vierzehnten Buch ist dies kaum noch zu ertragen. Barathol Mekhal und Scillara, die Bewohner von Krulls Schenke, Challice und Crokus, die Familie Nom, alle haben erneut einen schweren Weg zu gehen, als hätten sie nicht längst Ruhe und etwas Glück verdient. Auch der Erzählstil hat sich meines Erachtens gewandelt. Stets war die Handlung verschachtelt, es gab Geschichten in den Geschichten, kleine Abschweifungen aber nie verlor man als Leser den Faden. Hier konnte ich teilweise aber nicht mehr folgen. Man bekommt den Eindruck, dass einige Passagen von Kruppe erzählt werden und wer Kruppe kennt, weiß, wie ausschweifend dies werden kann. Zur Handlung tragen diese Ausflüge an Darujhistans Himmel nichts bei, sie blähen die Handlung unnötig auf und lenken vom eigentlichen Geschehen ab. Dazu kommt noch Iskaral Pustl, der ebenfalls nicht leicht zu ertragen ist. Sicherlich führen die Handlungsstränge von Gaz und Harrlo letztendlich zu Auslösern und überraschenden Wendungen, doch der Weg dahin ist steinig und fordert die Geduld und die Ausdauer des Lesers. Harllos Schicksal ist wie ein Stein, der ins Wasser fällt und Wellen schlägt. Es löst eine Kette von Ereignissen aus und ist Auslöser für viele Entscheidungen, berührt Stonny, Murillio, seine Zieheltern, Grantl und auch die Stammgäste des Phönix. Wir erfahren außerdem, wie es mit Mappo Runt und der Handelsgilde weiter geht. Der einzige Lichtblick in der Trostlosigkeit dieser Erzählung. Karsa Orlong, Samar Dev und Reisender nähern sich der Stadt des blauen Feuers, ebenso wie Kallor. Lady Missgunst und ihre Schwester befinden sich ebenfalls in der Stadt und das kann nicht gutgehen. Neue Spieler betreten die Szene und beeinflussen das Schicksal vieler. Abseits der Ereignisse in Darujhistan wird die Geschichte des Dömänensers und Itkovians fortgeführt. Mönchratt trifft auf Spindel, der ihn daran erinnert, was es bedeutet ein Soldat und Brückenverbrenner zu sein. Auch die Welt im inneren Dragnipurs wird immer chaotischer und für den Leser unverständlicher. Sicherlich weiß man, auf was dieser Handlungsfaden hinausläuft, nichtsdestotrotz ist er verstörend und schwer verständlich. Eine absolute Abneigung empfinde ich gegen Coll, der Nimander Galit und seine Freunde nach Schwarz Korall begleitet. Natürlich bleibe ich der Serie treu, denn es gibt in meinen Augen nichts vergleichbares auf dem Markt. Und komme mir keiner mit GoT, dessen Autor uns schon Jahre auf eine Fortsetzung warten lässt. Bei Erikson gibt es ein Konzept, einen roten Faden und geniale Schachzüge, die den Leser immer wieder in Erstaunen versetzen. Seine Protagonisten sind liebenswert oder hassenswert, man kann sich ihnen auf keinen Fall entziehen. Einige Bände haben mich zum Weinen gebracht, bei einigen haben ich schallend gelacht. Die Eloquenz der Sprache, die Gewaltigkeit des Universums und die Vielzahl der Geschichten und Personen kann man nur bewundern. Vergleichbares habe ich bisher nur bei Brandon Sandersons Sturmlichtchroniken oder bei den Chroniken von Chaos und Ordnung gefunden. Mein Fazit: Zu viel von Kruppe und Itkaral Pustl. Absolut ungeeignet für Leser, welche die Serie nicht kennen aber ein must have für alle Fans.

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Da ist es endlich...

Von: Steffen aus Hannover

20.03.2017

Ich habe das Buch noch nicht gelesen, da es erst heute Vormittag eintraf, aber...(eigentlich hasse ich Aber-Sätze..) ... ich möchte mich hier nochmal bei dem Verlag dafür bedanken, dass sie keinen neuen Übersetzer an die Reihe gelassen haben, sondern bewährtem treu geblieben sind. Natürlich freue ich mich auch für den Übersetzer, da ich davon ausgehe, dass das schlimmste seiner Krankheit überstanden ist, am grössten ist jedoch die Freude darüber, dass ich nun wieder bequem (!!) das MBotF auf deutsch lesen kann, da jemand anders die Übersetzungsarbeit für mich geleistet hat. Das sollten einige nicht vergessen, es wird einem Arbeit abgenommen, das ist etwas was als Dienstleistung angeboten wird, nicht auf das jeder ein Hoch-Herrschaftliches Recht hätte. ;) Beste Grüsse und allen anderen und mir (:p) viel Spass bei den weitern Bänden!

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Ist der Termin am 20.03.17 nun wirklich zuverlässig? Oder müssen wir wieder mit einer Verzögerung rechnen? Der Verlag hatte ja schon mal versichert, dass eine Veröffentlichung im Januar 17 nicht mehr im Wege stehe, da die Übersetzung fertiggestellt sei. Anmerk. d. Red.: Diesmal steht der pünktlichen Veröffentlichung nichts mehr im Wege ...

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Von: Tilo

20.06.2016

Meine Begeisterung für die Reihe hat doch auch viel mit der Arbeit des Übersetzers zu tun. Auch wenn mich seit Jahren alle paar Wochen wieder die Ungeduld überkommt...ich warte lieber auf die Gesundung des originalen Übersetzers, welcher bisher einen phänomenalen Job gemacht hat.

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Von: Ano aus Stuttgart

10.03.2015

Hallo zusammen, Steht das Veröffentlichungsdatum --> 18.Januar nun fest? Oder können wir uns bereits früher aus dieses langersehnte Werk noch in diesem Jahr freuen? Vielen Dank Ano Anm. d. Red.: Aufgrund gesundheitlicher Probleme des Übersetzers hat sich der Erscheinungstermin so stark verzögert. Nach aktuellem Stand bleibt es aber bei der Veröffentlichung im Januar.

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Gibt es bezüglich des Erscheinungsdatums Neuigkeiten? Vielen Dank für die Antwort im Voraus, Raffau Anm. d. Red.: Der Titel wird voraussichtlich in der 2. Hälfte 2015 erscheinen.

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Von: Raffau aus Heidelberg

12.06.2014

Meines Wissens war der 16. Januar 2016 nur als Platzhalterdatum gedacht. Der Autor selbst bemerkte im Fanforum, es versuche die Übersetzung bis April/Mai 2014 zu beenden. Gibt es bereits Neuigkeiten, wann der Band aller Voraussicht nach tatsächlicher erscheinen wird? Dank an Sie im Voraus (für die Verzögerung habe ich natürlichst vollstes Verständnis). Anm. d. Red. wäre: Leider gibt es keine Neuigkeiten. Jan. 2016 ist tatsächlich nur ein Platzhalter.

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