Leserstimmen zu
Die Geisha

Arthur Golden

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Der Leser erhält einen Einblick in die Hochzeit der Geishas in Kyoto, wird aber auch Zeuge deren Ende. Das Ende einer Ära, aber auch das Ende des Lebensinhalts der Geishas, die mit der Aufgabe konfrontiert wurden, ihre Identität und ihr Sein neu zu finden und zu gestalten. Die kleine Chio und ihre Schwester werden verkauft, getrennt und in eine Welt geworfen, die sie nicht verstehen. Eine von Aggression, Missgunst und Eifersucht geprägte Kindheit hat Chio zu durchleben, getragen von Hoffnung und diffuser kindlicher Liebe. Recht früh in der Geschichte kommt es zu einer Begegnung mit dem Direktor. Eine Begegnung, die ihr Leben stark beeinflusst und zu einer andauernden Verbindung der beiden Figuren führt. Die Erzählung überspannt nahezu das gesamte Leben von Chio, beschreibt ihre Lerngeisha-Zeit, wie sie zu Sayuri, der Geisha wird, die Geschehnisse während der Kriegsjahre und ihrer Suche nach einem Danna, einem Versorger. In einer von Männern dominierten Gesellschaft bekleiden Geishas eine besondere, aber auch zwiespältig zu betrachtende Position. Geishas als selbständige, respektierte und geachtete Künstlerinnen mit knallharter Ausbildung, aber angewiesen auf die Gunst und die Finanzierung von Männern. Geishas, die sich auch selbst klar von Prostitution abgrenzen, aber ihre Mesuage (Jungfräulichkeit) versteigern und sich an einen Gönner zu binden suchen. Eine fragwürdige Emanzipation, nur geduldet von den Männern und fragil. Aus Sicht der Protagonistin aber nicht in Frage zu stellen, geprägt von Stolz und bedingungslosem Einverständnis. Die Erzählung gliedert sich grob in zwei Abschnitte mit völlig verschiedenen Atmosphären: Das Leben im Geishaviertel Kyotos und das Leben nach dem Krieg. Es gelingt Golden durch seine Sprache die Wahrnehmung der Welt durch Sayuri darzustellen und den Leser spüren zu lassen, wie sich diese verändert. Man mag fast sagen, die Farbigkeit der Welt verändert sich. Besonders die Geschehnisse im Geishaviertel spielen sich auf engstem Raum ab. Trotzdem gelingt es Golden die Nebenfiguren wie Hatsumomo, Kürbisköpfchen oder Nobu sehr individuell und plastisch auszugestalten. Nicht nur die Heldin entwickelt sich in der Erzählung, auch die anderen Figuren durchleben Reifungs- und Entwicklungsprozesse. Mit der Sprache hat Golden die japanische Kultur und ihr Wesen gut eingefangen, spiegelt die Ruhe und Zurückhaltung und ermöglicht es dem Leser einzutauchen in eine unaufgeregte und doch intensive Erfahrungswelt. Fazit: Ein sehr einfühlsames Buch, welches den Leser mitnimmt in eine für Europäer fremde Kultur zu einer völlig fremden Zeit! Wunderschöne Bilder mit intensiven Figuren. Die ersten zwei Drittel habe ich verschlungen, am Ende hatte es ein paar Längen, was den allgemeinen Lesegenuss aber nicht schmälerte. Von mir eine bedingungslose Leseempfehlung!

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Cover: Ich finde es so wunderschön. Die Farben, die blüten, der Viogel. So zart und anmutig stimmt es mich direkt auf die Geshcichte ein. Schreibstil: Mit "Die Geisha" habe ich mich mal an einen Klassiker herangetraut der es in sich hat. Den Film kannte ich schon, hatte ihn vor Jahren geguckt und konnte mich bruchstückhaft erinnern. Die Geschichte um Chiyo ist keine die man nochmal vorfindet und mit vielen Emotionen und Schicksalschlägen verbunden. Als Kind zur Sklavin gemacht, durch harte Arbeit zur Geisha befördert. Was sie dazu beflügelt und ihr die nötige Kraft gibt ist die Liebe. EIn Mann dessen Aufmerksamkeit sie erlangen will. Durch dieses Buch erwacht das alte Japan zum Leben. Man sich sehr gut darin verlieren und in die alte Kultur eintauchen. Eine Kultur die cih auf diese Art und Weise noch nie wahrgenommen habe. Fazit: EIn Buch das ich sehr gerne gelesen habe.

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Ich habe die Verfilmung von "Die Geisha" bestimmt schon 100 mal geschaut. Ich liebe diesen Film einfach so sehr und weiß, dass ich mir diesen noch sehr sehr oft anschauen werde. Das Buch hatte ich bislang jedoch noch nicht gelesen und war deshalb umso gespannter darauf. Das Cover finde ich wunderschön. Es ist schlicht gehalten, wirkt dennoch feminin, elegant und sehr majestätisch. Protagonistin Chiyo ist noch ein Kind, als sie auf traurige Art und Weise ihrer armen Familie entrissen wird. Zunächst als Sklavin schuftend, entwickelt sie sich nach und nach zu einer der renommiertesten Geishas. Arthur Golden entführt uns mit seinem flüssigen Schreibstil in die kulturelle Welt des alten Japans. Durch seine ausführlichen Beschreibungen, verleiht er uns tiefe Einblicke und Gefühle in die herzzerreißende Geschichte Chiyo's. Während ich "Die Geisha" gelesen habe, bin ich in eine tiefsinnige Welt abgetaucht, die ich zum Ende des Buches hin, mit Tränen in den Augen, wieder verlassen habe. Ich habe wirklich eine ganze Woche gebraucht, diese Geschichte zu verarbeiten, obwohl ich den Film ja bereits kannte. Falls ihr die Verfilmung schon gesehen habt, kann ich euch nur empfehlen, das Buch trotzdem zu lesen. Einfach aus dem Grund, dass diese unglaublich wundervolle Geschichte, so viel mehr Gefühle aufweckt, wenn man diese liest. Arthur Golden hat mit "Die Geisha" ein so berührendes Werk geschaffen, welches man unbedingt gelesen haben sollte. Meine Bewertung: ★★★★★ 5 Sterne

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„Die Geisha“ erzählt den Werdegang des kleinen Fischermädchens Chiyo, das später zu einer der begehrtesten Geishas in Japan aufsteigt. Dabei hat sie der Wunsch nach Liebe immer wieder angetrieben und durch schwere Zeiten gebracht. Anfang der 1930er Jahre lebt die neunjährige Chiyo mit ihrer Familie in einem kleinen Fischerdorf in Japan. Als ihre Mutter schwer erkrankt und der Vater mit den Kindern überfordert scheint, werden sie und ihre Schwester nach Kyoto verkauft und getrennt. Chiyo landet in einem Geishahaus, wo sie eine jahrelange Ausbildung zur Geisha beginnt und Hatsumomo, eine der damals erfolgreichsten Geishas aus ganz Gion, kennenlernt. Hatsumomo fühlt sich durch das kleine hübsche Mädchen bedroht und so erleidet Chiyo neben ihrer anstrengenden und harten Ausbildung auch diverse Schikanen. Sie fühlt sich einsam, hilflos und alleine gelassen. Ihr Fluchtversuch scheitert und sie wird zur Dienerin degradiert. Ihre Perspektive scheint soweit aussichtslos. Arthur Golden lässt den Leser tief in die alte japanische Kultur eintauchen und beschreibt nicht nur detailliert und umfangreich das Setting, sondern auch die Etappen der Geishaausbildung. Dazu gehören nicht nur der Tanz, die Musik, Teezeremonien und die Kunst der Konversation, sondern auch qualvolle Ausbildungsmethoden, der Abbau der eigenen Schulden, ein starker Konkurrenzkampf, die Versteigerung der Jungfräulichkeit und die Abhängigkeit von reichen Männern. Der Fokus der Geschichte liegt auf der Entwicklung und Ausbildung der jungen Chiyo und nimmt damit ungefähr 2/3 des Buches ein. Die Nachkriegsjahre und die Zeitspanne als Erwachsene werden rasch und flüchtig im letzten Teil abgefrühstückt. Die Aufteilung erschien mir sehr unausgewogen. Die einzelnen Etappen der Ausbildung und immer wiederkehrende Schikanen wurden mir mit der Zeit langweilig und durch den umfangreichen Schreibstil erschien die Geschichte ab der Hälfte sehr langatmig. Der Konkurrenzkampf mit Hatsumomo wurde ausgeschlachtet, sie selbst hat aber zu wenig Hintergrundgeschichte bekommen und wirkte daher als Charakter eher flach und einseitig, sowie viele andere Nebencharaktere leider auch. Mit der Erzählweise habe ich mich sehr schwer getan, da der Leser die Geschichte aus der Sicht der erwachsenen Chiyo geschildert bekommt. Dadurch wirkt das Mädchen reifer als es eigentlich ist und die erwachsene Chiyo nimmt in ihrer Erzählung viele Handlungsstränge vorweg. So erzählt sie dem Leser zuerst, dass ein gewisser Plan gescheitert ist, um dann erst den Verlauf der Situtation zu schildern. Damit wird einem jegliche Spannung genommen. Insgesamt gesehen bietet das Buch einen umfangreichen Einblick in die japanische Kultur und die Traditionen der Geishas. Allerdings liest es sich mehr wie eine Biographie als ein spannender Roman und ich hatte etwas anderes erwartet. Zudem hatte ich auch große Probleme mit der Erzählweise und fehlenden Spannung. Dennoch konnte mich dieses Buch bereichern, auch wenn ich es zu keinem Highlight zählen kann.

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Meine Meinung: Arthur Golden erzählt Chiyos Geschichte sehr detailliert und ausführlich. Man wird auf herzzerreißende Weise tief in die Welt der ,alten japanischen Kultur mitgenommen. Es ist sehr interessant die junge Geisha auf ihrem Weg zu begleiten. An vielen Stellen hat mich die Geschichte sehr mitgenommen und teils auch befremdet. Viele schwärmen von dem wundervollen Schreibstil, was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann. Mir fiel es schwer, das Buch flüssig zu lesen. Trotzdem ist “Die Geisha“ eine sehr besondere und interessante Geschichte, die vielleicht jeder einmal lesen sollte. Mein Fazit: Ein wundervolles Buch für alle, die sich für das alte Japan interessieren, mit einer meisterhaften Beschreibung der Entwicklung einer jungen Geisha. 💟💟💟💟❤ 4/5 Buchherzen.

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Ich habe schon gefühlt 200x den Film gesehen und habe diese neue Auflage durch Zufall entdeckt und mich gleich in das schöne Cover verliebt. Der Kolibri, der im Anflug auf die Blüten ist wirkt sehr majestätisch und die Blüten sind einfach nur wunderschön, beides in Kombination wirkt sehr edel und hat mich magisch angezogen. Das Buch hat einen schönen Platz in meinem Bücherregal erhalten, da ich das Cover so wunderschön finde. Arthur Golden hat einen wunderbaren Schreibstil, sehr flüssig, detailreich und bildlich, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und es war wie in einer anderen Welt gelandet zu sein. Ich habe natürlich die kleine Chiyo aus den Filmen vor Augen bzw. die Schauspielerin, deswegen finde ich es etwas schade das Buch erst jetzt gelesen zu haben. Schöner wäre es gewesen sie sich anhand der Beschreibungen des Autors vorzustellen. Der Autor beschreibt die herzzerreißende Geschichte so ausführlich, dass man das Gefühl hat mit dabei zu sein. Bei mir haben sich sämtliche Emotionen abgespielt aufgrund der Beschreibungen des Autors. Auch die Kultur der Geisha kommt super rüber und man lernt sehr viel darüber, auch wie grausam die Zeit damals war. Trotzdem finde ich die wunderschönen Frauen immer wieder interessant und würde jederzeit wieder zu diesem Buch greifen, denn man erfährt hier auch die Realität hinter der schönen Fassade. Fazit: Für mich war es schön, nach dem Film auch mal in das Buch abzutauchen was mir sogar noch viel besser gefallen hat als erwartet. Ich kann jedem das Buch nur empfehlen, dem der Film gefallen hat, denn dieses Buch ist um Längen besser!

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die Geisha

Von: ingrid p. aus roßdorf

18.01.2018

ich habe das Buch bereits Ende der 90er in englisch gelesen und dann den Film gesehen. Beides ist sehr beeindruckend, wobei ich sagen muss, dass lesen einfach die bessere Alternative ist, da man dann seinen "eigenen Film" entstehen lassen kann. Mein Fazit: gut, dass diese Geishazeiten vorbei sind. Darüber zu lesen ist durchaus empfehlenswert. Die Art des Autors zu schreiben nimmt den Leser mit und vermittelt seine Kenntnisse der alten japanischen Kultur.

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