Leserstimmen zu
Ein echter Schatz

Janet Evanovich

Ein Stephanie-Plum-Roman (13)

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Es gibt nicht viel im Leben von Stephanie Plum, das sie bereut, aber eines gehört auf alle Fälle dazu, die kurze Ehe mit Dickie Orr. Sie ist froh, wenn sie nichts von ihm sieht oder hört, denn bisher endete jedes Treffen sehr laut. Nun aber hat Ranger Stephanie gebeten, bei Dickie im Büro eine Wanze zu verstecken und da sie ihm schlecht etwas abschlagen kann, lässt sie sich darauf ein. Natürlich endet diese Begegnung mit Dickie auch dieses mal nicht ohne Handgreiflichkeiten und Beschimpfungen, was soweit ja in Ordnung wäre, wenn nicht Dickie am nächsten Tag mitsamt 40 Mio. Dollar wie vom Erdboden verschluckt wäre. Da viele die Auseinandersetzung der Ex-Eheleute mitbekommen haben, dauert es auch nicht lange, bis Stephanie zur Hauptverdächtigen erkoren wird. Nun ist guter Rat teuer. Sie findet Unterschlupf bei Ranger, der sie beschützen soll, aber Stephanie berührt das nicht wirklich, denn sie geht weiter ihrer Arbeit als Kopfgeldjägerin nach und macht sich letztendlich selbst auf die Suche nach Dickie... Der inzwischen 13. Teil der Reihe um Stephanie Plum ist immer noch schön zu lesen, ohne ein Abklatsch eines der Vorbände zu sein. Stephanie, deren Name eigentlich Chaos heißen müsste, mischt noch immer überall mit. Nicht nur, dass sie ihren Ex-Ehemann suchen muss, um die Polizei von ihrer Unschuld an seinem Verschwinden überzeugen zu können, hat sie es auch noch mit einem durchgeknallten NVG-ler (Nicht vor Gericht erschienene Person) zu tun, der Tierpräparator ist. Seine Präparationen sind gern mal mit Bomben belegt, die unkontrolliert explodieren, sehr zum Leidwesen von Stephanie. Zusätzlich hat sie auch noch Joyce Barnhardt auf der Pelle, die sie verfolgt, in der Hoffnung, durch Stephanie Dickie zu finden. Es geht wie gewohnt in der Reihe drunter und drüber und mit Situationskomik wird nicht gespart. Die recht eigenwilligen Protagonisten des Buches, neben Stephanie selbst ganz vorn ihre Familie, sind einfach nur herzerfrischend. Oma Mazur ist für mich das absolute Favorit in der Familie und immer für einen Lacher gut. Geht sie doch zu gern zu den Aufbahrungen von Toten, um hinterher darüber zu lästern und hilft auch gern ihrer Enkeltochter bei der Verbrecherjagd. Genauso gern erfreue ich mich immer über Lulu, einer ehemaligen Nutte, die Stephanie bei ihren NVG-lern hilft, wobei helfen an der Stelle nicht wirklich das richtige Wort ist, manches Mal macht sie nur einfach das Chaos komplett. Auch dieser Roman zeigt dem Leser wieder eine Stephanie Plum, wie wir sie kennen. Hin- und hergerissen von der Anziehungskraft zweier Männer, Morelli, ihrem Freund und Polizisten, und Ranger, ebenfalls ein Kopfgeldjäger, aber Klassen über Stephanie, hat sie schon so ihre Probleme, Morelli gegenüber loyal zu sein. Zu groß ist das Sexappeal von Ranger. Morelli möchte Stephanie gern hinter Kochtopf und Kinderstube verbannen, aber dazu ist sie zu freiheitsliebend, so dass sie sich noch immer nicht festlegt. Stephanie bei ihrer Tätigkeit als Kopfgeldjägerin zu beobachten, zaubert dem Leser ein Grinsen ins Gesicht. Gutgläubig, wie sie ist, wird sie nicht nur einmal von den NVG-lern ausgetrickst und das zur Freude des Lesers., Für mich ist Stephanie Kult und ich habe sie ins Herz geschlossen mitsamt ihrer eigentümlichen Familie, ihren Freunden, Morelli und Ranger. Diese Frau muss man einfach mögen. Ich bin auf die kommenden Abenteuer mit ihr gespannt, denn bis jetzt hat sie mich noch nicht einmal enttäuscht. In meinen Augen ein sehr empfehlenswertes Buch.

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