Leserstimmen zu
Ich fühle was, was du nicht fühlst

Amelie Fried

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Taschenbuch
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Ich fand die Welt von India sehr chaotisch, was mir jedoch in dem Buch nicht negativ auffiel. Es waren lustige und ernste Szenen dabei. India übernimmt die Verantwortung für sich selbst und bald darauf auch für Che. In ihrer Welt lebt das pure Chaos weiter und es passieren immer schlimmere Dinge mit India. Als ich dachte, es könnte einfach nicht mehr schlimmer werden, bewies es mir das Gegenteil. Dann fällt auch noch der vertrauenswürdigste Mensch in Indias Leben, ihr in den Rücken. Mich hat das Buch ziemlich gepackt, daher hat es mir auch ganz gut gefallen :) Vielen Dank an das Bloggerportal und an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Wow, ich weiß gar nicht wo und wie ich anfangen soll. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch, aber finde dieses Ende einfach unfassbar traurig. Ich habe schon lange kein so gutes Buch mehr gelesen! Die Darstellungen aller Charaktere und vor allem die der Protagonisten.. einfach Wahnsinn! Ich konnte mich sehr gut in India und ihren Bruder Che hinein versetzen. Jedes Gefühl und jeder Gedanke wurde ausführlich beschrieben, sodass man als außenstehender keine Probleme hatte, den Gedankengängen der Autorin zu folgen. Die Autorin hat einen unglaublichen flüssigen und ansprechenden Schreibstil, dem man sehr gut und schnell folgen kann. Außerdem hat sie ein angemessenes Maß an Kapitel, d.h. sie sind nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz. Und dieses Ende. Ein Hammer! Spoiler! Dieses Buch spricht ein Thema an, was höchst wahrscheinlich sehr oft in unseren Umkreis vorkommt. Der Missbrauch bzw. sexuelle Belästigung. Nachdem India eines Tages bei ihrem Musiklehrer Christian war zum Musik hören, begann Christian India an Stellen zu berühren, wo es nicht hätte sein sollen. Anschließend redete er India ein, dass sie nur geträumt hätte. Ab da geht sie nicht mehr zum Musikunterricht und hielt alles vor erst für sich. Als sie es dann doch ihren Eltern beichtete, glaubten sie ihr kein Wort und nahmen Christian in Schutz. Sie sprach kein Wort mehr darüber und versuchte alles so gut wie es geht zu verdrängen. Dies gelang ihr auch, aber irgendwann beschloss sie, sich ihren Ängsten stellen zu müssen, was sie auch tat. Hierbei beschreibt Amelie Fried eine unglaubliche junge Frau, die stark und selbstbewusst weiter durch ihr Leben geht und versucht das Geschehene nicht in ihr Leben zu lassen. Besonders schade finde ich, dass India am Ende nicht den Mut zusammen genommen hat, um Christian anzuzeigen und sich helfen zu lassen!

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Mir hat der Name der Autorin zwar etwas gesagt, aber ich hatte bisher noch nichts von ihr gelesen und bin sehr glücklich darüber, dass ich es endlich getan habe. Mich hat hier das bunte Cover angesprochen, was mir im ersten Moment eine Gute Laune-Geschichte vermittelt hat. Als ich mir aber den Klappentext durchgelesen habe, war mir sofort klar, dass sie genau das nicht sein wird. Da ich tiefgründige Geschichten sehr schätze, habe ich schnell zugeschlagen. Ich bin hier voll auf meine Kosten gekommen, was die Tiefgründigkeit der Geschichte angeht, und zwar von Anfang an. Die Geschichte wird trotz allen Dramas auf eine ruhige Art und Weise erzählt, das mochte ich sehr gerne leiden. Man merkt hier deutlich die Erfahrung von Amelie Fried, denn das Drama wird nicht durch krasse Dialoge oder Handlungen erzählt, sondern eher durch die Gedanken und Gefühle von der Protagonistin India, die zu Beginn des Romanes dreizehn Jahre alt ist. Sie fällt mit ihren sonderbaren Eltern sogar in einer Hippie-Kommune auf, was sie zur Außenseiterin macht. Eine Freundin findet sie trotzdem, es ist Bettina, die Tochter von Indias späterem Klavierlehrer. So kommt das Ganze ins Rollen. India ist eine wundervolle Protagonistin, ein ganz besonderer Mensch, den ich gerne begleitet habe. Sie ist ein mehr als helles Köpfchen, die musische und mathematische Begabung sind nur zwei Beispiele dafür. Sie wird leider von ihren Eltern weder beachtet, noch gefördert, im Gegenteil, sie überlassen sie einfach sich selbst, auch ihr Bruder Che ist ihr leider keine große Stütze, da er selbst große Probleme hat. Die Beachtung, die sie von Bettinas Vater bekommt, ist daher etwas ganz außergewöhnliches für sie und sie lässt sich voll drauf ein. Ich habe in einigen Rezensionen gelesen, dass in der Geschichte die Wünsche der 70-er-Generation sehr gut herausgearbeitet und angesprochen wurde. Das kann ich leider nicht beurteilen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geboren war. Aber was ich so von damals durch eigene Recherchen weiß, kann ich das so bestätigen. Fazit: Ich vergebe hier nur zu gerne 5 Sterne, da die Geschichte eines der Highlights ist, das mir für immer im Kopf bleiben wird.

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Renzension zu "Ich fühle was was du nicht fühlst": . Inhalt: 1975: Die dreizehnjährige India lebt zusammen mit ihren Hippie-Eltern und ihrem älteren Bruder Che in einer schwäbischen Kleinstadt. Ihre Familie ist jedoch alles andere als normal. Doch auch India ist anders als alle anderen Kinder. Sie hat ein unglaublich ausgeprägtes Mathematikverständnis. Es stellt sich zudem raus, dass sie ebenfalls eine besondere Begabung für die Musik und damit das Klavierspielen hat. Ihr Nachbar gibt ihr daraufhin Klavierstunden. India fühlt sich mehr und mehr von Ihrem Lehrer verstanden und findet in ihn endlich eine Bezugsperson. Eines Tages missbraucht er jedoch dieses Vertrauen und India muss sich entscheiden. Sagt Sie die Wahrheit oder schweigt sie? . Meine Meinung: - Aufgrund des Klappentextes hab ich mir sehr viel vom Buch erhofft. Es hat sich ja bereits erahnen lassen, dass das Missbrauchsthema angeschnitten wird. Enttäuscht musste ich dann jedoch feststellen, dass dieses Thema sehr schnell abgehandelt wird und sich der Inhalt meist eher um Indias Familie dreht. Bereits der Anfang gestaltet sich sehr langatmig. Es folgen viele Ausschweifungen, die die Religionsfindung der Mutter oder die Ideologienfindung von Che abhandelt. Es kommt dadurch nur denkbar wenig Spannung auf. - Das Buch besticht dagegen besonders durch seine Themenviefalt und vielen ausgearbeiteten Charakteren. - Gut gefallen hat mir auch der sehr schöne Schreibstil, der einen Indias Empfindungen näher bringt. - Mit Sympathien hat die Autorin jedoch ein wenig gegeizt. Mir fällt es schwer ein Buch zu lesen in dem sich nicht wenigstens ein Charakter meine Sympathie verdient. Ob es nun die Eltern sind, die ihre Kinder vollkommen vernachlässigen oder Che der mal wieder von einem Extrem ins andere fällt. . Fazit: 2,5/5 Sternen Das Buch greift viele wichtig Themen auf und verfolgt gute Ansätze. In der Ausführung konnte es mich jedoch nicht überzeugen, da meiner Meinung nach nicht besonders sorgfältig mit den Themen umgegangen wurde.

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