Leserstimmen zu
Göttergatten

Martina Rellin

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Sechs Jahre hat dieses Buch schon auf dem Buckel, lesenswert ist es aber heute mehr denn je. 17 Männer zwischen 29 und 71 Jahren kommen darin zu Wort und erzählen frei Schnauze, wie sie ihre Frauen finden und was sie von ihren Ehen halten. Damit widerlegt die Autorin und Journalistin Martina Rellin nicht nur das Klischee vom sprachlosen Mann, sondern gibt auch all den Ungefragten eine Stimme. Untreue, Handzahme, Getrennte, Wilde, Unentschlossene und Leidende – alles ist hier dabei. Beim Lesen kommen dann auch allerhand Gefühle hoch. Denn kalt lassen kann eigentlich keine Frau das, was Rellin da notiert hat. Der 39-jährige Kai zum Beispiel lässt sicher bei vielen Leserinnen die Hutschnur hochgehen. Da seine Frau keine Lust auf Sex hat, lebt er seine Begierden woanders aus. Paysex, Hobbyhuren, Affären – er hat wirklich alles durch. Seine Frau will lieber nicht en Detail wissen, was ihr Mann so treibt. Hauptsache, die adrette Familienfassade mit Haus und Kind bleibt erhalten. Hausmann Lars, 46 Jahre, dagegen wird womöglich den weiblichen Beschützerinstinkt wecken. Denn seit er arbeitslos ist, gibt er seiner dominanten Frau noch schneller klein bei. Viel Erstaunliches steckt in diesem Nachschlagewerk. Mal so schwarz auf weiß zu lesen, was Männer wirklich über ihre Frauen denken, macht nachdenklich. Zumal Frauen normalerweise gut über sich und ihre Gefühle reden können, während Männer da zurückhaltender sind. Was aber – wie dieses Buch zeigt – nicht bedeutet, dass sie sich weniger Gedanken über ihre Beziehungen machen oder unreflektierter an die Liebe herangehen. Männer machen´s eben nur anders.

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