Leserstimmen zu
Unversehrt sterben!

Renate Greinert

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Danke für das Buch!

Von: Maja Selva aus Berlin

05.04.2019

Durch einen unglücklichen Umstand habe ich alle meine Ausweise verloren. Nach dem Lesen des Buches habe ich einen einzigen nicht neu beantragt, obwohl der Entschluss nicht leicht war. Auch meine fassungslose und völlig verzweifele Familie wurde nach dem "Abschalten" meines Vaters völlig unsentimental mehr aufgefordert als gebeten, die noch verwendbaren Organe freizugeben. Mit Verweis auf die Uhr. Wir haben nicht zugestimmt. Meine Freundin verlor vor kurzem ihren Vater, während des Sterbens im Kreise der Familie sorgte ein Defi im Herzschrittmacher immer wieder für Muskelkontraktionen, bis jemand entnervt tönte, man solle doch mit einem Magneten "dem ein Ende bereiten". Ob er da schon tot war, wird sich nicht mehr klären lassen. Gleichzeitig werden auf ehemaligen Schlachtfeldern alle noch so kleinen Überreste der Gefallenen in die Heimat überführt und dort feierlich beigesetzt. Entweder stimmt bei mir etwas nicht oder diese Gesellschaft hat große Mängel in Sachen Menschlichkeit. Ich habe beschlossen, vollständig und so natürlich wie möglich zu sterben. Mein Körper ist MEIN Besitz auch über das Ende hinaus. Und ich lasse mich nicht per Gesetz enteignen.

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Wenn man sich in das Thema Organspende einliest, dann stößt man sehr schnell auf Renate Greinert, deren Sohn Christian mit 15 Jahren verunglückt ist, und die sich von Medizinern, im schlimmsten Moment ihres Lebens, zu einer Organentnahme überreden lässt. In ihrem Buch: Unversehrt sterben!: Konfliktfall Organspende – Der Kampf einer Mutter schildert sie schonungslos, wie sie von den behandelnden Ärzten manipuliert wurde, ihr Sohn, schon bevor die Eltern zustimmten, für die Organentnahme vorbereitet wurde, und was sie bei der Aufarbeitung dieses grausamen Erlebnis noch alles entdecken musste. Dieses Buch zu lesen ist alles andere als einfach. Neben dem persönlichen Schicksal von Frau Reinert und ihrer Familie, gewährt es zudem einen tiefen Einblick in die Praxis der Transplantationsmedizin. Das Buch ist eben nicht nur das Buch einer trauernden Mutter, eines Menschen der feststellt, dass er eine Entscheidung getroffen hat, die sich im Nachhinein als falsch herausstellt. Das Buch ist auch eine Informationsschrift für all diejenigen, die sich umfassend über die Seite von Organspenden informieren wollen, über die uns so gut wie nie erzählt wird. Nicht verschweigen möchte ich, dass ich an manchen Stellen, wo es um ihre persönliche Meinung und Beurteilung von Transplantationsmedizinern oder um Vergleiche mit Menschenversuchen im 3. Reich geht, ihre Wortwahl und ihre Einordnung weder teile und manchmal auch nicht verstehen kann. Das schmälert aber die von ihr aufgeschriebenen Fakten, die man so auch an anderen Stellen nachlesen kann, nicht, und macht es für mich zu einem unentbehrlichen Buch bei der Meinungsbildung zum Thema Organspende.

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Von: Sabine Meyer aus Riegelsberg

21.01.2009

Ein wichtiges und ein mutiges Buch. Wenn man Informationen über die Schattenseite der Transplantationsmedizin weitergibt, kann man schnell im Kleinen erleben, was Renate Greinert an Anfeindungen und teils aggressiven Angriffen bereits zu ertragen hatte. Trotzdem ist sie auf ihrer Wahrheitssuche immer weiter gegangen, hat nicht aufgegeben. Ich bewundere ihre Kraft und ihr Durchhaltevermögen trotz allen Gegenwinds ¿ und wünsche ihr alles erdenklich Gute!

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Von: Heike Mueller aus Blankenfelde

02.11.2008

Ein herzliches Danke an Frau Greinert für dieses Buch. Vor Jahren bin ich über einen Erlebnisbericht einer betroffenen Mutter auf das Thema "Organspende" aufmerksam geworden. Da gerade junge Menschen sehr aggresiv beworben werden, einen Organspendeausweis zu unterschreiben und ich selbst zwei Töchter habe, wollte ich mehr über dieses sensible Thema wissen und habe anhand einer Quellenangabe recherchiert. Was hierbei an Wahrheiten zutage getreten ist, hat mich zutiefst erschüttert. Nichts davon ist in den "Aufklärungsschriften" zu lesen, nichts davon wird öffentlich diskutiert. Ich bin überzeugt, dass weder die Organspender bzw. deren Angehörige noch die Organempfänger wissen, was Organtransplantation in der Realität bedeutet. Das Buch von Renate Greinert ist das Erschütternste, was ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Es ist schon schlimm genug, ein Kind zu verlieren. Es so zu verlieren, wie es Familie Greinert widerfahren ist, ist jedoch unfassbar grausam. Da drängt sich die Frage auf, wie grausam moderne Medizin eigentlich sein darf? Erst kürzlich war in der Tagespresse ein Bericht über einen Vater zulesen, der eine Herztransplantation für seine Tochter verlangt. Der die Politik dafür verantwortlich macht, weil sie die Menschen in den Deutschland noch nicht per Gesetz zum Ersatzteillager dekradiert hat, auf das man ab einem bestimmten Zeitpunkt beliebig zugreifen kann. Ich kann diesen Vater verstehen. Auch ich würde jeden Strohhalm greifen, der mein krankes Kinde retten könnte. Für diese Rettung muss jedoch ein anderes Kind sterben und zwar "bedarfsgerecht." Vielleicht mein eigenes? Darf wirklich alles, was machbar ist, auch möglich sein? Das Buch hat mich ermutigt, das Gespräch in der Familie über dieses Thema zu suchen. Das ist nicht einfach, denn junge Menschen beschäftigen sich ungern mit der eigenen Sterblichkeit. Mir war es jedoch wichtig, die Tatsachen, die der Öffentlichkeit verschwiegen werden, meiner Familie bekanntzumachen und auch meinen Standpunkt, so dass niemand im Falle eines Falles mit einer Frage zur Organentnahme in Bedrängnis gebracht werden kann. Liebe Frau Greinert, Sie haben mit Ihren Schilderungen meine letzten Zweifel beseitigt und dazu beigetragen, dass unserer Familie das Leid, das man Ihnen zugefügt hat, hoffentlich erspart bleibt. Dafür danke ich Ihnen von Herzen.

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Von: Professor Dr. Franco Rest

05.06.2008

"Was Renate Greinert authentisch und nachdenklich schildert, hinterlässt einen traurigen Schmerz, aber auch eine wütende Hoffnung."

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Von: Barbara v. Lüpke aus München

12.05.2008

Dieses Buch ist in mehrfacher Hinsicht -politisch, medizinisch, juristisch und spirituell- ein wichtiges Buch. Die Autorin Renate Greinert lässt uns berührend und fesselnd - fast wie in einem persönlichen Gespräch- an ihrer Geschichte im Kampf gegen die Transplantationsmedizin(er) teilhaben. Wir erfahren zunehmend schockiert, betroffen und empört, was eine Organ-"Spende" eigentlich ist, nämlich die Organentnahme bei einem noch lebenden Menschen, der im Sterben liegt. Im Falle ihres Sohnes ist sogar fraglich, ob wirklich alles getan wurde, um sein eigenes Leben zu retten und ob die Feststellung des Hirntodes korrekt verlief. "Hirntod" in der medizinischen Fachsprache bedeutet zudem ein "Hirnversagen", also das Versagen eines einzelnen Organs und nicht, wie der Begriff suggeriert, dass der betroffene Mensch bereits tot ist. Wir erfahren zudem auch, mit welchem Mut und welcher Ausdauer sich Renate Greinert ihrer als tiefe Schuld empfundenen Fehlentscheidung stellt, ihren Sohn nicht im Sterben begleitet zu haben, sondern zuließ, dass er auf dem Operationstisch allein gelassen verstarb. Die Autorin vermittelt leicht verständlich die medizinischen und rechtlichen Grundlagen, beleuchtet die Verkettung der Transplantationsmedizin mit der Pharmaindustrie und die Haltung der beiden christlichen Kirchen. Wir erfahren die fundierte, wissenschaftlich belegte Meinung etlicher Kritiker der Transplantationsmedizin, darunter namhafte Mediziner, Philosophen, Theologen, Politiker, betroffene Angehörige und sogar auch einige Transplantierte. Hilfe auf ihrem spirituellen Weg bei der Bewältigung dieses Traumas kam sowohl aus dem Christentum als auch durch das alte Wissen von Schamanen, die mit dem spirituellen Aspekt von Tod und Sterben tief vertraut sind und Renate Greinert wertvolle Unterstützung geben konnten. Wir werden daran erinnert, dass der Tod zum Leben gehört und dass nicht alles, was medizinisch machbar auch automatisch ethisch vertretbar ist. Jeder Mensch, auch diejenigen, denen eine Organtransplantation vielleicht das Leben verlängern könnte und zu diesen kann jeder irgendwann gehören, sollte sich rechtzeitig, unabhängig und alle Aspekte beachtend mit diesem Thema auseinandersetzen, bevor er seine persönliche Entscheidung trifft. Hierzu leistet das Buch einen wichtigen Beitrag.

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Von: Roberto Rotondo aus Hamburg

02.04.2008

In dem Buch ¿Konfliktfall Organspende. Unversehrt sterben! Der Kampf einer Mutter¿ beschreibt Renate Greinert wie ihr Sohn Christian zum ¿Organspender¿ wurde und als ¿Recyclingware¿ endete. Christian verunglückte mit 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall und Renate Greinert hat es versucht und mit dem Buch auch geschafft, ihrem Sohn wieder Gestalt und Individualität zu geben. Sie schildert eindrucksvoll in ihrem Buch, dass ihr ¿hirntoter¿ Sohn nichts mit einer Leiche gemein hatte, sie an einem Tag den Unfall ihres Sohnes, die Aussichtslosigkeit der Intensivtherapie und das Hirntodkonzept begreifen sollte und dann innerhalb weniger Stunden gezwungen wurde, sich für eine Organentnahme bei Christian zu entscheiden. In dieser Ausnahme- und Schocksituation sollte sie den Tod des geliebten Sohnes akzeptieren, obwohl er sinnlich nicht wahrnehmbar war. Dass die Zustimmung zur Organentnahme bedeutete, dass ihr Sohn Stunden später bei lebendigen Leib zerteilt und in ganz Europa verteilt wird, ahnte sie nicht, da niemand den Mut hatte, die Familie über die Bedeutung, das Ausmaß und die Auswirkungen der Organentnahme zu informieren. Das Buch informiert mit harten Fakten über das Transplantationssystem, den sogenannten Hirntod, Unsicherheiten bei der Hirntodfeststellung, das Transplantationsgesetz, den sogenannten Organmangel und auch über Interessengruppen, die auf Kosten der Organspender und deren Familien, durch Organentnahmen profitieren. Das Buch beeindruckt besonders dadurch, dass Renate Greinert sehr offen und ehrlich über die negativen Auswirkungen berichtet, die sich für sie und ihre Familie durch die Zustimmung zur Organentnahme bei ihrem Sohn ergaben. Emotionale Tiefpunkte, Kämpfe um Informationen über die Organentnahme ihres Sohnes zu erhalten, juristischen Auseinandersetzungen mit der Uniklinik und Anfeindungen durch Transplantationsmediziner und Organempfänger waren die Folge. Doch Renate Greinert ließ sich nicht zum Schweigen bringen. Sie kämpfte weiter, ging schon in den 90ern als eine der ersten Frauen und Angehörigen mit unbequemen Wahrheiten über die Organtransplantation an die Öffentlichkeit und mischte sich auch politisch ein, als es um das Transplantationsgesetz ging. Die Kraft, seit Jahren über Organtransplantation und den ¿Hirntod¿ aufzuklären und mit Anfeindungen und Drohungen zu leben, nimmt sie u.a. aus ihrem christlichen Glauben und dem Schamanismus. Wenn man sich über das Thema Organtransplantation informieren möchte, ist das Buch unbedingt lesenswert. Für Renate Greinert sind ¿hirntote¿ Menschen Sterbende. Vor diesem Hintergrund plädiert sie für den Schutz dieser Menschen, denen bei lebendigem Leib Organe entnommen werden und eine umfassende und damit nicht einseitig für ¿Organspende¿ werbende Aufklärung der Gesellschaft über die Transplantationsmedizin und Organentnahmen. Für Menschen, die von Organentnahmen profitiert haben, ist Renate Greinerts Sichtweise wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen und in Auszügen sicher auch eine Provokation. Allerdings richtet sich das Buch auch nicht an Transplantierte, sondern an Menschen, die verstehen wollen, welche Konflikte eine ¿Organspende¿ auslösen kann und die ein Interesse daran haben, unversehrt zu sterben. Roberto Rotondo Informationsstelle Transplantation und Organspende www.transplantation-information.de

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Von: Gisela Meyer aus Bad Bodendorf

16.03.2008

Ein mutiges Buch! Ich wünsche diesem Buch eine große Leserschaft, damit die von der Transplantationsmedizin verschwiegene Seite der Öffentlichkeit bewusst wird. Es kann dazu beitragen, dass niemand mehr in seinem schwächsten Moment missbraucht wird, weder der Mensch, bei dem der sog. Hirntod festgestellt wurde, noch seine im Schock befindlichen Angehörigen. Dieses Buch macht deutlich, welch ein Skandal es ist, dass Eltern von ihrem schwer verletzten, sterbenden Kind getrennt werden, dass ein geliebtes Kind von einem auf den anderen Moment zu Material erklärt wird, um es bei lebendigem Leib zu zerlegen und zu verteilen. Natürlich möchte jeder helfen und Leben retten, das ist ein tiefes menschliches Bedürfnis. Keiner möchte Schuld am Tod eines anderen sein. Renate Greinert zeigt uns, welch einen Irrweg die Transplantationsmediziner beschreiten, wie der Wunsch zu heilen zu einer menschenverachtenden Handlung an einem Sterbenden und seinen Angehörigen führt. Tragisch ist auch, wie die Autorin von den Verantwortlichen in ihrer Kirche allein gelassen wurde. Wann haben diese endlich den Mut hinzuschauen, wie weit sie sich von ihrem eigentlichen Auftrag, für die Würde des Menschen einzutreten und Sterbenden sowie den Angehörigen beizustehen, entfernt haben?

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