Leserstimmen zu
Tief im Wald und unter der Erde

Andreas Winkelmann

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Sehr empfehlenswert!

Von: janasleseliebe

13.10.2019

Hier ist Spannung ab der ersten Seite angesagt, wodurch man direkt mitten in der Geschichte landet. Der Perspektivwechsel zwischen Ermittlung, Opfer und Täter macht es zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Besonders gefallen haben mir die Einblicke in die Vergangenheit des Täters und, dass die Story keinen "0815" Thriller abgibt, sondern etwas ausgergewöhnlicher ist. Also durchaus empfehlenswert an alle Thriller-Fans!

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Ich kenne bereits einige Werke des Autors Andreas Winkelmann, die mir wirklich gut gefallen haben. Aus diesem Grund wollte ich ganz gerne auch mal in den älteren Titeln von ihm stöbern. Soviel sage ich vorab, wenn man Thriller mag, sollte man hier an „Tief im Wald und unter der Erde“ nicht vorbeikommen. Alleine das Szenarion, welches im Klappentext beschrieben wird, verursacht bei mir ganz klar eine Gänsehaut. Wenn man sich dann noch überlegt, selbst im Dunkeln, mitten im Nirgendwo zu stehen und sich beobachtet zu fühlen, gibt es für mich kein Halten mehr. Oder geht euch das anders? Eine junge Frau empfindet genau dieses Grauen jedes Mal, wenn sie an einer bestimmten Bahnschranke steht. Doch niemand nimmt sie und ihre Gefühle ernst. Das muss ein schreckliches Gefühl sein, insbesondere, wenn man selbst so darunter leidet und es einen dauerhaft beschäftigt. Das ist schon schlimm genug, aber wenn sich plötzlich die Ereignisse wiederholen, welche Vorwürfe wird man sich dann machen? Nur weil man eine junge Frau nicht ernstgenommen hat. Wir begleiten die Ermittlerin Nele Karminer bei ihrer Arbeit. Sie hat schon einiges erlebt, was ihre Ansichten und auch die Arbeit nachhaltig beeinflusst. Nele geht in ihrer Arbeit voll auf und ist wirklich engagiert. Ich mochte sie von Beginn an. Manchmal ist es sicherlich nicht leicht, sich in einem Beruf, in dem Männer wohl immer noch in der Überzahl sind, durchzusetzen. Nele gelingt dies jedoch, in den meisten Fällen, wirklich gut, ohne dass sie sich über ihre Kollegen stellt. Im Gegenteil, sie wird durch ihre Erfolge bei der Arbeit, mehr als nur geachtet. Aufbau, Struktur & Stil: Die Handlung in „Tief im Wald und unter der Erde“ wird dem Leser, größtenteils, aus Sicht der Ermittlerin geschildert. Der Autor hat sich hierbei für die Perspektive in der dritten Person entschieden. Angesichts der Thematik empfinde ich das auch als passend. In den Kapiteln hat er auch immer wieder kurze Rückblenden, die aus der Vergangenheit des Täters erzählen, eingebaut. Die Geschihte wird schnell aufgebaut und man ist gleich mitten im Geschehen, was mir sehr zugesagt hat. Andreas Winkelmann baut eine wahnsinnig düstere und atmosphärische Stimmung auf, die mir immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken gejagt hat. Die Spannung ist unglaublich und ich wollte das Buch bereits nach wenigen Seiten nicht mehr zur Seite legen. Durch unerwartete Wendungen gelang es „Tief im Wald und unter der Erde“ auch immer wieder mich auf falsche Fährten zu führen. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass ich bis zum Ende miträtseln konnte, warum all diese Dinge geschehen. Fazit: „Tief im Wald und unter der Erde“ ist es gelungen mich dauerhaft zu fesseln. Es jagte mir während des Lesens immer wieder Gänsehaut über den Rücken. Was für eine düstere Atmosphäre !!

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An einer einsamen Bahnschranke mitten im Wald kommen vier Jugendliche unter mysteriösen Umstanden ums Leben. Seit diesem Tag wird Melanie von panischer Angst ergriffen, wenn sie dort halten muss. Hätte sie doch damals mit im Auto ihrer Freude sitzen sollen. Doch niemand glaubt ihr, sie habe eine schemenhafte Gestalt gesehen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Ihr Fahrrad wird genau an dieser einsamen Bahnschranke gefunden. Als eine weitere Frau verschwindet beginnt für Kriminalhauptkommissarin Nele Karminter ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Buch beginnt mit dem mysteriösen Unfall der vier Freunde und wird dann in der Gegenwart weiter erzählt. Schnell verschwindet das zweite Opfer und damit nimmt die Story richtig Fahrt auf. Trotz des Tempos gelingt es Winkelmann die Charaktere gut auszuarbeiten und ihnen den richtigen Platz in der Geschichte zu geben. Das Setting im Wald und an der einsamen Bahnschranke ist wunderbar unheimlich und lässt der Phantasie viel Spielraum. Getoppt wird das Ganze dann durch das Versteck des Täters. Ich bin ein Fan dieser beklemmenden und ebenso mysteriösen Orte… Der Täter, bzw. sein Motiv, bringt zwar nicht wirklich etwas Neues zum Vorschein, ist aber dennoch interessant. Das Finale scheint aber dann doch zu früh zukommen und endet abrupt, was mich anfangs etwas irritierte, da noch gute 50 Seiten zu lesen waren. Aber auch hier hat sich der Autor nochmal einen „Aha-Moment“ einfallen lassen. Dennoch hätte ich es mir etwas anders gewünscht… Fazit: Ein gut durchdachter Thriller mit Tollem Setting und Plot, dem leider am Ende etwas das Tempo genommen wird.

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Es ist dunkelste Nacht, nur das Rotsignal der verschlossenen Bahnschranke kämpft vergebens darum die Dunkelheit zurück zu drängen. Ausgerechnet an diesem Bahnübergang starben bei einem mysteriösen Unfall Melanies Freunde. Pure Panik und Angst packen sie, wenn sie hier des nachts halten muss. Jedes Mal fühlt es sich so an, als würde das schwärzeste der Nacht sich zu einer unheilvollen Gestalt manifestieren und seine dunklen Hände nach ihr ausstrecken. Keiner glaubt ihr, dass der angebliche Unfall, keiner war. Selbst ihre Familie denkt, sie kämpfe noch mit dem Schicksal ihrer Freunde als plötzlich ein junges Mädchen Namens Jasmin verschwindet. Nur ihr Fahrrad bleibt zurück – im Unterholz, genau an eben jener Bahnschranke… Tief im Wald und unter der Erde ist Andreas Winkelmanns Auftakt zur Nele Karminter Reihe. Erstmals erschienen 2009, erfreut sich das Buch Ende 2018 einer Neuauflage mit sehr ansprechendem Coverdesign. Ebenfalls zur Reihe gehört der Titel: Bleicher Tod. Man begleitet Kriminalhauptkommissarin Nele Karminter bei dem Versuch die verschwundene Jasmin ausfindig zu machen. Was zunächst nach einem entlaufenen Teenager aussieht bekommt mit dem Fund ihres Fahrrades eine grausige Bedeutung. Nele ist auf sich und ihr Team gestellt um den Täter zu finden. Das Problem ist nur er hinterlässt, wie von Geisterhand, keine Spuren. Die Suche wird zur schier unlösbaren Aufgabe für sie, da der Täter immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Andreas Winkelmann wechselt zwischen Neles Sicht der Ermittlungen, der Opferperspektive und sogar in die des Täters. Es gibt zum Teil ziemlich tiefgreifende Erinnerungen an die Vergangenheit des Entführers. Winkelmanns Beschreibungen lassen dem Leser den Atem stocken und die Tränen in die Augen treiben. Gerade das Geheimnis um die Identität des Täters gestaltet er wie ein Puzzle dessen zu legende Teile er erst nach und nach aufdeckt. Spannung ist durch das alternieren der Perspektiven immer vorhanden. Er schafft es sowohl ein Teil von Neles Privatleben, als auch die Ermittlungsarbeit darzustellen ohne langatmige Passagen zu erzeugen. Die Idee hinter der Story ist ausgefallen und die Umsetzung ist gut durchdacht. Es gelingt ihm dank seines Schreibstils und der Umgebung eine drückende, gar beklemmende Atmosphäre zu schaffen, in der man förmlich den Hauch des bösen im Nacken spürt. Besonders ergreifend fand ich die tief emotional und psychisch belastete Seite des Täters und den Showdown der zwar länger als üblich, jedoch sehr fulminant und Nervenzerreißend ausgearbeitet war. Die Sog Wirkung war enorm, man konnte zum Schluss das Buch kaum aus der Hand legen, geschweige denn alleine in einem dunklen Raum sitzen. So muss ein Thriller sein! Fazit: Tief im Wald und unter der Erde ist eine klare Empfehlung an alle, die gerne durchweg Spannung haben und eine mitreißend beängstigende Thriller Story wollen.

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