Leserstimmen zu
Tief im Wald und unter der Erde

Andreas Winkelmann

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Taschenbuch
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An einer einsamen Bahnschranke mitten im Wald kommen vier Jugendliche unter mysteriösen Umstanden ums Leben. Seit diesem Tag wird Melanie von panischer Angst ergriffen, wenn sie dort halten muss. Hätte sie doch damals mit im Auto ihrer Freude sitzen sollen. Doch niemand glaubt ihr, sie habe eine schemenhafte Gestalt gesehen. Dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Ihr Fahrrad wird genau an dieser einsamen Bahnschranke gefunden. Als eine weitere Frau verschwindet beginnt für Kriminalhauptkommissarin Nele Karminter ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Buch beginnt mit dem mysteriösen Unfall der vier Freunde und wird dann in der Gegenwart weiter erzählt. Schnell verschwindet das zweite Opfer und damit nimmt die Story richtig Fahrt auf. Trotz des Tempos gelingt es Winkelmann die Charaktere gut auszuarbeiten und ihnen den richtigen Platz in der Geschichte zu geben. Das Setting im Wald und an der einsamen Bahnschranke ist wunderbar unheimlich und lässt der Phantasie viel Spielraum. Getoppt wird das Ganze dann durch das Versteck des Täters. Ich bin ein Fan dieser beklemmenden und ebenso mysteriösen Orte… Der Täter, bzw. sein Motiv, bringt zwar nicht wirklich etwas Neues zum Vorschein, ist aber dennoch interessant. Das Finale scheint aber dann doch zu früh zukommen und endet abrupt, was mich anfangs etwas irritierte, da noch gute 50 Seiten zu lesen waren. Aber auch hier hat sich der Autor nochmal einen „Aha-Moment“ einfallen lassen. Dennoch hätte ich es mir etwas anders gewünscht… Fazit: Ein gut durchdachter Thriller mit Tollem Setting und Plot, dem leider am Ende etwas das Tempo genommen wird.

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Es ist dunkelste Nacht, nur das Rotsignal der verschlossenen Bahnschranke kämpft vergebens darum die Dunkelheit zurück zu drängen. Ausgerechnet an diesem Bahnübergang starben bei einem mysteriösen Unfall Melanies Freunde. Pure Panik und Angst packen sie, wenn sie hier des nachts halten muss. Jedes Mal fühlt es sich so an, als würde das schwärzeste der Nacht sich zu einer unheilvollen Gestalt manifestieren und seine dunklen Hände nach ihr ausstrecken. Keiner glaubt ihr, dass der angebliche Unfall, keiner war. Selbst ihre Familie denkt, sie kämpfe noch mit dem Schicksal ihrer Freunde als plötzlich ein junges Mädchen Namens Jasmin verschwindet. Nur ihr Fahrrad bleibt zurück – im Unterholz, genau an eben jener Bahnschranke… Tief im Wald und unter der Erde ist Andreas Winkelmanns Auftakt zur Nele Karminter Reihe. Erstmals erschienen 2009, erfreut sich das Buch Ende 2018 einer Neuauflage mit sehr ansprechendem Coverdesign. Ebenfalls zur Reihe gehört der Titel: Bleicher Tod. Man begleitet Kriminalhauptkommissarin Nele Karminter bei dem Versuch die verschwundene Jasmin ausfindig zu machen. Was zunächst nach einem entlaufenen Teenager aussieht bekommt mit dem Fund ihres Fahrrades eine grausige Bedeutung. Nele ist auf sich und ihr Team gestellt um den Täter zu finden. Das Problem ist nur er hinterlässt, wie von Geisterhand, keine Spuren. Die Suche wird zur schier unlösbaren Aufgabe für sie, da der Täter immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Andreas Winkelmann wechselt zwischen Neles Sicht der Ermittlungen, der Opferperspektive und sogar in die des Täters. Es gibt zum Teil ziemlich tiefgreifende Erinnerungen an die Vergangenheit des Entführers. Winkelmanns Beschreibungen lassen dem Leser den Atem stocken und die Tränen in die Augen treiben. Gerade das Geheimnis um die Identität des Täters gestaltet er wie ein Puzzle dessen zu legende Teile er erst nach und nach aufdeckt. Spannung ist durch das alternieren der Perspektiven immer vorhanden. Er schafft es sowohl ein Teil von Neles Privatleben, als auch die Ermittlungsarbeit darzustellen ohne langatmige Passagen zu erzeugen. Die Idee hinter der Story ist ausgefallen und die Umsetzung ist gut durchdacht. Es gelingt ihm dank seines Schreibstils und der Umgebung eine drückende, gar beklemmende Atmosphäre zu schaffen, in der man förmlich den Hauch des bösen im Nacken spürt. Besonders ergreifend fand ich die tief emotional und psychisch belastete Seite des Täters und den Showdown der zwar länger als üblich, jedoch sehr fulminant und Nervenzerreißend ausgearbeitet war. Die Sog Wirkung war enorm, man konnte zum Schluss das Buch kaum aus der Hand legen, geschweige denn alleine in einem dunklen Raum sitzen. So muss ein Thriller sein! Fazit: Tief im Wald und unter der Erde ist eine klare Empfehlung an alle, die gerne durchweg Spannung haben und eine mitreißend beängstigende Thriller Story wollen.

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