Leserstimmen zu
Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett

Demon Zyklus (1)

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Paperback
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„Manchmal gibt es gute Gründe sich vor der Dunkelheit zu fürchten“ Inhalt: "Das Lied der Dunkelheit" ist der erste Teil aus der Roman Reihe „Demon Zyklus“ von Peter V. Brett. Der Protagonist ist der junge Arlen, der bereits sehr früh extreme Erfahrungen mit den sogenannten Dämonen macht. Diese sind an bestimmte Elemente, wie Feuer Holz oder Erde, gebundene Wesen die nachts erscheinen, die Dörfer überfallen und die dort lebenden Menschen töten. Es gibt besondere Zeichen die, die Dämonen bei richtiger Anwendung abhalten können und doch bleibt die Angst. Angst als ständiger Begleiter der Menschen, die vergessen haben, wie man gegen die Dämonen kämpft. Die Angriffszeichen sind bereits vor langer Zeit verloren gegangen, doch ohne trauen sich die Menschen in Arlens Umgebung nicht den Kampf auf zunehmen. In dieser Welt verliert Arlen in einer grausamen Nacht seine Mutter an diese Gestalten, schwört Rache und begibt sich auf einen sehr langen und schweren Weg raus aus dem Dorf rein in die Welt auf der Suche nach Menschen die den Mut haben sich nicht unterdrücken und verdrängen zu lassen, sondern bereit sind zu kämpfen. Meinung: Das Grundgefühl dieses Buches hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe die ersten 100 Seiten, ohne auch nur aufzusehen, gelesen. Die Figur des Arlens habe in mein Herz geschlossen und jede Sekunde mit ihm gelitten, seinen Schmerz und seine unbändige Kraft, die er daraus zieht, gefühlt. Er ist ein so interessanter Protagonist, den man gerne verfolgt und er verständlich und nachvollziehbar handelt, in seiner Rebellion und seinen Kämpfen. Die Actionszenen mit den Dämonen sind so fesselnd und man spürt förmlich die Anspannung und riecht fast die Angst. Bis das Buch einen Schnitt macht und den Ort innerhalb der Welt wechselt, dies hat mich so raus gerissen, das ich das Buch fast sechs Monate nicht angerührt habe bis ich wieder das Buch in die Hand nehmen konnte und weiter gelesen habe. Daraufhin wusste ich wieder, aus welchen Gründen ich dieses Buch so mochte, auch wenn mich die Figuren manchmal nervten, aber das Szenario ist so faszinierend, das man weiter lesen muss. Der Schreibstil ist sehr angenehm und spannend, hält auch in ruhigeren Momenten ein angenehmes Tempo und regt die Vorstellungskraft an. Besonders die Beschreibungen der einzelnen Dämonenarten haben es mir angetan und bringen die gewisse Portion Grusel dazu die das Buch braucht. Man hat das permanente Gefühl der Angst und Schutzlosigkeit, falls doch ein Siegel nicht in Takt seien könnte, dass sich sofort sehr stark auf den Leser überträgt. Insgesamt mochte ich sowohl den Anfang als auch die zweite Hälfte sehr gerne und finde dies einen gelungenen Einstieg in diese High-Fantasy Welt. https://gameofbooks.de/book/rezension-das-lied-der-dunkelheit-peter-v-brett/

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Ich konnte diese Geschichte nicht aus der Hand legen. Ich liebe die drei Hauptfiguren und freue mich schon riesig auf die weiteren Bände! Die Weltgestaltung gefällt mir sehr gut und die Figuren sind alle so liebenswert, ich kann mich nicht entscheiden, wen ich am liebsten habe! Eine ganz tolle mitreißende Geschichte!!! Auf jeden Fall lesen!!

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Die Welt: Wir dürfen in diesem Buch in eine düstere und dunkle, High-Fantasy Welt, die in einer mittelalterlich ähnelnden Zeit spielt, eintauchen. Doch gab es eine Zeit, in der die Menschen, viel weiter in der Wissenschaft waren. Vor 3000 Jahren führten die Menschen einen Krieg gegen Dämonen, die Nachts über die Menschen herfielen, weil sie Tagsüber nicht überleben können und zu Staub zerfallen. Sie steigen aus dem Boden empor und es gibt kein entkommen. Damals, besiegten die Menschen die Dämonen und es herrschte 3000 Jahre lang Frieden, bis dieser Krieg zur Legende wurde. Die Dämonen kamen wieder, als die Menschen kein Wissen und keine Waffe gegen diesen Gegner hatten. Worum gehts? Arlan ist ein junger Bursche, der fasziniert ist von dem Beruf des Kuriers. Kuriere gelten als sehr mutige Männer, da sie die einzigen sind, die mehrere Tagesreisen auf sich nehmen. Schützen tun sie sich gegen die Dämonen mit einer Siegelkunst, die kompliziert und dadurch schwer zu erlernen ist. Zeichnet man die richtigen Siegel, im richtigen Bereich, ist es einem Dämon nicht möglich durch zu brechen, doch schon das kleinste Körnchen, könnte das Siegel schwächen. Es gibt sogar Gerüchte, dass es eine Stadt gibt, die immer noch gegen die Dämonen kämpft. Als Arlan´s Mutter nach einem Dämonenangriff verstirbt, verlässt Arlan sein Dorf um selbst Kurier zu werden. Wie ich es fand: Diese Fantasy-Reihe ist definitiv etwas besonderes. Peter V. Brett nimmt sich Zeit, uns die Welt näher zu bringen, damit man sich voll und ganz, der Angst und der Dunkelheit beim lesen hingegeben kann. Die Figuren hätten nicht besser gezeichnet sein können, auch hier hat sich der Autor die Zeit genommen, die gebraucht wurde, um perfekt seine handelten Personen vorzustellen. Es siedelt sich definitiv im Darf-Fantasy Genre an, das ganze Buch hat eine gewisse schwere und Düsternis. Auch wenn wir immer wieder mal ein Hoffnungsschimmer erhalten. Einzig hoffe ich sehr, dass die weiblichen Charaktere, im Laufe der Reihe, etwas mehr Subtanz erhalten und auch mal einen körperlich starken und mutigen Part bekommen. Bisher stört mich, dass die weiblichen Charaktere, alle einwenig schwach und hilfsbedürftig wirken. Fazit: Düsterer und beklemmender High-Fantasy Roman, der sich Zeit lässt, für seine Geschichte und den Protagonisten. Es ist definitiv ein Blick Wert. Ich kann die Popularität dieses Buches gut verstehen.

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Eigentlich könnte ich das Buch mit einem Wort beschreiben und zwar "unglaublich". Ich bin so sehr von dem Buch begeistert, dass es sich kaum in Worte fassen lässt. Doch zum Anfang, zuerst hat mich die enorme Seitenzahl von 795 sehr abgeschreckt. Dann sind ja solche Helden Epos nicht wirklich mein Thema. Aber um in der Wälzer Challenge weiter zu kommen habe ich mich dafür entschieden gehabt. Heute könnte ich mich grün und schwarz ärgern nicht früher begonnen zu haben, und diese geniale Trilogie so lange auf mich warten musste. Was gibt es über das Buch zu erzählen ? Im Grunde ist das Buch in 3 Personen unterteilt, was bedeutet das sich nach ein paar Kapiteln sich wieder der Protagonist / Inn ändert. Im ersten Teil wird die Kindheit und Jugend sowie "junges Erwachsenenalter der 3 aufgriffen. Jeder wohnt in einem anderen Dorf und hat einen anderen Hintergrund. Doch was alle vereint sind die Horclinge die Nacht für Nacht aufsteigen und die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Die ausweglose Situation führt dazu das jeder der 3 auf seinem Weg nützliche Kenntnisse und Fähigkeiten erlernt wie man diesen Biester entgegen treten kann. Jeder dieser 3 hat einige Verluste zu beklagen und ihre Wege sind steinig und alles andere als einfach. Mit jeder Seite kann man den Prozess der Weiterentwicklung förmlich sehen. Die Charaktere sind geplagt von Zweifel und der Frage warum nicht einfach den einfachen Weg wählen ? Jeder dieser 3 ist mir sehr ans Herz gewachsen, mit jeder Seite habe ich mitgefiebert und gelitten. Die ganze Welt die Peter v. Brett erschaffen hat ist so schlüssig und genau beschrieben als würde es sie wirklich geben. Die Seiten sind förmlich unter meinen Fingern geschmolzen, so das es sich nicht wie 795 Seiten angefühlt hat sondern weniger. Ich bin froh die weiteren Bände hier zu haben und kann euch diese Reihe wirklich ans Herz legen, auch wen das nicht so euer Thema ist.

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Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist der Auftaktroman einer fantastischen Literaturreihe, die zusammengefasst dem sogenannten Demon Zyklus zugeordnet ist, welcher mit dem neusten Roman, der im Herbst 2015 erscheint, vier Romane umfassen wird. Im Mittelpunkt dieses Auftaktromans stehen dabei drei sehr unterschiedliche Charaktere, welche man von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter hin begleitet und dabei mit Spannung ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Entscheidungen verfolgt. Diese drei Protagonisten sind der junge Arlen aus der Ortschaft Tibbets Bach, welcher den Weg eines Bannzeichners und Kuriers einschlägt, Leesha, die im Tal der Holzfäller eine Lehre zur Kräutersammlerin absolviert sowie Rojer, der im Ort Flussbrücke aufwächst und später zum Jongleur heranwächst. Alle Charaktere sind grundverschieden und wachsen weit voneinander auf doch ein gemeinsamer Feind eint sie bzw. sorgt für eine große Gemeinsamkeit. Dies sind die Dämonen bzw. besser bekannt als Horclinge, die die ganze in diesem Buch beschriebene Welt tyrannisieren. Dabei erleiden die drei Protagonisten herbe Verluste, wodurch sie sich letztendlich den für sie besten Weg einschlagen, um der Menschheit zu helfen und die Horclinge zu bekämpfen. Eine mitreißende Handlung, eine tolle Entwicklung und ein packender Kampf steht bevor, der alles verändern soll. Peter V. Brett gelingt es mit Das Lied der Dunkelheit, mich gleich von Beginn an in die Geschichte zu ziehen und nicht wieder loszulassen. Von der ersten bis zur letzten Seite (immerhin 800 Seiten ist der Auftakt stark!) ist dieses Buch über alle Maßen mitreißend, unterhaltsam und überzeugend. Peter V. Brett erzählt dabei die Geschichte aus drei unterschiedlichen Erzählperspektiven, nämlich aus den Perspektiven der drei Protagonisten Arlen, Leesha und Rojer. Dabei wird nicht zwischen den einzelnen Kapiteln von einem Handlungsort zum nächsten gesprungen sondern man erlebt die Geschehnisse eines Charakters über viele unterhaltsame Seiten und Passagen hinweg ehe man zum nächsten Charakter springt. So kann man sich ganz auf einen Charakter konzentrieren bevor man zum nächsten übergeht. Tolle Herangehensweise die mir hervorragend gefallen hat. Dabei ist jeder der gezeichneten Charaktere absolut greifbar. Man lernt die Personen als einzigartige, starke Charaktere kennen, die sich zwar voneinander unterscheiden aber alle auf ihre Art eine ganz eigene Stärke entwickeln. Der mitreißende Erzählstil, viele überraschende Wendungen und geschickt platzierte Cliffhanger an den Kapitelenden sowie eine ununterbrochen hohe Spannung sorgen dafür, dass man diesen Auftaktroman gar nicht mehr aus der Hand legen mag und diese 800 Seiten sehr kurzweilig bleiben und man grandios unterhalten wird. Ich bin komplett in diese Welt verliebt und ich kann es einfach nicht mehr erwarten, die weiteren Romane zu verschlingen. Das einzige Manko ist, dass ich das Buch, dass bereits 2009 erschienen ist erst jetzt für mich entdeckt habe. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden High-Fantasy Fan. Wer die Geschichte noch nicht kennt muss zugreifen! Fazit zu Das Lied der Dunkelheit Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist ein absolut fantastischer Auftakt einer sehr vielversprechenden Reihe. Tolle Charaktere, packende Story und mitreißender Erzählstil. Hier passt einfach alles.

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Kopfkino

Thalia Wolfsburg

Von: Sebastian Opitz aus Wolfsburg

18.06.2015

Dank den detailreichen Ausführungen von Charakteren und Landschaften entstehen schon nach wenigen Seiten Bilder, die man so schnell nicht mehr loslassen will. Der Autor baut gemächlich eine sich verstrickende 3er Komposition von Charakteren auf. An manchen Stellen mag der riesige Zeitsprung enttäuschend sein, doch dies wird durch passende Rückblicke aufgehoben. Vielen Dank für diese angenehme Ablenkung vom Alltag.

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"Weit ist die Welt - und dunkel..." ...und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Inhalt Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurück gedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Siegel. Als Arlens Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht, flieht der Junge aus seinem Heimatdorf - auf der Suche nach Menschen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Bannzeichen noch nicht vergessen haben... Meine Meinung Ich finde es wirklich schwer meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Irgendwie hat mir das Buch unglaublich gut gefallen und dann aber auch nicht. Dieser erste Band der Reihe ist mit ca. 800 Seiten doch recht umfangreich. Da mag es vielleicht auch schockieren, dass sich die ersten 500 Seiten hauptsächlich mit der Vorstellung unserer drei Hauptcharaktere beschäftigen. Da wäre zunächst einmal Arlen, über den man ja bereits im Klappentext liest. Er hat schwere Zeiten hinter sich und die haben deutlich ihre Spuren hinterlassen. Arlen macht meiner Meinung nach die größte Entwicklung der drei Charaktere, denn im Laufe der Jahre wird er zu einem starken Kämpfer, mit einem festen Ziel vor Augen. Dennoch wirkte er nicht sehr glaubwürdig auf mich, denn der Grund warum er zu einem Kämpfer wird ist in meinen Augen überhaupt nicht logisch oder gut durchdacht. Denn, was er entdeckt hätten in den letzten 300 Jahren vor ihm auch andere Leute entdecken können, meiner Meinung nach. Leesha ist die zweite und zugleich einzig weibliche Hauptfigur. Mit ihr wurde ich irgendwie nicht richtig warm und teilweise musste ich einfach nur den Kopf schütteln. Ihr Verhalten ist sehr häufig extrem unlogisch, so wird ihr beispielsweise seitens einiger Männer Gewalt angetan und nur einige Seiten später wirft sie sich an den nächsten Kerl ran um mit ihm ein Kind zu machen. Da frag ich mich wirklich was in ihrem Kopf vorgehen mag, denn welche Frau würde bitte so handeln? Abgesehen von ihrem unverständlichen Verhalten ist Leesha allerdings ein sehr interessanter Charakter, der auch tolle Einblicke in die Arbeit einer Kräutersammlerin liefert. Dritter und somit letzter Hauptcharakter ist Rojer, der gerne Jongleur werden möchte. Auch Rojer finde ich in seiner Darstellung recht interessant, wurde aber nicht warm mit ihm. Viel kann ich nicht über ihn sagen, denn neben Arlen und Leesha ist er in den Handlungen etwas untergegangen und konnte nicht mit den Beiden mithalten. Diese drei Figuren lernen wir nun in den ersten 500 Seiten kennen und somit bleibt nicht mehr wirklich viel Platz für eine packende Story. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte war wirklich interessant und ich bin auch sehr neugierig wie es weiter geht, aber wer auf viel Spannung und Action hofft wird enttäuscht werden. So gibt es z.b. auch immer wieder Dämonenangriffe auf die unterschiedlichsten Dörfer, allerdings werden diese immer langweiliger. Alle Angriffe der Kreaturen laufen nach dem gleichen Schema ab und dadurch ging hier für mich einiges an Spannung verloren. Trotz einiger Schwächen hat mich das Buch sehr gut unterhalten und auch überzeugt. Ich werde definitiv auch den zweiten Band "Das Flüstern der Nacht" lesen und hoffe, dass Rojer dann mehr in den Vordergrund rückt und Leesha sich weiter entwickelt. Auch bin ich gespannt wie es im nächsten Band mit den dreien weiter geht und hoffe, dass dort dann auch ein paar offene Fragen geklärt werden. Fazit "Das Lied der Dunkelheit" ist ein recht gelungener Debüt-Roman, der definitiv neugierig auf mehr macht. Ich würde ihn allen High Fantasy Liebhabern ans Herz legen, denn trotz seiner Schwächen habe ich mich auf den 800 Seiten nie gelangweilt sondern gut unterhalten gefühlt.

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Meine Meinung: Arlen ist ein kleiner Junge, der mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, aber trotzdem zufrieden ist. Bloß die Dämonen überschatten sein Glück. Täglich sterben Menschen wegen deren Angriffe und schließlich trifft es auch seine Mutter. So viel zum groben Inhalt, den man schon im Klappentext erfährt. Mit relativ hohen Erwartungen ging ich an das Buch heran, doch ehe die Story beginnt, wird man in das mittelalterliche Leben von Arlen eingeführt. Schön und gut, aber wann setzt die "richtige" Handlung ein? Ich habe absolut nichts gegen eine detailliert beschriebene Welt, aber bei "Das Lied der Dunkelheit" habe ich von Kapitel zu Kapitel immer mehr gedacht: "Stirb endlich, Mutter!" Klingt böse, aber wenn ich es nicht schön reden möchte, kann ich es nicht anders formulieren. Nachdem (endlich) seine Mutter tot ist, beginnt das Buch mit der Geschichte, die einem versprochen wird - und dann folgt eine Überraschung, mit der ich absolut nicht gerechnet habe: Man wird komplett aus der Handlung gerissen und in eine neue Geschichte rein geworfen, und zwar in die von einem 13-jährigen Mädchen namens Leesha. Ihre Kapitel, die parallel zu Arlens verliefen und überhaupt nichts mit seiner Handlung zu tun haben, mochte ich im ganzen Buch am meisten, denn sie hat viel mit der alten Kräutersammlerin Bruna zu tun, die einen unglaublich genialen Humor hat. Man muss sie einfach lieben! Weiterhin werden noch die Vorgänge einer Kräuterhexe genannt, was ziemlich interessant ist. Natürlich bleibt es nicht nur bei zwei Perspektiven, Peter V. Brett muss noch eine dritte hinzufügen. Die dritte Person ist ein kleiner Junge namens Rojer. Er wird Jongleur, nachdem auch seine Eltern bei einem Dämonenangriff ums Leben kommen und so begleitet man ihn ebenfalls das gesamte Buch über. Von allen drei Sichten gefiel mir seine am wenigsten, denn obwohl er das ganze Buch über erwähnt wird, erscheint er einem bloß wie ein Nebencharakter. Auch als alle drei Geschichten auf geniale Weise verwoben worden sind, blieb dieses Gefühl in mir zurück. Doch zu einem bleibt Rojer gut: An den gemeinsten Stellen werden die Sichten zu eine der anderen Personen gewechselt, sodass man einfach nicht aufhören kann zu lesen. Eine der interessantesten Aspekte sind wohl die Dämonen, die mich voll und ganz in ihren Bann gezogen haben. Es gibt viele Arten, darunter gehören die Wind-, Feuer- und Baumdämonen. Sie tauchen aus der Erdoberfläche auf, aber nur in der Nacht. Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, erwartete ich voll und ganz ein Highfantasy-Buch, aber dies stimmt nur zum Teil. Das Buch ist so geschrieben, als spielte es in einer anderen Welt, aber schließlich erfährt man von unserer heutigen "Zeit der Wissenschaft". Durch die wurden die Dämonen zu einer Legende und nach etlichen Jahrhunderten kehrten die Dämonen aus dem so genannten Horc zurück und rächten sich an die Menschen, die ihre Art vor noch längerer Zeit beinahe ausgerottet haben. Von den Siegeln, mit denen sich die Menschen vor den Monstren schützen, sind nur nur noch Grundbausteine vorhanden und so sucht Arlen nach den alten und mächtigen Siegeln. Dabei macht er eine Reise um die Welt und lernt andere Kulturen kennen, die Peter V. Brett unglaublich gut zur Geltung gebracht hat. Bis man diese Momente aber lesen und genießen kann, dauert es seine Zeit, da der Autor sich (wie bereits erwähnt) viel Zeit lässt, ehe Arlen sich auf die Reise macht. "Das Lied der Dunkelheit" ist ein Spätzünder, was die Spannung betrifft. Es ist nie langweilig, aber der Anfang lässt schon zu wünschen übrig. Die Seiten, die der Autor zu Beginn verschwendet, fehlen ihm am Ende, und so macht er ungleichmäßige Zeitsprünge. Erst wird Arlens Kindheit sehr genau beschrieben, doch als er erwachsen ist, wird ein Zeitsprung von gut vier Jahren gemacht, die eigentlich ungemein wichtig für die weitere Entwicklung der Bände sind. Fazit: Ein packendes Buch, das eine lange Einführungsphase hat, doch dies wird danach mit einer weiten Welt voller Geheimnissen, die man mit Arlen, Leesha und Rojer erkundet, wett gemacht. Emotionen kann man hier nicht erwarten, die hat Peter V. Brett ausgelassen. Stattdessen bietet er noch eine Extraportion Spannung und Brutalität.

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