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Leserstimmen (3)

Tobias Hill: Die Spur der Rubine

Die Spur der Rubine Blick ins Buch

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17773-7

Erschienen:  21.09.2015
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hat leider einige Ecken und Kanten

Von: Buchmagie Datum : 13.07.2016

buchmagie.myblog.de/buchmagie/page/2014436/Impressum

Erzählt wird die Geschichte von "drei Brüdern", so heißen die drei Rubine aus den Kronjuwelen Elisabeth I., die über mehrere Jahrhunderte hinweg immer wieder ihre Besitzer wechselten, bis sich ihre Spur entgültig im viktorianischen London verlor.

Katharine Sterne will dann 150 Jahre später das wertvolle Geschmeide wiederfinden und steigert sich wie besessen in die Suche. Diese führt sie nach Istanbul und Diyarbakir, London und Japan.

Meinung:

Der Autor führt seine Leser an vieel verschiedene Schauplätze und konfrontiert ihn mit verschiedenen Kulturen, dabei widmet er den Beschreibungen der Edelsteine sehr viele Seiten.

Der Einstieg war mir mit zu vielen Informationen über Edelsteine und deren Handel gespickt, er wirkte regelrecht überladen und erinnerte mich eher an ein Sachbuch. Diese Kapitel haben mit dem eigentlichen Roman nicht viel zu tun, hätten getrost weggelassen oder als Information in den Anhang gefügt werden können.

So war beim Lesen erst einmal Durchhaltevermögen gefragt, bis es dann nach etlichen Seiten endlich zur eigentlichen Handlung überging. Die vielen Schauplätze wurden dabei sehr gut beschrieben, waren mir aber einfach zu viele und ließen die Charaktere zubsehr in den Hintergrund rutschen.

Der Schreibstil war sehr bildlich und ließ die Kullissen vor den Augen des Lesers gut entstehen. Der Inhalt insgesamt hat einige Längen aufzuweisen, wobei ich mit den Protoganisten nicht warm geworden bin. Mir fehlte hier einfach etwas persönliches, etwas das mitreißt und bewegt. Die Charaktere blieben mir einfach zu fern.

In Kürze:

Schreibstil: bildlich, manchmal etwas ausschweifend

Charaktere: hier fehlte mir das persönliche, bin mit ihnen nicht warm geworden

Inhalt: hat einige Längen aufzuweisen

Fazit: mittelmäßiger historischer Roman mit Ecken und Kanten

Die Spur der Rubine

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 28.02.2016

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Auf den ersten Blick sieht der Wälzer aus, wie ein typischer historischer Roman. In seinen Seiten jedoch verbirgt sich mehr. Es verbergen sich Geschichten in ihm, manche so wundersam wie 1001 Nacht. Geschichtsinteressierte, die sich mit der Zeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert auskennen, werden diese Geschichten inspirierend und teilweise sogar spannend finden. Die eigentliche Geschichte bietet sich durch die Suchende, die auf der Spur eines Geschmeides durch den Orient und Asien reist, es finden will und eigentlich gar nicht so recht weiß, was sie dann damit tun oder überhaupt tun will. Es geht nicht um die Suche nach einem Sinn sondern die Jagd nach etwas Geheimnisumwitterten.
Tobias Hill schrieb weder einen Krimi noch einen "richtigen" historischen Roman. Eigentlich ist die Spur der Rubine ein Sammelsurium von Geschichten, die sich um besagtes Geschmeide drehen. Um Egoismus, um Obsession und Begehren, darum, dass kein Weg zu weit ist, um mit Juwelen zu arbeiten und zu handeln. In sehr gutem Stil erzählt und verknüpft der Autor seine Erzählstränge, versetzt den Leser immer wieder in neue Perspektiven, Städte und Regionen. Und am Ende? Das Ende ist - wie der Roman - ganz anders als insgeheim erwartet.

Dies war der erste Roman, den ich von Tobias Hill las. Aber es war gewiss nicht der letzte!

Drei Brüder

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 29.01.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Es sind drei Brüder, die die Hauptrolle in dem Roman „Die Spur der Rubine“ des englischen Autors Tobias Hill spielen (C. Bertelsmann Verlag). Der Roman ist im Original bereits 2001 erschienen, liegt aber erst jetzt in der deutschen Übersetzung von Karl-Heinz Ebnet vor. Bei den drei Brüdern handelt es sich aber nicht um Geschwister, sondern um drei Rubine von außergewöhnlicher Schönheit, die in einem Schmuckstück verarbeitet waren, das sich ursprünglich im Besitz der englischen Königin Elisabeth I. befand. Durch die Jahrhunderte wechselte es mehrmals den Besitzer, überschritt mit diesen die Landesgrenzen und verschwand schließlich spurlos. Katherine Sterne, eine junge Frau mit einem fast schon obsessiven Interesse an dieser Brosche, stellt Nachforschungen an und macht sich schließlich im Hier und Jetzt danach auf die Suche, nicht ahnend, dass sie diese durch die verschiedensten Länder bis nach Japan führen wird.

„Die Spur der Rubine“ ist ein sehr ambitionierter Roman, der in den verschiedensten Gewändern daherkommt. Eingangs erinnert er eher an ein Sachbuch, vollgestopft mit trockenen Informationen über Edelsteine und deren Handel. Als Einstieg ist dieser Teil sehr anstrengend zu lesen, viel zu langatmig und zu sehr ins Detail gehend. Deshalb bedarf es auch einiger Überwindung, damit man diese Passagen nicht ungelesen überblättert, wobei ich die Informationen aber auch nicht zwingend notwendig finde

Aber ab dem Zeitpunkt, an dem die eigentliche Handlung einsetzt, wird die Geschichte interessant, und auch der Stil wandelt sich vom eher sachlichen hin zum literarischen. Der Autor wechselt zwischen den verschiedenen Zeitebenen und Orten mit den jeweiligen Protagonisten, einerseits Katherine Sterne in der Gegenwart, andererseits die Levys, zwei jüdische Juwelenhändler im viktorianischen London. Die Schilderungen der kulturellen Hintergründe sind lebhaft und spannend und ergänzen sich. Beeindruckend ist die Fähigkeit des Autors mit Sprache umzugehen. Poetische Beschreibungen alltäglicher Dinge kreieren die besondere Atmosphäre dieses historischen Romans, der auf die in diesem Genre fast schon üblichen Gefühlsduseleien getrost verzichten kann.