Leserstimmen zu
Faunblut

Nina Blazon

(2)
(5)
(2)
(0)
(0)
€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,30 [A] | CHF 12,90* (* empf. VK-Preis)

Du sagst, es gibt nichts Schlimmeres als den Tod, Laurin, aber das ist nicht wahr. Die Liebe ist das schlimmste Gift von allen. (S. 336) Jade lebt mit ihrem Vater seit der Machtübernahme der Lady im Larimar, einem ehemaligen Hotel. Die Stadt wurde vor mehr als einem Jahrzehnt durch die gewaltsame Machtübernahme verwüstet und nur bruchstückhaft wieder aufgebaut. Jade und ihr Vater stehen in der Gunst der Lady, dennoch beginnt Jade immer mehr an dem totalitären Regime zu zweifeln und sucht nach Alternativen zur bedingungslosen Regierungstreue. Als sie Zeugin der Erschießung eines „Echos“ wird, verändert sich für die junge Frau alles. Denn anders als ihr von kleinauf eingebläut, trägt das „Echo“ menschenähnliche Züge anstatt der von todbringenden Monster. Nina Blazon zeichnet eine düstere und dennoch faszinierende Fantasywelt in ihrem Jugendroman. Eine halb verfallene Stadt, düstere Geheimnisse, fremde Wesen, das alles zieht schnell in den Bann. Umso trauriger ist es, dass sie den Charakteren wenig an Tiefe verleiht und auch Hintergründe für die Übernahme der Stadt unbeleuchtet lässt. Die aktuellen Herrscher werden als böse per se dargestellt, über ihre Beweggründe erfahren die LeserInnen kaum etwas. Ebenso bleiben die Geschichten der Menschen in der Stadt oder die Vergangenheit der „Echos“ unbesprochen. Die Liebesgeschichte rund um Jade dagegen gelingt leicht und liest sich schön ohne dabei verkitscht zu wirken. Ein unterhaltsames Jugendfantasybuch, dem etwas mehr Tiefe und Hintergründe gut getan hätten.

Lesen Sie weiter

Nachdem ich Faunblut einmal gelesen habe und es mich wirklich sehr unentschlossen zurückgelassen hat, wollte ich dem Buch noch einmal eine Chance geben und ich habe es erneut als Hörbuch gehört. Grund dafür war Amina, die mir erzählt hat, dass einige der anderen Bücher von Nina Blazon genau in der gleichen Welt, wie Faunblut spielen und meine Neugierde war wieder erweckt. Ich kann gar nicht genau in Worte fassen, was mir damals an Faunblut nicht gefallen hat. Wie damals schon bin ich jedoch sehr verzaubert von der Welt, die Nina Blazon sich ausgedacht hat und ich bin unglaublich gespannt auf ihre anderen Bücher, die mich wieder in diese Welt entführen und mich verzaubern. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar. Er hat mich über die teilweise wirklich langatmigen und auch über die viel zu verwirrenden Stellen hinweggetröstet. Der Schreibstil und der Weltenentwurf sind nämlich immer noch die einzigen wirklich positiven Sachen, die ich beim Lesen feststellen konnte. Jade war mir nicht unbedingt sympathisch. Genauso wenig wie Faun. Außerdem hat mir oft einfach mehr Tiefe gefehlt. Vieles wurde nur sehr oberflächlich angeschnitten, wie zum Beispiel Jades Beziehung zu Martyn. Hier hätte ich zum Beispiel noch mehr darüber erfahren, wie die beiden zusammen gekommen sind etc. um einfach auch noch ein bisschen mehr nachvollziehen zu können, warum die Beziehung nicht so glücklich ist, wie sie eigentlich sein sollte. Außerdem wollte ich mehr über die Welt erfahren, über die Stadt, die von Lady Mar tyrannisiert wird und ihre Geschichte. Die Nordländer bleiben dabei genauso undurchschaubar. Hier hoffe ich nun einfach, dass mir die anderen Bücher mehr erzählen können und ich dann noch tiefer in die Welt eintauchen kann. Gegen Ende hatte ich außerdem das Gefühl, dass nicht alle meine Fragen geklärt wurden. Vieles bleibt offen oder wird für meinen Geschmack nicht genug erklärt bzw. aufgelöst. Ich gebe Faunblut nach nochmaligem lesen/hören wieder nur 3 von 5 Füchschen. Ich liebe die Grundidee und den Weltenentwurf, dazu kommt noch der wundervolle Schreibstil der Autorin. Leider waren mir aber die Protagonisten unsympathisch, aus der Story hätte man viel mehr herausholen können und der Schluss hat mich nicht vollkommen zufrieden zurückgelassen.

Lesen Sie weiter