Leserstimmen zu
Trigger

Wulf Dorn

(3)
(1)
(2)
(0)
(0)
Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Ellen Roths neuster Fall einer misshandelten Patientin wird für sie zum persönlichen Albtraum. Die Patientin gibt an vom Schwarzen Mann verfolgt und misshandelt zu werden, und kurz darauf verschwindet sie spurlos aus der Klinik. Bei ihren Nachforschungen gerät Ellen in das Visier des Schwarzen Mannes und es beginnt ein verzweifelter Kampf um das Leben ihrer Patientin, bei dem sie immer tiefer in einen Strudel aus Angst, Gewalt und Paranoia gerät… Trigger stammt aus der Feder von Wulf Dorn. Ellen Roth ist Psychiaterin an einer Klinik und übernimmt für ihren Freund, der eine dreiwöchige Reise nach Australien unternimmt eine Patientin. Diese Patientin ist ein mehr als schwieriger Fall für Ellen, misshandelt, namenlos und völlig verwahrlost lebt sie nun in einem der Patientenzimmer und spricht nur über den Schwarzen Mann der sie verfolgt. Am nächsten Tag ist sie spurlos verschwunden, das Zimmer sauber und es gibt keinerlei Unterlagen über die mysteriöse Patientin und keiner außer ihr kann sich daran erinnern das sie da war. Ellen wendet sich an ihren Kollegen Mark, aber auch er kann ihr nicht helfen und fragt sich schnell ob mit Ellen alles in Ordnung ist und so begibt sie sich alleine auf die gefährliche Suche nach der verschwunden Patientin. Dieser Thriller spielt im Umfeld einer psychiatrischen Klinik, was auf mich einen besonderen Reiz ausübt und so freute ich mich schon auf eine spannende Geschichte. Zum größten Teil fühlte ich mich auch wirklich gut unterhalten, auch wenn mir sehr schnell klar war wohin die eigentliche Reise gehen würde, denn irgendwie hatte ich zwischendurch immer wieder das Gefühl das mir der Ablauf bekannt vorkommen würde. Der Anfang ist wirklich interessant und es baut sich ein gelungener Spannungsbogen für mich auf, der aber leider nicht bis zum Schluss aufrechtgehalten werden konnte. Irgendwann kippte für mich die Geschichte ein wenig und ich hatte das Gefühl der Autor wollte zu viel in die Geschichte hineinpacken, worunter auch die Glaubhaftigkeit des Ganzen für mich ein wenig litt. Die Handlungen waren für mich dann nicht immer in sich schlüssig, was ich ein wenig schade fand. Auch wenn ich das Ende schon recht schnell erahnt hatte, gefiel mir die Auflösung der Geschichte aber dann doch sehr gut. Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Thriller, mit spannenden Momenten, der mich aber nicht immer ganz für sich einnehmen konnte.

Lesen Sie weiter

Ich habe bereits vor ein paar Jahren "Dunkler Wahn" und "Kalte Stille" von Wulf Dorn gelesen, fand beide Thriller wirklich herausragend und wollte nun auch endlich seinen Debütroman "Trigger" lesen, mit dem sich der Autor in die Liga der besten deutschen Thriller-Autoren geschrieben hat. Wenn der Schauplatz eines Psychothrillers in einer Psychiatrie angesiedelt ist, finde ich das ohnehin besonders interessant – wenn das Buch dann noch gut recherchiert und raffiniert gestrickt ist, kann eigentlich fast nichts mehr schiefgehen. In Wulf Dorns "Trigge"r ist jedenfalls nichts schiefgegangen, denn dieser Thriller hat mir wieder sehr gut gefallen. Man merkt, dass der Autor selbst viele Jahre in einer Psychiatrie tätig war, seine Erfahrungen in seine Bücher einfließen lässt und ein Gespür für Schicksale, Ängste und die Abgründe menschlicher Seelen hat. Zu Beginn des Buches erfährt man zunächst einiges über den Klinikalltag und die Arbeit der Psychiaterin Ellen Roth. Es dauert ein Weilchen, bis die eigentliche Thrillerhandlung wirklich in Gang kommt, aber ich fand die Schilderung des Alltags in einer Psychiatrie äußerst interessant und sie ist meiner Meinung nach auch wichtig und notwendig, um die Hauptprotagonistin Ellen besser kennenzulernen. Man kann nicht behaupten, dass mir diese Frau besonders sympathisch war, aber darum geht es ja auch nicht. Wichtiger für die Geschichte und den Plot ist vielmehr ihre Glaubwürdigkeit und die Zuverlässigkeit ihrer Beobachtungen und Einschätzungen. Wulf Dorn hat sich sehr viel Mühe gegeben, diese Protagonistin sehr präzise und facettenreich auszuarbeiten. Hierfür ist eine sorgfältige Einführung dieser Figur zu Beginn dieses Thrillers unabdingbar, denn der Leser lernt Ellen zunächst als äußerst gewissenhafte und kompetente Psychiaterin kennen, die sich um jeden Patienten bemüht, aber häufig auch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stößt. Als die mysteriöse Patientin, die niemand außer Ellen jemals zu Gesicht bekam, plötzlich verschwindet, der „Schwarze Mann“, von dem die Frau sprach, auch Kontakt zu Ellen aufnimmt und sie sich ständig verfolgt und beobachtet fühlt, will ihr aber niemand Glauben schenken, denn außer ihr nimmt niemand diese Bedrohung wahr. Ich war häufig hin- und hergerissen, denn einerseits war ich mir sicher, dass Ellens Ängste berechtigt sind, wütend, weil niemand sie ernstzunehmen schien, dann allerdings auch ein wenig skeptisch, ob sie sich vielleicht nicht doch alles nur einbildet. Alle anderen Figuren dieses Thrillers bleiben recht flach und konturlos, aber das macht auch durchaus Sinn, denn im Verlauf der Handlung habe ich nahezu jeden in Ellens Umfeld verdächtigt. Die Figuren sind so angelegt, dass der Leser im Grunde nur Ellen wirklich nahekommt, mit ihr mitfiebert und an ihrer Seite diese Ängste, Bedrohung und Beklemmung durchlebt. Alle anderen Protagonisten bleiben fremd, sind nur schwer einzuschätzen und somit irgendwann verdächtig. Doch sobald ich mir sicher war, nun genau zu wissen, wer der Täter ist, wurde der Verdacht wieder auf eine andere Person gelenkt. Hin und wieder zweifelte ich aber auch an Ellen und hatte den Verdacht, dass ihr Verstand ihr wirklich lediglich einen Streich spielt. Die Verwirrtheit der Hauptprotagonistin und die vage Figurengestaltung der anderen Charaktere tragen jedenfalls enorm zum Spannungsbogen dieses fesselnden Thrillers bei. Wulf Dorn legt immer wieder neue Fährten und führt den Leser stets aufs Neue in die Irre. Hinzu kommt, dass die Schauplätze sehr gut ausgewählt sind und für eine beklemmende Atmosphäre sorgen. Dorns Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte so raffiniert komponiert und wendungsreich, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte, sondern es nahezu an einem Stück durchgelesen habe, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Der Plot ist äußerst verzwickt und war für mich, selbst wenn ich häufig dachte, nun zu wissen, wie alles enden wird, vollkommen unvorhersehbar. Am Ende dieses packenden Thrillers war ich überrascht und erschüttert zugleich. Wulf Dorn versteht es hervorragend mit den Ängsten des Lesers zu spielen, denn die permanente Bedrohung, die Ellen fast um den Verstand bringt, war auch für mich spürbar. Das Buch ließ mich häufig den Atem anhalten, obwohl der Autor vollkommen auf die Schilderung von Brutalität oder blutigen Details verzichtet. Ich empfand diesen psychologischen Thriller auf eine sehr leise, subtile, aber eindrückliche Weise sehr beklemmend und verstörend. Und das macht einen fesselnden Thriller für mich auch aus – der Blick in die Abgründe menschlicher Seelen und atemlose Spannung ohne Effekthascherei.

Lesen Sie weiter

Meine Meinung Der Autor schafft es immer wieder Spannung aufzubauen, aber dann passiert leider nichts. Wie bei einer Achterbahnfahrt, es geht aufwärts, aber nie geht es rasant den Abhang runter, der absolute Nervenkitzel fehlt. Es gibt lediglich eine große Wendung in dieser Geschichte. Man fiebert zwar die ganze Zeit mit Ellen mit wer der Böse ist und kommt dabei schon mal ins Schleudern, allerdings wird man über das Ergebnis mehr als überrascht sein. Mir hat Ellen wirklich gut gefallen, genauso wie Marc, wobei man ihn das eine oder andere Mal auch im Verdacht hat, dass er der Böse sein könnte. Ich habe auf jeden Fall immer wieder gehofft, dass er es nicht ist. Über die Charaktere erfährt man nicht besonders viel, was es einem schwer macht, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Lediglich Ellens Vergangenheit wird am Ende genauer betrachtet. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt, wodurch der Leser nur eine sehr eingeschränkte Sicht der Dinge bekommt und der Fall fast unmöglich zu lösen ist. Ich weiß nicht, ob das Ende so realistisch ist, es kommt mir schon ziemlich abwegig und übertrieben vor. Insgesamt war das Buch ganz in Ordnung, allerdings hatte ich mir mehr davon versprochen.

Lesen Sie weiter

Spannung pur

Von: LillyAmalia

27.02.2015

Buchgeschenke sind immer so eine Sache. Gerade ich bin recht wählerisch. Allerdings war dieses Buch das perfekte Geschenk für mich. Wulf Dorn hat mit „Trigger“ einen super Psychothriller abgeliefert. Die ersten Seiten war ich ein wenig skeptisch was die Handlung angeht, doch das hat sich schnell gegeben. Vor allem war ich neugierig in der Hinsicht was die unbekannte Patientin angeht. Doch schnell hoffte ich, dass der Schwarze Mann nicht einfach so in die Klinik stürmt und dort Unheil anrichtet. Die Angst der Patientin war gut nachvollziehbar. Insgesamt bin ich froh, das die Handlung flott voran ging. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so sehr habe ich mitgefiebert, ob Ellen Roth es schafft ihre Patientin vor dem Schwarzen Mann zu retten. Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich zwei Personen in Verdacht der Entführer/Erpresser zu sein. Umso überraschter war ich, als am Ende dieses Mysterium aufgelöst worden ist. Mit dieser Wendung habe ich irgendwie nicht gerechnet. Die Charaktere, besonders Ellen Roth, waren wirklich toll dargestellt. Ich konnte mich gut in Ellen reinversetzen und habe richtig mitgelitten. Wulf Dorn beweist, dass man keine großen Worte braucht, um seine Leser zu fesseln. Es lässt sich alles leicht und verständlich lesen und dennoch wirkt es nicht plump oder langweilig. Das hat mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir hier und da doch ein wenig zu medizinisch wurde. Ich möchte das jetzt unbedingt als Manko auslegen, mir hat das halt persönlich nicht ganz so zugesagt. Alles in allem ein wunderbares Buch, das ich nur weiterempfehlen kann. Es ist spannend und bietet viel Verwirrung und viele Wendungen. Einfach nur klasse!

Lesen Sie weiter

Spannender Thriller, mehr nicht!

Von: Peter Lange

26.10.2009

Es gibt Thriller, die liest man in wenigen Tagen weg. Sie sind mörderspannend, aber sobald man sie ausgelesen hat, hat man den Inhalt fast schon wieder vergessen. Von dieser Kategorie ist Wulf Dorns ";Trigger";. Die Psychiaterin Ellen Dorn behandelt eine völlig verwahrloste, mißhandelte Patientin. Diese verschwindet aber genauso plötzlich wie sie aufgetaucht ist. Dorn versucht die Frau zu finden und findet sich daraufhin in einen Alptraum wieder, denn keiner ihrer Kollegen kann sich an die Frau erinnern und zudem wird sie von einem in Schwarz gekleideten Mann verfolgt. Und spätestens mit dem Auftauchen des schwarzen Mannes fängt man an zu ahnen, wohin die Reise geht. Das plötzliche Verschwinden von Personen und der Kampf eines Protagonisten, sie wiederzufinden, war schon Thema zahlreicher Hollywood-Verfilmungen so wie bspw. ";Flight plan"; mit Jodie Foster. Die ganze Thematik ist schon zu oft durchdekliniert worden, als dass da nochmal etwas Neues herauskommen könnte. Von daher als Fazit: gute Spannungslektüre, garantiert einige unterhaltsame Lesestunden, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt das Buch nicht.

Lesen Sie weiter

"Ein Dorn im Auge"

Von: Andrea Koßmann

25.10.2009

Das sagt man oft, wenn einem eine Sache nicht so liegt und man diese gerne abschütteln könnte. Zum ersten mal gebrauche ich diesen Ausspruch heute allerdings positiv. Denn Wulf Dorn ist mir ab sofort ein 'Dorn im Auge', den ich nicht mehr missen möchte. Denn mit seinem Debüt hat er mich voll und ganz für sich gewonnen. Ellen Roth ist Psychiaterin in einer Klinik, als ihr plötzlich bei einem Rundgang eine völlig verwahrloste und schlimm zugerichtete Patientin begegnet. Sie redet nicht viel, warnt Ellen aber vor dem 'schwarzen Mann', der auch sie holen wird, wenn sie nicht aufpasst. Ellen ist geschockt. Vor allem, als sie ihrem Kollegen Mark von der Patientin erzählt und dieser sich ein eigenes Bild von ihr machen will. Denn in dem Moment, in welchem Ellen und Mark das Krankenzimmer betreten, müssen sie feststellen, dass die Patientin verschwunden ist. Komischer Weise hat auch niemand sonst in der Klinik ihren Aufenthalt mitbekommen. Und nichts zeugt davon, dass es diese Patientin wirklich gegeben hat. Schon sehr bald scheint der 'schwarze Mann', der von der unbekannten Patientin beschrieben wurde, um mit Ellen Kontakt aufzunehmen und er scheint sie sogar in ihren Träumen zu verfolgen. Ellen macht sich, trotz furchtbarer Angst, auf die Suche nach diesem Mann und begibt sich dabei auf einen Weg, der ihr zeigt, dass sie anscheinend selbst ihren Freunden nicht mehr trauen kann. Immer wieder dreht sich die Geschichte in eine andere Richtung. Der Leser beginnt, den Personen zu vertrauen, stellt fest, dass dies ein Trugschluss ist und schon im selben Moment ändert er erneut seine Meinung. Am Ende kann man es kaum erwarten, die Seiten zu lesen und obwohl ich schon recht schnell lese, habe ich mir mal wieder gewünscht, dies noch schneller tun zu können, um an des Pudels Kern zu gelangen. Wulf Dorn hat mit diesem Debüt nicht nur einen wunderbar spannenden, erstklassig recherchierten und fesselnden Psychothriller geschrieben, sondern vielmehr hat er sich in einem Rutsch in die Riege der besten deutschen Thrillerautoren katapultiert. Wer beim Lesen dieses Buches keine schwitzigen Hände bekommen hat und wer die Seiten nicht so schnell wie möglich weiterblättert, um endlich an die Auflösung zu kommen, ist selber Schuld. Der Autor lässt den Leser in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken, ohne dabei zu medizinisch zu werden. Begriffe, die man als Laie vielleicht noch nie zuvor gehört hat, werden in dem Buch fast nebenbei so gut erklärt, dass man dem roten Faden zu jeder Zeit folgen kann. Die Geschichte ist rund, in sich schlüssig und so wahnsinnig spannend geschrieben, dass eine Störung beim Lesen (Telefon, Türklingel etc.) fast aggressiv macht. Also empfehle ich jedem Leser, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen, um dieses Buch in einem Rutsch zu lesen. Denn es fällt schwer, es zwischendurch weglegen zu müssen. Wulf Dorn... ein Autor, den ich in jedem Fall im Auge behalten werde. Ich kann seinen zweiten Thriller schon jetzt kaum erwarten und hoffe, dass auch dieser wieder genauso toll geschrieben ist wie 'Trigger'. Beim Lesen dieses Buches kam es mir vor, als würde ich einen Film sehen, denn Dorn hat diese besondere Gabe, sehr anschaulich und bildlich zu schreiben. Und am Ende des Buches, bevor der Epilog beginnt, hat er es sogar geschafft, mir ein paar Tränen der Rührung in die Augen zu zaubern. Ich möchte mich als recht 'hartgesottene Thrillerleserin' bezeichnen, aber beim Lesen dieses Buches habe ich mich mehrfach umgedreht, weil ich das Gefühl hatte, es würde jemand hinter mir stehen. Wenn ein Buch DAS mit mir macht, lese ich es nicht nur, sondern ich bin mittendrin.... Ich bin begeistert von diesem Debüt und würde ich einen Hut tragen, so würde ich ihn ziehen. Chapeau!!

Lesen Sie weiter