Leserstimmen zu
Jenseits

Meg Cabot

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Pierce Oliviera war schon einmal im Reich des Totes und kam zurück. Jeder denkt an ein Wunder doch Pierce weis es besser. Doch danke eines Trick kam sie zurück und seitdem begleitet sie eine Kette das sie vor dem Bösen schützen soll. Oder besser gesagt John Hayden... Mythos wird neue erzählt. Nicht das erste Mal das die Geschichte der griechischen Mythologie neu erzählt wird. Doch ist sie sehr interessant und spannend. Am Anfang hatte ich meine Probleme in die Geschichte rein zu kommen doch dann ging es wunderbar. Ich war auch froh das ich gleich Band 2 zur Hand hatte. :) Pierce ist ein Mädchen das man eigentlich nur lieben kann und bewundern. Denn sie setzt sich für andere ein. John versucht "sein Mädchen" zu beschützen. Doch das ist alles immer nicht so einfach. Da beide auch nicht wirklich miteinander reden und so einige Missverständnisse zu ärger führen. Aber genau deshalb macht das Buch so viel Spaß man weis einfach nicht was auf der nächsten Seite auf einen warten. 

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Jenseits

Von: Madelen

01.04.2017

Ich habe dieses Buch geliehen bekommen und muss sagen, ich bin begeistert! Ich liebe Bücher, die mit Mythologie zu tun haben. Bei diesem hat man schnell gemerkt, dass es etwas mit der griechischen Mythologie zu tun hat, um genauer zu sein, um die Sage mit Hades und Persephone. Der Schreibstil ist flüssig und außerordentlich spannend. Das Buch hat viele Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Was würdest du tun, wenn ein einziger Wimpernschlag dein ganzes Leben verändert? Wem kannst du trauen? Ein toller Auftakt! Ich bin gespannt auf die anderen Teile!

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Ich hab mich echt über dieses Buch gefreut, denn ich hatte zuerst (mal wieder) Band 2 gekauft...Dann hab ich netterweise Band 1 vom Verlag bekommen und ich liebe es! Ich liebe alles, was mit Mythologie zu tun hat und hier geht es nebenbei um die griechische Mythologie und Unterwelt. Ich habe selten ein Buch so ungern aus der Hand gelegt und wollte danach sofort mit Band 2 anfangen. Habe auch mit Band 2 gleich weitergemacht und wo ist jetzt Band 3? Immer diese Probleme der Bücherwürmer xD Also wie man schon sieht ist das eine Reihe, die absolut lesenswert ist und eine etwas andere Hades/Persephone Story erzählt, auf ihre eigene geniale Weise. Pierce lernt John das erste Mal bei der Beerdigung von ihrem Opa kennen, damals war sie 7 und als sie mit 15 eine Nahtoderfahrung hat, trifft sie ihn wieder. In der Unterwelt und ist so verstört, dass sie natürlich flieht. Die Missverständnisse zwischen den Beiden nehmen ihren Lauf, aber John ist immer da, wenn Pierce in Gefahr ist und beschützt sie. Auch wenn John noch so düster dargestellt wird, ich mochte ihn von Anfang an, weil er nicht so ein langweiliger 08/15 Charakter ist. Aber Pierce ist durch jemanden in ihrem Umfeld, eigentlich in andauernde Gefahr und auch da kommen wieder interessante Fakten zutage, was mit der Mythologie zu tun hat. Das Buch hat mich so gefesselt und gebannt, dass es voll 5 Punkte verdient hat!

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Inhalt Pierce Oliveira zieht mit ihrer Mutter auf die Insel Isla Huesos, um nochmal ganz von vorne zu beginnen. Denn Pierce hat sich verändert, seit sie mitten im Winter in den Pool gestürzt und gestorben ist. Nicht nur hat diese Nahtod-Erfahrung sie verändert, sondern auch ihr ganzes Umfeld. Und was niemand weiss; sie war da - drüben, in der Unterwelt. Wo sie John getroffen hat. Nur durch einen Trick ist Pierce von dort entkommen. Doch seither taucht John immer wieder in ihrer Welt auf. Und wenn er auftaucht, passiert immer etwas Schreckliches... Meine Meinung Schon seit je her bin ich angetan von Mythologie und Sagen. Dass es sich bei der Abandon-Trilogie um eine Neuinterpretation der Sage um Hades und Persephone handelt, habe ich erst nach ein paar Seiten begriffen. Umso grösser war die Freude. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ausgereift, man merkt, dass dies nicht ihr erstes Werk ist. Sie benutzt auch eine sehr schöne Sprache, die wirklich gut zum Inhalt der Geschichte passt. Ich kann verstehen, dass einige Leser dieses Buch als verwirrend oder anstrengend empfinden, denn ich habe so etwas ähnliches auch noch nie erlebt bei einem Buch. Ständig wechseln die Szenen hin und her. Aber ich fand das sehr gelungen, es macht die Geschichte auf eine tolle Art und Weise anspruchsvoll, und das schätze ich sehr. Ausserdem finde ich, dass es eine grosse Kunst ist, so oft die Szene zu wechseln und trotzdem den roten Faden nicht zu verlieren. Was mir auch gut gefallen hat, waren die Protagonisten und die Tatsache, dass nicht viel Zeit auf Äusserlichkeiten verschwendet wurde, wie es leider sonst oft bei Jugendbüchern der Fall ist. Hier kommen lediglich zwei Dinge immer wieder zur Sprache; der rote Schal und die Kette von Pierce, aber die sind wesentlich für die Geschichte und perfekt platziert. Die Protagonisten an und für sich sind ebenfalls sehr gelungen. Pierce ist seit ihrem Nahtod-Erlebnis etwas durcheinander und lebt - wie sie sagt - in einem gläsernen Sarg, abgeschottet von der Welt. Manchmal hat man Mitleid mit ihr, an anderen Stellen fragt man sich, ob sie nicht doch ein wenig den Verstand verloren hat. Das fand ich wirklich toll gemacht. So stört es auch nicht, dass Pierce offenbar am Stockholm-Syndrom zu leiden scheint... Auch die Themen, die teilweise angesprochen wurden, habe ich als gut gewählt empfunden; Kindstod, Nahtod-Erfahrung, Lehrer-Schüler-Beziehung, Scheidung, familiäre Probleme, all das war gut in die Geschichte eingebaut. Der Aufbau der Geschichte ist wirklich wunderbar. So viele Details, so viele kleine Stränge, die plötzlich zu einem grossen Faden werden. Genau so geht Geschichten erzählen! Setting "Jenseits" spielt auf der Insel Isla Huesos, der "Knocheninsel" in den Key Wests in Florida. Pierce's Vorfahren stammten von dort und so ist es nicht verwunderlich, dass ihre Mutter die Insel als neues Zuhause für den Neustart wählt. Ein kleiner Part der Geschichte spielt auch in der Unterwelt, die kalt, windig und nass beschrieben wird. Besonders diese Szenen haben mir Gänsehaut beschert. Mir hat die Darstellung der Orte sehr gut gefallen und ich habe mich immer in das Buch versetzen können. Charaktere Pierce ist eine junge Frau, die gestorben ist und durch viel Glück wieder reanimiert werden konnte. Seither ist nichts mehr, wie es war, denn sie weiss jetzt, was nach dem Tod kommt. Sie schwört sich daher, dass sie ihre Liebsten von nun an vor dem Bösen beschützen will, was ihr leider mehr schlecht als recht gelingt. Pierce war mir sehr sympathisch, gerade weil sie nicht die typische Protagonistin ist; sie ist etwas verrückt, etwas verpeilt und versucht sich durchs Leben zu kämpfen. John Hayden kommt aus der Unterwelt und ist ein mürrischer Typ, gefährlich, gross und breitschultrig, der immer bekommt, was er will. Muss er auch, in seinem Job. Seine Geschichte hat mich besonders berührt. Die Charaktere in dem Buch sind meiner Meinung nach wirklich gut und ausgeklügelt geschaffen worden. Jedes kleinste Detail passt und wird zur richtigen Zeit enthüllt. Fazit Mir hat es richtig Spass gemacht, diese zugegebenermassen etwas verworrene Neuinterpretation von Persephone und Hades zu lesen. Die Autorin versteht es wirklich, die richtigen Details am richtigen Ort zu platzieren, so dass alles am Schluss Sinn ergibt und man während dem lesen mitfiebern kann.

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Seit meiner Kindheit habe ich eine Schwäche für griechische Mythologie. Aber auch als Erwachsene üben die Sagen um antike Götter, Halbgötter und übernatürliche Wesen noch eine Faszination auf mich aus und als ich gesehen habe, dass die US-amerikanische Autorin Meg Cabot eine Jugendbuch-Trilogie verfasst hat, die von der Legende um Persephone und Hades inspiriert ist, war ich gleich Feuer und Flamme und habe über das Random House Bloggerportal ein Rezensionsexemplar des Auftakts der Serie angefordert. In "Jenseits" begegnet die Leserin der siebzehnjährigen Protagonistin Pierce Oliviera, die nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter auf deren Heimatinsel Isla Huesos in Florida gezogen ist. Nach und nach erfahren wir, dass Pierce mit fünfzehn einen beinahe tödlichen Unfall hatte. Während sie für die Außenwelt einfach nur bewusstlos aussah, ist Pierces Seele in die (griechisch inspirierte) Unterwelt hinabgestiegen. Dort erregte sie die Aufmerksamkeit von John Hayden, einem Wächter der Unterwelt. Dessen Versuch, Pierce als Lebensgefährtin bei sich zu behalten, konnte sie jedoch abwenden und nach ihrer erfolgreichen Flucht aus der Unterwelt ist Pierce wieder zum Leben erwacht. Seitdem häufen sich allerdings merkwürdige Vorkommnisse in Pierce Umfeld, die schließlich dazu führen, dass sie von einer schicken Privatschule in Connecticut fliegt, was ein weiterer Grund für ihren Umzug nach Florida ist. Pierces guter Vorsatz, ihren Neuanfang auf Isla Huesos nicht zu versauen, wird jedoch durch eine neuerliche Begegnung mit John auf eine harte Probe gestellt… Mit Pierce Oliviera hat Meg Cabot eine sympathische Heldin geschaffen, mit der die Leserin gerne mitfühlt. Ihre Beziehung zu John Hayden ist interessant mitzuverfolgen und macht neugierig auf die beiden Fortsetzungen. In "Jenseits" behält Meg Cabot den betont flapsigen, humorvollen Schreibstil bei, der auch ihre anderen Jugendbücher auszeichnet, was mir sehr gut gefällt. Mit einem Umfang von knapp 300 Seiten ist Jenseits die perfekte Ferien-Lektüre für jugendliche (und im Herzen jung gebliebene) paranormal Romance-Fans.

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Ich habe festgestellt, dass ich eher anfange, Prints zu lesen, als eBooks. So lag dieses Werk mit dem wunderschönen Cover etwa zwei Wochen unangetastet bei mir herum und wartete darauf, gelesen zu werden. Jedes Mal, wenn ich meinen Computer hochgefahren habe, schaute es mich an und machte mir ein schlechtes Gewissen. Ihr kennt das sicherlich, wenn auch nicht unbedingt von eBooks, sondern von Büchern im Allgemeinen. Dann habe ich mich gestern aber erbarmt und zu lesen begonnen. Und da ihr heute schon die Rezension zu lesen bekommt, könnt ihr sicherlich erahnen, dass ich es in einem Wisch gelesen habe. Weil es so gut war. Und so spannend. Und so unerhört abrupt endend, dass ich definitiv auch den Folgeband lesen werde - und vielleicht dann auch den Abschlussband der Trilogie. Ach Mensch, ich sollte mehr Einzelbände und weniger Reihen lesen. So füllt sich die Wunschliste nur immer schneller... Jetzt aber zum Buch. Die Geschichte beginnt etwas schleppend, da der Leser lange Zeit im Ungewissen gelassen wird, was eigentlich passiert ist, warum und wie, wer die Menschen sind, wie die zusammenhängen und was das eigentlich alles miteinander zu tun hat. Ach ja, und wie dieser Kerl da hineinpasst. Nachdem diese Zusammenhänge so langsam aufgedröselt worden sind, macht es einfach Spaß, die Geschichte von Pierce Oliviera zu lesen. Das ist eine typische Eigenschaft der Autorin, die ich schon vor Jahren zu lieben gelernt habe: Am Anfang sieht die Geschichte etwas schwach aus, aber dann steigert das alles sich. Und steigt... und steigt... und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören - denn es wird nicht mehr schlechter. Mit dieser Erwartung bin ich also auch an das Buch herangegangen und muss gestehen, dass ich am Anfang schon etwas enttäuscht war. Aber dann bin ich wieder mit dem Stil warmgeworden und bin jetzt begeistert. Es ist eine erfrischende Idee, die griechische Mythologie auf diese Weise mit der modernen Welt zu vermischen, ganz ohne Halbgötter, Helden etc. Das mag ich, und darum bekommt das Buch von mir eine gute Bewertung. Fazit Nach einem holprigen Anfang doch fesselnd und interessant. Also typisch Meg Cabot.

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Als ich das Buch bekam habe ich mich sehr gefreut und war riesig gespannt. Leider wurde ich in der ersten Hälfte des Buches sehr enttäuscht. Irgendwie habe ich mich mehr oder weniger zwingen müssen, das Buch weiterzulesen. Der Inhalt kam mir zähflüssig und stellenweise irritierend vor. Was mich aber auch wieder irritiert hatte, weil Meg Cabot eigentlich garnicht so einen schlechten Schreibstil hat. Ich habe ja auch schon (vor etlicher Zeit) ihr Buch “eternity” gelesen und das war von Anfang bis Ende spitze. Hmm … woran mag das hier liegen? Aber ab der zweiten Hälfte konnte ich es dann doch nicht mehr aus der Hand legen. Ab da war ich voll und ganz in der Geschichte um Pierce, ihr Schicksal und John. Pierce hat es seit ihrer Todeserfahrung wirklich nicht mehr leicht im Leben. Niemand will ihr glauben. Alle reden ihr nur ein sie hätte einfach eine sehr rege Fantasie. Aber es war doch wirklich alles passiert! Oder? Sie zieht sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück und kann keinem mehr recht trauen. Wird sie je wieder ihr Leben leben und genießen können? Auf der neuen Schule hat sie ihren Cousin Alex und ihre Mitschülerin Kayla. Und natürlich die Leute vom Neue-Wege-Programm. Ob sie ihr weiterhelfen können? Die ganze Zeit – während dem Lesen – dachte ich nur, daß ich echt nicht in Pierce´s Haut stecken möchte. Und nun – am Ende des Buches angekommen – bin ich doch recht gespannt auf den nächsten Teil der Trilogie. Wie wird es wohl weitergehen?

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Cover: Blau auf schwarz gefällt mir gut, dennoch finde ich das Cover etwas zu "unruhig". Es lässt sich viel hineininterpretieren, was die bläulichen Schwingen um die junge Frau wohl zu bedeuten habe, nachdem ich das Buch gelesen habe, wirkt es auf mich wie eine Mischung aus Pierce Situation während des ertrinken im Pool und der Übergang in die Unterwelt. Meinung: Die Situation die Pierce durchgestanden hat, würde wohl jeden Menschen verändern. Nichts würde man nach einer Nahtoderfahrung mehr als selbstverständlich nehmen und selbst die kleinsten Dinge sieht man mit anderen Augen. Wenn man so etwas durchgemacht hat, könnte man glauben, dass seine Mitmenschen einen unterstützen und wieder einen Weg in die Normalität finden - aber so sollte es für Pierce nie werden. Auf den ersten Blick mochte ich ja aussehen wie ein braves Schulmädchen mit honigfarbenen Augen, das seinen Rocksaum vorschriftsmäßig maximal zehn Zentimeter über den Kniekehlen trägt, dachte ich. Aber dir, alter Mann, werde ich heute noch die Franzen von den Schuhen reißen. Die Lehrer an der Westport Academy of Girls sollten den Umgang mit Jugendlichen eigentlich beherrschen. Unfassbar, dass die Lehrer sich nicht einmal um Pierce bemühen, sondern sie einfach als hoffnungslosen Fall und dummen Menschen ohne Zukunftsperspektive abgestempelt haben. Zugegeben, Pierce hat es den Lehrkräften auch nicht immer einfach gemacht, dennoch frage ich mich, selbst wenn Pierce sich wirklich alles nur zusammenfantasiert hätte, wie soll ein Mensch zurück ins Leben finden, wenn alle anderen einen so schnell aufgeben? Pierce hat es in vielerlei Hinsicht nicht leicht, die Bedrohung aus der Unterwelt, ihre Gefühle zu John die sie selber nicht ganz zuordnen kann, ihre Eltern die seit ihrem Unfall getrennt sind und das ihr niemand wirklich zuhört. Die Skepsis von von Pierce Freunden und ihrer Familie kann ich schon gut nachvollziehen. Was oder ob überhaupt was nach dem Tod kommt, kann man selbst mit der entwickeltsten Forschung nicht sagen. Doch für Pierce bedeutet das auch keinen Ansprechpartner zu haben, da ihr einfach niemand glauben schenkt. Ihre eigene Familie erkennt sie seit ihrer Nahtoderfahrung kaum wieder und obwohl sie sich damit abgefunden hat, dass ihre Geschichte nicht auf Begeisterung trifft, wäre es doch hilfreich, wenn sich wenigstens ihre Eltern zusammenreißen würden. Die Reaktion der Mutter war sehr übertrieben. Sich Vorwürfe zu machen oder sogar anderen ist in so einer Situation sicherlich normal, man sucht einen Grund oder einen Schuldigen. Jedoch sollte man dabei nicht die Realität aus den Augen verlieren. Als Pierce den Unfall hatte war sie fünfzehn, also kein kleines Kind mehr, das Gefahren nicht einschätzen kann. Das die Plane des Pools nicht richtig befestigt war, ist schlimm, dennoch finde ich, dass man das nicht dem Vater ankreiden kann. Das sie ertrunken ist, liegt weniger an dem Sturz ins Wasser als die vorherige Kopfverletzung die sie handlungsunfähig gemacht hat. So schlimm es auch ist sein eigenes Kind beinahe zu verlieren, hilft es keinem, nach einem Schuldigen zu suchen. Man könnte sagen, es war eine Verkettung tragischer Zufälle ... doch war es das wirklich? >>Lass uns verschwinden<<, sagte er mit vollkommen ruhiger Stimme zu mir, schlang mir einen Arm un die Hüfte und trug mich davon. Kein Hallo. Kein: >>Hi, Pierce.Das war'ne knackige Rechte eben.<< Kein: >>Schön dich zu sehen. [...]<< John ist ein wirklich schwieriger, aber dennoch sehr liebenswerter Charakter. Er ist ganz schön stur und emotionsgeladen. Viele seiner Reaktionen sind auch gar nicht so gut bedacht, wie z.B. sein Vorwurf gegenüber Pierce, dass er zwar auch nicht gerne in der Unterwelt gefangen sei, er das aber gerne in kauf nehme, um mit ihr zusammen zu sein. Eine Aussage, die im ersten Sinne romantisch ist, dennoch hat John nicht bedacht was das für Pierce bedeutet. Er lebt schon seit knapp 150 Jahren dort unten, mit anderen Worten, auf der Oberfläche gibt es keinen Menschen mehr den er einmal geliebt hat, da diese schon lange tot sind. Für ihn macht es so gesehen keinen Unterschied, ob er auf der Erde wandelt oder sich in der Unterwelt um seine Aufgaben kümmert. Pierce hingegen hat ihr Mutter, ihren Vater, ihren verbohrten Cousin und ihre Freunde. Soll sie das alles aufgeben ohne zu mit der Wimper zu zucken? Obwohl John weiß was Pierce für ein wundervolles Mädchen ist, betrachtet er ihre Aussagen oftmals nur oberflächlich und überdenkt gar nicht wie schwer das alles für sie ist und dabei war auch er in dieser Situation. 150 Jahre sind jedoch auch eine lange Zeit, weshalb er sich vielleicht einfach diesbezüglich nicht mehr in sie hineinversetzen kann. John ist groß, mächtig und trägt eine große Verantwortung. Harte Schale und weicher Kern, passt bei ihm wie die Faust aufs Auge. Er steht Pierce bei, wo sie sonst niemanden an ihrer Seite hat und in einem einsamen Moment, macht er ihr ein Geschenk, dass auch ihre letzten Zweifel beiseite räumt. Die Geschichte um John und Pierce ist spannungsgeladen. Mit diesem Buch hat die Autorin gezeigt, egal wie sehr man das Leben anderer beeinflussen möchte, das Herz lässt sich nicht täuschen. Charaktere: Pierce ist ein hilfsbereiter Mensch und genau diese Eigenschaft wurde ihr zum Verhängnis. Auch nach ihrer Nahtoderfahrung bringt sie sich immer wieder in Schwierigkeiten, jedoch nur weil sie jetzt nichts mehr so sieht wie vorher. Sie möchte jeden den sie liebt beschützen - ja, sogar den sturen Mann, der ihr seit Jahren nicht mehr aus dem Kopf gehen will und dem sie nun immer wieder begegnet. John wirkt nach 150 Jahren in der Unterwelt nach außen hin oft kalt. Pierce schafft es jedoch seine einfühlsame Seite wieder zum Vorschein zu bringen und Gefühle in ihm zu wecken. Schreibstil: Schon mit "Eternity" und "Endless" hat mich die Autorin von ihrem Schreibstil überzeugt. Auch in dieser Geschichte hat Meg Cabot wieder einmal mit ein besonderes Leseerlebnis geschaffen. "Jenseits" ist ein Auftakt einer vielversprechenden Reihe, die ganz andere Themen umfasst als ihre bisherigen Geschichten - anders, aber genau so berauschend. Ich wurde von ihr in eine Welt gerissen, in der nichts so ist wie es nach außen scheint. Besonders der geschichtliche Hintergrund zur griechischen Mythologie hat mich sehr interessiert. Die von ihr geschaffenen Charaktere sind tiefgründig und obwohl Pierce und John so unterschiedlich sind, könnten sie doch nicht besser zueinander passen.

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