Leserstimmen zu
Jenseits

Meg Cabot

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Seit meiner Kindheit habe ich eine Schwäche für griechische Mythologie. Aber auch als Erwachsene üben die Sagen um antike Götter, Halbgötter und übernatürliche Wesen noch eine Faszination auf mich aus und als ich gesehen habe, dass die US-amerikanische Autorin Meg Cabot eine Jugendbuch-Trilogie verfasst hat, die von der Legende um Persephone und Hades inspiriert ist, war ich gleich Feuer und Flamme und habe über das Random House Bloggerportal ein Rezensionsexemplar des Auftakts der Serie angefordert. In "Jenseits" begegnet die Leserin der siebzehnjährigen Protagonistin Pierce Oliviera, die nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter auf deren Heimatinsel Isla Huesos in Florida gezogen ist. Nach und nach erfahren wir, dass Pierce mit fünfzehn einen beinahe tödlichen Unfall hatte. Während sie für die Außenwelt einfach nur bewusstlos aussah, ist Pierces Seele in die (griechisch inspirierte) Unterwelt hinabgestiegen. Dort erregte sie die Aufmerksamkeit von John Hayden, einem Wächter der Unterwelt. Dessen Versuch, Pierce als Lebensgefährtin bei sich zu behalten, konnte sie jedoch abwenden und nach ihrer erfolgreichen Flucht aus der Unterwelt ist Pierce wieder zum Leben erwacht. Seitdem häufen sich allerdings merkwürdige Vorkommnisse in Pierce Umfeld, die schließlich dazu führen, dass sie von einer schicken Privatschule in Connecticut fliegt, was ein weiterer Grund für ihren Umzug nach Florida ist. Pierces guter Vorsatz, ihren Neuanfang auf Isla Huesos nicht zu versauen, wird jedoch durch eine neuerliche Begegnung mit John auf eine harte Probe gestellt… Mit Pierce Oliviera hat Meg Cabot eine sympathische Heldin geschaffen, mit der die Leserin gerne mitfühlt. Ihre Beziehung zu John Hayden ist interessant mitzuverfolgen und macht neugierig auf die beiden Fortsetzungen. In "Jenseits" behält Meg Cabot den betont flapsigen, humorvollen Schreibstil bei, der auch ihre anderen Jugendbücher auszeichnet, was mir sehr gut gefällt. Mit einem Umfang von knapp 300 Seiten ist Jenseits die perfekte Ferien-Lektüre für jugendliche (und im Herzen jung gebliebene) paranormal Romance-Fans.

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Ich habe festgestellt, dass ich eher anfange, Prints zu lesen, als eBooks. So lag dieses Werk mit dem wunderschönen Cover etwa zwei Wochen unangetastet bei mir herum und wartete darauf, gelesen zu werden. Jedes Mal, wenn ich meinen Computer hochgefahren habe, schaute es mich an und machte mir ein schlechtes Gewissen. Ihr kennt das sicherlich, wenn auch nicht unbedingt von eBooks, sondern von Büchern im Allgemeinen. Dann habe ich mich gestern aber erbarmt und zu lesen begonnen. Und da ihr heute schon die Rezension zu lesen bekommt, könnt ihr sicherlich erahnen, dass ich es in einem Wisch gelesen habe. Weil es so gut war. Und so spannend. Und so unerhört abrupt endend, dass ich definitiv auch den Folgeband lesen werde - und vielleicht dann auch den Abschlussband der Trilogie. Ach Mensch, ich sollte mehr Einzelbände und weniger Reihen lesen. So füllt sich die Wunschliste nur immer schneller... Jetzt aber zum Buch. Die Geschichte beginnt etwas schleppend, da der Leser lange Zeit im Ungewissen gelassen wird, was eigentlich passiert ist, warum und wie, wer die Menschen sind, wie die zusammenhängen und was das eigentlich alles miteinander zu tun hat. Ach ja, und wie dieser Kerl da hineinpasst. Nachdem diese Zusammenhänge so langsam aufgedröselt worden sind, macht es einfach Spaß, die Geschichte von Pierce Oliviera zu lesen. Das ist eine typische Eigenschaft der Autorin, die ich schon vor Jahren zu lieben gelernt habe: Am Anfang sieht die Geschichte etwas schwach aus, aber dann steigert das alles sich. Und steigt... und steigt... und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören - denn es wird nicht mehr schlechter. Mit dieser Erwartung bin ich also auch an das Buch herangegangen und muss gestehen, dass ich am Anfang schon etwas enttäuscht war. Aber dann bin ich wieder mit dem Stil warmgeworden und bin jetzt begeistert. Es ist eine erfrischende Idee, die griechische Mythologie auf diese Weise mit der modernen Welt zu vermischen, ganz ohne Halbgötter, Helden etc. Das mag ich, und darum bekommt das Buch von mir eine gute Bewertung. Fazit Nach einem holprigen Anfang doch fesselnd und interessant. Also typisch Meg Cabot.

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