Leserstimmen zu
Wilde Akazien

Johanna Nicholls

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Inhalt Gloucestershire zu Beginn des 10. Jahrhunderts: Trotz ihrer Jugend hat die heranwachsende Isabel de Rolland schon manchen Schicksalsschlag erlitten. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel Godfrey in dessen düsterem Herrenhaus de Rolland Park. Die Familie lässt Isabel stets spüren, dass sie nicht dazu gehört und nur geduldet ist. Dennoch möchte Isabel in de Rolland Park bleiben, denn ein anderes Zuhause kennt sie nicht. Doch dann will Godfrey die ungeliebte Nichte mit einem Mann in Australien verheiraten, den sie noch nie gesehen hat. Und so begibt sich Isabel auf eine gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft. Meine Meinung "Wilde Akazien" ist nach "In einem weiten Land" bereits das zweite Buch, welches ich von Johanna Nicholls lese. Da mich "In einem weiten Land" sehr begeistert hat, bin ich mit sehr hohen Erwartungen an "Wilde Akazien" heran gegangen. Allerdings wurden diese Erwartungen leider nicht ganz erfüllt und ich war nach dem Beenden des Buches doch etwas enttäuscht und hätte mir wirklich mehr von der Geschichte erhofft. Zu Beginn hat mir der Hauptstrang der Geschichte sehr gut gefallen und ich bin gut in die Geschichte rein gekommen. Allerdings wird dieser doch recht spannende und interessant dargestellt Strang ab der Mitte des Buches abgeschlossen und es beginnt eine Reihe von Nebenhandlungen. Diese, aber auch zahlreiche Probleme, die auftreten driften teilweise doch sehr von der eigentlichen Grundidee der Geschichte ab und haben mich zeitweise sehr gelangweilt. Zum Ende hin wird es dann auch noch recht seltsam, da Geister Personen ermorden und ein totes Baby wieder zum Leben erweckt wird. Diese zwei Aspekte konnte ich nicht in Verbindung mit einem historischen Roman bringen und haben mich sehr gestört. Daher hat mich der Schluss auch nicht wirklich überzeugen können und ich habe das Buch etwas frustriert beendet. Zum Abschluss lässt sich allerdings noch sagen, dass man im Verlauf des Buches immer wieder sehr tolle Einblicke in die Geschichte Australiens bekommt und das Land von mehr als einer Seite kennen lernt. Fazit "Wilde Akazien" konnte mich leider aufgrund verschiedener Faktoren, wie z.b. dem Übersinnlichen nicht überzeugen und mir hat "In einem weiten Land" deutlich besser gefallen. Dennoch ist das Buch nicht total schlecht, sondern durchaus lesenswert. Mein Geschmack wurde nur eben leider nicht getroffen.

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Verlagstext: Gloucestershire zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Trotz ihrer Jugend hat die heranwachsende Isabel de Rolland schon manchen Schicksalsschlag erlitten. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel Godfrey in dessen düsterem Herrenhaus de Rolland Park. Die Familie lässt Isabel stets spüren, dass sie nicht dazugehört und nur geduldet ist. Dennoch möchte Isabel in de Rolland Park bleiben, denn ein anderes Zuhause kennt sie nicht. Doch dann will Godfrey die ungeliebte Nichte mit einem Mann in Australien verheiraten, den sie noch nie gesehen hat. Und so begibt sich Isabel auf eine gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft…. Mein Eindruck: Die junge Isabel de Rolland macht sich also auf nach Australien um ihren zukünftigen Mann, dessen Familie und ihr neues Leben kennen zu lernen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in dem fremden Land und mit Marmaduke, ihrem baldigen Ehemann, findet sich die junge Aristokratin gut zurecht. Sie ist wissbegierig und neugierig auf das Land und die Leute. Die Ehe mit dem jungen Currancy lad soll respektvoll und ohne Verpflichtungen beiderseits sein. Denn beide halten von der Liebe und von der Ehe nichts, sie erfüllen nur ihre Pflichten gegenüber der Familie…… Die Autorin Johanna Nicholls beschreibt in ihrem Roman recht anschaulich das Leben und die Menschen, als Australien noch eine Strafkolonie des Empires war. Die Handlung ist überschaubar mit nur wenigen Überraschungen. Persönlich fand ich, dass dem Land selber und den Ureinwohnern – mit einigen Ausnahmen, zu wenig Aufmerksamkeit in der Geschichte gewidmet wurde. Von einem Australienroman erwartete ich mir das dann doch. Die Geschehnisse in der Geschichte begrenzten sich für mich zu sehr auf die zwei jungen Leute und ihr Umfeld. Der Schreibstil und die Dialoge gefielen mir aber ansonsten sehr gut und die Saga las sich recht flüssig. Mit Isabel und Marmaduke sind der Autorin zwei nette Protagonisten gelungen. Isabel ist nicht die schüchterne überreizte junge Dame, wie man sie oft in solchen Romanen erfährt, sondern kann sich sehr gut durchsetzen. Ihre Gabe die Toten zu sehen, verleiht der doch recht einfachen Liebesgeschichte eine gewisse Abwechslung in der Abfolge. Marmaduke ist der klassische Liebhaber in solchen Romanen, der sich vom Casanova zum Monogamist wandelt und aufsässig gegenüber seinem Vater ist. Gespickt wird die Handlung mit gut durchdachten Nebendarstellern. Ein Bösewicht fehlt natürlich nicht. Mein Fazit: Für die ca. 730 Seiten die der Roman hat erwartete ich mir mehr Abwechslung und Abenteuer. Besonders das Land selber und die Aborigines kommen in der Geschichte zu wenig zur Geltung. Bei einem Australienroman war dies doch eine meiner Erwartungen. Sieht man von diesen Schwachpunkten ab, ist der Autorin ein recht passabler Roman gelungen der die Herzen von Romantikern höher schlagen lässt.

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Klappentext Gloucestershire zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Trotz ihrer Jugend hat die heranwachsende Isabel de Rolland schon manchen Schicksalsschlag erlitten. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel Godfrey in dessen düsterem Herrenhaus de Rolland Park. Die Familie lässt Isabel stets spüren, dass sie nicht dazugehört und nur geduldet ist. Dennoch möchte Isabel in de Rolland Park bleiben, denn ein anderes Zuhause kennt sie nicht. Doch dann will Godfrey die ungeliebte Nichte mit einem Mann in Australien verheiraten, den sie noch nie gesehen hat. Und so begibt sich Isabel auf eine gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft Über die Autorin Johanna Nicholls studierte in Sydney und hat als Journalistin in London sowie als Produzentin und Redakteurin für das australische Fernsehen gearbeitet. Sie bewundert die Werke von Shakespeare, Goethe und Tolstoi genauso wie Margaret Mitchells "Vom Winde verweht" oder Jane Austens "Stolz und Vorurteil". Mit ihrem Roman "Die Blüte des Eukalyptus", für den sie intensive historische Recherchen betrieben hat, erfüllte sie sich einen Lebenstraum: den Wunsch, Autorin zu werden und eine große Australiensaga zu schreiben. Sie lebt in einem Haus aus dem 19. Jahrhundert in einem Vorort von Sydney, wo sie gerade an einem weiteren historischen Roman schreibt. Meine Meinung Story Ich habe diesen Roman als Rezensionsexemplar bekommen. Die Inhaltsangabe hatte mich sofort angesprochen. Die Handlung klingt zuerst wie die meisten Australienromane, naive, unschuldige junge Frau wird von Verwandten in ein fernes Land verscherbelt, um dort zu heiraten. Doch auf den zweiten Blick ist dieses Buch schon etwas anders, denn die Protagonistin Isabel kann die Geister der verstorbenen sehen und sieht wie dieses zu Tode gekommen sind, was diesem Buch einen völlig anderen Flair verleiht. Dieses hat die Autorin in eine schöne, romantische aber auch spannende Geschichte eingebunden, denn die Scheinehe, die Isabel und Marmaduke eingegangen sind, wird schnell zur wahren Liebe, die viele Hindernisse überwinden muss, wie zum Beispiel Isabels schlimme Vergangenheit, an die sie sich nach und nach wieder erinnern kann und die ihr immer noch zu schaffen macht. Als man schon denkt, dass beide ihr Glück gefunden haben, tauchen die Dämonen der Vergangenheit wieder auf und versuchen ihr Glück zunichte zu machen. Ich habe nur einen Kritikpunkt, es waren auch einige, wenn auch wenige, langatmige Passagen im Roman. Ich denke das Buch wäre mit 200 Seiten weniger auch gut bedient gewesen. Der Schreibstil Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, auch wenn es an einigen, aber wenigen Stellen etwas langatmig wird. Die Geschichte wird im Wechsel von Isabel und Marmaduke, aber auch einige Male von Marmadukes Vater erzählt, so das man die unterschiedliche Sichtweise der Protagonisten wunderbar nachvollziehen kann. Die Chraktere Ich habe die Charaktere von Isabel und Marmaduke sofort gemocht. Sie sind sehr schön und authentisch wiedergegeben und waren mir sofort sympathisch. Auch den Nebencharakteren hat Johanna Nicholls authentische und realistische Züge gegeben, so das diese perfekt in die Geschichte mit eingebunden wurden. Isabel konnte einem schon sehr Leid tun, was sie in ihrem jungen Leben schon alles mitgemacht hat. Sie wurde von ihrer Familie nur für ihren Eigennutz missbraucht und geschändet. Zum Glück verliebt sich Marmaduke schnell in sie, so dass sie nicht auch noch von ihm ausgenutzt wird. Meine Meinung Ein ganz besonderer Australienroman mit ein wenig mystischem Flair, spannend und mit tollen Charakteren, die das Ganze perfekt abrunden. Bis auf ein paar Längen ließ sich das Buch sehr gut lesen. Ich vergebe vier von fünf Sternen, ein MUSS für alle Fans von Australienromanen.

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