Leserstimmen zu
Kinder verstehen

Dr. med. Herbert Renz-Polster

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Vor über zehn Jahren habe ich meine Ausbildung als Erzieherin begonnen. Seitdem habe ich nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch ihre Eltern auf ihrem Weg begleitet. Nach und nach wurden auch immer mehr Freunde und Bekannte Eltern und jetzt stehen mein Mann und ich selbst kurz davor unser erstes Baby zu bekommen. Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass sich die Sichtweise nicht ändert, denn das tut sie, ganz gewaltig sogar. Vielleicht eben auch weil man selbst „vom Fach“ ist. Der Druck wirkt größer, alles richtig zu machen. Wobei, was ist schon richtig? Die Randomhouse Gruppe hat mir das Buch Kinder verstehen- Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt von Herbert Renz-Polster als Rezensionsbuch zur Verfügung gestellt, wofür ich sehr dankbar bin. Dieses Buch ist ein guter Begleiter für Eltern die verstehen wollen warum ein Kind reagiert wie es reagiert, warum Prozesse so passieren wie sie passieren und die einen Leitfaden durch all die Ratschläge aus dem Umfeld und dem Internet haben wollen. Kinder verstehen hinterfragt ohne zu Urteilen das Verhalten der kleinsten Erdenbürger und erklärt wie es zu diesem kommt. Es urteilt nicht und es gibt keine Handlungsanweisungen. Es geht um Wissen, nicht um einen 08/15 Weg. Wissen nämlich hilft auf jedes Kind, das auf seine Art völlig individuell ist, flexibel einzugehen, das eigene Vorgehen zu reflektieren und beruhigter zu sein. Es sind nicht immer die Eltern die „versagen“ (Wer auf Instagram ist, weiß wie ich zu diesem #Mombashing und Co stehe. Augenrollen hier bitte einfügen) Herbert Renz-Polster’s Buch ist meiner Meinung nach ein Standardwerk für Eltern und pädagogische Arbeitende Menschen. Es ist umfangreich, mit vielen weiterführenden Quellen und Literaturangaben. Für mich ist das Buch beruflich, wie privat eine große Hilfe.

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Immer wieder wurde mir dieses Buch empfohlen, wenn es darum ging zu wissen, wie man ein Baby am besten versteht bzw. wie man seine Bedürfnisse am besten erkennt. Ich habe es mir erst nach der Geburt gekauft und würde raten, es eher davor zu kaufen und zu lesen, da man vor der Geburt deutlich mehr Zeit hat. Auf jeden Fall hat es mir sehr geholfen und ich habe viel in dem Buch zum immer wieder nachlesen markiert. Man muss allerdings mögen, dass alles sehr ausführlich geschrieben ist. Mir hat dies sehr gut gefallen und ich habe jede Schlafphase meines Babys genutzt um im Buch weiter zu lesen. Am liebsten hätte ich alles markiert, da so viel wichtiges zu finden ist. Alle Informationen werden mit entsprechender Literatur zum weiterlesen verknüft und von dieser Leseliste sind schon einige Bücher bei mir eingezogen, da ich manches einfach vertiefen möchte. Wer einen umfangreichen Ratgeber mit vielen Informationen zum verstehen seiner Kinder sucht, der ist bei diesem Buch genau richtig. Es zeigt deutlich, wie einfach gestrickt unsere Babys sind und wie schnell wir sie mit kleinen Dingen glücklich machen können. Sehr gut gefallen hat mir auch immer wieder der Hinweis, wie es in anderen Kulturen gehandhabt wird. Gerade heutzutage, wo das "Dorf", das für die Erziehung und das Groß werden eines Kindes notwendig ist, nicht mehr verfügbar. Gerade diese Entlastung bräuchten viele Eltern um selbst wenigstens kurz abschalten zu können ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass sie ihr Kind abschieben. Ich finde, dass das Buch sehr viel zum verstehen und der Beziehung zu seinem Baby helfen kann. Ich bin wirklich froh, dass ich es gelesen habe. Eine klare Leseempfehlung und eines meiner Highlights dieses Jahr.

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Kinder verstehen macht seinem Namen alle Ehre - Herbert Renz-Polster versteht es in bekannter charmanter Art und Weise das zum Teil rätselhaft erscheinende Verhalten unserer Kinder zu erklären. Gleichzeitig bietet er Lösungsvorschläge für altbekannte Konfliktpunkte. Mit seinem humorvollen Schreibstil nimmt Renz-Polster Eltern zudem viele Sorgen und Zweifel.

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auf meinem bücherstapel war es schon zu sehen, jetzt schreib ich auch mal was dazu: kinder verstehen vom kollegen renz-polster. der mann hat mich schon bei seinem vorgängerbuch "gesundheit für kinder" begeistert, dort war er nur mitautor, aber sicher in seiner schreibe maßgeblich beteiligt, und während er dort die kinderheilkunde im ganzen beleuchtet, eltern einen guten (auch alternativen) blick auf die kindergesundheit liefert - ist das neue buch ganz anders. zunächst wirkt es wie ein klassischer ratgeber für frustrierte eltern ("ich verstehe mein kind nicht mehr!" - komm, dann lies doch mal "kinder verstehen"!) - aber das ist sicher zu kurz gedacht. renz-polster zeigt anhand der typischen eltern-kind-probleme (essen, schlafen, trotzen), dass all diese probleme nicht immer hausgemacht sind - dem vorwurf stehen doch viele eltern gegenüber -, sondern evolutionsbedingt sind. das kind isst schlecht? vielleicht isst es nur gezielt, nämlich die dinge, von denen die evolution weiss, dass sie vermeintlich nicht gefährlich seien , weil energie bringen (nämlich nicht etwa der bittere, aber gesunde broccoli, sondern das süße schokoladeneis). das kind kann nicht alleine einschlafen? vielleicht lebt es einfach in der steinzeitbedingten geborgenheit der höhle, die so anders ist, als das einsame kinderzimmer mit den ungeheuern im wandschrank und den klappernden jalousien? ein spannender gedanke, eine interessante reflexion, und ich liebe diese gedankengänge und -konstrukte, ähnlich denen von winterhoff und seinen kleinen tyrannen, der allerdings als kinder- und jugendpsychiater einen ganz anderen hintergrund und damit denkansatz bietet. renz-polster ist kinderärztlicher kollege und auch vater, auch das liest man seiner schreibe hinterher. nun sollte man aber nicht meinen, der evolutionsgedanke entschuldigt alles. so wird schnell aus einem "mein bobele hat nun einmal einen starken charakter" auch dazu noch ein "... und einen enormen evolutionsdruck". ganz im darwinschen sinne, dass die auslese die entwicklung der geschöpfe prägt. das wäre doch eine zu kurze denkweise. denn schließlich bedeutet doch evolution auch, sich den begebenheiten der umwelt bestmöglich anzupassen - und das bedeutet, dass evolution auch im kleinen kosmos der familie stattfindet: wer seinem kind zu wenig soziale prägung gibt, zu wenig halt, zu wenig grenzen, der sorgt auch nicht für die kleine evolution in der familie, die sich erziehung nennt, sondern entlässt sein kind erziehungsfrei in die welt und wird vermutlich stranden. so ist dieses buch kein typischer ratgeber, aber seine lektüre entlässt einen deutlich gelassener mit den widrigkeiten des kindlichen verhaltens umzugehen, hinterlässt sogar manche schmunzelgeschichten und "ja, so ist es bei uns doch auch." der mensch ist nun einmal teil der evolution, er ändert sich, im verhalten, in der psyche, aber manche urinstinkte halten sich über jahrmillionen. und wie wir alle wissen, ist die menschheit des homo sapiens bisher für die evolution im ganzen nur ein mückenschiss. was ärgern wir uns also, wenn klein-bobele mal sein lecker´s broccoli-gepampe nicht isst? und für erziehung brauchts vielleicht auch wieder ein wenig mehr instinktives und authentisches handeln, ohne zuviel kopfsteuerung. ein empfehlenswertes buch - sollte entgegen der ratgeberflut häufiger gelesen werden. eine nette homepage, die das buch ergänzt, aber auch als guter einstieg in die materie dient, gibt es noch dazu.

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Evolutionsforschung für die Menschen

Von: Dr. Michael Blume aus Filderstadt

01.06.2012

Das Buch ist großartig, deshalb habe ich es direkt auch auf meinem Blog rezensiert und empfohlen. Und ich weiß gar nicht, wem ich es dringender ans Herz legen möchte: Eltern und Aktiven in der Kinderbetreuung, die sich auf den Stand seriöser Wissenschaft bringen wollen, oder humanwissenschaftliche Fachleute bzw. Interessierte, die sich für den neuesten Stand der Evolutionsforschung des Menschen interessieren - und dabei auch lebens- und praxisnahe Themen schätzen. Renz-Polster beweist: Grundlagenforschung und Lebensnähe müssen kein Widerspruch sein. Mich haben Buch und Ansatz gleich doppelt überzeugt: als Wissenschaftler und als Vater. Ich würde mir sehr wünschen, dass es mehr solcher wissenschaftlich-informierten und zugleich praktisch-lebensfreundlichen Stimmen gäbe! Auch deswegen wünsche ich "Kinder verstehen" einen lang andauernden Erfolg!

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Von: Melanie Neuwinger

23.10.2009

Sehr geehrter Dr. Renz-Polster, ich habe gerade einfach den Bedarf Ihnen zu schreiben. Ich habe mich einfach so sehr über die Radiosendung bei WDR5 mit Ihnen gefreut!! Ich selber bin Still- und Trageberaterinnen und setze mich in diesem Sinne seit mehreren Jahren für unsere Babys und die Mütter ein die versuchen auf Ihre Instinkte zu hören. Leider habe ich oft die Erfahrung machen müssen das Eltern die genau das tun, nämlich auf Ihren Instinkt, ihr Bauchgefühl und die Bedürfnisse ihres Babys hören in unserer Gesellschaft (besonders hier auf dem Land) angegriffen und verurteilt werden. Eltern wie wir (denn auch ich gehöre mit meinen drei Kindern dazu) werden zu oft als schwach und zu nachgiebig dargestellt und angesehen. Ich bin unendlich froh das Sie dieses Interview gemacht haben und so die Gedanken auch mal in eine andere Richtung lenken.... In Zeiten von Büchern wie "Jedes Kind kann Schlafen lernen" und ähnlichem halte ich das für dringend notwendig!!! Ich danke Ihnen!!

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Von: Sigrid Tinz aus Warendorf

24.08.2009

Was für ein Buch! Ich wollte Ihnen schreiben, wie begeistert ich von "Born to be wild" bin. Erstens ist es amüsant geschrieben und häppchenweise durch die vielen Abschnitte auch dann gut zu lesen, wenn man ständig unterbrochen wird. Zweitens werden die Erkenntnisse nicht einfach serviert, sondern Herbert Renz-Polster entwickelt die Fragen und Schlussfolgerungen quasi zusammen mit den Lesern, so daß die gar nicht anders können, als die Tatsache, dass ein Dreijähriger keinen Brokkoli mag, genauso logisch zu finden wie eben dieser Dreijährige. Und genauso logisch wie die Evolution es offensichtlich eingerichtet hat. Der evolutionäre Ansatz ist ohnehin bestechend! Anders als die gängigen Disziplinbestseller versucht er mal nicht, eine Lösung für nicht-funktionierende Kinder zu finden, auch nicht nur zu untersuchen, warum sie möglicherweise nicht funktionieren so wie sich die Erwachsenen das denken. Sondern, dass es lange Jahrtausende gut für unsere Kinder war, kein Gemüse zu essen, dass sie ihre Gründe haben. Und mit seinen Blicken in ferne oder vergangene Kulturen wird deutlich: es ist auch nicht so wichtig. Und das Ganze schreibt er unpathetisch, ohne ein psychologisches Grundstudium bei seinem Leser vorauszusetzen, trotzdem wissenschaftlich, aber ohne die Evolution zur neuen Supernanny zu machen, mit der man alles und jedes erklären könnte und nach der man sich ohen wenn und aber richten müsste. Ich wünsche mir und Ihnen und allen Kindern und Eltern, dass die neuen Wilden all die kleinen Tyrannen und großen Disziplintheoretiker von den Bestsellerlisten verdrängen! Herzliche Grüße nach München Sigrid Tinz Freie Journalistin 

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Von: Hubert Wißkirchen aus München

28.07.2009

Das Buch sprach mich im Katalog sofort an, sodass ich es mir bestellte. Vor ein paar Tagen kam es per Post nach Hause und ich blätterte sofort neugierig darin. Am nächsten Tag las ich das eine und andere Kapitel näher - und ich war bzw. bin vollkommen begeistert davon, und zwar aus folgenden Gründen: Die Sprache ist klar und deutlich, sodass auch Laien die Inhalte ausgezeichnet verstehen können; aber nicht nur das: Der Autor vermittelt seine Ansichten in einer großen Tiefe sowie - und das erachte ich als besonders wichtig - zugleich mit viel "Spritzigkeit", Humor und Gelassenheit. Damit erreicht er beim Leser vor allem Neugierde und Kontinuität im Sinne des "ich will das weiterlesen, weil es ganz einfach spannend ist!". Eine eminent wichtige Thematik wird - im Gegensatz zu vielen anderen sog. pädagog. Ratgebern - mit der nötigen Gelassenheit und wissenschaftlichen Solidität vermittelt, und nicht, wie es so oft der Fall ist, mit dem "moralischen Zeigefinger" des (pädagogisch-psychologischen) Experten. Deshalb ist es auch ein weises Buch. Weise in dem Sinne, indem es dem (sensiblen) Leser vermittelt, dass das, was der Autor schreibt, nichts mit angelesenem Kopfwissen zu tun hat, sondern im K e r n auf Einsichten beruht, die er s e l b s t existenziell vertritt und lebt bzw. versucht zu leben. Als Dozent an einer Münchner Fachakademie für Sozialpädagogik erlebe ich seit rund drei Jahrzehnten, wie schwer es ist, angehenden Erziehern und Sozialpädagogen zu vermitteln, dass es auch andere (vor allem biologisch-evolutionäre/genetische) Faktoren gibt, die über das Wohl und Wehe des Erziehungs- und Sozialisationserfolges eines Menschen ganz wesentlich mit entscheiden. Nochmals möchte ich mich deshalb für das wundervolle Buch bedanken, das mir - ich wiederhole es gerne - in der Seele mehr als gut tut. Ich werde es meinen neuen Studierenden, die Ende September kommen, als "Pflichtlektüre" ans Herz legen.

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