Leserstimmen zu
Gute Geister

Kathryn Stockett

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eBook
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The Help ist definitiv eines meiner Lieblingsbücher, und gleichzeitig eines der wenigen Bücher, von denen ich auch den Film richtig gut fand. Ich habe das Buch sogar erst gekauft, nachdem ich den Film in Frankreich im Kino geschaut habe – damals nur, weil eine Freundin mich überredet hatte. Der Film hat mich richtig überrascht und danach wollte ich auch einfach nur das Buch dazu lesen. Wie gesagt, es ist eines meiner Lieblingsbücher – also brauche ich hier wohl nicht so richtig viel zu sagen. Aber was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die Geschichte gleichzeitig unglaublich witzige Stellen hat, und gleichzeitig die Situation in den Sechzigern in den USA gut aufzeichnet. Es ist eine wunderbare Geschichte über Zivilcourage und beruht außerdem auf einer wahren Begebenheit, da die Autorin selbst von einem schwarzen Kindermädchen großgezogen wurde und als Kind gar nicht wirklich verstanden hat, wie schlimm die Geschichten, die das Kindermädchen erzählt und über die sie lacht, eigentlich sind.

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Schon lange wollte ich dieses Buch lesen. Eine Freundin von mir legt es mir schon ewig ans Herz und ich bin echt froh, dass ich es jetzt endlich getan habe. Ich hab mir daraufhin auch den Film angschaut und (auch wenn das Buch besser ist) der ist wirklich sehr gut gemacht! Gute Geister gehört wirklich in jedes Bücherregal. Die Geschichte spiegelt die Situation der dunkelhäutigen Bevölkerung in den 1960er Jahren im Süden von Amerika auf eine beeindruckende und bedrückende Art und Weise wider und es tut mir immer noch in der Seele weh, dass wir Menschen zu so etwas fähig waren/sind. Zu dieser Zeit war die Rassentrennung Gesetz und Menschen mit dunkler Hautfarbe nichts wert. Die Autorin hat teils autobiografische Elemente miteinfließen lassen, da ihre Familie, als sie noch ein Kind war, selbst ein dunkelhäutiges Hausmädchen hatte. Das Buch wird dadurch umso wertvoller und authentischer. Das Buch besticht mit seinen liebenswerten weiblichen Hauptcharakteren und es ist unmöglich sie nicht zu mögen. Aber auch gerade die negativ dargestellten Personen machen die Geschichte zu dem, was sie ist. Erzählt wird die Geschichte aus drei unterschiedlichen Perspektiven. Eine davon ist Miss. Skeeter, die eigentlich Eugenia heißt und als "Weiße" mit der Rassentrennung überhaupt nicht einverstanden ist, die beiden anderen Perspektiven sind aus der Sicht zweier dunkelhäutiger Hausmädchen erzählt, die ihre Arbeit in einem weißen Haushalt beschreiben und etwas an ihrem Leben ändern wollen. Jede der drei ist so einzigartig, dass ich nicht sagen kann, welche Sicht ich am liebsten gelesen habe. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr beeindruckend. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, als ich einmal angefangen hatte, und die fast 600 Seiten waren innerhalb weniger Tage weggelesen. Jedesmal, wenn ich das Buch weggelegt habe, wurde ich wieder auf mysteriöse Weise von ihm angezogen. Kathryn Stockett hat eine besondere Gabe Menschen und ihre Eigenschaften zu beschreiben, sodass man sofort ein vollständiges Bild von ihnen im Kopf hat. Sie schafft es außerdem, das gesamte Buch über eine tolle Stimmung aufrechtzuerhalten. Fazit Ein Buch, das zu meinen Lesehighlight allerzeiten zählt. Die Geschichte besticht mit wunderbar authentischen Charakteren und einem lesesogartigen Schreibstil. Das Thema ist zwar heutzutage nicht mehr ganz so aktuell, doch sollte man die abscheulichen Taten von uns Menschen nicht vergessen und aus dem Mut Einzelner, die sich gegen die Masse wenden, etwas lernen und für das eigene Leben mitnehmen. Das Buch war eine große Bereicherung für mich und ich empfehle jedem, es zu lesen.

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An diese Buch bin ich durch die "Blind Date" Aktion meines Buchhändlers gekommen, wahrscheinlich hätte ich dieses tolle Buch sonst nie in die Hände bekommen. Bewertung: "Gute Geister" erzählt die Geschichte dreier Frauen die 1962 in Mississippi unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen ist die schwarze Aibileen, sie ist in den 50ern und arbeitet bei der weißen, recht jungen Miss Leefolt als Mädchen für alles. Sie kümmert sich dort um Haus, Hof und die kleine Mae Mobley. Das sie für ihre Arbeitgeberin und deren Freundinnen nur ein Mensch zweiter Klasse ist erfährt sie spätestens nach der "Toilettengeschichte". Miss Leefolts sogenannte Freundin Miss Hilly besteht mehr oder weniger darauf, das es auch bei den Leefolts eine "Farbigen Toilette" geben muss, damit sie nicht mehr die selbe Toilette wie Aibileen benutzen muss. Kurz darauf baut man eine extra Toilette ein und Aibileen hat sich selbstverständlich gefälligst darüber zu freuen. Die zweite in diesem Bunde ist Minny, ein 36-jähriges schwarzes Hausmädchen das durch ihre sehr forsche Art und den Drang alles sagen zu müssen was sie denkt, bereits mehrfach ihren Job verloren hat. Eine neue Anstellung findet sie bei Miss Celia Foote. Einer frisch verheirateten, weißen Lady mit einer Vorliebe für Marilyn Monroe Frisuren. Sie ist sehr unerfahren und kochen kann sie auch nicht, also stellt sie Minny dazu ein, ihren Haushalt auf Vordermann zu halten und ihr das Kochen bei zu bringen. Das ist aber leider auch alles was sie tut, eine reiche weiße Lady eben... Könnte man meinen und das glaubt auch Minny, bis sie eines Tages den wahren Grund für Miss Celias "Faulheit" erfährt. Mit diesem Wissen baut sich ein ganz neues Verhältnis zwischen den beiden Frauen auf... Die dritte dieser drei Frauen ist die weiße Skeeter, eigentlich Eugenia Phelan, die einzige unter ihren Freundinnen, die das College nicht abgebrochen hat um zu heiraten. Im Gegensatz zu den anderen hat sie weder den Drang zu heiraten noch möchte sie Kinder bekommen sondern viel lieber Journalistin werden. Das Schicksal verbindet diese drei sehr unterschiedlichen Frauen schließlich auf ganz ungeahnte Weise. Dieses Buch beschreibt sehr lebensnah und eindringlich das Leben dieser drei Frauen. Natürlich haben wir alle in der Schule irgendwann einmal über die "Rassentrennung" gelesen, aber haben wir wirklich darüber nachgedacht, was das wirklich alles mit sich brachte. Dieses Buch ist natürlich ein Roman und kein Sachbuch, außerdem fiktional, aber hätte es sein können. Überall - und nicht bloß in Jackson Mississippi. Es fällt schwer darüber nach zu denken, wie viele Regeln man den Farbigen auferlegt hat. Aber hat sich das wirklich geändert? Wie gehen wir heute damit um? "Gute Geister" ist sehr flüssig geschrieben und liest sich sehr gut. Ich bin allerdings ständig über die Sprach- bzw-. Schreibweise von Aibileen gestolpert. Ich denke, das sollte so etwas wie die eigene Sprache, ein Akzent der schwarzen Hausmädchen sein, für mich war das ganze allerdings über die ersten Kapitel hinweg sehr befremdlich. (Ich glaube aber, das es im Englischen nicht mehr halb so komisch klingt und wesentlich besser passt.) Dadurch das dieser Roman aus gleich drei Perspektiven geschrieben ist, bekommt der Leser einen Einblick, der sich nicht bloß auf eine einseitige Erzählung beruht. Obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, hat es auch ein paar längen die sich fast so hinziehen wie die beschriebene Sommerhitze in den Südstaaten. Fazit: Trotz all diesen Kleinigkeiten halte ich "Gute Geister für absolut empfehlenswert! Endlich traut sich jemand einmal die andere Sicht der Dinge zu beschreiben und ich hoffe, dass es noch viele viele Leser dazu bringt einmal darüber nachzudenken, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen.

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