Leserstimmen zu
Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher

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Clay findet ein Päckchen mit einem Kassettenspieler und Kassetten. Es ist von Hannah, seiner ehemaligen Klassenkameradin, Hannah, die Selbstmord begangen hat. Der Inhalt: 13 Gründe und 13 Menschen, die Hannah dazu gebracht haben sich umzubringen. Jeder von ihnen soll die Kassetten hören und an den nächsten versenden. „Tote Mädchen lügen nicht“ wird aus Clays Perspektive erzählt, der sich Hannahs Geschichte anhört. Zusammen mit Clay drückt der Leser auf die Starttaste und genauso wie ihm, fiel es auch uns schwer anzuhalten. Hannahs Leben, schrecklich, traurig und schön breitet sich vor einem aus. Sie ist mal gehässig, mal liebenswürdig und mal nachdenklich, alle Emotionen finden ihren Platz, was das Buch so lebensnah macht. Man kann sich in Clays und in Hannahs Situation hineinversetzen, mitfühlen und nachvollziehen, was passiert ist. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und setzt sich aus Fragmenten von Hannahs Leben zusammen. Man bekommt nach und nach Einblick in die Geschehnisse, die zu ihrem Tod geführt haben. Dabei weist das Buch weder einer einzelnen Person, noch dem Leser die Schuld zu, es zeigt eher auf, was durch das Zusammenspiel des Ganzen passieren kann. „Tote Mädchen lügen nicht“ bekommt von 4 von 5 Herzen, vor allem für Jugendliche sind die Geschehnisse nachvollziehbar, denn die Figuren könnten die eigenen Klassenkameraden sein, während man selbst als Zuschauer daneben steht. Wir können euch auch das Hörbuch sehr empfehlen, da man hier in der selben Situation ist wie Clay und sich Hannahs Kassetten mit ihm anhören kann.

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Tolles Buch :))

Von: Mella

18.09.2015

Klappentext/Inhalt: Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... Meine Meinung: Dieses Buch lag schon sehr lange auf meinem SuB. Ich hatte irgendwie lange nicht die Lust darauf aber jetzt habe ich es endlich gelesen und es hat mir gut gefallen. Als Clay von der Schule nach Hause kommt, liegt ein Paket von seiner Tür. Als er es öffnet findet er lauter Kassetten. Er will unbedingt wissen was darauf ist und hört sich die erste Kassette an. Er ist total geschockt als er Hannahs Stimme hört. Hannah ist nämlich nicht mehr am Leben. Er hört sich alle Kassetten an und erfährt, wer alles verantwortlich war, dass Hannah nicht mehr Leben wollte. Clay hört sich alle Kassetten nach und nach an und erfährt die Geschichte, warum Hannah nicht mehr Leben wollte. Hannah hatte nämlich dreizehn Gründe, warum sie ihr Leben beenden hat. Es waren 13 Personen, die daran schuld haben. Dies erzählt sie auf den Kassetten und jede von diesen Personen wird diese Kassetten auch hören, weil sie den Grund erfahren sollen. Clay hört sich alles nach und nach an und ist total geschockt was er alles so erfährt. Schon von der ersten Seite an, war es spannend. Der ganze Verlauf des Buches hören wir die Kassetten von Hannah und Clay geht jeden Ort ab, der darin vorkommt. So erlebt er es viel intensiver. Die Geschichte ist echt total krass. Mit so einer Geschichte habe ich nicht gerechnet, dass sie mir so unter die Haut geht. Leider bin ich mit dem Ende ein bisschen unzufrieden und das ist so schade, weil das Buch ansonsten 5 Engel erhalten hätte. Fazit: Das Buch war von der ersten Seite an spannend. Die Geschichte rund um Hannah und wie Clay sich diese anhört, ging mehr sehr unter die Haut. Es ist eine tragische und emotionale Geschichte. Mich konnte sie total packen. Leider hat mir das Ende nicht so gut gefallen und muss deshalb einen halben Engel abziehen aber ansonsten kann ich euch dieses Buch nur ans Herz legen. Lest es!! Ihr werdet es lieben! :) Bewertung: Cover: 5/5 Klappentext: 5/5 Inhalt: 4,5/5 Schreibstil: 4,5/5 Gesamtpaket: 4,5/5 4,5 von 5 Sterne

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Erschreckend..

Von: Anna

01.09.2015

Als ich das Buch im Buchladen gesehen habe, hat es mich direkt angesprochen. Die Farbe sticht einfach wahnsinnig heraus und auch wenn es sonst nicht viel auf dem Cover hat, hat es doch eine gewisse Ausstrahlung. Im Buch begleitet der Leser Clay, der von einem Unbekannten Kassetten zugeschickt bekommen hat, die er sich anhören soll. Schnell wird Clay klar, dass das was er hört, kein Spaß ist, sondern bitterer Ernst. Denn die Stimme des Verfassers gehört Hannah, einem Mädchen, das nicht mehr lebt. Den größten Teil des Buches nimmt die Geschichte von Hannah ein. Sie erzählt von ihr Leben und ich muss sagen, dass ich wahnsinnig oft geschockt war. Der Autor hat mir vor Augen geführt, dass man mit nur Kleinigkeiten, dem Leben anderer schnell einen Stoß in die falsche Richtung geben kann, als man es wollte und für ihn sein Leben auch daran zerbrechen kann. Mich haben viele Stellen traurig gemacht und ich konnte Hannah verstehen, auch wenn ihr letzter Schritt, der Selbstmord, doch verhindert hätte werden können. Clay schaltet sich immer wieder ein und erzählt wie es ihm geht, wo er ist, macht sich Gedanken, welche Rolle er in Hannahs Leben gespielt hat, das ihr Leben so den Bach runtergeht. Was hat er getan? Ist er vielleicht dafür verantwortlich, dass sie sich letztendlich umgebracht hat? Im Großen und Ganzen hat mich die Geschichte gefesselt, auch wenn mir die eine oder andere Story besser gefallen hat. Manche waren für mich etwas zu langatmig. Anderer wiederum musste ich erst zu Ende lesen, als das ich was anderes machen konnte. Wer allerdings hier einen blutigen Thriller anhand des Covers erwartet, wird hier nicht bedient. Vielmehr ist es erschrecken und unblutig und regt zum Nachdenken an.

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Meine Meinung Hannah Baker, ein junges 16-jähriges Mädchen, hat sich mit Hilfe von Tabletten das Leben genommen. Clay, der heimlich für Hannah geschwärmt hat, ist todunglücklich, als eines Tages ein Karton vor seiner Tür liegt. Ein Karton, der Kassetten enthält... Und auf jeder Kassettenseite geht es um einen Menschen und darum, wie dieser durch sein Verhalten zum Selbstmord beigetragen hat. Ich muss dazu sagen, dass ich das Buch bereits vor Jahren mal gelesen habe und eigentlich ganz gut in Erinnerung hatte, allerdings sind mit jetzt beim zweiten Lesen doch einige Schwächen aufgefallen. Jay Asher hatte bestimmt ehrenvolle Hintergedanken, als er diese Geschichte geschrieben hat und es werden ja auch Denkanstöße gegeben, die auf jeden Fall ehrenwert sind. Aber die Umsetzung war an manchen Stellen etwas holprig. Aber von Anfang an: das Buch beginnt, als Hannah sich bereits das Leben genommen hat mit dem Moment, in de Clay die Kassetten erhält. Die Rahmenhandlung, in der Clay sich mit den Kassetten beschäftigt, spielt sich in wenigen Stunden ab, in denen dieser durch die Stadt streift und immer wieder Orte aufsucht, die Hannah erwähnt. Nach und nach handelt sie alle Menschen ab, die durch ihre Handlungen dazu beigetragen haben, Hannah in den Tod zu treiben. An sich war die Geschichte wirklich spannend geschrieben, aber an manchen Stellen war mir die Handlung einfach zu arg an den Haaren herbeigezogen. Manche der Geschichte von Hannah haben bei mir wirklich einen Kloß im Hals ausgelöst und ich konnte gut nachvollziehen, dass dieses Ereignis sie psychisch belastet, wie beispielsweise die Szene, in der sie die Vergewaltigung beobachtet. Doch bei den meisten Situationen konnte ich absolut nicht nachvollziehen, wie das zum Selbstmord führt, da Hannah weder als besonders labil noch als depressiv dargestellt wird. Denn die meiste Zeit habe ich Hannah eher als energisches junges, absolut normales Mädchen kennengelernt. Die Schule ist für die wenigsten Jugendlichen ein Zuckerschlecken, aber bei dem dargestellten Geisteszustand von Hannah erscheint es doch ein wenig absurd, dass ihr "Sieg" auf der Liste der besten Ärsche der Schule zu ihrem Entschluss beitrug, sich das Leben zu nehmen. Und wenn sich jedes Mädel, das irgendwann von der besten Freundin übers Ohr gehauen wird gleich umbringt, dann haben wir bald nur noch Männer auf unserem Planeten. Auch die Einbeziehung von Clay hat mir irgendwie so gar nicht gefallen, da der Leser sich von Anfang an fragt, was der wohl angestellt hat, dass er auf Hannahs Liste gelandet ist, nachdem er dem Leser eigentlich ganz nett und zuvorkommend vorkommt. Und dann stellt sich raus, dass er eigentlich gar nichts getan hat... Zwar kann ich da die Intention des Autors nachvollziehen, denn der Leser soll Clay ja gern haben und ihn nicht für einen schlechten Menschen halten, aber die Glaubwürdigkeit blieb da halt auf der Strecke. Jay Ashers Schreibstil dagegen war durchweg positiv und ich habe mich da ein wenig verliebt. Er hat die Gedanken und Gefühle von Teenagern (und noch dazu eines weiblichen) gut dargestellt und ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass sich da ein erwachsener Mann versucht. Die Mischung zwischen der Erzählung von Hannah über die Kassetten und die von Clay war wirklich gelungen. Fazit Tote Mädchen lügen nicht ist ein Buch mit einer wichtigen Botschaft: bei allem, was du anderen tust, denk darüber nach, welche Folgen das nach sich ziehen kann! An der Message, die der Autor vermitteln will, will ich auch gar nicht rütteln. Der Gedanke dahinter war wirklich mutig und ehrenhaft, allerdings war die Umsetzung nicht so ganz befriedigend. Unterstellt man dem Autor, dass er vielleicht einfach vergessen hat, dem Leser zu sagen, dass Hannah wirklich psychisch krank war, dann relativiert sich das vielleicht. Wenn man das nicht tut, dann bleibt eine Geschichte übrig, die nicht an allen Stellen überzeugen kann und authentisch ist.

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Clay kommt nach Hause und findet ein Schuhkarton vor seiner Haustür. Er ist verwundert, als er den Inhalt dieses Päckchen sieht - Es sind 13 Kassette. Als er die erste Kassette laufen lässt, hört er Hannah Bakers Stimme, Hannah die sich vor einigen Wochen das Leben genommen hat. Hannah erklärt am Anfang der ersten Kassette, dass jeder, der dieses Päckchen bekommt etwas mit ihrem Tot zu tun hatte und nun auch den Grund dafür erfährt. 13 Personen sind an Hannahs Selbstmord verantwortlich und Clay erfährt nach und nach was wirklich in Hannah vorging und wieso ausgerechnet er die Kassetten bekommen hat. Mein erstes Buch, das ich von Jay Asher lese und ich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Der Scheribstil ist leicht und man kann die Geschichte sehr gut mitverfolgen, obwohl man immer zwischen den Kassetten von Hannah und den Gedanken von Clay hin und her liest. Das Buch spricht ein wesentliches Thema an: Selbstmord. Mit diesem Thema sollte man nicht Spaßen und das erfährt man auch in diesem Buch. Über so ein Thema sollte man nicht lachen und sich lieber mehr Gedanken darüber machen, den heutzutage sind viele Jugendliche dem Mobbing verfallen und dem Selbstmord nahe, zumindest haben schon einige darüber nachgedacht und das ist schrecklich. Jay Asher zeigt uns durch Hannah Bakers Geschichte, was aus einem kleinen unbedeuteten Gerücht passieren kann, vorallem wenn dieses Gerücht überhand nimmt und nicht mehr zu stoppen ist. Er öffnet uns die Augen, besser mit unseren Mitmenschen umzugehen und vielleicht das ein oder anderemal darüber nachzudenken, bevor man etwas zu einer Person sagt oder Unwahrheiten verbreitet. Jede Person reagiert auf solche Situation anders. In Hannah Bakers Fall sehen wir, dass auch Menschen irgendwann nichts anderes mehr sehen, als den Ausweg sich das eigene Leben zu nehmen.

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Meinung: Asher hat es geschafft zu zeigen, wie ein einziger Schneeball eine ganze Lawine auslösen kann. Mir hat besonders gut die Idee gefallen, die Geschichte zwei Personen erzählen zu lassen, einmal von Hannah Baker, in Form der Kassetten und dann die Kommentierung des ganzen von Clay Jensen. Wobei ich sagen muss, dass mir Clay weder sympathisch noch unsympathisch rüber kommt, irgendwie ist er für mich nicht so greifbar, wie Hannah. Ihre Gefühlslage wird sehr differenziert dargestellt und als Leser macht man die ganze Entwicklung von Anfang bis zum Ende mit. Ich habe mich sehr oft gefragt, weshalb man die Anzeichen nicht bemerkt hat und ob wir alle so Ich-bezogen durch die Welt marschieren, wie Hannahs Schulkameraden. Mir hat es sehr gefallen, dass Clays Kommentierung immer direkt hinter Hannahs Geschichte kam und nicht erst am Ende jeder Kassettenseite. So hat der Leser meines Erachtens einen besseren Blickwinkel bekommen, auch wenn es zu Beginn gewöhnungsbedürftig war, zwischen den beiden Erzählern hin und her zu wandern. Aber die Tastenzeichen, haben einem ja da weitergeholfen sowie die unterschiedlichen Schriftarten. Die Art des Erzählens ist zwar immer gleichbleibend, es gibt keine Spannungsbögen wie bei einem Thriller, aber allein dadurch, dass man wissen will wieso Hannah Selbstmord verübte, bleibt man an der Geschichte dran bis zum Ende. Alle haben einen Anteil an Hannahs Selbstmord, der eine mehr und der andere weniger. Ich war zeitweilig sehr geschockt, über das was ich gehört habe und traurig über das, was Hannah durchgemacht hat. Besonders das Ende der Geschichte hat mich berührt, aber liest es lieber selbst, sonst nehme ich zu viel vorweg.

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Clay erhält ein Päckchen. Nur so gross wie ein Schuhkarton. Aber dieser Karton wird sein Leben von Grund auf ändern.7 Kassetten liegen im inneren, kein Absender, keine Beschriftung ausser eine Nummerierung 1-13. In der Garage steht noch ein alter Kassettenrecorder, er legt die erste Kassette ein und drückt auf "play". Was er nun hört überrascht ihn sehr. Diese Stimme - eigentlich darf er diese Stimme nie wieder hören. Hannah Baker spricht zu ihm. Sein heimlicher Schwarm Hannah hat sich vor zwei Wochen das Leben genommen. Selbstmord durch Tabletten heisst es..... Direkt zu beginn erklärt Hannah ihm warum 7 Kassetten mit 13 bespielten Seiten in seinem Briefkasten lagen. Jede Seite hat sie einem Menschen gewidmet der seinen Teil zum ihrem Suizid beigetragen hat. Hier ist der original Titel aussagekräftiger: Thirteen Reasons Why, wörtlich: Dreizehn Gründe warum). In der heutigen Zeit ist es schwierig ein Abspielgerät für Kassetten zu finden, die meisten Menschen sind auf Digitale Medien umgestiegen. Umständlich leiht Clay sich einen alten Walkman von seinem Schulkameraden. Damit läuft Clay durch die Stadt, hört sich die Kassetten seiner Freundin an. Macht sich viele Gedanken über das wie und warum. Die Kassetten sollen ihm helfen zu verstehen. Clay befindet sich auf einer Liste mit 12 anderen Menschen. Seine Gedanken schwirren darum, was er getan hat und hätte anders machen können. Hätte er Hannahs Meinung ändern und ihr Leben retten können? Mit den Kassetten und einer Karte (die vor einigen Wochen in seinem Spint lag) macht er sich auf den Weg. Im laufe der Nacht besucht er jeden der markierten Punkte und erfährt viel über Hannahs Leben und leiden. Aufgrund der Rezension bei Amazon von Andrea Koßman habe ich mir das Buch zugelegt. Dieser Satz war ausschlaggebend für mich :-) "Vor dem Lesen dieses Buches solltet Ihr Sicherheitsvorkehrungen treffen. Nämlich die, die Euch absolut ungestört lesen lassen. Ihr werdet jede Ablenkung, jedes Telefonklingeln, jedes Ansprechen und jede Türklingel dafür hassen, dass es Euch aus dem Bann dieses Buches zieht. Immer wieder werdet Ihr nervös sein, auf das Buch schielen und innerlich darum flehen, endlich weiterlesen zu können! Wetten?" Sie hat recht. Ich hatte Probleme eine Pause einzulegen. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Genau wie Clay, der den Kassetten auf den Grund gehen wollte, klebte auch ich an den Seiten. Über eine Kassette zu erfahren warum sich jemand das Leben nimmt ist eine spannende und aufwühlende Erfahrung. Wie genau jede einzelne genannte Person mit ihrem Ableben in Zusammenhang steht. Und die frage aller Fragen: Was hab ich damit zu tun? Ein schwieriges Thema mit dem sich dieses Buch befasst. Wie selbst schon geschrieben wird es oft Totgeschwiegen oder übergangen. Das wegsehen ist viel einfacher als die Warnsignale zu beachten. Gerade unter Teenagern wird vieles falsch interpretiert oder auch gerne mal weggesehen,- ist ja nur eine Phase-. Schade das Hannahs anonymer Hilfeschrei im Unterricht so wenig Aufmerksamkeit gebracht hat. Eigentlich sollte man meinen, das wenigstens die Lehrer sich Gedanken machen, wenn eine solche Bitte vorgetragen wird. Clay fragt sich im laufe des Buches immer wieder warum Hannah nicht zu ihm gekommen ist. Das ist eigentlich das was Hannah sich immer wünschte: ein Mensch der Interesse zeigt und sich um sie kümmert. Das man sie so respektiert und akzeptiert wie sie ist und nicht den Gerüchten mehr glauben schenkt. Die Kassetten-Erzählung von Hannah sind Kursiv geschrieben. So das sie sich vom restlichen Geschehen sichtlich abhebt. Immer wieder wechselt der Autor zwischen Erzählung von Hannah und dem aktuellen Geschehen von Clay. Es war für mich zu keiner Zeit verwirrend. Gegenwart und Vergangenheit konnten gut getrennt werden. Die Geschichte hat auch eine gerade Form. Kein verwirrenden Gedankengänge oder Zeitsprünge. Der Schreibstil ist flüssig und einfach, so das die Seiten nur so dahin schwinden. Den einzigen Makel habe ich in der Persönlichkeiten der Protagonisten gefunden. Diese sind sehr flach gehalten Auch wenn ich durch die Ich-Erzählung Clay gut verstehen konnte, seine Gedankengänge mit verfolgen und auch seine Gefühle nachvollziehen konnte. So fehlte mir der Tiefgang. Ein so trauriges Thema, so geschrieben hat es mich aber nicht zu tränen gerührt. Da dies ein Jugendbuch ist, ist es vielleicht genau so gewollt um das zarte gemüht zu schonen ;-) Insgesamt ein hochinteressantes und spannendes Buch, was uns zeigt wie die Jugend von heute denkt und fühlt. Vielleicht öffnet es dem ein oder anderen die Augen mehr auf solche Warnsignale zu achten. Die Geschichte hat kein Happy End, sondern ein Ende das Hoffnung gibt und zum Nachdenken anregt.

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Nach dem Selbstmord von Hannah erhält Clay ein Päckchen mit sieben Kassetten. Ein Absender ist nicht angegeben. Clay begibt sich mitsamt des Päckchens in die Garage und beginnt die erste Kassette zu hören. Was er da zu hören bekommt ist unglaublich: Es ist Hannahs Stimme, welche direkt erklärt, dass jeder Empfänger und Zuhörer ihrer Kassetten eine Mitschuld an ihrem Tod hat. Einige Zeit zuvor erhielt Clay bereits eine Karte mit Markierungen, welche auf den Kassetten näher erklärt werden. Clay will natürlich wissen, warum Hannah sich das Leben nahm und vor allem, warum ausgerechnet er mit Schuld daran sein soll. Er klebt förmlich an den Kassetten und kommt so ihrer Geschichte auf die Spur. Nachdem ich „Tote Mädchen lügen nicht“ zuende gelesen hatte, hatte ich schon ein sehr bedrückendes Gefühl. So wird man doch in die Gefühlswelt eines jungen Mädchens eingeführt, welche zwar glücklich wirkte aber es im nachinein wohl offensichtlich nicht war. Ich habe begonnen nachzudenken, habe ich auch schonmal jemanden mit – für mich scheinbar – kleinen Dingen so verletzt, dass dieser nicht darüber hinweg kam? Ohne, dass es mir auch nur ansatzweise bewusst war? Anfangs jedoch dachte ich mir: Mädchen, stell dich nicht so an. Aber irgendwann wurde das ganze immer verstrickter und schwieriger, so dass ich verstehen konnte, warum es ihr zuviel wurde. Ziemlich schnell wurde ich in den Bann der Geschichte gezogen und habe es dementsprechend innerhalb sehr kurzer Zeit gelesen. Besonders gut gefällt mir das Gesellschaftskritische, was ich oben ja kurz angeschnitten habe. Wir sollten alle darüber nachdenken, ob selbst die Kleinigkeiten jemanden irgendwann viel zu viel werden können. Zum Schreibstil: Ich fand ihn Jugendbuchtypisch locker leicht, Hannah's Erzählungen waren zur Abgrenzung kursiv geschrieben. Trotzdem kam ich zwischendurch durcheinander, aber das liegt wohl eher an mir. Eine kleine Sache störte mich dann aber doch, denn Hannah wirkt sehr kühl und distanziert in ihren Ausführungen, obwohl sie die Kassetten aufgenommen hat mit dem festen Entschluss sich das Leben zu nehmen. Wäre man da nicht eher aufgelöst, verwirrt, traurig, was auch immer? Ich weiss es nicht, aber ich hätte es irgendwie erwartet. Fazit: Das Buch behandelt ein kritisches Thema auf sehr angenehme Weise, ich fühlte mich nicht überrumpelt oder so. Ich denke auch, dass es für Erwachsene gut geeignet ist, da man sich wieder in seine Jugendzeit bzw. Schulzeit versetzen kann.

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