Leserstimmen zu
Die Geschichte des Edgar Sawtelle

David Wroblewski

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eBook
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Edgar Sawtelle ist der Sohn von Trudy und Gar Sawtelle, die irgendwo im Mittelwesten der USA eine Hundezucht betreiben. Sie haben sie von Gars Vater John übernommen, der sich darauf spezialisiert hatte, besonders vertrauensvolle Hunde zu züchten. Das besondere an den "Sawtelle-Hunden" ist, dass sie erst voll ausgebildet, also mit etwa zwei Jahren, an ihre neuen Besitzer abgegeben werden. Das machst sie zu besonders verlässlichen, sehr begehrten und somit auch sehr teuren Hunden. Die Hündin Almondine wird schon als Welpe ins Haus der Sawtelles geholt und dort erzogen. Als Edgar geboren wird und es sich herausstellt, dass er stumm ist, macht sie es sich selbst zur Aufgabe, ihm nicht mehr von der Seite zu weichen. "Dies wird seine erste Erinnerung sein. Rotes Licht, Morgenlicht. Eine hohe schräge Decke. Träges Klicken von Krallen auf Holz. Zwischen den honigfarbenen Stäben der Wiege schiebt sich eine schnurrhaarige Schnauze hindurch, bis sich die Lefzen zurückziehen und eine Reihe zierlicher Vorderzähne zu einem lächerlichen Grinsen entblößen." Ich kann wirklich sehr zu diesem Buch raten, vor allem, wenn man Hunde liebt. Allerdings besteht das Werk auch ohne das. Es ist eine großangelegte Familiensaga, ein Abenteuerroman, voller menschlicher Tragödien, ein klassisches Drama. Es hat überhaupt keine Längen und gibt dem Leser die ganze Zeit Rätsel auf. Was kann man von einem Buch noch verlangen? Ach ja - ich habe es beim ersten Mal nicht gemerkt - Wroblewski hat hier den ganzen Hamlet in das Amerika der siebziger Jahre verlegt. Wer seinen Shakespeare kennt, wird es wohl sofort bemerken. Ich konnte den Roman auch ohne diese zweite Spur genießen.

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