Leserstimmen zu
Das Salz der Erde

Daniel Wolf

Die Fleury-Serie (1)

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Taschenbuch
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Klappentext: Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der Junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert - es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschliesst, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schliesslich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... Cover: Das Cover findet ich sehr schön gestaltet. Die Schrift, die zu sehen ist, ist bisschen auf alt gemacht. Was ich sehr passend finde. Inhalt. Oberlothringen: Remy flieht mit seinen Kindern, in einer Nacht und Nebel Aktion, nach Varennes. Wo er nach nach einem Jahr Aufenthalt die Rechte eines freien Bürgers erhält. Nach 14 Jahren schickte Remy seinen Sohn nach Mailand, wo er zum Kaufmann ausgebildet werden soll. Nach drei Jaren erreicht ihn ein Brief von seinem Bruder, indem er ihm mitteilt das der Vater verstorben ist. Michel übernimmt daraufhin das Geschäft seines Vaters. Aber es ist garnicht so einfach in der Handel zu betreiben, da die Zölle und Steuern ziemlich hoch sind, Daher setzt sich Michel für die Rechte der Kaufleute ein. Damit zieht es aber die Aufmerksamkeit der Ministerialen und des Adels auf sich. Nicht gerade einfach für Michel, weiterhin Handel zu treiben, wo ihm die Widersacher fortan das Leben so schwer wie möglich zu machen... Doch es gibt ein Traum von Michel den es sich lohnt weiter zu verfolgen. Meinung: Das war mein erster Historischer Roman. Da ich immer von den vielen Seiten abgeschreckt wurde, hab nie den Mut gefunden solch ein Roman zu lesen. Als ich das Buch aber bei Thalia, als Mängelexemplar, gesehen hab musste ich ihn mitnehmen. Der Schreibstil war leicht zu lesen und zu verstehen. Die Hauptcharaktere waren sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Es gab Längen aber auch Abschnitte wo viel zu fiel auf ein paar Seiten beschrieben wurde. Ansonsten fand ich den Roman sehr gut. Fazit: Da das mein erster Historischer Roman war, fand ich ihn sehr gut. Ich freue auf weitere Romane von Daniel Wolf.

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Inhalt Varennes-Saint-Jacques, Oberlothringen, 1187: Michel de Fleury ist der Sohn eines ehemaligen Leibeigenen, der nach seiner Flucht die Freiheit erlangt hat und zu Wohlstand gekommen ist. Nachdem er einige Jahre in Mailand verbracht hat, wo er eine Händlerlehre absolviert hat, kehrt der junge Mann nach Hause zurück. Doch schnell muss er feststellen, dass seine Heimat sich zum Negativen verändert hat. Nicht nur wird das gemeine Volk von dem Ritter Aristide de Guillory terrorisiert, auch Bischof Ulman, der Herr der Stadt, sorgt für Unmut. Und so wundert es Michel nicht, als er von seinem alten Freund Gaspard Caron in einen Plan eingeweiht wird, um sich des Bischofs zu entledigen. Michel aber ist für eine gewaltfreie Lösung… Meine Meinung Bei diesem Roman handelt es sich um den Auftakt einer Serie, die in der fiktiven lothringischen Stadt Varennes-Saint-Jacques zur Zeit Kaiser Barbarossas spielt. Der historische Hintergrund spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, der Kreuzzug sowie diverse innenpolitische Themen werden zwar angesprochen, vordergründig geht es jedoch um die kleine Stadt und Michels persönliches Schicksal. Dadurch, dass die Stadt fiktiv ist, hat der Autor große Freiheiten in der Gestaltung und Entwicklung seines Handlungsortes und seiner Charaktere. Während ich die Darstellung einiger Charaktere wie Michels Bruder Jean oder auch Isabelle Caron sehr gelungen fand, waren mir leider einige der anderen Personen zu platt dargestellt. Michel selbst fällt leider auch darunter, Ecken und Kanten hat er kaum, sein einziger Fehler ist, dass er die falsche Frau liebt. Dabei ist er sehr fortschrittlich, ja geradezu modern eingestellt, was die Stellung der Frau und soziale Verantwortung betrifft. Und auch die Gegenspieler zeigen nicht besonders viele Facetten. So ist Bischof Ulman vor allen Dingen eitel und schert sich überhaupt nicht um das Wohl seiner Stadt, und de Guillory macht sich einen Spaß daraus, die Menschen zu schikanieren, egal, was diese von ihm denken, schließlich steht er über ihnen. Über einfach gestrickte Charaktere kann ich hinwegsehen, wenn die Handlung mich dafür umso mehr anspricht und in sich stimmig ist. In diesem Fall ist sie nicht allzu kompliziert gestaltet, etwa ab der Hälfte hatte ich den Eindruck, dass es ein paar Wiederholungen gibt: Während Michel eigentlich nur das Beste für seine Heimatstadt will und dafür auch eine Stellung annimmt, die er nie einnehmen wollte, sehen seine Gegenspieler alle seine Handlungen als persönlichen Angriff, weshalb sie immer wieder intrigieren und selbst positive Entwicklungen in der Stadt und dem Umfeld negativ sehen, und so hat mal die Gilde, mal einer der Gegenspieler die Oberhand. Ein paar Handlungsstränge waren in meinen Augen unnötig, hatten sie doch keine Auswirkungen auf das weitere Geschehen, und auch ein paar eher unlogische Dinge sind mir negativ aufgefallen, beispielsweise der rasante Aufstieg von Michels Familie innerhalb von nur 13 Jahren von Leibeigenen ohne Vermögen zu angesehenen Händlern mit eigenem Haus und Dienstboten oder auch die späte Reue, die diverse Charaktere Michel gegenüber an den Tag legen. Doch sind dies nur Kleinigkeiten, die über die vielen Jahre, die das Buch umfasst, kaum ins Gewicht fallen. Auch war längst nicht alles vorhersehbar, einige Ereignisse wie der Tod der einen oder anderen wichtigen Person hätte ich so überhaupt nicht erwartet, so dass die Handlung bis zum Ende selten langweilig ist. Eine leichte Kürzung und vielleicht die eine oder andere Wendung weniger hätte dem Roman aber sicher nicht geschadet. Das Buch besticht mit einer hervorragenden Ausstattung. So gibt es Karten von Varennes-Saint-Jacques und Oberlothringen, ein Personenregister, ein umfangreiches Glossar sowie Anmerkungen zum historischen Hintergrund, durch die man ein paar weitere Hintergrundinformationen erhalten kann. Fazit Die durchaus spannende Geschichte wird leider durch die schwache Charaktergestaltung und repetitive Handlungen leicht getrübt, langweilig war mir trotzdem zu keinem Zeitpunkt, so dass ich meinen Spaß mit diesem Roman hatte, auch wenn es noch genügend Raum für Verbesserungen gibt. Für Fans von Rebecca Gablé oder Ken Follet einen Blick wert, wer mit Romanen der beiden Autoren allerdings wenig anfangen kann, wird möglicherweise mit Daniel Wolf ebenfalls nicht glücklich werden.

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Worum gehts? Erzählt wird hier die Geschichte von Michel de Fleury, einem Kaufmann aus Lothringen. Dieser lebt im 12. Jahrhundert und wird vom Unglück und vielen Schicksalsschlägen verfolgt. Doch Michel hat einen Traum. Diesen verfolgt er und setzt wirklich alles daran, dass sich dieser erfüllt. Was halte ich von diesem Buch? Ich muss sagen, 1152 Seiten sind wirklich viel, doch ich gebe auch zu, ich bin ein Liebhaber dicker Wälzer. Kein Buch kann für mich dick genug sein. Umso mehr hat man nämlich dann von der Geschichte, solange sie nicht mit völlig überflüssigen, langen Seiten gefüllt ist. Leider gab es diese in dem mir vorliegenden Buch, was für mich einige Längen entstehen ließ und mich teilweise wirklich nervte. Es war zwar schön zu sehen, wie der Autor hier viele, tolle Details einbrachte, doch gab es teilweise Dinge, die man meiner Meinung nach hätte weglassen können. So zog sich die Story einfach nur in die Länge. Das war aber nun auch schon der einzige Grund, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Denn es gelang mir äußert gut, gleich zu Beginn in die Geschichte einzutauchen. Man konnte sich in die historischen Orte hineinversetzen und lernte auch gleich zu Beginn die toll, ausgearbeiteten Charaktere kennen. Der Schreibstil war sehr einfach, glich jedoch einem Geschichtenerzähler, es wurde also aus Sicht einer dritten Person erzählt, aber so ließ sich das Buch einfach sehr gut weg lesen. Auch die Spannung wurde in dem Buch aufgebaut. Doch dies geschah sehr langsam, wie es sich für einen historischen Roman gehört. Zum Ende hin war man dann ganz gespannt, wie der Autor die Story enden lassen würde. Alle Charaktere des Buches waren wirklich vielfältig. Man musste schon am Ball bleiben, um hier nicht den Faden zu verlieren. Doch auch das war für mich kein Problem. Besonders toll fand ich natürlich Michel. Er hatte es wirklich nicht einfach und musste mit so viele Rückschlägen hinnehmen. Doch besonders toll fand ich, dass er sich niemals unterkriegen ließ. Das bewies somit seine Stärke. Der Autor schaffte es, hier einen Charakter zu zaubern, er einen nicht nur richtig gut unterhalten konnte, sondern der einen nicht mehr loslassen wollte. Ich konnte mir ihn schon fast im wahren Leben vorstellen, so detailliert wurde er beschrieben. Aber auch alle Nebencharaktere gefielen mir richtig gut. Das Cover des Buches ist nichts Besonderes, jedoch sieht man, dass es sich hier um einen historischen Roman handeln muss. Es wurde also sehr gut gewählt. Fazit: Ein MUST READ für alle Liebhaber von historischen Büchern. Mit tollen ausgearbeiteten Charakteren und einer wirklich interessanten Story, konnte mich der Autor voll und ganz von seinem Werk überzeugen und so die Längen, die beim Lesen entstanden sind, wieder übertünchen. - Cover: 3/5 - Story: 4/5 - Schreibstil: 5/5 - Charaktere: 5/5 - Emotionen: 4/5 Gesamt: 4/5 Palmen

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Rémy de Fleury flieht mit seinen beiden Kindern nach einem Vorfall aus seinem Dorf nach Varennes-Saint-Jaques. Wird er ein Jahr lang nicht gefasst, kann er damit der Leibeigenschaft entkommen und als freier Mann weiterleben. In der Stadt findet er Unterstützung und so gelingt es ihm, nach einem Jahr als freier Mann ins Handelsgeschäft einzusteigen. Die Jahre vergehen und sein Sohn Michel lernt das Handelsgeschäft gerade in Mailand, als ihn die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht. Umgehend macht er sich auf den Weg zurück nach Hause. Aber die Stadt seiner Jugend hat sich verändert. Kirchliche wie weltliche Herrschaft bluten die Bürger der Stadt nach und nach aus. Handelswege werden durch dubiose Zölle erschwert, Steuern willkürlich erhoben und wenn dem Bischof mal wieder das Geld ausgeht, wird es kurzerhand verrufen. Aber Michel hat einen Traum und diesen will er leben. Dafür kämpft er, mit allen Mitteln ... Die Geschichte spielt in der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jaques im Herzogtum Oberlothringen.in der Zeitspanne 1173 – 1206. Der 1152 Seiten starke Roman umfasst fünf Abschnitte, die ihrerseits in kleinere Unterkapitel gegliedert wurden. Jedes Kapitel ist versehen mit einer Orts- und einer Zeitangabe. Obwohl die Geschichte mit Rémy beginnt, ist es eigentlich die Geschichte von Michel, der auch den größten Teil des Buches einnimmt. Der Leser begleitet Michel auf seinem Lebensweg, erlebt dabei sowohl Glück wie Leid und darf zusammen mit ihm Rätseln, welche Schritte als nächste sinnvoll wären. Dabei beschränkt sich der Autor nicht nur auf Michel, sondern lässt auch Michels alte Jugendfreundin Isabelle zu Wort kommen. Obwohl das Buch mit seinem über 1100 Seiten recht umfangreich ist, merkt man dies beim Lesen nicht wirklich. Viel zu schnell fliegen die Seiten dahin und man muss Michel und die seinen wieder verlassen. Der Autor hat gut und sicherlich auch lange recherchiert. Dies wird beim Lesen deutlich. Vor allem an den Details spürt man beim Lesen die Arbeit, die der Autor sich im Vorfeld gemacht haben muss. Dadurch schafft er es aber auch zeitgleich, dass man sich als Leser als Teil der Geschichte fühlt, man sieht die fiktive Stadt vor seinen Augen erstehen und lebt während des Lesens in einer der vielen Handelshäuser in Varennes. Zu Beginn des Buches findet man einen schematischen Stadtplan von Varennes, sowie eine Landkarte der Gegend aus der Zeit der Romanhandlung. Ein Personenregister und ein ausführliches Glossar runden den positiven Eindruck des Buches ab. Fazit: Eine abenteuerliche Reise in 12. Jahrhundert nach Oberlothringen, die man so schnell nicht vergessen wird.

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Inhalt: Ungerechtigkeit und Ausbeutung zwingen den alternden Salzhändler Rémy de Fleury Ende des 18. Jahrhunderts gemeinsam mit seinen Kindern zur Flucht aus der Leibeigenschaft. Bei einem befreundeten Kaufmann in der Nachbarstadt Varennes-Saint-Jaques finden sie Unterschlupf und es gelingt der Familie, sich dauerhaft vor den Schwergen ihres Herrn verborgen zu halten. Rémys ältester Sohn Michel beweist schon bald Verhandlungsgeschick bei den Geschäften seines Vaters, sodass dieser ihn nach Mailand schickt, wo er bei einem angesehenen Kaufmann seine Ausbildung absolviert. Erst nach Rémys Tod kehrt sein Sohn nach Varennes-Saint-Jaques zurück. Michel ersucht die dort ansässige Händlergilde um Aufnahme, die ihm nach kurzer Zeit gewährt wird. Doch schon bald wird deutlich, dass einigen alteingesessenen Kaufleuten, sowie dem Bischof die modernen Ansichten des jungen Kaufmanns missfallen. Sie verhindern aus diesem Grund jegliche Reformation der Gilde, sodass Michel seine Ziele gefährdet sieht. In einem Akt der Auflehnung wird Michel de Fleury von seinen Unterstützern zum neuen Vorsitzenden der Gilde gewählt. Doch er hat die Macht seiner Gegner unterschätzt, die von nun an alles daran setzen, die Geschäfte des jungen Kaufmanns und seine Autorität innerhalb der Stadt zu untergraben. Mein Eindruck: - Für alle Leser von „Die Säulen der Erde“ – So lautet die Aufschrift des kleinen blauen Stickers auf dem Einband des Taschenbuchs. Zugegebenermaßen hat mich auch genau dieser erst auf das Buch aufmerksam gemacht, da ich Ken Folletts historische Romane immer gerne gelesen habe. Auch Thomas Weigelt, der Vertriebsleiter des Goldmann Verlags meldet sich in der Klappbroschur zu Wort und untermauert mit seiner begeisterten Rede meine Entscheidung, „Das Salz der Erde“ zu lesen. Zudem habe ich mich auf die Lektüre wirklich gefreut, da ich lange Zeit keine geschichtlichen Werke mehr gelesen habe! Daniel Wolf leitet seinen Roman mit einer Liste der „dramatis personae“ ein, die dem Leser kurz zum besseren Überblick vorgestellt werden. Eine Karte der Stadt Varennes-Saint-Jaques, sowie des Herzogrums Oberlothringen komplettieren den Rahmen für die Geschichte. Zudem findet sich ein ausführliches Glossar im hinteren Teil des Buches, in dem historische Begrifflichkeiten erläutert werden. Der Einstieg in die eigentliche Handlung erfolgt mittels Prolog, der den Leser ins Jahr 1173 nach Fleury führt, jenem kleinen Ort, dem Michel gemeinsam mit seiner Familie für immer den Rücken kehren wird. Die sprachliche Gestaltung ist gekonnt, leichte Satzkonstrukte reihen sich aneinander, die geschickt miteinander verknüpft werden, sodass sich die gesamte Geschichte mühelos lesen lässt. Es gelingt dem Autor mühelos, den Leser mit seiner Ausdrucksweise in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurückzuversetzen. Auch das Ambiente ist vollkommen überzeugend. Eingestreute Beschreibungen der Umgebung schmücken die Erzählung gekonnt aus und versetzen die Leserschaft so direkt an den Ort des Geschehens. Besonders hat jedoch die Handlung des Romans überzeugen können. Daniel Wolf konstruiert eine fiktive Wirklichkeit, lässt seine Geschichte dort stattfinden und es gelingt ihm, seine Leser vollkommen zu fesseln. Ich hätte ewig weiterlesen können. Die Zeitspanne des Buches ist enorm und doch scheint der Einfallsreichtum des Autors niemals zu versiegen. Immer wieder ereilen die Hauptprotagonisten neue Schicksalsschläge und lassen den Leser eine ganze Palette an Gefühlen durchleben. Trauer, Wut, Freude, Unverständnis, Ärger. Eine wahre Achterbahnfahrt an Emotionen, auf die Daniel Wolf seine Leserschaft schickt. Denn wir begleiten die wichtigen Personen der Geschichte ein Leben lang, sodass sie einem wirklich sehr ans Herz wachsen. Dabei erscheinen sie beinahe real. Sie allesamt sind tiefgründig und haben ihre eigene Geschichte zu erzählen, die sich passend ins Gesamtbild einfügt. Auch nach der Lektüre dauert es eine ganze Weile, bis der Roman seine Leser wieder freigibt. Die Geschichte lässt einen einfach nicht los. Obgleich Daniel Wolf ein wirklich zufriedenstellendes Ende für seinen Roman gefunden hat, verstummt der Schrei nach mehr nur langsam. Umso mehr hat es mich gefreut, zu erfahren, dass mit „Das Licht der Welt“ im November/Dezember 2014 ein weiterer historischer Roman von Daniel Wolf erscheint, der sicherlich auch den Weg in meine Bücherregale finden wird!

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Zum Inhalt (Verlagseite) Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ... Meine Meinung Der lange Prolog gibt einen guten Einstieg in die Geschichte - bei der Dicke des Buches durfte der auch gerne so lang sein ;) Der Protagonist Michel wächst mit seinen Geschwistern als Leibeigener des herrischen und brutalen Guiscard de Thessy auf, doch ihrem Vater gelingt es, mit ihnen in die nahe Stadt Varennes zu fliehen. Dort bekommen sie Hilfe von Herrn Caron, einem dort ansässigen Kaufmann und Michel entwickelt eine sehr gute Freundschaft zu dessen Sohn Gaspard. Die eigentliche Geschichte beginnt, als Michel mit gerade 22 Jahren erste Erfolge in seiner kaufmännischen Lehre erzielt. Es gibt viele überraschende Wendungen und ich hab das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen! Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und sehr flüssig. Trotz der vielen, hauchdünnen Seiten kam ich superschnell voran und es wurde bis auf ein paar kleine Stellen nie langweilig! Aber die sind wirklich kaum erwähnenswert, denn Daniel Wolf hat es tatsächlich geschafft, trotz der Dicke immer wieder abwechslungsreich und unterhaltsam zu erzählen. Michel de Fleury ist ein sehr sympathischer Protagonist. In Armut aufgewachsen hat er es zu einem angesehenen Kaufmann gebracht und weiß somit sehr gut, die Schwierigkeiten des Alltags zu verstehen und zu meistern. Doch natürlich werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, sei es durch die Habgier und Willkür der Obrigkeit, durch den machtgierigen Aristide de Guillory oder den unsäglichen Streit der Kaufmannsgilde, der seine gute Freundschaft zu Gaspard in Frage stellt. Durch seine Ausstrahlung als Worführer wird Michel oft in eine Rolle gedrängt, die er gar nicht anstrebt, doch die Herausforderung fördert sein ganzes Geschick zutage, auch wenn ihm nicht immer eine friedliche Lösung gelingt. Gewalt und Krieg sind ihm ein Gräuel, aber er ist auch nicht so naiv, um davor die Augen zu verschließen. Aber er hat auch seine Ecken und Kanten, was ihn noch authentischer macht! Einige Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen, andere hätte ich gerne zum Teufel gejagt :D Große Überraschungen gab es hier nicht, von ihrem Wesen her waren alle schnell durchschaubar, dafür war die Handlung aber sehr verschlungen und hat mich von Anfang an begeistern können! Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Michel erzählt und spielt in der fiktiven Stadt Varennes in der Zeit von 1173 bis 1206. Aber es kommen auch ein paar andere Figuren zu Wort, wodurch man einen guten Einblick alle Handlungsabläufe bekommen hat. Es wirkte auf mich sehr gut recherchiert, auch durch die anschaulichen Details und die einfache, stimmige Sprache. Im Anhang gibt es auch ein paar Infos zu den historischen Hintergründen und ein Glossar zu den gebräuchlichen Redewendungen aus der alten Zeit. Ich hab ja schon einige historische Romane gelesen, aber auch hier wieder neues erfahren. Es ist jedes Mal wieder total spannend, wie die Verhältnisse damals zwischen den Schichten geregelt und ausgespielt wurden - das kann man sich heutzutage kaum noch vorstellen. Gerade der Umgang zwischen den Mächtigen und dem Fußvolk war teilweise sehr entwürdigend, ohne eine Chance, sich jemals zu wehren. Braucht ein Bischof grade zufällig ein Schiff, ist für den "kleinen" Kaufmann halt der nächste Auftrag flöten gegangen - selbst wenn er Pleite geht muss er selber schauen, wie er damit zurecht kommt. Willkür und Machtgier spielen eine große Rolle, ich frag mich nur immer, ob sich da wirklich so viel geändert hat ;) Die Handelsware Salz hat keine so große Rolle gespielt, wie der Titel vermuten lässt. Im Vordergrund standen aber die Händler und die Kaufmannsgilde, die ein wichtiger Bestandteil in Michels Leben sind. Kriege, Kreuzritter, Aberglauben, Diebstahl, Mord, Entführung - die Geschichte ist wirklich voll bepackt mit allem, was das Herz begehrt. Fazit Ein historischer Roman mit allem, was man sich wünscht. Hier hat einfach alles gestimmt und die Handlung hat mich beim Lesen nicht mehr losgelassen. Für Fans dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert. Lasst euch nicht durch die Seitenzahl abschrecken ;) © Aleshanee Weltenwanderer Michel de Fleury 1 - Das Salz der Erde 2 - Das Licht der Welt

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Mein Buch des Jahres

Von: Kerstin G.

22.09.2014

"Das Salz der Erde" von Daniel Wolf ist momentan mein Buch des Jahres. Endlich mal wieder ein "richtiger" historischer Roman. Als ich das Buch das 1. Mal sah, weckte das ansprechende Cover sofort meine Neugier. Das Cover stimmt sehr gut auf den Inhalt ein. Die ca. 1100 Buchseiten sind innerhalb kürzester Zeit gelesen gewesen. Und obwohl das Buch bereits so viele Seiten hat, hätte ich noch gerne immer weiter gelesen. Daniel Wolf erzählt von der 1. Seite an sehr packend und sehr anschaulich, so dass man sofort in die Geschichte eintaucht, mitgerissen wird und nicht mehr loslassen kann. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt. Besonders gut hat mir die Verknüpfung historischer Fakten mit der Phantasie des Autors gefallen. Dem Buch liegt eine gründliche Recherche zugrunde. So erfährt der Leser sehr detailliert und interessant dargestellt sehr viel über das Leben gegen Ende des 12. bzw. Anfang des 13. Jahrhunderts. Dazu gehören z.B. Die Aufgaben einer Kaufmannsgilde aber auch allgemeine Sorgen und Ängste sowie Freuden. Die Spannung des Buches entsteht vor allem durch das ständige "Auf und Ab", freudigen Ereignissen folgen direkt Schicksalsschläge oder umgekehrt. Genau wie im echten Leben konnte man nicht erkennen was als nächstes geschehen würde. Auch die Charaktere sind sehr liebevoll und glaubwürdig dargestellt. Egal ob Gut oder Böse, jeder erlebt Freudiges oder Schicksalsschläge. Zusätzlich entwickeln sich die Charaktere im Verlauf des Romans fort. Das alles lässt sie lebendig, menschlich und authentisch erscheinen. Obwohl "Das Salz der Erde" etwas anspruchsvoller ist, lässt es sich flüssig und zügig lesen. Jedes Kapitel beginnt mit einer Orts- und Zeitangabe und erleichtert dem Leser so die Orientierung. Am liebsten würde ich mehr als die 5 möglichen Sterne vergeben. Fazit: Was für ein gelungenes Debüt! In "Das Salz der Erde" erzählt Daniel Wolf sehr packend und authentisch wie das Bürgertum um seine Rechte kämpft. Alles wirkt sehr lebendig. Ein dicker historischer Schmöker, der viel interessantes über die Handlungszeit erzählt und absolut nie langweilig war, sondern packend bis zur allerletzten Seite. Unbedingte Leseempfehlung!

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Das Buchkabinett

Von: aus Obernburg

18.09.2014

Das interessantes Buch seit Jahren, besser als die "Säulen der Erde". Man kann nicht aufhören zu lesen.

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