Leserstimmen zu
Abendruh

Tess Gerritsen

Rizzoli-&-Isles-Serie (10)

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"Abendruh" ist der 10. Teil der Reihe um Detective Jane Rizzoli der Mordkommission Boston und Rechtsmedizinerin Maura Isles. Man kann auch diesen Teil sicher lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, aber diesmal gibt es einen direkten Bezug zu Teil 8. Denn in "Totengrund" traf Maura Isles auf Julian, der ihr das Leben rettete. Sie hielt Kontakt zu ihm und verhalf ihm zu der Möglichkeit das Internat "Abendruh" zu besuchen. Dorthin kommen auch drei weitere Kinder, die eine schreckliche Gemeinsamkeit haben. Ihre Eltern wurden ermordet, sie kamen in Pflegefamilien, die dann später ebenfalls ermordet wurden. In "Abendruh" werden sie betreut und sollen die schlimmen Ereignisse verarbeiten. Maura Isles besucht ihren "Ziehsohn" Julian in "Abendruh" und stellt fest, dass die Schule zwar über sehr hohe Sicherheitsmaßnahmen verfügt, sich dort aber dennoch merkwürdige Dinge ereignen. Maura und Jane versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wer die Jugendlichen bedroht und was sie gemeinsam haben könnten. Wie gewohnt startet die Geschichte gleich rasant und wir erleben einige dramatische Ereignisse, die zunächst scheinbar keinen Zusammenhang haben. Dann werden Jane und Maura an einen Tatort gerufen, an dem eine komplette Familie ermordet wurde, lediglich das Pflegekind überlebte. Und so beginnen die Ermittlungen um den aktuellen Fall und die Ereignisse in "Abendruh". Maura steht diesmal durch ihren Aufenthalt in der Schule etwas mehr im Vordergrund aber auch Jane ermittelt mit Hochdruck und beide suchen verzweifelt nach Zusammenhängen und versuchen gleichzeitig die Jugendlichen zu beschützen. Im Verlauf der Story gibt es immer wieder Ereignisse, die geschildert werden, die scheinbar keinen Zusammenhang zum Geschehen haben. Dazu kommen oft wechselnde Erzählperspektiven. Das fand ich manchmal etwas verwirrend, es trägt aber auch zur Spannung bei. Tess Gerritsen legt auch gekonnt falsche Fährten, so dass es tatsächlich bis zum dramatischen Schluss unklar bleibt, was in der Schule eigentlich vor sich geht und wie alles mit den ermordeten Familien zusammenhängt. Aber am Ende verknüpft die Autorin alle Fäden und es bleiben keine Fragen offen. Janes und Mauras Privatleben kommt in diesem Teil ein bisschen zu kurz aber dennoch entwickeln sich beide Hauptprotagonistinnen schlüssig weiter. Natürlich gibt es dazu auch ein Wiedersehen mit weiteren bekannten Figuren wie Janes Familie und den Kollegen der Bostoner Polizei. Insgesamt bietet der 10. Teil der Reihe einen ungewöhnlichen, komplexen Fall mit teilweise etwas verwirrenden Handlungssträngen aber dennoch viel Spannung, auch wenn einiges für mich etwas konstruiert bzw. unrealistisch wirkte! Fazit: 4 von 5 Sternen

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2013 habe ich die Reihe um Jane Rizzoli und Maura Isles angefangen und auch bis Band 9 durchgehend gelesen. Jetzt wurde es endlich mal Zeit, dass ich mich dem nächsten Band widme. "Abendruh" hatte mich sehr schnell in seinem Bann. Ich glaube, von der ersten Seite an war ich in der Geschichte gefangen und konnte oft auch nur dann aufhören, wenn mir vor Erschöpfung die Augen zufielen. Tess Gerritsen hat hier eine Geschichte und ein Drumherum geschaffen, die mir oft den Atem anhalten ließen. Dies bewirkte sowohl ihr Schreibstil, den ich wirklich gelungen finde, als auch die Story an sich. Zwar gab es hier und dort Passagen, die auch ein bisschen langweilig waren und die man gut und gerne hätte streichen dürfen, aber im Großen und Ganzen war es endlich mal wieder ein Thriller für mich. Bis ziemlich zum Schluss war ich wirklich ahnungslos und die Auflösung war auch für mich ein Schock. Dennoch fand ich manches Verhalten nicht ganz angepasst. Aber da wir alles Individualisten sind und nichts sonderlich aus dem Rahmen fiel, war es ok. Das Einzige, was ich hier schade fand, war, dass man Vorkenntnisse haben muss. Wenn ich mich recht erinnere, kann man die Bände davor auch alle sehr gut einzeln lesen, aber hier wurde immer wieder auf Details aus "Totengrund" und anderen Werken der Rizzoli-&-Isles-Reihe hingewiesen. Ich kann mir vorstellen, dass man als Quereinsteiger einige der Informationen doch gerne präzise hätte und nicht nur immer die Sprache davon. Ansonsten kann ich diesen Teil der Reihe empfehlen! Mir hat er Spaß gemacht - ich empfand ihn sogar als einen der stärksten der Reihe - und ich freu mich schon auf Band 11. ©2016

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Abendruh

Von: Analog 2.0

31.01.2016

Meine Meinung: „Abendruh“ kann man auch lesen wenn man mal ein oder zwei Bände der Rizzoli & Isles Reihe übersprungen hat, dann muss man allerdings damit rechnen, dass man Anspielungen nicht versteht oder man sich zwischendurch fragt wer denn nun eigentlich Person XY ist, der offensichtlich kein neu eingeführter Charakter ist. Die Hauptcharaktere Maura Isles und Jane Rizzoli finde ich sehr gelungen. Zwei starke weibliche Persönlichkeiten die eine Menge verbindet. Scheinbar ist im Vorgänger Band irgendetwas zwischen Maura und Jane vorgefallen, dass sich zur Zeit etwas auf das Zusammenspiel zwischen den beiden auswirkt. Oberflächlich alles beim alten schwelt da unterschwellig irgendetwas vor sich hin. Da ich „Grabesstille“ aber übersprungen habe, kann ich leider nicht sagen worum es da eigentlich genau geht. Die Schüler des Internats Abendruh finde ich sehr gelungen, viele verschiedene Persönlichkeiten die alle ein und das selbe Schicksal verbindet: sie alle haben in ihrem jungen Leben schon schreckliche Verluste erlitten. Obwohl viele von ihnen noch immer traumatiesiert sind, bleiben doch die ganz normalen und realen Teenager Zickereien nicht aus. Der Plot gefällt mir im Grunde sehr gut auch wenn ich zwischendurch nicht immer wusste in welche Richtung es nun gehen soll. Zwischen Thriller und leicht mysteriös weist „Abendruh“ viele Facetten auf die sich einem erst erschließen, wenn man geduldig bis zum Ende gelesen hat. Das Cover passt, im Gegensatz zu einigen der anderen Bände dieses Mal wirklich gut. Das wird man nicht von Anfang an erkennen, aber ungefähr ab der Hälfte bekommt die Abbildung endlich einen Sinn. Fazit: Wer Band 9 „Totengrund“ mochte, der wird auch Band 11 „Abendruh“ mögen. Zum einen haben wir in diesem Band die Ehre Julian noch ein wenig mehr kennen zu lernen und zum anderen bringt dieser erneut eine ganz neue Seite an Maura Isles zum Vorschein. Unbedingt lesen! Trotzdem kann ich „Abendruh“ nur 4 Sterne geben, weil mir z.B. „Totengrund“ besser gefallen hat.

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Die Bücher von Tess Gerritsen sind echte Klassiker unter den Thrillern und die Rizzoli und Isles Reihe gefällt mir sowieso ziemlich gut. Deswegen war klar das Abendruh früher oder später auch auf meiner Leseliste landet. Das Cover ist wieder einmal super. Ich mag diese Cover einfach, die wie ein geheimnisvolles altes Gemälde wirken. Zunächst hat mich der Titel Abendruh etwas verwirrt. Ich fand ihn bis zum Ende des Buches nicht so passend gewählt. Das Ende hat mich dann aber doch überzeugt das der Titel doch ganz gut gewählt ist. Was zunächst wie ein normaler, wenn auch ausgedehnter Mordfall aussieht, entpuppt sich als eine Reihe von Familientragödien. Unter merkwürdigen Umständen wurden mehrere Familien fast vollkommen ausgelöscht. Die einzigen Überlebenden, drei Kinder, werden gejagt und Jane Rizzoli und Maura Isles ermitteln unter Einsatz ihres Lebens um die Leben der Kinder zu retten. Die Handlung wird dieses Mal auf verschiedene Orte getrennt. Einmal Jane Rizzolis Ermittlungen, die an verschiedenen Orten stattfinden und einmal die Erlebnisse von Maura Isles die in Abendruh zu Besuch ist. Dem Internat in dem auch die vom Pech verfolgten Kinder untergebracht sind und hinter dessen Fassade sich ebenfalls merkwürdige Dinge abspielen. Die Stimmung ist im Buch von Anfang an düster und spannend. Es geht direkt richtig los. Zwischendurch gibt es immer eingeschobene Passagen, die der Leser nicht ganz zuordnen kann, sie gehören zu einer auflösenden Hintergrundhandlung in der Vergangenheit. Dies erschließt sich aber erst am Ende des Falles. Da unser Ermittlerduo an getrennten Orten für sich ist, findet weniger Interaktion zwischen den beiden statt wie in anderen Büchern aber das unterstreicht die Stimmung im Buch. Trotzdem wird es aufmerksame Gerritsen Leser freuen das die Freundschaft zwischen Jane und Maura in diesem Band wieder gefestigt wird und auch sonst erscheinen ein paar bereits bekannte Personen aus früheren Bänden. Zwischendurch wurde ich ganz schön aufs Glatteis geführt, mit abstrusen Theorien und ich dachte schon, was soll denn das ? Jetzt wirds aber abgehoben aber später führt die Autorin die Fäden geschickt wieder zusammen und man merkt, dass man ihr genauso wie die Ermittler im Buch, auf den Leim gegangen ist. Die Geschichte war auf jedenfall super spannend und das Buch hat mich echt zum Weiterlesen animiert weil ich unbedingt wissen wollte wie es sich jetzt auflöst. Die Auflösung war allerdings typisch amerikanisch, überzogen aber okay das kann man verschmerzen wenn der Spannungsbogen vom Buch vorher die ganze Zeit gestimmt hat. Man liest ja schließlich Rizzoli und Isles.

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