Leserstimmen zu
Entsetzen

Karin Slaughter

Will-Trent-Serie (2)

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Taschenbuch
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Auch dieses 2. Buch der Will Trent - Serie hat sich anfangs etwas gezogen, die Beweise wurden gesammelt, und es war durchaus immer amüsant zu sehen, wie sich Will mit seiner "Leseschwäche" so durchschummelt. Das Verbrechen ansich war durchaus grausam, und die Aufklärung kam so häppchenweise. Ab der Mitte wird es zunehmend spannender und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und spannungsaufbauend bis hin zum wirklich spannungsgeladenen Ende. Wie bereits im 1. Buch der Will Trent - Serie, überschlagen sich die Ereignisse ab dem 2/3 und es wird immer prickelnder und teilweise auch einfühlsamer zu lesen. Ein sehr gut gelungenes Buch bis zum Ende! PS: wie gewohnt will ich nicht die xte Inhaltsangabe schreiben (das kann man ja auf div. Seiten nachlesen). Wie jemand das Buch für sich empfunden hat, finde ich viel aufschlussreicher

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Abigail Campano kommt nach einer Tennisstunde nach Hause und sieht während eines Telefonats mit ihrem treulosen Ehemann Paul Blutspuren im Haus. Sie folgt ihnen und findet ihre Tochter bis zur Unkenntlichkeit entstellt und ermordet in ihrem Zimmer vor. Über ihr steht ein junger Mann mit einem Messer in der Hand. In einer Mischung aus Angst und Wut schafft sie es, den vermeintlichen Mörder ihrer Tochter im Kampf zu erwürgen. Noch am Tatort stellt sich heraus, dass das tote Mädchen nicht Emma, sondern deren Freundin Kalya ist. Der junge Mann wird als Student Adam identifiziert, bei dem es sich vermutlich um Emmas Freund handelte, der selbst schwer verletzt war und den Mädchen vermutlich nur helfen wollte. Abigail ist bestürzt. Sie hat offensichtlich den einzigen Menschen, der den Mörder von Kayla und mutmaßlichen Entführer von Emma gesehen hat, getötet. Die Beschreibung des Thrillers hört sich spannend an, die Handlung in dem Buch bewegt sich aber nur sehr zäh, vor allem weil nicht viel passiert. Schon die Beschreibungen des Tatorts am Beginn von "Entsetzen" ziehen sich in die Länge und auch in der Ermittlungsphase selbst kommt durch kleinteilige Beschreibungen und Einschübe zum Privatleben der Ermittler Will Trent und Faith , die aber immer nur angerissen und nicht weiter ausgeführt werden, wenig Spannung auf. Das Thema Legasthenie/ Analphabetismus nimmt einen großen Raum ein, das aber nicht wirklich zur Aufklärung des Falls beiträgt. Mir fehlt auf der Suche nach dem Mörder und den Ermittlungen zur Rettung von Emma ein roter Faden und mehr Enthusiasmus bei den Kommissaren. Der Beginn des Thrillers war ganz spektakulär und gegen Ende wurde er bei der Suche nach Emma auch wieder spannend. Die Passagen dazwischen zogen sich aber zu sehr in die Länge, so dass "Entsetzen" insgesamt ein Krimi ist, in dem zu wenig passiert, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

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