Leserstimmen zu
Die Saat

Guillermo del Toro, Chuck Hogan

The Strain (1)

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Als eine Passagiermaschine aus Europa in New York landet, scheint für einen Moment die Zeit still zu stehen. Die Lichter gehen aus, die Türen bleiben geschlossen, niemand verlässt das Flugzeug. Auch wenn von außen nichts zu erkennen ist, ahnen sämtliche Beteiligten, dass hier Vorsicht geboten ist, schließlich weiß man nicht mit wem oder was man es zu tun hat. Ephraim Goodweather, der als Chef des Seuchenpräventionsteams hinzugezogen wird, macht im im Inneren der Maschine schlussendlich eine Entdeckung, nach der alles aus den Fugen gerät. Dass Vampire nicht glitzern, sollte wohl inzwischen jedem klar sein. Doch an welchen Merkmalen kann man sie erkennen, wonach muss man Ausschau halten? Bis allerdings die Sprache auf ebenjene Thematik gelenkt wird, vergeht die ein oder andere Minute bis Stunde. Sicherlich, der Hörer erhält neben der gegenwärtigen Situation auch Einblick in teils lange zurückliegende Gegebenheiten und weiß daher manch aktuelles Ereignis schneller und besser einzuordnen als die Protagonisten, für die es herauszufinden gilt welcher Bedrohung sie überhaupt gegenüberstehen. Nichtsdestotrotz scheint das Geschehen über einige Passagen in die Länge gezogen zu werden und baut daher nur mäßig Spannung auf. Zwischenzeitlich kommt es zwar zu rasanten Anstiegen, die aber ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Erst nach gut einem Drittel, also etwa auf der dritten CD, nimmt die Geschichte Fahrt auf und zeichnet einen Verlauf, der endlich seine Richtung gefunden hat und sich auch dementsprechend selbstbewusst darstellt. Vergessen sind zögerliche Aktionen und Andeutungen, langsam aber sicher kommt man mit Dingen in Kontakt, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. Del Toro und Hogan folgen einer Linie, die noch immer nur sie glasklar erkennen, inzwischen ist sie jedoch für jeden Hörer nachvollziehbar. Dadurch entwickelt sich endlich der lang ersehnte Sog, so dass man unbedingt wissen muss wie es weiter geht, auch wenn dramatische Szenen im Anmarsch sind, denen man lieber nicht bewohnen möchte. David Nathan interpretiert diesen ersten Band der Trilogie in einer Art und Weise, die dem Hörer mitunter das Blut in den Adern gefrieren lässt. Mal furchtsam, mal mitfühlend, aber auch eiskalt und gnadenlos, gerade so wie es die vorliegende Sequenz erfordert. Empathisch und emotional holt er den Hörer ab und lässt ihn nicht mehr aus den Fängen. Das Geschehen lebt ganz klar auch von diesem Sprecher. Einziger Wermutstropfen, neben dem eher zähen Einstieg, ist das recht offene Ende. Natürlich ist die Geschichte nicht abgeschlossen, sonst würde es sich nicht um eine Trilogie handeln, ein oder zwei Antworten mehr hätten allerdings auch nicht geschadet. Insgesamt jedoch ein besonderes Hörvergnügen, das nachwirkt und neugierig auf die weiteren Teile macht.

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Kurz nach der Landung auf dem New Yorker Flughafen erscheint die Boing 777 wie ausgestorben. Alle Systeme sind heruntergefahren, keiner steigt aus. Die Funkverbindung ist abgerissen. Nach kurzer Zeit wird das CDC angeheuert, um herauszufinden, ob eine Seuche an Board ausgebrochen ist. Ephraim Goodweather und seine Kollegin Nora verschaffen sich Zutritt zur Maschine und stehen vor Hunderten von Leichen. Und vier Überlebenden, die nach kurzer Zeit ein komisches Verhalten an den Tag legen. Doch die Überlebenden sind keine Menschen mehr und scheinen einen Virus in sich zur tragen, der sich rasend schnell ausbreitet. Und plötzlich findet sich Ephraim in einem Kampf zwischen Gut und Böse wieder und muss kämpfen, um New York zu retten. Oder die ganze Welt! Nachdem ich schon viel Gutes über die Trilogie gehört und auch im Fernsehen schon die ersten zwei Staffeln der Serie "The Strain" gesehen habe, war es an der Zeit, zum ersten Buch zu greifen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn wenn Guillermo del Toro in einem Projekt involviert ist, kann es nur gut werden. Die Schreibweise war sehr fesselnd. Zwar startet das Buch sehr langsam, was aber auch von Nöten ist, denn es muss erst mal alles erklärt werden. Die Charaktere brauchen ihren Raum, das Vorhandensein des "Virus" muss erklärt werden. Dies geschieht in Rückblicken seitens Abraham Setrakian, einem älteren Mann, der schon so einiges erlebt hat. Er weiß, um was es sich handelt bzw. was der Auslöser ist und kämpft schon seit Jahrzehnten dagegen an. Was mir sehr gut gefallen hat, ist das Handeln von Ephraim und Nora. Beide werden quasi mitten in diese Virusangelegenheit geworfen und müssen innerhalb kürzester Zeit eine Lösung für alles finden. Und das man nun etwas Unmögliches akzeptieren muss, ist für die beiden fast kein Problem. Sie stellen sich der neuen Herausforderung. Aber gerade bei Ephraim ist dies erstaunlich, da er selbst mit seiner Scheidung und der räumlichen Trennung von seinem Sohn klarkommen muss. Außerdem ist er trockener Alkoholiker und die Versuchung, gerade in dieser Zeit des Chaos wieder zu einem Drink zu greifen ist übermächtig. Zu einem späteren Zeitpunkt stößt noch Vasily Fet, ein Kammerjäger, zu der Truppe. Er kennt sich sehr gut im New Yorker Untergrund aus und wird mit diesem Wissen zu einem unentbehrlichen Mitglied. Außerdem hat er eine starke Persönlichkeit und einen trockenen Humor. Sich mit etwas auseinanderzusetzen, von dem man nur Bruchstücke weiß, ist für die Gruppe sehr kompliziert. Setrakian weiß noch am meisten, gibt aber nicht so viel preis. Die Anderen versuchen, Lösungen zu finden und der Ansatz ist schon mal sehr gut. Da die Reihe auf eine Trilogie angelegt ist, ist klar, dass im ersten Buch noch viele Unannehmlichkeiten auf Eph, Nora, Setrakian und Vasily zukommen. Rückschläge sind vorprogrammiert und es geht an die Fehlersuche. Dies wird meines Erachtens aber sehr gut umgesetzt Der Schreibstil ist packend und man fliegt durch das über 500 Seiten starke Buch. Die Spannung wird von Anfang an gehalten, die Charaktere sind ausgereift, weil sie selbst nicht perfekt sind und die Story an sich ist sehr interessant. Das Thema "Vampire" wird hier mal von einer anderen Seite her angegangen. Fazit: Eine Vampirgeschichte mit interessanten Ansätzen.

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Das Buch beginnt mit einem "Es war einmal ...", einer sehr alten Legende aus Rumänien über Jusef Sardu, die schon ein bisschen darauf einstimmt und Erwartungen schürt, was hier noch auf uns zukommt. Insgesamt läuft alles etwas langsam an, aber da es sich ja um eine Trilogie handelt, fand ich es nicht so schlimm. Allerdings waren die technischen Details am Anfang, gerade was das Flugzeug, die Landung und die Vorgehensweise der Behörden betrifft, schon etwas zu viel. Da hab ich kleine Absätze nur quer gelesen, weil einfach nichts relevantes drinstand. Dadurch wirkt es aber auch sehr realitätsnah und gut recherchiert. Vor allem auch die Charaktere, von denen es reichlich gibt, sind allesamt prägnant und ausgiebig beschrieben. Trotzdem hat es mich sehr schnell in den Bann gezogen, denn die Idee der Vampire ist hier extrem gut umgesetzt. Vermischt mit dem alten Mythos und neuen Ansätzen, die mir anfangs zwar etwas komisch vorkamen, sich im Verlauf aber spannend entwickelt haben. Im Zentrum steht der Epidemiologe Ephraim Goodweather, der Pfandleiher Abraham Setrakian und ein todkranker, milliardenschwerer Geschäftsmann Eldritch Palmer. Das sieht sehr übersichtlich aus, aber die Autoren geizen hier wirklich nicht an Figuren, die teilweise auch nur am Rande mit den Ereignissen konfrontiert werden und nur einen kurzen Auftritt haben. Sie ergeben aber insgesamt ein perfekts Gesamtbild, das den Leser immer weiter ins Dunkel führt, das sich in New York immer weiter ausbreitet. Dabei gehen die Autoren sehr genau vor und schaffen damit einen deutlichen Einblick über die Charaktere, ihre Reaktionen, aber auch, wie sich die Katastrophe weiterentwickelt und ausbreitet. Auch wenn es bis zur Hälfte des Buches dauert, bis es "losgeht" - die latente Spannung, weil man weiß, was passiert, steigert sich von Seite zu Seite. Vor allem in den Momenten, bei denen man als Leser mehr weiß, als die Figuren! ;) Die Szenenwechsel und die Beschreibungen erinnern tatsächlich oft an Filmsequenzen, was sicher der Autor und Regisseur G. del Toro zu verantworten hat. Gestört hat mich das überhaupt nicht und ich konnte mir alles dadurch wunderbar vorstellen. Ein paar Kleinigkeiten waren für mich etwas unpassend, was die Feinheiten der Vampire betrifft, aber ansonsten wirkt alles gut durchdacht sehr greifbar, als würde man es selbst erleben. Genauso, wie es in einem solchen Fall wahrscheinlich ablaufen würde. An manchen Stellen hab ich mich sogar ein bisschen gegruselt :D

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Erste Sätze >>Es war einmal<<, sagte Abraham Setrakians Großmutter, >>ein Riese.<< Die Augen des kleinen Abraham begannen zu leuchten, und der Borschtsch in der hölzernen Schale schmeckte gleich besser – oder doch zumindest etwas weniger nach Knoblauch. Klappentext New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Eine Maschine aus Europa landet – und kommt unvermittelt zum Stehen, alle Lichter gehen aus, der Funkkontakt bricht ab. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Ein Seuchenausbruch? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares? Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von verschiedenen Charakteren, allen voran Ephraim Godweather, einem Vater und leitender Mitarbeiter der CDC. Ephraim befindet sich gerade im Sorgerechtsstreit um seinen Sohn Zach, der im Moment bei seiner Exfrau wohnt und nur am Wochenende bei Ephraim zu Besuch ist. Er ist ein kluger, ehrgeiziger Mann, der alles für seinen Sohn tut. Er ist ein wenig exzentrisch und gibt so schnell nicht auf, wenn er sich irgendwo festgebissen hat. Ephraim beschützt diejenigen, die ihm wichtig sind und für ihn hat sein Job einen hohen Stellenwert. Im Laufe des Buches entwickelt er sich weiter, muss sich Dingen stellen, die mit seiner Sicht als Wissenschaftlicher nicht unbedingt übereinstimmen und wächst über sich hinaus. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und fand seine Handlungen und Gedanken nachvollziehbar. Die Geschichte an sich ist spannend, emotional, dramatisch und actionreich. Sie ist wie ein guter Film geschrieben und auch sehr realistisch dargestellt. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Allerdings ist das Buch keine Geschichte für leichte Gemüter, denn es gibt schon die eine oder andere horrorlastige Stelle. An sich konnte mich die Geschichte von Beginn an fesseln und mitreißen. Der Hörbuchsprecher hat die Geschichte gut vertont und erzählt. Es war angenehm ihm zuzuhören. Die Autoren haben einen sehr angenehmen Schreibstil und er war flüssig und angenehm zu hören. Bewertung Ein gelungener Auftakt einer Reihe, der aber in meinen Augen ab und an etwas zu horrorlastig war und noch ausbaufähig ist, daher gibt es von mir 4 von 5 Würmchen

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