Leserstimmen zu
Rachesommer

Andreas Gruber

Walter Pulaski (1)

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Vor allem in den Jahreszeiten, in denen die Temperaturgerade wie das kalte Eis im Sommer dahin schmelzen, gehört es sich, einen atmosphärisch dichten und spannend erzählten Thriller bzw. Kriminalroman zu lesen. Ein Buch, in dem ein grausamer Mord auf unterhaltsame Art und Weise aufgedeckt wird. Vor kurzem habe ich in meinem W-Seminar über den „typisch deutschen“ Kriminalroman referiert und auf das Werk, das ich in dieser Rezension thematisieren möchte, treffen diese grob gefassten Merkmale gut zu. Es handelt sich um den Auftakt zur Reihe rund um das Ermittlerduo Pulaski und Meyers, der den Titel „Rachesommer“ trägt. Welche Eindrücke aus der Lektüre gewonnen werden können, erfährst du hier. Durch einen sehr leichten Schreibstil und eine kurze Kapitellänge findet man sich als Leser schnell in das Szenario ein und wird mit dem Tempo des Erzählten vertraut. Die vierhundert Seiten Buchlänge gestalten sich dabei außerordentlich kurzweilig, sodass ich das Lesevergnügen innerhalb weniger Tage beenden konnte. Mit den Figuren wurde ich schnell warm, obwohl ihre charakterlichen Eigenschaften doch etwas mehr Tiefe vertragen hätten. Zwar kann ich ihre Motivationen und Beweggründe immer nachvollziehen und –empfinden, fühlt es sich dennoch an, als würde ich sie ausschließlich von außen beschrieben bekommen und wenig über ihr Innenleben erfahren. Der Autor bleibt so sehr an der Oberfläche, ohne intensiv an ihr zu kratzen. Auch ist das Bild des schrulligen, immer-schlecht-gelaunten Kommissars und einer emsig-eifrigen Poweranwältin ist nicht neu. Ein wenig mehr Mut zu der Eigenheit der erdachten Personen wäre wünschenswert gewesen, unterbricht aber den Lesefluss, in den man durch die Lektüre gerät, keinesfalls. Der Plot des Thrillers ist dicht gespickt mit gelungenen Wendungen, geschickter, aber nie zu aufreibender Spannung und einem atemlosen Tempo, das den Leser immer auf Trab hält. Wie in der Einleitung bereits kurz angeschnitten, weist die Lektüre mehr Parallelen zu einem deutschen Kriminalroman als zu einem tatsächlichen Thriller auf. Wer hier auf zum Schneiden angespannte Atmosphäre und erbarmungslose Brutalität hofft, wird mit dem Buch eher seine Schwierigkeiten haben. Wenn man sich auf den Fall ein- und auf sich zukommen lässt, was geschehen mag, dann erwartet das Lesepublikum eine längenlose und gut konstruierte Kriminalgeschichte, die zu begeistern weiß. Insgesamt würde ich „Rachesommer“ als einen kleinen, aber feinen Einstieg in eine vielversprechend klingende Thriller- bzw. Krimi-Reihe bezeichnen. Denn in mir hat er auf jeden Fall Interesse auf die beiden Folgebände geweckt, die noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegen. Diese wurden im September 2018 durch den Goldmann Verlag in einer Auflage mit neuem Design veröffentlicht und mir freundlicherweise als Rezensionsexemplare zu Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. „Rachesommer“ ist ein kurzweiliges und gut konstruiertes Krimivergnügen, das in mir Lust auf mehr Stoff in diese Richtung wecken konnte. Gerne vergebe ich drei von fünf möglichen Sternen, mit deutlicher Tendenz nach oben.

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Das Cover mit dem Rettungsring hat einen Bezug zum Buch. Das neue Cover mit den Kirschen und dem Titel ergibt erst einmal keinen Sinn, in Verbindung mit den anderen Teilen der Reihe sind die Cover und Titel perfekt aufeinander abgestimmt und haben somit einen hohen Widererkennungswert. Der Klappentext macht neugierig, ist aufschlußreich, verrät aber nicht zu viel. Story-Einstieg: Edward Hockinson ist ein sechzigjähriger der das Leben in vollen Zügen genießt. Mit heulenden Motoren rast er an den Klippen der Nordsee entlang, als plötzlich eine junge Frau auf dem Mittelstreifen steht. Diese ist ganz seine Kragenweite, darum lässt er sie kurzerhand einsteigen um sie mitzunehmen. Doch alles entwickelt sich ganz anders als er es sich erhofft hat..... Charaktere Zum einen ist da Walter Pulaski, Kriminalkommissar beim Kriminaldauerdienst. Er zeichnet sich duch Hartnäckigkeit aus, übergeht dadurch hin und wieder Dienstvorschriften und eckt bei seinen Vorgesetzen an. Er war mir auf anhieb sympathisch, verwitwet und alleinerziehend ohne die typischen Probleme wie sie die Ermittler in vielen anderen Thrillern oder Krimis haben. Evelyn Meyers ist eher introvertierter, schlecht einzuschätzen, ihre Vergangenheit macht ihr des öfteren zu schaffen. Patrick steht ihr dabei immer zur Seite, ist für sie da und verhilft ihr als Detektiv zu mancherlei geheimen Informationen. Gleich beim ersten Aufschlagen des Buches stößt man auf die Vorstellung der beiden Protagonisten, ein kleiner Steckbrief der mir sehr gut gefallen hat, kann man sich dadurch doch schon zuvor ein Bild machen. Das Buch ist in der übergeordneten Erzählform geschrieben, Erzählung und wörtliche Rede sind ausgewogen. Andreas Gruber benutzt eine bildhafte Sprache, so kann man sich die ortlichen Begebenheiten gut vorstellen, ebenso detailreich werden auch die Charaktere beschrieben, diese wirken authentisch, deren Handlungen sind nachvollziehbar. Die beiden Erzählstränge von Evelyn und Pulaski haben scheinbar nichts miteinander zu tun, je weiter man im Buch vorankommt, desto mehr verflechten sie sich um am Ende zu einem zusammen zu verschmelzen. Die einzelnen Rückblicke bringen nach und nach Licht in das Geschehen. Zum Ende hin legt das Buch an Tempo zu, die Kapitel werden kürzer, die Handlungen überschlagen sich fast, der Spannungsbogen erreicht dabei seinen Höhepunkt. Ich habe mich oft während des Lesens geärgert, aufgrund der vielen Burokratie und gesellschaftspolitischer Aspekte werden Pulaski viele Steine in den Weg gelegt, es gibt ein Gerangel um Zuständigkeiten. Gerade darum ist mir Pulaski so sympathisch, er lässt sich nicht unterkriegen und zieht sein Ding durch, ohne Rücksicht auf sich oder andere. Ein grandioser Auftakt der Rache-Reihe um Pulaski und Meyers, welche ich nur weiterempfehlen kann.

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„Rachesommer“ aus der Feder von Andreas Gruber ist im Goldmann Verlag erschienen. Wie gut ich dieses Buch fand, könnt ihr hier erfahren: Handlung Vier mysteriöse Todesfälle, ein geheimnisvolles Mädchen – und ein Sommer der Rache Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall ... Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt ... Protagonist Wir bekommen von Andreas Gruber gleich zwei Protagonisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten, doch genau das macht das Ganze ja so interessant. Schreibstil Der Schreibstil von Andreas Gruber ist mir mittlerweile gut bekannt und auch einer der Gründe, warum ich dieses Buch lesen wollte. Spannend und fesselnd. Die kurzen Kapitel laden immer wieder zum Lesen zwischendurch ein und ermöglichen so einen wirklich gelungenen Lesefluss. Buchcover Die Neuauflage des Buchcovers ist wirklich sehr gelungen und spricht mich viel mehr an. Es ist schlicht gehalten und doch ein Eye-Catcher im Regal. Schrift und Farbe verleihen dem Buch wirklich ein tolles Aussehen. Persönliche Meinung Auch mit „Rachesommer“ konnte mich Andreas Gruber von seinem Talent als Thriller-Autor überzeugen. Es ist ihm gelungen, eine Geschichte zu schreiben mit zwei unterschiedlichen Handlungsstränge, die erst zum Schluss einen gemeinsamen Sinn ergeben. Kurze Kapitel und Protagonisten mit Ecken und Kanten machen den ersten Fall der Reihe wirklich spannend und interessant. Fazit Spannung pur. Klare Leseempfehlung.

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Vor einigen Wochen bekam ich den Krimi/Thriller "Rachewinter" zum Geburtstag geschenkt. Da es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, und ich diese immer gerne in der richtigen Reihenfolge lese, habe ich mich um ein Rezensionsexemplar zum ersten Band "Rachesommer" beworben und hatte das Glück ein Exmplar vom Verlag zugeschickt zu bekommen. "Rachesommer" startet rasant und hat mich von den ersten Seiten an gefesselt. Andreas Grubers Schreibstil und der Aufbau des Buches machen es einem leicht in das Buch einzusteigen. Die Kapitel sind immer nur einige Seiten lang und enden meist mit einem fiesen kleinen Cliffhanger, so dass man den Drang verspürt, immer gleich weiter zu lesen. Es wird immer im Wechel aus der Perspektive von Walter Pulaski oder Evelyn Meyers an den unterschiedlichen Schauplätzen erzählt, auch wenn sich später die Handlung und Fälle, geschickt miteinander verstrickt, überschneiden. Überwiegend blieb es spannend, aber ein paar Szenen haben sich ein wenig gezogen, dies war jedoch so minimal, dass ich hier nur geringe Abzüge für geben würde. Mit Walter Pulaski und Evelyn Meyers hat Gruber ein angenehmes Gespann entwickelt. Beide haben in der Vergangenheit Schicksalsschläge erleiden müssen und somit auch die ein oder andere Ecke und Kante, was sie einem noch ein wenig sympathischer macht und sie authentischer wirken lässt. Die Handlung wird in kleinen Schritten aufgedeckt und zusammengefügt, der Leser hat die Möglichkeit mitzurätseln und wird auch das ein oder andere Mal auf die falsche Fährte gelockt. Insgesamt ein spannender und mitreißender Krimi mit einem Fall der Missbrauch, Misshandlung und Verschleppung Minderjähriger beinhaltet, also auch nicht unbedingt ganz leichte Kost, richtig blutig ist es aber nicht. Ich würde den Roman daher im Bereich Krimi einordnen, da es eher um die Ermittlungen und das Auflösen des Falles geht, als um die Taten an sich. Auf jeden Fall eine Reihe, die ich weiterverfolgen werde, da dieser Band aufgrund der erzeugten Spannung und der sympathischen Hauptfiguren punkten konnte.

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Habe dieses Buch original signiert von meiner Tochter zum Geburtstag geschenkt bekommen.Ich bin begeistert vom kongenialen Duo: Evelyn Meyers & Walter Pulaski.Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen,bis die letzte Seite gelesen ist! Lieber Andreas,Du erinnerst mich vom Schreibstil sehr stark an Andreas Franz-weiterso und ich freue mich schon auf den Racheherbst & Rachewinter.Werde auch zum Wiederholungstäter :) !

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-Diese Rezension stammt von einem gesponserten Produkt und ich wurde dafür nicht bezahlt! - Titel: "Rachesommer“ Autor: Andreas Gruber Verlag: Goldmann Seitenzahl: 431 Cover: Für einen Thriller ist das Cover sehr schlicht gehalten und man würde es nicht mit einem Sommer in Verbindung bringen…Den Hagebutten stehen für mich mehr als ein Symbol des Herbstes…Aber die große Schrift, welche sich prägend heraussticht, macht es dennoch interessant. Und es mindert auch nicht die Leselust. Schreibstil: Das war mein erster Gruber und auch nicht mein letzter! Nur schon mal so als einstieg. Ich konnte gar nicht so schnell blättern wie ich lesen konnte. Es ist so leicht, flüssig und spannend geschrieben, dass die Seiten nur so flogen. Die beschriebenen Geschehnisse, waren so gut beschrieben, dass man sie sich sehr gut vorstellen konnte…fast schon zu gut. Inhalt: Vier mysteriöse Todesfälle, ein geheimnisvolles Mädchen – und ein Sommer der Rache Wien. Vier wohlhabende Männer im besten Alter sterben innerhalb kürzester Zeit unter ähnlichen Umständen. Und nur die Anwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufall ... Leipzig. Mehrere Jugendliche, allesamt Insassen psychiatrischer Kliniken, sollen Selbstmord begangen haben. Kommissar Pulaskis Misstrauen ist geweckt, er beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen bringen ihn mit Evelyn zusammen, und ihre gemeinsame Spur führt sie bis zur Nordsee, zu einem Schiff, das ein schreckliches Geheimnis birgt ... Meinung: Ich freu mich auf die anderen 2 Teile, so viel sei verraten. Ich lass die Bewertungen, und da schieden sich die Geister…die einen liebten es und die anderen machtes dieses Buch fertig…nur Kritik, ja sicherlich nicht jeder mag es…aber ich habe meine eigne Meinung! Zu Beginn des Buches hatte ich jede Menge Fragezeichen im Kopf, was hat hat er sich dabei gedacht?! Wien und Leipzig mit einander zu verknüpfen…und das soll ein Thriller werden? O ja es war ein Thriller, aufgebaut mit ein paar ruhigeren Seiten…2 Morde an unterschiedlichen Orten…was verbanden die beiden miteinander? Im Verlauf der Geschichte, wird in müheseliger Kleinarbeit alles recherchiert…bis wirklich ganz zum Schluss alles aufgeklärt werden konnte. Die Thematik des Buches, so erging es mir, geht unter die Haut und ich fand es abstoßend. Ich schmeiße nur ein Wort in die Runde…Kindesmissbrauch…furchtbar, aber es passiert Tag für Tag, leider. Herr Gruber hat es wirklich gut umgesetzt und es sehr „respektvoll“ Behandelt, dennoch hat er für mich einen Weggefunden es neu zum Tagesthema zu bringen…er hat z.B. einen Charakter mitwirken lassen, wo ich niemals davon ausgegangen bin, dass es solche Personen gäben würde (nicht im Familienkreis!) …aber jeder Mensch hat seinen Preis, so auch diese Person. Nun gut. Ich war auch entsetzt, wer alles bei bestimmten „Partys“ mitwirkt, davon bekomme ich Bauchschmerzen, sicherlich war das alles fiktiv…denn noch so vorstellbar, dass es einen gruselt. Walter Pulaski, war für mich einer der stärksten Charaktere…nicht nur weil es eine Walter Reihe ist, nein er überzeugt mich von dem ersten Satz an. Für mich verkörpert er einen kleinen Rebellen, mir einem Herzen aus Gold. Er raucht, ist Vegetarier und alleinerziehend. Er hat ein Gespür für böse Menschen und widersetzt sich auch mal gern, wenn er der Meinung ist das es trotzdem richtig ist. Evelyn ist, der zweite Hauptcharakter in diesem Buch…sie hat eine nicht ganz so schöne Kindheit, nein keine Misshandlung seitens ihrer Eltern…aber…lest es selbst, ich war zu tiefst betrübt als ich es gelesen habe. Beide treffen zu einem späteren Zeitpunkt zusammen und…ja, dass hättet ihr gern aber nichts da lest das Buch…dann wisst ihr es. Ich verrate nur noch so viel, dass ich es wie schon erwähnt habe, sehr spannend fand und am Ende gibt es einen riesigen knall… Pufff….Beng…Knall…ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.

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Als in Leipzig mehrere Teenager aus unterschiedlichen psychiatrischen Kliniken Selbstmord verübt haben sollen, wird Walter Pulaski misstrauisch und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Parallel bekommt Evelyn Meiers in Wien eine Reihe Schadensersatzklagen zur Bearbeitung. Mehrere wohlhabende Männer kommen auf ähnliche Art ums Leben. Da das kein Zufall sein kann, beginnt auch Sie mit Ihrer Ermittlungsarbeit. Beide Erzählstränge treffen im Laufe der Geschichte aufeinander und somit ermitteln Pulaski und Meiers gemeinsam weiter und decken menschliche Abgründe auf... Andreas Gruber hat hier ein tolles Ermittlerduo geschaffen, das durch seine Ecken und Kanten nicht weniger interessant ist. Schon mit Beginn des Prologs ist man auch für die folgenden Kapitel gefesselt und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Gekonnt legt Gruber immer wieder falsche Fährten und gibt dem Leser, im positiven Sinne, Rätsel auf. Kurze Kapitel mit einem tollen flüssigem Schreibstil machen das Buch zu einem Lesevergnügen.

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Niemand mordet so gut und spannend wie Andreas Gruber. Ich bin ein begeisteter Leser seiner Bücher. Nachdem ich mich erstmal von Maarten S. Sneijder verabschieden musste, kam mir Walter Pulsaki mit Evelyn Meyers im Rachewinter entgegen. Dort hatten sie mich eingefangen und nun gehe ich mit ihnen durch die Jahreszeiten. Der Rachesommer ist der erste Band der Reihe und erzählt eine erschütternde Geschichte von Missbrauch, Misshandlung und Verschleppung von Kindern durch pädophile Männer, die es sich leisten können (und wollen). Sie fühlen sich sicher und mächtig. Doch dann geschehen Unfälle in Österreich und Morde in Leipzig. Evelyn Meyers hinterfragt und recherchiert und stößt schnell auf eine Mauer des Schweigens und Vertuschens. Auf der anderen Seite sucht, auch auf eigene Faust, Walter Pulaski in Leipzig und Umgebung nach einem Mörder, den es nicht geben soll. Er glaubt nicht an die Selbstmordtheorie und begibt sich mal wieder allein auf die Spurensuche. Beide Charaktere werden gut beschrieben und sich lebensnah. Beide müssen mit einer traurigen und kräftezehrenden (nicht abgeschlossenen) Vergangenheit leben. Sie lieben und leben ihren Beruf, übertreiben es oft, überschreiten Grenzen und folgen ihrem Bauchgefühl. Sie sind Charaktere, die man mag, weil sie nicht perfekt sind. Sie machen Fehler, müssen zurückstecken und zeigen Gefühle, wenn es hart wird. Der Humor blitzt immer wieder durch, mal ironisch, dann wieder zynisch. Der Schreibstil von Andreas Gruber begeistert mich jedesmal wieder. Ich kann so gut abtauchen in seine Geschichten und das Kopfkino springt auch direkt an, dass ich so manches Mal meinen Nachtschlaf reduzieren musste, um nur noch das eine Kapitel zu Ende zu lesen. Genau so muss ein Buch sein, fesselnd bis zum Schluss.

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