Leserstimmen zu
Blutkind

Kim Harrison

Rachel Morgan (7)

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Paperback
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Noch immer ist Rachel auf der Suche nach dem Mörder ihres Freundes Kisten. Auch ihre Erinnerung an die verhängnisvolle Nacht hat sie bisher nicht wiederfinden können. In der Hoffnung, ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, begibt sie sich gemeinsam mit dem gefühlsempfindlichen Menschen Ford ein weiteres Mal an den Ort, an dem es geschah: Kistens kleines Boot, das mittlerweile an Land geholt und gereinigt wurde. Große Erfolge kann sie jedoch wieder nicht verbuchen. Als sie sich auf den Heimweg machen will, wird sie über einen Angriff auf Glenn informiert, der von seinen Angreifern sterbend zurückgelassen wurde und nun im Koma liegt. Damit beginnt dieses neue Abenteuer von Rachel Morgan, in dem eine neue Gattung von Wesen eingeführt wird: Die Banshees. Im Zentrum der Handlung steht nämlich die Banshee Mia Harbor. Um ihr Kind Holly zu versorgen, überschreitet sie immer wieder die Grenzen der Gesetze und tötet, damit sie die benötigte Menge Gefühle - und Aura - bekommt. Mia ist älter als so mancher untoter Vampir. Nach eigenen Aussagen erlebte sie den Bau von Cinncinnati mit und lebt seitdem in der Stadt. Dementsprechend tritt sie auch immer wieder auf, als gehöre ihr die Stadt. Warm geworden bin ich mit ihrem Charakter nie so richtig. Nicht unbedingt, weil ich sie mir nicht vorstellen konnte, sondern eher, weil sie in meinen Augen zu farblos blieb. Ich konnte keinen Zugang zu ihrer Figur finden, der sie für mich lebendig erscheinen ließ. Dadurch verlor auch ein Großteil der Handlung seinen Reiz. Ich fieberte zwar mit Rachel mit, aber das meist nur, weil ich Rachel sehr gerne mag und ich sehen wollte, wie sie mit der Situation umgeht. Weniger ging es mir dabei um Mia. Die Handlung selbst konnte mich dieses Mal auch nur teilweise überzeugen. Der Anfang des Buches ist sehr schleppend: Rachel sucht nach Kistens Mörder, ohne wirklich voranzukommen. Sie pflegt ihre neue Freundschaft zu Marshal, der im letzten Band nach Cincy kam. Sie sucht nach demjenigen, der Glenn attackiert hat und kommt dabei auf Mias Spur. So weit, so gut. Wirklich gefesselt hat mich das nicht. Spannend wurde es in meinen Augen erst, als der Geist Pierce auftauchte. Rachel hatte ihn als Jugendliche mehr oder weniger versehentlich das erste Mal beschworen und nun taucht er wieder auf. Natürlich darf in dem ganzen Geschehen auch Algaliarept nicht fehlen, der das Chaos wie immer perfektioniert. Unter diesen Voraussetzungen kreiert Kim Harrison im letzten Drittel des Buches einen spannenden Showdown, der seinen Höhepunkt ausgerechnet in der Silvesternacht findet... Genau dieser letzte Teil rettet das Buch in meinen Augen. Das und die wie immer tolle Darstellung von Rachel und ihren Freunden, die lebendig wie immer wirkten. Allmählich habe ich wirklich das Gefühl, mitten im Leben von Rachel zu stecken und nicht nur als Leser zuzuschauen, so real fühlt sich die Geschichte an. Fazit "Blutkind" ist in meinen Augen das bisher schwächste Buch der Reihe. Spannung kam erst zum Ende hin auf und eine der zentralen Figuren, die Banshee Mia Harbor, blieb mir zu farblos. Hoffentlich wird der nächste Band wieder besser...

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