Leserstimmen zu
Satori

Don Winslow

(3)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Top Thriller!

Von: Taka

08.08.2015

Inhalt: Südostasien 1951: Das Schicksal der Welt steht auf Messers Schneide. USA und Russland kämpfen mit allen Mitteln um die Vorherrschaft in Asien. Die CIA, die Nikolai Hel inhaftiert und gefoltert hat, macht ihm ein Angebot: Seine Freiheit gegen den Tod des sowjetischen Botschafters in Peking. Getarnt als Waffenhändler gerät Hel in ein tödliches Netz politischer Intrigen und verfolgt dabei ganz eigene Ziele: Rache und den Weg zu Satori, der Erleuchtung. Cover: Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, denn es hat etwas mysteriöses an sich. Auf dem Cover sieht man einen Mann der aus der sicheren Höhe aus dem Fenster dem Geschehen um sich herum zuschaut. Man sieht rote Wolken und es zieht eine sehr düstere Stimmung auf. Der Mann auf dem Cover ist vermutlich der Hauptprotagonist Nikolai Hel. Der Titel "Satori" sticht mit großen und dicken Buchstaben hervor. Erster Satz: "Nikolai Hel betrachtete ein Ahornblatt, das vom Ast fiel, im seichten Wind segelte und sanft zu Boden schwebte." Meine Meinung: So einen Thriller habe ich lange nicht mehr gelesen, wo es um politische Intrigen, Machtkämpfe und der Weg zur Erleuchtung, um Satori geht. Es gibt Akteure im Hintergrund, die das Handeln der Personen bestimmen, um Macht zu erlangen. Doch nur der Hauptprotagonist Nikolai Hel schafft es sich aus den Fängen der Akteuren zu entziehen und zahlt einen hohen Preis dafür, auf dem Weg zur Freiheit. Mehrmals entkommt er dem Tod nur um Haaresbreite und verliert am Ende seine Liebste, die er auf der langen Durchreise kennengelernt hat. Die meiste Zeit bleibt der Leser im ungewissen, wer gerade wann die Fäden zieht, doch erst am Ende macht alles einen Sinn. Es gibt auch verschiedene Perspektiven. Der Autor hat seinen Roman Satori als Prequel zu dem Buch Shibumi des Autors Trevanian geschrieben, was mal ein ungewöhnlicher Ansatz ist. Fazit: Ich fand den Thriller sehr unterhaltsam und spannend. Manchmal musste ich echt die Luft anhalten, da ich so gar nicht voraussagen konnte, was als nächstes passieren würde. Ich kann das Buch an alle empfehlen, die es gerne spannend mögen und Thriller über alles lieben. Ich vergebe deshalb 5***** von 5***** Sternen.

Lesen Sie weiter

Der junge CIA-Agent Nikolai Hel wird nach drei Jahren Einzelhaft, die er für den Mord an General Kishikawa in den tristen Mauern des Sugamo-Gefängnisses absitzen musste, 1951 in einem Vorort von Tokio auf freien Fuß gesetzt, muss im Gegenzug aber in einer geheimen Mission den sowjetischen Oberbevollmächtigten für Rotchina, Juri Woroschenin, umbringen. Da sich die USA mit China im Krieg befinden, soll Hel als französischer Waffenhändler getarnt einen Keil zwischen Peking und Moskau treiben, um einen undurchdringlichen kommunistischen Block zu vermeiden. Die schöne Französin Solange bereitet Hel, der in Japan aufgewachsen ist und dort in einer Vielzahl von Kampfkünsten unterrichtet worden ist, auf die heikle Mission vor, beginnt aber auch eine leidenschaftliche Affäre mit ihrem Schützling, der den Auftrag nutzen will, um auch eine ganz persönliche Mission zu erledigen, nämlich Rache an den Männern zu nehmen, die ihm nicht nur die Freiheit nahmen, sondern auch folterten. Derweil spielen sich auch die CIA-Männer Haverford, Singleton und Diamond gegeneinander aus. Hel, auch ein Meister des Strategie-Spiels Go, muss sich immer wieder auf die Spielzüge konzentrieren, um seine Optionen abzuwägen und seine Mission erfolgreich zu Ende bringen zu können. „Er wechselte die Paradigmen und stellte sich das Szenario als Go-Brett vor, setzte seine schwarzen Steine und spielte. Er begegnete den zu erwartenden Herausforderungen, aber ansonsten fiel ihm nichts weiter auf. Falls Woroschenin meine wahre Identität kennt und sich daran erinnert, wie er mit der Gräfin Alexandra Iwanowna umgesprungen ist, dann ist es gut möglich, dass ich in eine Falle tappe, aber das weiß ich schon und bin darauf vorbereitet. Da ist noch etwas anderes. Er wechselte wieder das Gedankenmodell und beschloss, mit den weißen Steinen gegen seine eigenen schwarzen anzutreten. Es war eine Offenbarung.“ (S. 247) Dass im Heyne-Verlag ein Werk von Don Winslow, der eigentlich bei Suhrkamp und Knaur beheimatet ist, erscheint, mag zunächst überraschen, aber das Nachwort des Autors klärt die Zusammenhänge auf: 2011 erschien im Heyne-Verlag nämlich die Neuauflage des Klassikers „Shibumi“ des 2005 verstorbenen Schriftstellers Rodney William Whitaker, den er 1979 unter seinem Pseudonym Trevanian („Im Auftrag des Drachen“) veröffentlicht hat. Auf den Vorschlag seines Agenten verfasste Don Winslow nun mit „Satori“ die Vorgeschichte zu Trevanians internationalen Thriller-Erfolg. Dabei gelingt es dem Bestseller-Autor („Tage der Toten“, „Zeit des Zorns“) meisterhaft, seine Leser in die asiatische Kultur der 1950er Jahre einzuführen und die internationalen Spionage-Aktivitäten der damaligen Zeit in einen ebenso exotisch gefärbten wie spannenden Plot zu packen, der zum Ende hin immer wieder interessante Wendungen nimmt.

Lesen Sie weiter

Shibumi preloaded

Von: wal.li

06.05.2015

Nikolai Hel hat seinen Ziehvater umgebracht, um ihn vor einem schlimmeren Schicksal zu bewahren. Dafür saß er einige Jahre im Gefängnis. Doch im Jahr 1951 macht ihm der Amerikaner Haverford ein Angebot. Wenn er nach Peking reist und dort einen bestimmten Russen umbringt, bekommt er seine Freiheit, Geld und einen Pass eines Landes seiner Wahl. Diese Chance will Hel sich nicht entgehen lassen. Und so landet er zunächst in Tokio, wo er die Identität eines französischen Waffenhändlers annehmen soll. Damit ihm das perfekt gelingt, verbringt er die Zeit mit der Französin Solange, die ihm noch einiges mehr beibringt als nur den Akzent der Gegend um Montpellier. Nach einigen kurzen Wochen der Regeneration und Entspannung, die nur von einem Mordanschlag unterbrochen werden, beginnt das Abenteuer in Peking. Ein rasant geschriebenes Abenteuer in authentisch altmodischer Thriller-Manier, einfach klasse. Der Beginn des kalten Krieges, USA gegen Russland, Russland mit China, alle rühren im vietnamesischen Pott. Und dann dieser Superheld Nikolai Hel, der es schafft größten Gefahren zu entgehen. Der schneller den Attentäter tötet, bevor dieser sein Werk beginnen kann. Ein Agent jagt den anderen, es werden verschiedenste Süppchen gekocht. Und auch Nikolai hat private Hühnchen mit seinem Opfer zu rupfen. Teilweise scheint es etwas kunterbunt durcheinander zu gehen, gerade wenn man mit den Gegebenheiten der Zeit und des asiatischen Raumes nicht so vertraut ist. Doch ist am Ende jedes Steinchen an seinem Platz. Und einige Überraschungen muss der Leser auch verkraften. Mir jedenfalls hat diese ausgesprochen unterhaltsame Kost in einem gekonnt altmodischen Stil sehr gut gefallen. Der Autor hat seinen Roman im Übrigen als Prequel zu dem Buch Shibumi des Autors Trevanian, was mal ein ungewöhnlicher Ansatz ist. Satori von Don Winslow ISBN: 978-0-446-56192-1

Lesen Sie weiter

Inhalt Nikolai Hel wird vom US-Geheimdienst nach der Ermordung eines chinesischen Generals inhaftiert, brutal gefoltert und für pharmazeutische Experimente benutzt. Jetzt soll er den USA helfen einen Keil zwischen die Sowjet-Union und dem kommunistischen China zu treiben, in dem er den russischen Botschafter Juri Woroschenin in Peking ermordert. Nikolais Gesicht wird widerhergestellt, er bekommt eine neue Identiät. Er soll einen Waffenhändler spielen, der Waffen an die Viet Minh liefern will. So soll er näher an Woroschenin kommen. Doch Hel interessiert sich nicht für die Gegenleistungen der Amerikaner, er verfolgt ein ganz eigenes Ziel... auch wenn er nicht weiß, wer Freund oder Feind ist. Meine Meinung Don Winslow hat hier mit Satori einen Thriller der ganz anderen Art geschaffen. Natürlich bewegen wir uns hier im politischen Nirwana, politische Intrigen und Akteure im Hintergrund bestimmen das Handeln der Personen. Doch mit Hel hat er einen Protagonisten geschaffen, der dennoch seinen eigenen Weg geht. Er lässt sich von der Strömung treiben, welche sein Überleben sichert. Hel ist keiner der dargestellten Mächte, sei es jetzt China oder Amerika, treu. Er trifft seine eigenen Entscheidungen, verfolgt immer sein eigenes Ziel. Er wirkt ein bisschen wie Treibgut zwischen den Strömungen. Jede bewegt ihn ein bisschen in eine andere Richtung, aber trotzdem wird er am Schluss an Land, an sein Ziel gespült. Auch der Leser bleibt immer mal wieder im Ungewissen, wer gerade die Fäden zieht in diesem politischen Machtspiel. Ich habe zwischendurch leicht den Überblick verloren, welche Personen in welchem Interesse agieren und ob sie denn auch wirklich in dessen Interesse handeln. Oder ob es schon wieder eine andere dahinterstehende Macht gibt. Verwirrend. Hels Geschichte wird in unterschiedlichen Perpektiven erzählt. Einige Perspektiven erscheinen erst sporadisch und dann immer häufiger. Erst am Ende ergibt alles einen Sinn. Bis zum Schluss konnte ich nicht erahnen, wie dieser Thriller ausgeht. Das heisst schon was. Der Leser erfährt ja nur Bruchstücke des großen Ganzen und muss sich seinen Teil zusammenreimen. Gewinnt das Gute oder das Böse? Wer ist gut? Wer ist böse?

Lesen Sie weiter