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Leserstimmen (5)

Tessa Korber: Gemordet wird immer (Die Bestatterkrimis) (1)

Gemordet wird immer

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-07598-9

Erschienen: 13.08.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein Bestatter als Ermittler

Von: Jasmin Datum : 24.06.2016

buch-leben.blogspot.de

Wer mal einen Krimi der anderen Art sucht, der ist hier genau richtig.

Bereits am Anfang wurde ich überrascht. Denn aufgrund des Titels, des Covers und des Klappentextes habe ich eher mit einem gemütlichen Cosy-Krimi gerechnet. Also mehr Witz und kuriose Figuren als Krimihandlung. Kuriose Figuren und die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln gibt es schon, trotzdem überwiegt es nicht. Auch der Aufbau ist nicht unbedingt komplett so, wie man es von einem klassischen Krimi kennt. Der Protagonist Viktor stolpert förmlich in den Fall, in dem er beim Waschen einer Leiche eine Patronenkugel in deren Rücken findet. Aber er stürzt sich nicht komplett in den Fall. Er geht auch weiterhin seiner "normalen" Arbeit nach und muss zusätzlich noch einiges aus seiner Vergangenheit bewältigen.

Dieser eher ungewöhnliche Aufbau hat mir eigentlich gut gefallen, weil es mal etwas anderes war. Dass der Beruf des Bestatters in den Vordergrund gerückt wird, war sehr gut. Denn mal ehrlich: Wer kann sich vorstellen, dass mehr daran hängt, als eine Leiche abzuholen und in einen Sarg zu legen? Ich habe durch dieses Buch wirklich mehr Respekt vor dieser doch sehr anspruchsvollen Arbeit gewonnen. Leicht ist sie sicher nicht. Allerdings war es mir an der ein oder anderen Stelle zu viel Ablenkung durch die privaten Probleme von Viktor. Dadurch gab es mehrmals Brüche in den Ermittlungen und an der ein oder anderen Stelle war ich mir dann gar nicht mehr sicher, was er jetzt überhaupt schon alles herausgefunden hat. Das fand ich etwas schade.

Vikor als Person ist eine sehr interessante Hauptfigur. Ich weiß nicht so wirklich, wie ich ihn einschätzen soll. Auf der einen Seite ist er sehr liebevoll und emotional, zum Beispiel wenn es um seinen autistischen Cousin geht, auf der anderen Seite scheint er in Sachen Frauen ein typischer - und damit für mich unsympathischer - Aufreißer zu sein. Ein Lob aber dafür, wie er den normalen Beruf und die Ermittlungen unter einen Hut bringt. Seine Anekdoten von seiner Zeit vor der Rückkehr sind unterhaltsam und haben mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Überhaupt ist die ganze Familie irgendwie schräg - aber sehr liebenswert. Die Figuren wurden von der Autorin wirklich sehr gut gezeichnet und man will mehr von ihnen lesen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Durch die chronologische Erzählweise kommt man auch nicht durcheinander. Wenn es Passagen aus der Vergangenheit gibt, dann ist das immer leicht zu erkennen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Dadurch, dass mir aber doch etwas die Krimihandlung an sich gefehlt hat, gebe ich nur 3,5 Sterne. Trotzdem - oder gerade weil ich die Familie einfach ins Herz geschlossen habe - liegt schon der zweite Teil rund um Viktor und sein Bestattungsinstitut auf meinem SuB.

Unterhaltsamer Krimi

Von: Annika Datum : 06.12.2015

buecherwuermchensecke.blogspot.de/

Inhalt: Der Weltenbummler Victor kehrt nach Haus zurück um in das Bestattungsgeschäft seiner Familie miteinzusteigen. Ob der braungebrannte Sunnyboy in das Bestattungsgewerbe passt ? Sein Onkel bezweifelt dies stark und Victor steigt prompt in einige Fettnäpfchen und über eine Leiche. Wieso hat eine Leiche, die eines natürlichen Todes gestorben ist, eine Kugel im Rücken? Victor macht sich auf die Verfolgung dieser Spur!

Meine Meinung: Das Buch ist der erste Band einer Reihe. Die Geschichte hat mich zum schmunzeln aber auch zum nachdenken angeregt, was mir sehr gut gefallen hat. Victor passt von Anfang an überhaupt nicht in das Bild, was man von einem typischen Bestatter hat. Vielleicht macht ihn gerade dass so authentisch.
In dem Buch gibt es mehrere Geschichten die aufgedeckt werden, persönliche und berufliche Fälle bereiten Victor Kopfzerbrechen, als er wieder in Deutschland ist. Sein Onkel steht ihm skeptisch gegenüber, seine Tante ist sehr bemüht eine heile Welt zu erhalten und sein Cousin Tobias hat es durch seinen Autismus nicht leicht.
Ich bin fasziniert wie die Autorin den Charakter von Tobias beschreibt, sehr detailliert zeigt sie hier das Verhalten von ihm selbst als auch Reaktionen der Umwelt, die nicht immer positiv, oft sogar feindlich sind. Diese reale Sichtweise zusammen mit dem spannenden Fall, sowie die Einblicke in die Arbeit eines Bestatters füllt das Buch mit Leben. Der Schreibstil ist flüssig und abundzu musste ich sogar laut lachen, weil einige Situationen in die Victor gerät echt skurril sind. Was mich, aber auch die Charaktere im Buch, nachher wirklich genervt hat war, dass Victor anscheinend zu jeder Situation eine Geschichte hat. ( Ja natürlich spreche ich Japanisch weil...., Ja naturlich kann ich dies und das .... solche ähnlichen Situatuion fand ich am Ende sehr nervig, aber es sollte wohl zu seinem Charakter passen.
Stellenweise fand ich es etwas anstrengend wie sich die verschiedenen Handlungsstränge überschneiden.

Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi mit authentischen Figuren und einem Hauptcharakter bei dem man die Augen verdrehen aber auch schmunzeln kann.

Gemordet wird immer

Von: nef Datum : 19.08.2015

www.buchjunkies-blog.de

Inhalt:
Viktor Anders kommt nach 10 Jahren Abwesenheit wieder zurück zum Haus seiner Eltern. Er hat es einfach nicht mehr ausgehalten in diesem Haus, mit seinen schweigenden Eltern und dem leeren Zimmer seiner großen Schwester Hannah.
Sie hatte sich das Leben genommen und so einen großen Bruch in die Familie gebracht. Seine Mutter hat sich in Tabletten und Depressionen geflüchtet, während der Vater seine Energie in das Bestattungsunternehmen gesteckt hat, das er zusammen mit seinem dem Mann seiner Schwester führte. Doch nun ist sein Vater seiner Mutter unter die Erde gefolgt und ihm steht als einziger noch lebender Nachkomme die Hälfte des Unternehmens zu. Er hat lange überlegt ob er in seine Heimat zurückgehen soll, doch nun ist er da.

Seine Tante Hedwig schaut noch genauso aus wie er sie in Erinnerung hat und heißt ihn daheim willkommen. Sein Onkel Wolfgang hingegen nimmt es ihm sehr übel, dass er die Familie verlassen hat und in der Weltgeschichte rumtingelte, während seine Eltern schon den Verlust der Tochter verkraften mussten. Schnell lernt Viktor auch seinen Cousin Tobias kennen - er ist Autist und ist von der neuen Person im Haushalt durcheinander.
Nun muss Viktor auch noch das kleine Ein-Mal-Eins des Leichenbestatters erlernen und sein Onkel hat nicht vor es ihm einfach zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Kontrolle seiner Körperfunktionen findet er sich in die Arbeit ein und geht seinem Onkel zur Hand. Erstaunt stellt er fest, dass auch Tobias eine Aufgabe im Unternehmen hat - er richtet das Makeup der Toten und ist dabei ziemlich geschickt.

Bei seiner ersten Leiche lässt ihn sein Onkel allein im Keller zurück, er muss zu einem Termin. Schließlich warten die Menschen nicht bis Viktor richtig eingearbeitet ist mit dem Sterben. So sieht er sich mit der Tatsache konfrontiert den schweren Herrn Bulhaupt allein zu entkleiden. Als er ihn beinahe zweimal hat fallen lassen und sehr froh ist, dass der Tote nichts mehr spürt, findet er in der Kleidung einen metallischen Gegenstand. Sein Cousin Tobias ist bei ihm und leider ist Viktor nicht schnell genug, denn wenig später puhlt er die Kugel seinen Cousin aus dem Mund und ruft die Polizei. Der Totenschein sagt Herzversagen als Todesursache, doch das Einschussloch im Rücken der Leiche spricht eine andere Sprache. Viktor kann nicht anders als seine Nase in die Angelegenheit zu stecken und findet sich bald zwischen der resoluten Kommissarin Karoline Schneid und der Familie des Toten eingekeilt. Keiner will so recht rausrücken mit der Sprache und doch verbirgt sich hier irgendwo ein Geheimnis.
Doch nicht nur in dieser Familie gibt es einiges zu erfahren, auch will er endlich wissen wieso sich seine Schwester Hannah umgebracht hat und was seine Eltern vor ihm verborgen haben.

Meinung:
Ich habe erst überlegt, was ich von einem Bestatter-Krimi halten soll. Diese Einordnung kannte ich bisher nicht und war entsprechend neugierig, wenn auch skeptisch. Doch schon die ersten zwei Seiten haben mich unterhalten. Viktor hat immer einen dummen Spruch auf den Lippen oder aber eine Geschichte aus der Vergangenheit parat. Das treibt seine Mitmenschen ziemlich bald auf die Palme und gegen Ende hin wurde es mir dann auch etwas zu viel. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher geschrieben, unter anderem historische und auch fantastische Bücher. Da es mein erstes Buch von Tessa Korber ist, kann ich nicht beurteilen wie gut sie sich in anderen Genres heimisch fühlt, dem Krimi hat leider streckenweise die Spannung gefehlt. Es war eher eine Erzählung mit Krimieinschlag. Dennoch hat es mich sehr gut unterhalten und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Andres als erwartet

Von: CogitoLeider Datum : 25.05.2015

Da mir schwarzer Humor nicht ganz fern liegt, habe ich mich sehr auf diesen Krimi gefreut.
Und ich wurde nicht enttäuscht – obwohl sich der Humor in Grenzen hält. Vielmehr vermag es Tessa Korber, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen und sie mit sehr viel Tiefe auszustatten. Besonders gut gelingt ihr dies in der Darstellung des autistischen Tobias, wie ich finde.

Auch deshalb hat dieser Krimi, der vom Äußeren her eher so etwas wie leichte Unterhaltung verspricht, sehr viel Anspruch und scheut sich nicht, auch philosophisch zu werden. Das hat mir sehr gut gefallen. Dabei liest es sich gut und flüssig, da es stilistisch solide und wunderbar ausgearbeitet ist.

Die Verwicklungen, die Tessa Korber mit wenigen Figuren schafft, fand ich faszinierend, da wird jede scheinbare Nebenfigur zur Hauptperson und der Personenkreis bleibt schön übersichtlich. Denn wer auf der einen Seite vielleicht unverdächtig ist, ist es noch lange nicht auf der anderen.

Der Krimianteil ist mäßig spannend, wenn auch klassisch mit falschen Verdächtigungen und Toten. Insgesamt scheint er jedoch eher als Trägermedium zu dienen, denn es macht den Eindruck, als ginge es für die Autorin vorrangig um die Einführung der Personen rund um Viktor Anders – und um die Aufklärung eines ganz anderen ‚Mordes’.

Viktor Anders ist übrigens eine etwas kantige Personen, durchaus sympathisch, aber doch auch stellenweise nervig, vielleicht zu wenig Klischee und doch mehr reale Person, die halt nur bedingt zwischen zwei Buchdeckel passt. Ihn zu mögen und mit ihm zu leiden, fällt mir da eher schwer, wenn er auch insgesamt sehr interessant ist.
Auf alle Fälle macht ‚Gemordet wird immer’ Lust auf mehr!

Fazit?
Ein unterhaltsamer Roman mit interessanten Personen, der als erster Teil durchaus neugierig auf die Fortsetzung macht.

Wenn ein Bestatter zum Ermittler wird

Von: Monika Stutzke Datum : 19.02.2015

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Viktor ist 10 Jahre durch die Welt getingelt und hat sich nun entschlossen, das Erbe seines Vaters anzutreten ... als Compagnon seines Onkels im Bestattungsgeschäft. Er ist auch wegen Hannah, seiner Schwester zurückgekommen, die den Freitod gewählt hatte. Er will nun endlich wissen, was damals geschehen ist.
Sein Onkel ist nicht gerade begeistert, als Viktor vor der Tür steht. Da er sich nicht in der Lage sieht, ihn auszuzahlen, muss er sich mit seiner Teilhaberschaft wohl oder übel abfinden.
Bei der Versorgung des ersten Toten, den Viktor allein zurechtmachen soll, fällt aus dessen Rücken eine Patronenkugel, die darauf hinweist, dass der Tote nicht wie im Totenschein geschrieben, eines natürlichen Todes gestorben ist.
Sehr zum Leidwesen der Kommissarin Schneid beginnt Viktor, sich persönlich der Sache anzunehmen und den Mordfall zu ermitteln...

Wer hier einen blutrünstigen Thriller erwartet, wird schwer enttäuscht werden.

Viktor, ein Weltenbummler kommt zurück nach Deutschland und will sein Erbe antreten. Seine Eltern sind in der Zwischenzeit gestorben und er übernimmt nicht nur den Job seines Vaters, sondern auch die Wohnung seiner Eltern.
Er hat schon so ziemlich alles gemacht, von Surflehrer bis Kellner, er hat scheinbar nichts ausgelassen, so dass er immer eine passende Geschichte parat hat.
Er muss sich erst einmal wieder an ein geregeltes Leben gewöhnen und stößt das ein oder andere Mal mit seinem Onkel zusammen.
Viktor, mit einem zynischen Sarkasmus ausgestattet und immer einen flotten Spruch auf den Lippen trifft nicht jedermanns Nerv.
Nachdem er sich ein wenig eingelebt hat, findet er auch Verständnis für seinen autistischen Cousin Tobias. Anders als dessen Vater, der mit der Situation nicht umgehen kann und seiner Mutter, die alles Böse von ihm fern hält, versucht Viktor ihm zu helfen.

Ganz nebenbei ermittelt Viktor auch noch im Mordfall seines ersten Toten, der nicht an Herzversagen, sondern an einer Kugel gestorben ist. Da er ja auch Erfahrung als Privatdetektiv bei seinen Reisen machen konnte, fällt ihm das natürlich nicht schwer. Hilfe bekommt er unfreiwillig und nicht von ihm gewollt, von Miriam, die in ihm gern mehr sehen würde. Zu ihrem Pech steht er aber nun mal mehr auf die schlanken langbeinigen Blondinen.

Was Viktor noch nach Jahren gehörig Probleme verursacht ist der Freitod seiner Schwester Hannah. Er sucht den Schuldigen und hat den Verdacht, dass sein Vater irgendwie beteiligt war. Viktor will für sich und seine Schwester die Vergangenheit aufarbeiten.

Die Aspekte eines Krimis laufen nur nebenbei her. Wert legt die Autorin auf die einzelnen Charaktere und deren Zueinander.
Viktor habe ich ins Herz geschlossen, nicht nur, weil er einen ähnlichen Humor wie ich hat, sondern weil er auch menschlich denkt und handelt. Man erlebt, wie er reift und Verantwortung übernimmt.

Die Autorin hat selbst ein autistisches Kind und kann daher das Leben mit Tobias und seine krankheitsbedingten Eigenarten wirklichkeitsnah und nachvollziehbar darstellen, was das Wirken der Umwelt auf die Behinderung mit einschließt.

Ich habe dieses Buch genossen, habe Spaß beim Lesen gehabt, auch wenn das Thema vom Grunde her nicht lustig ist.
Interessant sind die Einblicke in die Arbeit des Bestatters und ich hätte gern Mäuschen gespielt, als die Autorin sich zu Recherchezwecken in diversen Bestattungsunternehmen umgesehen hat, denn ich bin davon überzeugt, dass es nicht jeder so locker sieht, wie Viktor.

Die Protagonisten sind so angelegt, dass das Buch förmlich nach einer Fortsetzung ruft und ich würde es sehr begrüßen, wenn ich Viktor, Onkel Wolfgang, Tante Hedwig, Tobias, Miriam und Kommissarin Schneid wiedertreffen würden.