Leserstimmen zu
Justizpalast

Petra Morsbach

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Thirza Zorniger hat eine chaotische Kindheit hinter sich: Der Vater ein berühmter wie peinlicher Schauspieler, die Mutter verzweifelt, später krank. Thirza wächst bei ihrem Großvater, einem gescheiterten Richter, und ihren Großtanten in Pasing auf. Sie will Richterin werden, studiert Jura und landet nach verschiedenen Stationen tatsächlich auch am Landgericht München I im großen Justizpalast. Petra Morsbach hat aus diesen Lebensdaten einen großartigen Roman gemacht: "Justizpalast", erscheinen 2017 im Penguin Verlag. Die Autorin entspinnt ein Leben vor den Augen des Lesers: Ein juristisch mehr oder weniger erfolgreiches Leben, privat unglücklich und doch glücklich. "Justizpalast" berichtet von der Arbeit einer Richterin und durchwandert dabei - fast schon nebenbei - beinahe alle deutschen Rechtsgebiete: Es geht um Strafrecht wie um allgemeines Zivilrecht, rechtsdogmatische Fragen und Kartellrecht, prozessuale Fragen und verfassungsrechtliche Bedenken. Es geht um die große Frage nach Gerechtigkeit und die Möglichkeit, sie vor Gericht zu erstreiten. Neben der Unterbesetzung deutscher Gerichte beleuchtet Petra Morsbach aber auch große Literatur und fragt nach der Schuld der Justiz während der Nazizeit. Bisweilen meint man, das Buch hätte gar keinen roten Faden - nicht, dass es stören würde; ganz im Gegenteil. Aus einzelnen Episoden wird ein großer und wirklich großartiger Roman, der sich auf Gespräche mit etwa 50 Richterinnen und Richter stützen kann und somit einen realistischen Einblick in die deutsche Gerichtsbarkeit ermöglichen dürfte.

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Der Anfang: »Schon Thirzas Mutter wäre gern Richterin geworden. Doch dann kam Carlos Zorniger dazwischen.« Etwas über neun Jahre hat Petra Morsbach an diesem Roman geschrieben. Und hier stimmt jeder Satz, jedes Wort. Sie hat gut recherchiert, mit fünfzig Juristen gesprochen, dreißig davon waren Richter, hat das Manuskript von Richtern gegenlesen lassen. Für den Roman erhielt sie 2018 den Wilhelm Rabe Preis. Man kann den Roman in einen Satz beschreiben: Das Leben der Thirza Zorniger, einer Richterin. Oder auch doch nicht, denn eigentlich geht es um die Menschen, Menschen im Gericht: Angeklagte, Anklagende, Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte. Hinter jedem Fall steckt ein Mensch, seine Intension, Emotion, sich zu beklagen, sich zu verteidigen. Auch Juristen sind Menschen, garantiert verschiedene Typen, verschiedene Arbeitsweisen, Denkansätze. Hinter jedem Fall steckt eine Geschichte, ein Mensch. Recht ist nicht gerecht, nicht unbedingt. Es ist ein Leitfaden der Gesellschaft, nachdem man sich zu richten hat. Weiter: http://www.sabine-ibing.ch/rezension-sabine_ibing-Justizpalast-Petra_Morsbach.htm

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Die ausführliche Recherche der Autorin zeigt sich neben dem sehr treffenden Einbringen von juristischer Denkweise und Fachbegriffen besonders an der Einflechtung aktueller Probleme der deutschen Justiz. Im Hintergrund steht immer die große Frage nach Gerechtigkeit im Vordergrund die Überlastung der Richter, Einflussnahme von Lobbyisten auf Gesetze, das Spannungsverhältnis zwischen Karrierestreben und Gerechtigkeitswunsch, wobei ein gewisser Standesdünkel nicht in Abrede zu stellen ist. Dazu kommen – wir betrachten die Welt durch die Augen einer weiblichen Juristin – Männerseilschaften, die das persönliche berufliche Fortkommen erschweren. Hat die Protagonistin Thirza Zorniger ihr Leben für die Gerechtigkeit geopfert? Oder ist dieser Gedanke vermessen und noch dazu pathetisch? Wie viel Gerechtigkeit steckt in der Maschinerie Rechtsprechung? Präzision, Perfektion, Mitgefühl – auf was kommt es beim Richten an? Petra Morsbach wirft ist mit Justizpalast ohne Zweifel ein ganz großartiger Roman über die deutsche Justiz gelungen.

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Von: Gabriele doerfler aus Nobitz

20.11.2017

Das beste Buch, das ich je zum Thema Justiz gelesen habe.

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Schon die ersten Sätze nehmen den Leser umgehend in die Geschichte gefangen. Eine Geschichte, die sich um das Rechtswesen“ dreht, um dessen Protagonisten, aber auch um deren Umfeld. Die im Gerichtsgebäude auch spielt, aber dazu nimmt das Buch erst einmal ausführlich und ganz hervorragend im Timing seinen Anlauf. Denn am Wichtigsten, zentral, für diesen Roman sind die Figuren Jede der Figuren, Die Morsbach lebendig, abwechslungsreich, packend sowohl analytisch wie emotional für den Leser fast real werden lässt, statt in den Buchstaben eines Romans zu erstarren. Der Großvater, ehemaliger Richter, nach dem Krieg „zu spät gekommen“, irgendwo wesensverwandt untergekommen und, wie so viele im Buch, eine starke Szene, als Anspruch und Wirklichkeit aufeinandertreffen, als klar wird, dass da zwar einer „nie gegen das Recht verstoßen hat“ (hätte er mal besser zu Zeiten des dritten Reiches), aber wenig „Gerechtigkeit“ im Herzten trägt. „Dr. Wilhelm Kargus nun hatte für die Karriere seine Prinzipien verraten, ohne es zu merken. Er wusste nicht einmal, dass er nicht gerecht war“. Und das ist schon eine Kunst, das nicht zu wissen, wenn man mit der Axt „ungerecht“ eine Hütte zu Kleinholz verarbeitet“. Die Mutter, auf gutem Wege, gar nicht die die Jurisprudenz weiterverfolgt, denn Carlos Zorniger kam dazwischen. Und wie der dazwischenkam. Und wie der kantig, grob, fein, charismatisch, intensiv, distanziert von Morsbach ins Leben gerufen wird. Wie herzergreifend seine, unbewussten, verletzten Worte die kleine Tochter treffen, dass ist mitreißend geschrieben und löst die Distanz zwischen Leser und Werk treffend auf. Was alles in Thirzas Kopf zunächst und aus ihren Erinnerungen heraus dem Leser nahegebracht wird. Thirza, die Tochter einer dann verbitterten Mutter, eines abwesenden, egomanischen Vaters und eines frustrierten und dennoch ständig „Haltung vorführenden“ Großvaters. Die nun auch Richterin werden will. Aus all dem an Prägungen heraus, auch das baut Morsbach zwingend im Charakter der Thirza auf, Wie sie alle Personen unaufdringlich in ihrem „Sein“ erläutert. Die Tanten, die Mutter, die Großmutter, den Vater, Großvater, die Halbschwester und dutzende andere Figuren, die mal im flüssig verfassten Rückblick, oder in kantigen, fast assoziativ wirkenden Aufzählungen oder auch, dass vor allem, in ihrem Agieren dem Leser ihre inneren Haltungen emotional vermitteln. Eine Melange, die von allen Seiten ebenso zwingend in die Justiz führt. Die zerstörte, kaputte „Heimatfamilie“, die den Wunsch nach „etwas wieder zusammenfügen“ ebenso entstehen lässt, wie der „erfolgreiche“ Teil der mütterlichen Familie, in denen Juristen seit Generationen auf die ein oder andere Weise diesem „Handwerk“ nachgehen, was bei Thirza weitgehend zu Distanz und einem „es besser machen wollen“ führt. Aber ebensolche Menschen, wie sie als Kind kennenlernte, werden sie ihr gesamtes Berufsleben als Juristin „im System“ begleiten. Wie das an ihr etwas verändern? Wird sie manche heikle Situation und manche schmierigen Menschen Herr(in) werden könnten? Denn alles, was an „Typen“ in der Rechtsprechung zu finden ist, führt Morsbach mit klarem Blick für die Eigenarten der Persönlichkeiten und mit ebenso klarer und flüssiger Sprache hervorragend vor Augen. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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Thirza Zorniger wächst bei ihrem Großvater, einem Richter auf. Schon früh interessiert sie sich für die Welt der Gerichtsbarkeit. So verwundert es auch nicht, dass sie den selben Weg einschlägt, Jura studiert, verschiedene Stufen der Richterlaufbahn erringt, und es bis in den Justizpalast in München in eine führende Rolle schafft. Petra Morsbach erzählt das Leben von Thirza, von ihrem Schauspielervater, ihrer unglücklichen Mutter, ihrer Kindheit und Jugend, aber den meisten Raum nimmt ihre berufliche Laufbahn ein. Eingeflochten dabei immer wieder Gerichtsfälle, Gerichtsverhandlungen, Gerichtsurteile, es wird von Kollegen berichtet, von Arbeitsbelastungen, von wenig Freizeit. Der Roman ist nicht linear erzählt, er springt immer mal wieder vor und zurück im Leben von Thirza. Der Erzählstil ist nüchtern, erst gegen Ende kommen auch Emotionen ins Spiel, wird die Figur der Thirza menschlicher, greifbarer. Aber irgendwie passt der Stil auch zu der Protagonistin, die in einer eher als "trocken" geltenden Zunft arbeitet, in der es um Gesetze. Rechtsauslegungen, Aktenstudium und Urteilsbegründungen geht. Aber hinter jedem Fall stehen auch Menschen und das macht die Autorin mit den vielen beschriebenen Fällen auch deutlich. Thirza hingegen ist eine eher zurückgezogene, einsame Figur, die lange braucht um nicht nur ein berufliches Leben, sondern auch privates Glück zu haben, sich zu verlieben und einen Mann fürs Leben zu finden. Der Roman vereint das berufliche und private Leben der Protagonistin Thirza. Obwohl der Beruf der Richterin hier im absoluten Mittelpunkt steht und ihr Privatleben eher als Untermalung dient. Sie bleibt als Figur eher kühl und nur am Ende wird es emotionaler. Die Autorin deutet das Ende am Anfang an, doch erst nach und nach, Schritt für Schritt, schließt sich der Kreis im beruflichen Leben sowie im privaten Umfeld. Wer sich für die Arbeit und die Arbeitsbelastungen an deutschen Gerichten interessiert und dies auch noch verpackt in einem Roman, der viele Fälle aufgreift, dazu durch die Protagonistin Gedanken und Entwicklungen im Rechtssystem debattiert, dem kann ich den Roman empfehlen. Er bietet eine breite Palette an Einblicken hinter die Kulissen der Gerichtsbarkeit. Die Autorin hat neun Jahre recherchiert, mit gut 50 Juristen über ihre Arbeit gesprochen und deren Erfahrungen und Erlebnisse mit in diesen Roman verwoben. Zusammen mit dem Lebensweg der fiktiven Protagonistin ergibt sich ein interessanter Roman, der, wenn auch kühl und nüchtern beschrieben, mich fesseln konnte.

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Richterleben

Von: letteratura

24.09.2017

Jeder, der schon einmal eine Anwaltsserie verfolgt oder einen entsprechenden Film gesehen hat, weiß: Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe. Zwar ist die „gute“ Seite dort meist auch die, die im Zuschauerempfinden im Recht ist und die die meisten Fälle gewinnt (oder den Fall, wenn es nur einen gibt), dennoch geht es um noch viel mehr als den Sieg der Gerechtigkeit: zum Beispiel darum, wer den besseren, klügeren, vielleicht gerisseneren Anwalt hat. Keinesfalls kann man sich in der Gewissheit zurücklehnen, dass die Gerechtigkeit siegen werde, und am Ende der Geschichte hat man gelernt, dass es um Gerechtigkeit eigentlich nur am Rande geht. Für Thirza Zorniger, Protagonistin in Petra Morsbachs neuestem Roman „Justizpalast“, ist es dennoch das Streben nach Gerechtigkeit, das sie antreibt, als sie sich für die Juristenlaufbahn entscheidet. Auch viele Jahre später, als sie längst eine angesehene und routinierte Richterin am Justizpalast in München ist, hat sie noch den gleichen Anspruch an sich und somit an die Gerechtigkeit, die in ihrem Gerichtssaal walten soll, auch wenn sie längst gelernt hat, dass dies nicht immer möglich ist. Thirza stammt aus einer unglücklichen Ehe. Eigentlich wollte schon ihre Mutter Richterin werden, heiratete aber stattdessen Thirzas Vater, was ihren Plänen ein Ende setzte. Die Ehe war nicht von Dauer und Thirza wuchs bei ihren Großeltern und Großtanten auf. Ehrgeizig und zielstrebig nimmt sie nach und nach alle Stufen der Karriereleiter bis ins Richteramt. „Justizpalast“ ist im Großen und Ganzen die Lebensgeschichte seiner Heldin, wobei im Roman einzelne Fallschilderungen viel Raum einnehmen. Einerseits kann man hier viel Neues erfahren und über die Justiz lernen, andererseits sind die Prozesse, die wieder gegeben werden teilweise recht grotesk. Vieles hat sich vermutlich in ähnlicher Weise (wahrscheinlich abgewandelt) zugetragen: Petra Morsbach hat für ihren Roman neun Jahre recherchiert und mit insgesamt um die 50 Juristen über ihre Arbeit gesprochen. Man sollte also für die Lektüre des Romans in jedem Fall ein gewisses Interesse für das Themengebiet mitbringen. Die meisten Fälle sind interessant – erschütternd empfand ich, meine Vermutung bestätigt zu bekommen, was Erbstreitereien angeht, wie sich Familien zuweilen völlig überwerfen, weil die eine Partei sich von der anderen hintergangen fühlt. Ebenso interessant sind dann die Ausführungen dazu, auf welche Weise in den einzelnen Fällen entschieden wird und warum. Manchmal wird es des Juristendeutschs aber auch etwas zu viel und nicht immer ist alles gleich verständlich. Die Geschichte um Thirza bleibt dabei ab und zu ein wenig auf der Strecke. Zwar fügen sich die Fallbeschreibungen stets gut in die Handlung ein, dennoch unterbrechen sie sie. So wird zwar deutlich, wie das Richteramt Thirzas Persönlichkeit ausmacht, trotzdem hätte ich manchmal gern weiter über Thirzas Leben jenseits des Justizpalasts gelesen, zumal Morsbach mit ihr eine interessante, lebendige Figur geschaffen hat, die man gern auf ihrem Weg begleitet. Sehr gut gefallen hat mir der Stil Morsbachs. Sie lässt ihre Erzählerin das Geschehen nicht nur wiedergeben, sondern von Zeit zu Zeit auch sehr pointiert kommentieren, oft mit einem Augenzwinkern oder leiser Ironie, sie trifft oft mit wenigen Worten ins Schwarze. Wenn Thirza dann plötzlich selbst die Erzählung – meist nur ganz kurz – übernimmt, dann ist man wirklich ganz nah dran. So entsteht nach und nach ein deutliches Bild dieser Frau, deren Beruf für sie an erster Stelle steht – stehen muss, denn das Richteramt ist ganz offenbar harte und zeitintensive Arbeit. Morsbach lässt sie aber auch privat, ebenfalls im beruflichen Umfeld, ihr Glück finden. „Justizpalast“ gibt spannende Einblicke in die Juristerei, erzählt unaufgeregt über seine Heldin und ihr Leben und ist über weite Strecken dabei unterhaltsam und lehrreich. Wer sich für das Thema interessiert, sollte dem Buch eine Chance geben.

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Thirza Zorniger ist das Produkt einer leidenschaftlichen Beziehung zwischen dem Schauspieler Carlos Zorniger und Gudrun, Tochter von Strafrichter Wilhelm Kargus. Doch die Beziehung zerbricht und Thirza wächst bei ihrem Großvater und den Tanten in Parsing auf, nachdem ihre Mutter überfordert die Erziehung der Tochter aufgibt. Dort entwickelt sie den Wunsch, ebenso wie ihr Großvater, den sie sonst nicht besonders zu mögen scheint, Juristin zu werden und es bis in den Münchener Justizpalast zu schaffen. Petra Morsbach erzählt in „Justizpalast“ ausgiebig von Thirzas Leben, ihren Jugendjahren, aber hauptsächlich von ihrer Zeit als aktiver Juristin in verschiedensten Themengebieten. Familiengericht, Gnadenabteilung im Ministerium, Beschwerdekammer, Kartellrecht – durch all diese Bereiche arbeitet sich Thirza und was vielleicht langweilig klingt, ist ein hochspannender Roman über Recht und Gerechtigkeit. Bereits im Studium diskutiert Thirza mit Kommilitonen Radbruch und die Frage, welche Rolle Recht und Gesetz und welche darin die Richter zu spielen haben. Gibt es so etwas wie rechtgewordenes Unrecht? Diese Frage ist direkte Folge aus dem Fehlverhalten der Richter in der Nazi-Diktatur und beschäftigt Thirza ihr ganzes Leben lang. Der Roman „Justizpalast“ ist nicht nur spannend, man lernt auch eine Menge über Rechtsauslegung, Rechtsphilosophie und das Selbstverständnis der Justiz. Immer wieder werden Fälle eingeflochten, die Thirza verhandelt, was den Roman so nah und lebensecht macht, dass man manchmal vergisst, dass man eine fiktive, keine reale Geschichte liest. Thirza ist eine sehr spezielle Persönlichkeit, privat sehr gehemmt, sucht sie Erfüllung im Beruf und hat sich von der Vorstellung, in einer Beziehung glücklich zu werden, schnell verabschiedet. Sie kämpft in einer Zeit um Anerkennung, als Frauen in der Justiz selten und im Richteramt noch seltener waren. Jedenfalls zu Beginn, denn Morsbach lässt uns an Thirzas Beispiel auch die Geschichte der deutschen Justiz in der Nachkriegszeit erleben, die Veränderung der Probleme und Fragestellungen und die Komplexität des Rechts durch immer neue Gegebenheiten von Außen. Ich halte Petra Morsbachs Roman „Justizpalast“ für einen herausragenden Roman. Die Autorin bereitet ein zunächst langweilig erscheinendes Thema wie ein Leben für die Justiz so spannend auf, dass man den Roman kaum noch aus der Hand legen kann. Durch Thirzas speziellen Charakter wird das Buch noch kurzweiliger und selbst komplizierte Stellen über rechtsphilosophische Diskussion schreibt sie so klar und fesselnd, dass man sich keinesfalls abgeschreckt fühlt. Thirza wächst einem ans Herz und ihr uneingeschränktes Streben nach Gerechtigkeit schafft großen Respekt vor dieser Figur. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Empfehlung für diesen Roman verbunden mit der Bitte, sich nicht abschrecken zu lassen vom vielleicht schwierigen Thema, denn Petra Morsbach macht es dem Leser unglaublich leicht, sich darauf zu einzulassen.

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